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Die Erfindung bezieht sich auf eine Filmdruckmaschine zum Bedrucken von Textil-, Papier- oder
Kunststoffbahnen mit einer zwischen Drucktuch und Trocknertransportband angeordneten gesonderten
Warenabzugsvorrichtung.
Eine derartige Filmdruckmaschine wird in der österr. Patentschrift Nr. 289703 beschrieben. Die Warenbahn klebt während des Druckes auf einem endlosen Drucktuch. Von diesem wird die Ware abgezogen und gelangt über eine Walze auf das Trocknertransportband. Die Walze ist bei der bekannten Einrichtung antriebslos gelagert und dient lediglich dazu, die Warenbahn, die etwa lotrecht vom Drucktuch abgezogen wird, zum Trockner hin umzulenken. Aus diesem Grunde ist die Walze auch möglichst reibungsfrei gelagert. Die zum Abheben der Ware vom Drucktuch erforderlichen Zugkräfte gehen vom Trocknertransportband aus.
Es liegt nun auf der Hand, dass bei zugempfindlichen Waren leicht Dehnungserscheinungen, z. B. Falten, entstanden. Die Warenbahn gelangte bei den bekannten Einrichtungen daher stets unter Spannung in den
Trockner und trocknete demnach auch unter Spannung, obgleich das senkrechte Abheben der Warenbahn vom
Drucktuch bereits einige Spannungsminderung gegenüber früher bekannten Einrichtungen herbeiführte.
Ein anderer Weg, die Abzugspannungen zu vermindern, wird in der Zeitschrift "Textil-Praxis" 1963,
Novemberheft, vorgeschlagen. Hier ragt das Trocknertransportband aus dem Trockner heraus und übernimmt direkt vom Drucktuch die Warenbahn. Selbst wenn das Trocknertransportband ganz nahe an das Drucktuch herabgesenkt wird, können die Spannungen lediglich vermindert, niemals jedoch völlig behoben werden. Auch bei dieser Einrichtung wird die Warenbahn unter Spannung getrocknet. Bei zugempfindlicher Ware bleiben demzufolge auch hier Längsfakten oder andere Dehnungserscheinungen erhalten.
Um die aufgezeigten Nachteile zu vermeiden, wird nun erfindungsgemäss vorgeschlagen, dass die
Warenabzugsvorrichtung einen Antrieb aufweist, durch den der Warenabzug auf eine von der Geschwindigkeit des
Trocknertransportbandes abweichende Geschwindigkeit einstellbar ist.
Durch diese Anordnung wird erreicht, dass nur die Warenabzugseinrichtung die zum Abheben erforderlichen Zugkräfte über die Warenbahn überträgt, während hernach die Ware völlig spannungsfrei auf das Trocknertransportband gelangt. Um die Haftung zwischen Warenabzugsvorrichtung und Warenbahn zu erhöhen, wird vorgeschlagen, die Warenabzugsvorrichtung als Förderband auszubilden.
Da die erfindungsgemässe Filmdruckmaschine universell eingesetzt werden soll, ist es nötig, Materialien, die am Drucktuch nicht angeklebt werden können-z. B. Papier-und Kunststoffbahnen-, mit Spannung durch die Druckeinrichtung und den Trockner zu ziehen. Aus diesem Grund ist es vorteilhaft, wenn die Warenabzugsvorrichtung oberhalb des mit dem Trocknertransportband in einer Ebene liegenden Drucktuches angeordnet ist. In dieser Anordnung kann die Warenbahn unter der Warenabzugsvorrichtung hindurch direkt vom Trocknertransportband übernommen werden.
Nun wird an Hand der Zeichnungen ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung näher erläutert.
Es wird in Fig. l die Verwendung der erfindungsgemässen Warenabzugsvorrichtung gezeigt, während in Fig. 2 der Abzug unter Spannung dargestellt ist. In Fig. l gelangt die am Drucktuch--7--klebende Warenbahn --3-- an einer Lichtschranke--10--vorbei auf das Förderband --5-- der Warenabzugsvorrichtung und von dort auf das Trocknertransportband--8--. Das Förderband--5--, das von den beiden Walzen--6 und 6a--aufgespannt ist, lässt sich mit einer Verstelleinrichtung --11-- auf der Drucktuchseite höhenverstellen.
Der mittels der Lichtschranke--10--geregelte Antrieb des Förderbandes --5-- erfolgt über die rechte Walze--6a--, die ihrerseits über ein Feinstregelgetriebe--12--mit der linken Trocknertransportbandwalze--9--verbunden ist.
In Fig. 2 wird gezeigt, wie die Warenbahn--l--unter dem Förderband --5-- hindurch in den Trockner--4--gezogen wird.
In beiden Zeichnungen ist eine Filmdruckmaschine mit Rundschablonen--2--dargestellt, jedoch ist auch die Verwendung anderer Filmdruckmaschinen durchaus möglich.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Filmdruckmaschine zum Bedrucken von Textil-, Papier- oder Kunststoffbahnen mit einer zwischen Drucktuch und Trocknertransportband angeordneten gesonderten Warenabzugsvorrichtung, dadurch ge- kennzeichnet, dass die Warenabzugsvorrichtung (5,6, 6a) einen Antrieb aufweist, durch den der Warenabzug auf eine von der Geschwindigkeit des Trocknertransportbandes (8) abweichende Geschwindigkeit einstellbar ist.
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