AT32886B - Regelungseinrichtung für Mehrphasenmotoren. - Google Patents

Regelungseinrichtung für Mehrphasenmotoren.

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AT32886B
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Kalman Von Kando
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Kalman Von Kando
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Regelungseinrichtung für Mehrphasenmotoren. 
 EMI1.1 
 oder proportional belastet werden. Es kann infolge verschiedener   Umstände,   beispielsweise infolge kleiner Verschiedenheiten der Durchmesser der Triebräder der Wagen eines Zuges geschehen, dass bei einer gegebenen Zugsgeschwindigkeit die Motoren des Zuges mit verschiedener Geschwindigkeit laufen. Wenn also die Geschwindigkeit des Zuges wächst, so können ein oder mehrere Motoren die Vollgeschwindigkeit früher erreichen als die übrigen, d. h. eine Geschwindigkeit, die der Gleicblaufgeschwindigkeit   nahekommt,   aber noch hinreichend geringer ist, als die Gleichlaufgeschwindigkeit, um in dem betrachteten Motor ein Drehpaar zu erzeugen, das zur Überwindung der   Reibnngswiderstände   des Zuges genügt.

   Die   Beschleunigung   von Motoren dieser 
 EMI1.2 
 wenn der Motor die Vollgeschwindigkeit erreicht. Erreicht   nun   einer der Motoren bei der Ge-   schwindigkeitszullahme des   Zuges die   \'ollgeschwindigkeit früher   als die übrigen, so führt eine weitere Steigerung der Geschwindigkeit zu einer   Verringerung   der Belastung des   betrachteten   Motors, da seine Geschwindigkeit dann der   Gleichlaufgeschwindigkeit näher kommt und sie   
 EMI1.3 
 Verteilung der Belastung auf die verschiedenen Motoren oder   Motorgruppen   des Zuges hervorzubringen, wird nach vorliegender Erfindung der Strom in einem der Motoren (oder einer Motorgruppe) zur Regelung des Stromes in den   übrigen Motoren benützt.   



   Solange Induktionsmotoren als Motoren laufen, d. i. wenn die   Zugsgeschwindigkeit   sich erhöht, sollte der regelnde Motor offenbar der sein, welcher zuerst die   Vollgesehwindigkeit     erreicht,   da dieser derjenige ist. der zuerst ausser Belastung   gerät. Fährt aber   der Zug über ein   ( befälle und werden   die Motoren durch die Schwere mit. einer höheren als der   Gleichlaufgeschwindig-     keit getrieben, so   dass sie Strom erzeugen und an die Speiseleitung abgeben, so sollte der regelnde 
 EMI1.4 
 Hand aus geregelt werden und sobald einer der Motoren die   Vollgeschwindjgkeit   erreicht, die   selbsttätige Regelung an die Stelle   der Handregelung tritt. 



   In   Fig. l sind   die mit den   Sekundärwicklungen   verbundenen Rheostaten als Wasserwiderstände, beispielsweise nach Art der in der deutschen Patentschrift Nr. 152301 beschriebenen   ausgeführt,   und der Wasserstand kann durch   Druckmittel geregelt werden, das   den Rheostaten 
 EMI1.5 
 

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   Die   Beschleunigung   der Motoren wird dadurch erzielt, dass man das   Ventil 39 öffnet,   um Druckmittel in den Rheostaten 7 des regelnden Motors eintreten zu lassen. Der Sekundärwiderstand dieses Motors wird hiedurch verringert und der von der   Primärleitung   aufgenommene Strom vergrössert. Dieser durch die Spulen der Magnete 20, 36 gehende Strom sucht eine Verringerung des Sekundärwiderstandes der Motoren 2, 3 durch Erhöhung des Flüssigkeitsstandes in ihren Wasserwiderständen herbeizuführen. Diesem wird durch die Magnete 21, 37 entgegengewirkt. Die Motoren 2,3 werden so allmählich beschleunigt und eine gleichförmige Verteilung der Belastung auf dieselben gesichert. Diese Anordnung braucht keine weitere Erklärung. 



