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Die Erfindung betrifft eine Flugscheibe, die mittels einer Gummischnur od. dgl. gestartet werden kann und dadurch in Rotation versetzt, in einer stetigen Bahn durch die Luft schwirrt. Diese bekannten Flugscheiben weisen hiebei periphere Zacken und aus der Scheibenebene abstehende Flächenteile, die den Auftrieb erhöhen sollen, auf.
Eine solche Scheibe ist in der ital. Patentschrift Nr. 467331 beschrieben. Diese bedarf bei der Herstellung einer eigenen Vorrichtung zum Ausbiegen der Flächen, mit der blossen Hand ist dies kaum mit der erforderlichen Exaktheit möglich. Die gebogenen Schnitte sind überdies etwas schwerer herzustellen als gerade Schnitte wie beim Erfindungsgegenstand. Dadurch, dass die Schnitte fast über den ganzen Radius reichen, verliert die Scheibe auch an Stabilität und es ist die Formhaltigkeit stark beeinträchtigt, wodurch sich die Flugeigenschaften verschlechtern.
Die in der franz. Patentschrift Nr. 379. 907 geoffenbarte Flugscheibe hat infolge der vielen Durchbrüche und dem ausgenommenen Zentrum ebenfalls nur geringe Stabilität und auch ihre Flächen befinden sich weder im Zentrum noch weisen sie nach innen. Sie weisen vielmehr in Tangentialrichtung, wie es im Grunde auch die Flächen gemäss der ital. Patentschrift tun. Darüber hinaus besitzt die Scheibe nach der franz. Patentschrift keine peripheren Zacken, so dass sie sich auch in diesem Belang vom Erfindungsgegenstand unterscheidet.
Während bei den bekannten Scheiben durch die Flächen der Auftrieb erhöht werden soll, was durch die starke Schwächung der Scheiben und die daraus folgende leichte Deformierung wieder zunichte wird, geht die Erfindung davon aus, dass ein Versuch den Auftrieb durch derartige Klappen und Flächen zu erhöhen, aus den schon aufgezeigten Gründen und dem dadurch sich vergrössernden Luftwiderstand zu keinem Ergebnis führt, dass aber durch Stabilisierung der an sich glatten Scheibe mittels zentraler Flächenteile nicht nur ein ruhiger Flug, sondern auch eine verbesserte Flugleistung erzielbar ist.
Die erfindungsgemäss ausgebildeten Flugscheiben besitzen einen vollen äusseren Ring, der eine Formstabilität garantiert, während die im Zentrum befindlichen Stabilisierungsflächen eine ruhige Fluglage ergeben. Die wird noch durch die ebene und glatte Fläche des äusseren Ringes erhöht.
Nicht übersehen darf werden, dass die erfindungsgemässe Flugscheibe zum überführen aus dem Zustand des flachen Zuschnittes in die Flugform mit abstehenden Stabilisierungsflächen keines besonderen Werkzeuges bedarf. Ein Druck mit dem Finger genügt hiezu. Dies macht die Flugscheibe als kleines Zugabegeschenk geeignet, da sie ohne Raumbedarf überall beigepackt werden kann, der Benutzer aber ohne Schwierigkeiten den erforderlichen Handgriff vor der Inbetriebnahme durchzuführen in der Lage ist.
Die Erfindung kennzeichnet sich demnach im wesentlichen dadurch, dass die Scheibe kreissägeartig geformt ist und im Zentrum Einschnitte für Stabilisierungsklappen aufweist. Diese Klappen können in verschiedener Form ausgestanzt und ausgebildet sein. Sie dienen dazu, die Flugeigenschaften der Scheibe zu verbessern bzw. zu beeinflussen.
Die Erfindung wird an Hand einiger Ausführungsbeispiele näher erläutert. Fig. l zeigt eine Ausführungsform in Draufsicht und Fig. 2 die gleiche Ausführungsform in Seitenansicht und die Fig. 3 und 4 zeigen je eine weitere Ausführungsform.
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Zacken als vorteilhaft erwiesen. An der vom Mittelpunkt her gesehen engsten Stelle, das ist der Zackengrund, ist jeweils eine Einziehung--3--vorgesehen, die zum Einhängen eines Gummiringes dienen. Im Zentrum des Scheibenkörpers sind beim Ausführungsbeispiel nach Fig. l radiale Einschnitte --4-- ausgeführt, durch welche nach innen weisende Klappen--5--gebildet werden. Auch die Zahl dieser Klappen ist beliebig wählbar, doch erweist es sich als günstig, sie mit der Zahl der Zacken abzustimmen und nicht zu schmal auszuführen.
