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Die Erfindung betrifft eine Steuervorrichtung für einen Webmaschinenantrieb, welcher eine elektromagnetische Kupplung und eine elektromagnetische Bremse umfasst.
Ziel der Erfindung ist es, eine Steuervorrichtung zu schaffen, welche den Vorwärtslauf, das Stillsetzen, den langsamen Rückwärtslauf und langsames Vorwärtslaufen der Webmaschine in Abhängigkeit von bestimmten Stellungen der Kurbelwelle ermöglicht und weiters eine völlige Sicherung gegen Fehlbedienungen der Webmaschine bietet.
Dieses Ziel wird bei einer Steuervorrichtung für Webmaschinenantriebe der eingangs angegebenen Art dadurch erreicht, dass erfindungsgemäss die Kurbelwelle mit einer Steuertrommel versehen ist, welche im wesentlichen aus einem festen, mit der Kurbelwelle verbundenen Ring besteht, der mindestens eine verstellbare, eine Aussparung aufweisende ringförmige Scheibe sowie einen Magnet trägt, dass ein ortsfester Ring mit wenigstens einer durch den Magnet beeinflussbaren Spule und wenigstens ein gegenüber jeder ringförmigen Scheibe angeordneter Annäherungsschalter vorgesehen sind. Hiebei synchronisieren die von den Schaltern ausgehenden Impulse die durch die Elektromagnete der Kupplung, der Bremse und einer Rücklaufvorrichtung bewirkte Steuerung des Webmaschinenantriebes mit der Winkellage der Kurbelwelle durch eine an sich bekannte logische Schaltung.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen erläutert. Hiebei zeigt
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Schützenwächter.
An dem der Antriebsseite gegenüberliegenden Ende der Kurbelwelle --11-- der Webmaschine ist, wie Fig. 1 zeigt, eine Steuertrommel angeordnet, die aus einem aus nichtmagnetisierbarem Material hergestellten Ring --24-- besteht, der an der Kurbelwelle--11--befestigt ist und einerseits einen kleinen Magnet--25--
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erwünschten Lage mit einem Verschlussteil-28-festgeklemmt, der eine Scheibe --29-- mit Gradteilung (3600) trägt. Ein verstellbarer Pfeil--30--erleichtert die Ablesung der eingestellten Winkellage.
Auf dem festen Aussenring --31-- sind eine oder mehrere verstellbare Spulen-32-montiert. Während des Webzyklus bewegt sich der kleine Magnet--25--jedesmal bei einem voreingestellten Kurbelwellenwinkel an
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Oszillatoren bestehen, welche infolge der Nachbarschaft der nichtausgesparten Teile der Scheiben--26 und
27--in einem bestimmten Kurbelwinkelbereich gedämpft werden. Während jeder Umdrehung der Kurbelwelle sind diese Oszillatoren also gedämpft und werden nur beim Vorbeigehen der Ausnehmung kurzzeitig entdämpft.
Zum besseren Verständnis der Erfindung wird im folgenden auf eine Wegmaschine Bezug genommen, die mit einer Drucktastensteuerung, einer Antriebsvorrichtung, die eine elektromagnetisch betätigbare Kupplung, eine ebenso zu betätigende Bremse und ein mittels eines weiteren Elektromagneten zu schaltendes Umlaufgetriebe umfasst, einem elektronischen Schützenwächter, der erfindungsgemässen Steuervorrichtung und einer elektronischen Logikschaltung versehen ist.
Die Drucktastensteuerung hat fünf Tasten, u. zw. für"Ein","Aus","Rückwärts","langsam Vorwärts"und "Einzelschuss".
Die Antriebsvorrichtung kann durch Erregen bzw. Stromlosmachen der einzelnen Elektromagnete über die Logikschaltung den mittels der Drucktasten eingegebenen Befehlen entsprechend geschaltet werden.
Der elektronische Schützenwächter ist dem Wesen nach in der Fig. 2 gezeigt. Er besteht aus zwei symmetrisch in bezug auf die Ladenmitte angeordneten Spulen-81 und 82--, die an der Lade-83angebracht sind. Im Schützen ist ein kleiner Magnet --84-- angebracht, welcher beim Vorbeilaufen des Schützens an den beiden Spulen jeweils einen Impuls in diesen Spulen erzeugt, welcher Impuls an die Logikschaltung weitergeleitet wird. Am ortsfesten Ring --31-- sind zwei weitere Spulen-86 und 87-befestigt, an denen der kleine Magnet--25--so wie an der Spule --32-- vorbeiläuft und ebenfalls jeweils einen Impuls induziert. Auch diese Impulse werden an die Logikschaltung weitergegeben.
Die beiden Spulen - 86 und 87-sind an den einem Kurbelwinkel von 185 bzw. 230 entsprechenden Punkten angebracht.