   Eine andere, vollkommenere Ausführungsform der Erfindung ist die nachfolgende : Jeder Motor der Anlage oder des Zuges ist mit einem selbsttätigen Anlassrheostaten bekannter Art ausgestattet. Es können auch mehrere Motoren gemeinschaftlich von einem einzigen Rheostat betätigt werden, wenn die Motoren durch mechanische Kuppelung zum Zusammenrotieren gezwungen sind, wie z. B. die Motoren von Lokomotiven, die Kuppelstangen besitzen. Diese Rheostaten regeln den in die Sekundärwicklung eingeschalteten Widerstand und sind durch eine gemeinsame Regelungsvorrichtung verbunden, welche während der Beschleunigungsperiode unter der Aufsicht des Zugsführers steht und diesem gestattet, die Beschleunigung nach Belieben zu regeln.

   Sobald jedoch einer der Motoren die Vollgeschwindigkeit erreicht hat, kommt eine selbsttätige Ausgleichvorrichtung in Tätigkeit, welche die Rheostaten in solcher Weise be-   einfiusst,   dass alle Motoren ebensoviel Strom verbrauchen, wie derjenige, dessen Rheostat zuerst kurzgeschlossen wurde oder der Stromverbrauch dieser anderen Motoren dem Stromverbrauch des regelnden Motors proportional ist. 



   In Fig. 2 sind bei 1 und 2 zwei Mehrphasenmotoren angedeutet, von denen jeder mit einem selbsttätigen Anlassrheostaten 7, 8 bekannter Art ausgestattet ist. Man erkennt, dass mehrere Motoren zusammen durch einen Rheostaten bedient werden können, falls sie mechanisch miteinander gekuppelt sind. Die Rheostaten 7,   8   regeln den den   Sekundärwicklungen 5,   6 der Motoren vorgeschalteten Widerstand durch Änderung des Wasserstandes in den Rheostaten, die durch Druckmittel aus dem   Vorrats behälter 38 herbeigeführt wird,   das durch die Absperrorgane   aM,   41 zuströmt.

   Letztere sind so eingerichtet, dass, wenn sie nach rechts bewegt werden, Druckmittel aus dem   Behälter.   38 in den unteren Teil der Rheostaten strömt und der Wasserspiegel steigt und der Widerstand in den Sekundärwicklungen 5, 6 verringert, bis, wenn der Wasserspiegel die grösste Höhe erreicht hat, die Wicklungen 5, 6 durch einen von einem Schwimmer betätigten Schalter vollständig kurzgeschlossen werden, wie in der Zeichnung schematisch angedeutet ist.

   Werden die Ventile   40, 41   nach links bewegt, so verringert sich der Druck im unteren Teil der Rheostaten 7, 8, wodurch der Wasserspiegel sinkt und der Kurzschluss der Be- 
 EMI2.1 
 Komponente der Primärwicklungen 3, 4 der Motoren eingeschaltet und wirken den regelnden   Magneten 7rS', 2Ü   entgegen, so dass eine weitere   Abnahme   des den   Sekundärwicklungen vor-   geschalteten Widerstandes verhindert wird, solange die Motoren mehr als eine bestimmte Strom- 
 EMI2.2 
 

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   Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende : Die Beschleunigung des Zuges in der Ebene oder auf einer Steigung wird dadurch erzielt, dass der   Lokomotivführer   den Stromschlussarm 25 des   Regelungstransformators   22 in einer Richtung verschiebt, um die Stromstärke in den Regelungsmagneten 18 und 20 zu   erhöhen,   so die Halme oder Ventile 40, 41 zu öffnen, den Wasserstand in den Rheostaten zu erhöhen und hiedurch den Widerstand zu verringern, der mit den Sekundärwicklungen 5 und 6 der Motoren   1   und 2 verbunden ist.

   Der durch die Primärwicklungen 3, 4 und die Magnete   19.   21 fliessende Strom wirkt den Regelungsmagneten 18, 20 entgegen, d. h. verzögert die Öffnung der Hähne   40,     41   und damit die Abnahme des Wasserwiderstandes, wodurch der Strom in den Motoren allmählich gesteigert wird. Hiedurch kann beim Anfahren die Beschleunigung vom Lokomotivführer nach Belieben geregelt werden, aber die Belastung bleibt auf die Motoren gleichmässig oder je nach der Beschaffenheit der Reguliermagnete in einem gegebenen Verhältnisse verteilt. Sobald ein Motor des Zuges, beispielsweise der Motor 1 die volle Geschwindigkeit erreicht hat, bewegt sich der selbsttätige Schalter 16 derart, dass die Sekundärwicklung 5 dieses Motors kurzgeschlossen und hiedurch der Nebenschluss 32 der Bewicklung 30 unterbrochen wird.

