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Die Erfindung betrifft eine Hangentwässerungsanlage, bestehend aus einem Fertigteilverband, insbesondere aus Betonfertigteilen, der zur Aufnahme und Ableitung des anfallenden Oberflächenwassers in systematischer
Anordnung über die Hangfläche verteilt verlegt ist und in seinem oberen Bereich aus zur Aufnahme und Führung des Wassers zumindest teilweise wasserdurchlässig ausgebildeten Fertigteilen und in seinem unteren Bereich aus zur Wasserableitung wasserdicht, z. B. aus dichtem Beton, ausgebildeten Fertigteilen besteht.
Es ist beispielsweise aus der franz. Patentschrift Nr. 1. 371. 655 eine Hangentwässerungsanlage bekanntgeworden, die fakultativ aus einem Fertigteilverband bestehen kann, der in seinem oberen Bereich aus zur Aufnahme und Führung des Wassers zumindest teilweise wasserdurchlässig ausgebildeten Fertigteilen und in seinem unteren Bereich aus zur Wasserableitung wasserdicht ausgebildeten Fertigteilen besteht. Hiebei verlaufen die Fertigteile des oberen, wasserdurchlässigen Bereiches, und die Fertigteile des unteren, wasserableitenden
Bereiches stets koaxial und bilden gemeinsam Stränge. Wohl können solche Stränge einander kreuzend verlegt sein, doch kreuzen einander-im Gegensatz zur Erfindung-nie Systeme verschiedener Fertigteile.
Ihrem wesentlichsten Merkmal nach ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass der obere Bereich aus
Fertigteilen besteht, die schräg zu den Fall-Linien des Hanges, vorzugsweise als rautenförmiges Netzwerk verlegt sind, und dass der untere Bereich aus Fertigteilen besteht, die in zueinander parallelen, in den Fall-Linien des
Hanges verlaufenden Scharen verlegt sind.
Der erfindungsgemässen Lösung zufolge werden also die dem Hangverbau zugedachten Funktionen sinnvoll zwischen zweierlei Fertigteilsystemen aufgeteilt : Während das obere System durch Schrägstellung der Fertigteile zu den Fall-Linien des Hanges für das Auffangen und Weiterleiten des Oberflächenwassers sorgt, dient das untere, wasserdichte System ausschliesslich der Ableitung des aufgefangenen Oberflächenwassers in Richtung der
Fall-Linien des Hanges.
Erfindungsgemäss bestehen die dem oberen Bereich zugehörigen, vorzugsweise armierten Fertigteile aus einem massiven und dichten Oberteil und einem porösen, wasserdurchlässigen Unterteil, welche beiden Teile monolithisch miteinander verbunden sind.
Die dem oberen Bereich zugehörigen Fertigteile können erfindungsgemäss miteinander kuppelbar und, vorzugsweise monolithisch, z. B. durch einen Verguss der Stossfugen, zu einem Netzwerk verbunden sein. Die dem unteren Bereich zugehörigen Fertigteile sind erfindungsgemäss rinnenförmig gestaltet und fluchtend zu Rinnen verlegt, welche den Fall-Linien des Hanges folgen, wobei der Abstand der parallel zueinander verlaufenden
Rinnen voneinander geringer ist als die quer zu den Rinnen gemessene Maschenweite eines aus den Fertigteilen des oberen Bereiches bestehenden, z. B. rautenförmigen, Netzwerkes.
Weiters sind die erfindungsgemässen rinnenförmigen Formsteine des unteren Bereiches dort, wo sie von Fertigteilen des oberen Bereiches nicht unmittelbar überdeckt sind, durch Abdeckfertigteile nach oben hin abgedeckt. Diese gleichfalls zu Scharen aneinandergereihten Abdeckfertigteile sind rinnenförmig gestaltet und mit ihren offenen Seiten abwärtsweisend auf den gleichfalls rinnenförmigen Fertigteilen des unteren Bereiches fluchtend aufliegend verlegt, um mit den letzteren gemeinsam ein geschlossenes Hohlraumprofil einzuschliessen.
Diese Abdeckfertigteile, deren Höhe nur wenig geringer ist als die Höhe der zumindest teilweise wasserdurchlässigen Fertigteile des oberen Systems, bestehen erfindungsgemäss gleichfalls zumindest teilweise aus wasserdurchlässigem Material, z. B. Einkornbeton, Porenbeton od. dgl.
Der besseren Verständlichkeit halber, wird die Erfindung nachstehend an Hand der Zeichnungen näher erläutert. Die Fig. 1 dieser Zeichnungen zeigt den Querschnitt eines dem oberen System zugehörigen Fertigteiles, die Fig. 2 stellt Fertigteile des oberen und des unteren Systems in einem Schnitt nach 11-11 der Fig. 3 dar und die Fig. 3 ist eine Draufsicht auf einen kleinen Teil der erfindungsgemässen Anlage.