Läuft der Schützen ordnungsgemäss, dann werden vom Magneten --84-- in den Spulen-81 und 82-Impulse erzeugt, die zugleich mit Impulsen aus den Spulen --87 und 86--, die der Magnet-25hervorruft, an die Logikschaltung geliefert werden. Fehlt aber infolge von Unregelmässigkeiten im Schützenlauf einer der Impulse von den Spulen-81 und 82--, so bewirkt die Logikschaltung das Stillsetzen der Webmaschine.
Alle die genannten Einrichtungen sowie die üblicherweise vorhandenen elektrischen oder elektronischen Schussfadenwächter und Kettfadenwächter sind über die schon erwähnte Logikschaltung miteinander verknüpft.
Diese Webmaschine arbeitet in der folgenden Weise :
Beim Drücken der Taste "Ein" wird über die Logikschaltung der Steuermagnet für die Kupplung erregt, der Magnet für die Bremse wird stromlos gehalten und das Planetengetriebe wird so beeinflusst, dass es für den normalen Antrieb der Webmaschine arbeitet. Die Webmaschine wird also jetzt mit voller Drehzahl angetrieben.
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Zugleich werden von der Logikschaltung die Drucktaste "Aus" sowie die mit dem Magnet zusammenarbeitende
Spule--32--in Bereitschaft gebracht. Wird die"Aus"-Taste gedrückt, so muss erst durch das Vorbeigehen des Magneten --25-- an der Spule --32-- von dieser ein Impuls an die Logikschaltung gegeben werden, damit diese den Kupplungsmagneten stromlos macht und den Bremsmagneten erregt. Die Webmaschine wird daher stillgesetzt, u. zw. entsprechend der Lage der Spule --32-- am Ring --31--, im wesentlichen in der hintersten Stellung der Lade. In gleicher Weise erfolgt ein Stillsetzen der Webmaschine, wenn der
Kettfadenwächter anspricht.
Spricht der Schussfadenwächter an, so muss jetzt von der Spule --87-- durch das Vorbeigehen des Magneten --25-- ein Impuls an die Logikschaltung gegeben werden. Dadurch kommt die Webmaschine, wie in Fig. 2 angedeutet, bei etwa 2300 Kurbelwinkel zum Stillstand.
Wird die Taste "Langsamer Rücklauf" betätigt, wobei die Lade in jeder beliebigen Stellung ausser dem hinteren Totpunkt stehen kann, so werden von der Logikschaltung das Differentialgetriebe, die Kupplung und die Bremse so beeinflusst, dass sich die Webmaschine langsam im Rückwärtslauf bewegt. Das Vorbeigehen der Aussparung in der Scheibe-27-am Annäherungsschalter-34-bewirkt-wie schon erwähnt-über einen von der Scheibe bzw. von der Ausnehmung beeinflussten Oszillator eine Beeinflussung der Logikschaltung, welche das Stillsetzen der Maschine im hinteren Totpunkt der Lade bewirkt.
Für das Erreichen von langsamem Vorwärtslaufen der Webmaschine sind die Taste "langsamer Vorwärtslauf" und die Scheibe--26--, die eine vergleichsweise lange Ausnehmung hat, massgebend. Wird diese Taste gedrückt und befindet sich die Ausnehmung der Scheibe--26--im Bereich des Annäherungsschalters - -33--, der ebenfalls als Oszillator aufgebaut ist, welcher durch die Scheibe --26-- bzw. durch die Ausnehmung in derselben beeinflussbar ist, so veranlasst die Logikschaltung das Lüften der Bremse und lässt weiters einen nur geringen Strom durch den Elektromagneten fliessen, der die Kupplung steuert. Dadurch rutscht die Kupplung durch und die Webmaschine bewegt sich langsam vorwärts.
Kommt das Ende der Ausnehmung in der Scheibe-26-zum Annäherungsschalter-33-, so wird das Stillsetzen der Maschine herbeigeführt.
Zum Eintragen eines einzelnen Schusses ist die Taste "Einzelschuss" zu drücken. Die Logikschaltung veranlasst daraufhin das Anlaufen der Webmaschine. Um das richtige Eintragen nur dieses einen Schusses zu sichern, wird der erste Vorbeigang des Magneten --25-- an der Spule --32-- von der Logikschaltung nicht ausgewertet, sondern erst nach dem vollständigen Eintragen des Schussfadens wird die Maschine wieder abgestellt.
Es ist klar, dass die erfindungsgemässe Steuervorrichtung auch im Zusammenhang mit andern Wachter- un Steuereinrichtungen verwendet werden kann ; naturgemäss können Anzahl der Spulen und Magnete, Anzahl der Steuerscheiben sowie Anzahl der Ausdehnung der Ausnehmungen in diesen Scheiben in der jeweils erforderlichen Art abgeändert werden.