   Die letztere tritt nun in Wirksamkeit und liefert den Reglermagneten 18, 20 Strom unabhängig von der Spannung des vom Regelungstransformator 22 gelieferten Stromes. Der Wasserwiderstand in den Rheostaten wird alsdann durch den von der Bewicklung 30 gelieferten Strom geregelt und dadurch der Motor 2 und die   übrigen   Motoren des Zuges derart geregelt, dass sie der Zuleitung denselben Strom entnehmen, wie der Motor   1,   dessen Rheostat zuerst kurzgeschlossen wurde. Auf diese Weise wird, sobald einer der Rheostaten kurzgeschlossen wird, die Handregelung des Stromes abgestellt und die selbsttätige Ausgleichung der Belastung aller Motoren des Zuges gesichert. 



   Gelangt nun der Zug auf ein Gefälle, so wird es wünschenswert, die lebendige Kraft des Zuges nutzbar zu machen und damit die Motoren als Generatoren arbeiten, müssen sie mit höherer als der   Gleichlaufgeschwindigkeit   laufen. Der Motor 1 hat vermutlich schon die Vollgeschwindigkeit erreicht und die Zugsgeschwindigkeit steigert sich bis auch der Motor 2 die Vollgeschwindigkeit erreicht, wo dann seine   Sekundärwicklung   kurzgeschlossen wird. Der Motor   1   läuft dann mit höherer als der Gleichlaufgeschwindigkeit, arbeitet als Generator und gibt Strom an die Leitung ab.

   Eine weitere Geschwindigkeitssteigerung hat zur Folge, dass der Strom im Motormagnet 19 gesteigert und das Ventil oder der Hahn   40   nach links bewegt wird, so dass Druckmittel aus dem Rheostaten 7 entweicht und sein Wasserspiegel und Schwimmer sinkt. Die   Sekundärwicklung      bar Motop ! 1 ist   dann nicht mehr kurzgeschlossen. Nunmehr wird der Motor 2 zum regelnden Motor des Systems. 



   Es ist zu beachten, dass, wenn der Zug in der Ebene oder auf einer Steigung fährt, der Motor, 
 EMI3.1 
 beginnen, findet dasselbe Spiel im entgegengesetzten Sinne statt, d. h. der Motor 1 wird wieder zum Belastungsregler des Systems. Zum richtigen Arbeiten ist es offenbar notwendig, die Transformatoren so zu bemessen, dass die von ihnen gelieferte   elektromotorische Kraft genügt.   
 EMI3.2 
 statt wie gezeigt, direkt zusammengeschaltet sein. 

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Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : EMI3.3 <Desc/Clms Page number 4>
    2. Ausführungsform der Reguliereinrichtung nach Anspruch 1 mit elektromagnetischer Beeinflussung des Reglerorgaues des Widerstandes (Hahn oder Ventil 40, 41 bei Flüssigkeits- widerständen mit Druckluftbetrieb), dadurch gekennzeichnet, dass auf das Reglerorgan des Widerstandes für jeden Motor (oder Motorgruppe) zwei einander entgegenwirkende Magnetsysteme Einfluss, nehmen, von welchen das eine (20, 36 bei Schaltung nach Fig. 1 bzw. 19, 21 bei Fig. 2) durch d. en vom regelnden Motor (oder Motorgruppe) (bzw. 1 und 2) aufgenommenen Strömt das zweite Magnetsystem (21, 37 bei Fig. l, bzw. 18, 20 bei Fig.
    2) durch den Strom erregt wird, welcher von dem zu regelnden Motor (oder Motorgruppe) aufgenommen wird, zum Zwecke, den von den einzelnen Motoren während des Anlassens aufgenommenen Strom gleichmässig oder im gegebenen Verhältnisse auf die einzelnen Motoren zu verteilen.
    3. Ausführungsform der Einrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Reglermagnete (18, 20, Fig. 2) an eine stromquelle veränderlicher Spannung angelegt aind, deren Grösse beim Anlassen der Motoren vom Motorführer geändert wird. EMI4.1
AT32886D 1906-10-23 1906-10-23 Regelungseinrichtung für Mehrphasenmotoren. AT32886B (de)

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