Diese Klappen können eine Spitze bildend bis zum Mittelpunkt geführt sein. Besser ist es, diese schon früher, eine zentrale Ausnehmung--6--begrenzend, endigen zu lassen. Es werden dadurch scharfe Spitzen, die sich leicht verformen und dann die Flugfähigkeit beeinträchtigen, vermieden. An den Anschlussstellen zwischen dem Scheibenkörper--l--und den Klappen--5--sind Biegerillen--7--vorgesehen, die ein leichtes Aufbiegen der Klappen--5--, wie Fig. 2 zeigt, gestatten.
Die Ausführungsform nach Fig. 3 besitzt die gleiche äussere Umrissform, doch sind die Klappen--5'--im Zentrum durch zwei Kreisbogenschnitte--8--und einen diese verbindenden wellenförmigen Schnitt--9-- gebildet. An den Schmalseiten der Klappen befinden sich wieder Buglinien--10--. An den freien Klappenenden ist ein annähernd dreieckiger Spitzenteil--11--durch eine weitere Biegerille--12-- abgeteilt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 4 sind die beiden Klappen--5"--durch zwei Kreisbogenschnitte
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Bogenenden, solcherart einen Endbereich--17--abteilend.
Von der wellenförmigen Schnittlinie können auf jeder Klappe je zwei kurze, parallele Einschnitte--19-nach innen gerichtet sein.
Zur Inbetriebnahme der Flugscheibe müssen die ursprünglich flach liegenden Klappen im Zentrum nach
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einer Seite herausgebogen werden. Diese Klappen bilden dann die Stabilisierungsflächen. Sie bezwecken eine Verstärkung der Wirbelbildung unter der Flugscheibe, die einmal peripher von den Zacken her entsteht, zum andern durch die Seitenruder verstärkt und gebündelt wird. Ist die Flugscheibe derart eingestellt, so wird sie an einem ihrer Zacken --2-- mit Daumen und Zeigefinger der linken Hand festgehalten. In die vor dieser liegenden Zacke bzw. in die zugehörige Einziehung (Zackengrund) wird ein Ringgummi-18- (Fig. l) eingehängt und über die Fingerkuppe und den Daumennagel der rechten Hand gespannt. Der Gummiring kann auch in einen gefalteten Kartonstreifen eingelegt und so gehalten werden.
Die Flugscheibe wird nun leicht schräg aufwärts zur vorgesehenen Flugbahn gehalten und entgegen den Zug des Gummiringes--18--leicht nach links gekippt. Beim Loslassen der Flugscheibe entspannt sich der Gummi und verursacht ausser der Kreisbewegung (Drehung um die eigene Achse) der Flugscheibe auch einen Bewegungskomponente in Richtung der gewünschten Flugbahn. Die Flugweite wird zusätzlich gefördert, wenn man den Gummiring als Schleuder verwendet und beim Start in weitem Bogen vor und nach rechts seitlich zieht.
Für Linkshänder gelten die Seitenangaben selbstverständlich in analoger Weise umgekehrt.
Während die Klappen--5, 5', 5"--die Seitenruder bilden, können die von diesen abgeteilten Abschnitte - 11 bzw. 17-im rechten Winkel zu den Klappen gefaltet werden und wirken solcherart als Höhenruder.
Mit Anheben (flachem Aufstellen) der Seitenruder wird die Flugbahn stabilisiert ; gleichermassen jedoch die Fluggeschwindigkeit (bei gleicher Startgeschwindigkeit) bestimmt. Es tritt eine Fortbewegung mit gebremsten Drehmoment ein. Je höher die Seitenruder gestellt werden, desto langsamer, aber in der Flugbahn stabiler bewegt sich die Flugscheibe fort, und umgekehrt.
Als Material für die Flugscheibe kann jedes geeignete Material, z. B. Plastik, Karton u. dgl. verwendet werden. Je schwerer das Material und je stärker der Gummizug ist, desto schneller und weiter bzw. höher fliegt die Flugscheibe.
Die erfindungsgemässe Flugscheibe eignet sich auch vorzüglich als Reklamegegenstand. Auf ihrer Oberfläche können die verschiedensten Werbeaufdrucke angebracht sein. Ihre handliche Form gestattet die Beipackung zu den verschiedensten Gegenständen. Durch die Ausstanzung im Zentrum ist es möglich, die Scheibe auf einen Flaschenhals zu schieben, wobei sie durch die nach einwärts federnden Klappen lagefest gehalten wird. Dies gilt insbesondere für die Ausführungsform nach den Fig. l und 2.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Flugscheibe mit peripheren Zacken und aus der Scheibenebene abstehenden Flächenteilen,
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