Die erfindungsgemässe Hangentwässerungsanlage, von der nur ein kleiner Ausschnitt in der Fig. 3 dargestellt ist, besteht einerseits aus den balkenförmigen Stahlbetonfertigteilen --1--, welche in einer rautenförmigen Netzwerk-Anordnung ein oberes System bilden und der Aufnahme und Führung des anfallenden Oberflächenwassers dienen sowie anderseits aus den rinnenförmigen Fertigteilen--2--, welche aus wasserdichtem Material bestehen und zu parallelen Rinnen aneinandergereiht der Wasserableitung dienen ; ausserdem sind noch Abdeckfertigteile--3--vorgesehen, welche aus wasserdurchlässigem Material, z. B. Einkornbeton, Porenbeton, od. dgl. bestehen und die rinnenförmigen Fertigteile--2--des unteren Systems überall dort, wo sie nicht von Fertigteilen--l--des oberen Systems unmittelbar überdeckt werden, nach oben hin abdecken.
Wie die Fig. 1 zeigt, bestehen die Fertigteile--l--des oberen Systems nur teilweise aus einem porösen, wasserdurchlässigen Material, nämlich bloss in ihrem Unterteil der Oberteil hingegen besteht aus massivem und dichtem Material, z. B. Schwerbeton. Diese Fertigteile--l--können mit einer Bewehrung ausgestattet sein, die beispielsweise im Bereich des Überganges zwischen den Teilen --1'und 1"-- angeordnet werden kann, die monolithisch miteinander verbunden sind.
Diese Fertigteile--l--werden unmittelbar unter der Hangoberfläche verlegt, so dass etwa nur ihre Rücken über den Boden ausragen ; die Verlegung erfolgt derart, dass sie schräg zu den Fall-Linien--5--des zu entwässernden Hanges verlaufen, beispielsweise also in rautenförmiger Anordnung, wobei sie-wie in der oben bezeichneten Patentschrift beschrieben-miteinander kuppelbar sind und durch eine Betonfüllung der Stossfuge
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- -4--, in welcher Bewehrungen dieser Fertigteile--l--ausragen, zu einem monolithischen, rautenförmigen Netzwerk verbunden sein können.
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Die gleichfalls zu Scharen aneinandergereihten Abdeckfertigteile --3-- sind - wie die Fig. 2 zeigt-ebenfalls rinnenförmig gestaltet und sind mit ihren offenen Seiten abwärtsweisend auf den
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Rinnen gelangen zu lassen.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemässen Anlage ergibt sich wie folgt :
Das abzuleitende, dem Hang zugelangende Oberflächenwasser wird zunächst beim Abwärtsfliessen längs der Fall-Linien --5-- des Hanges von den Fertigteilen-l-des oberen Systems aufgenommen und längs dieser Fertigteile--l--innerhalb des von ihnen gebildeten rautenförmigen Netzwerkes schräg abwärts geführt, wobei angenommen sein, dass der Boden des Hanges innerhalb und unterhalb der Rauten des Netzwerkes aus einem nicht wasserdurchlässigen Material, z. B. Lehm, besteht. Die erfindungsgemässe Lösung eignet sich insbesondere zur Entwässerung von Hängen aus solchem Material.
Im Verlauf des Abwärtsfliessens des Wassers längs eines der wasserdurchlässigen Fertigteile--l--des oberen Systems gelangt dieses Wasser unweigerlich früher oder später über eine von den rinnenförmigen, wasserdichten Fertigteilen --2-- des unteren Systems gebildete Rinne, kann in diese Rinne hinein und in dieser Rinne abwärtsfliessen und wird also durch die Rinne in einen Vorfluter oder Sammler abgeleitet. Die der Abdeckung der Rinnen dienenden Abdeckfertigteile--3--weisen eine Höhe auf, die nur geringfügig geringer ist als die Höhe der Fertigteile--l--des oberen Systems, d. h. ihre Oberseite verläuft etwa in der die Oberfläche des Hanges bildenden Ebene, wogegen die abgerundeten Rücken der Fertigteile-l-geringfügig über diese Ebene ausragen können.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Hangentwässerungsanlage, bestehend aus einem Fertigteilverband, insbesondere aus Betonfertigteilen, der zur Aufnahme und Ableitung des anfallenden Oberflächenwassers in systematischer Anordnung über die Hangfläche verteilt verlegt ist und in seinem oberen Bereich aus zur Aufnahme und Führung des Wassers zumindest teilweise wasserdurchlässig ausgebildeten Fertigteilen und in seinem unteren Bereich aus zur
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vorzugsweise als rautenförmiges Netzwerk verlegt sind, und dass der untere Bereich aus Fertigteilen (2) besteht, die in zueinander parallelen, in den Fall-Linien des Hanges verlaufenden Scharen verlegt sind.
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