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Die Neuerung bezieht sich auf ein Brettstapelbauelement, bei welchem die zu einem Stapel zu verarbeitenden Bretter an ihren einander zugewandten Seitenflachen eine ineinanderpassende Profilierung aufweisen
Derartige Bauelemente sind z B aus DE 296 14 258 Ul oder US 3 172 170 bekannt Bei beiden Ausbildungen greifen die einander zugewandten Seitenflachen einander benachbarter Bretter nach Art einer Nut-Feder-Verbindung ineinander ein Bei der erstgenannten Druckschrift sind die Bretter gruppenweise durch Nägel miteinander verbunden, was den Zusammenbau der Brettstapel sehr arbeitsintensiv macht Bei der zweitgenannten Druckschrift erfolgt die Verbindung mittels durchgehender Metallschraubdubel,
die zentral in Bohrungen in den Brettern eingeschraubt bzw eingeschlagen sind und aufgrund der schraubenlinienformigen Aussenkanten die Bretter aneinander drücken
Sinn der Profilierung der Seitenflachen ist, die einzelnen Brettstapelelemente wind- und lichtdicht zu gestalten, um damit diese Brettstapelbauelemente auch als Wandelemente u dgl. verwenden zu können
Bei den bekannten Nut-Feder-Verbindungen muss sowohl die Tiefe als auch die Breite der Nut bzw der Feder genau aufeinander abgestimmt sein, da sonst bei nicht vollstandigem Ineinandergreifen der Feder und Nut an der Aussenflache ein Spalt zwischen den einzelnen Brettern verbleibt bzw., falls die Nut deutlich grösser als die Feder ist, der erwünschte Effekt der Winddichtheit bzw Lichtdichtheit nicht mehr gegeben ist, insbesondere dann, wenn die Bretter austrocknen und damit schwinden.
Der Neuerung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Brettstapelbauelement der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welchem einerseits eine Wind- und Lichtdichtheit zuverlassig gegeben ist und die anderseits einfacher zu fertigen sind.
Neuerungsgemäss wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass als Profilierung ein parallel zu den Längskanten der Bretter verlaufender Falz vorgesehen ist Der Falz hat den Vorteil, dass die Bretter bei der Montage lediglich in zwei Richtungen aneinander anzupassen sind, wobei bei der Abstufung grössere Toleranzen insofeme in Kauf genommen werden können, als die Bretter im gestapelten Zustand noch quer zu ihrer Längserstreckung eingerichtet werden können.
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Vorteilhafterweise kann die Flanke des Falzes etwa im rechten Winkel von der zugehörigen Seitenfläche abstehen, wodurch Quellwirkungen beim Zusammendrücken der Bretter vermieden sind Als vorteilhaft hat sich dabei herausgestellt, dass der Falz etwa ein Drittel der Brettbreite von der benachbarten Längskante entfernt ist, sodass aufgrund dieser Teilung den jeweiligen Belastungen und Beanspruchungen entsprechend die Lage der Dübel anpassbar ist Es kann damit nämlich umgangen werden, dass beim Bohren die Dübel in den Bereich der Abstufung kommen
Eine besonders gute gegenseitige Verspannung der einzelnen Bretter wird dadurch erzielt, dass zur Verbindung der Bretter an sich bekannte, durchgehende Hartholzdübel eingesetzt sind und dass vorzugsweise deren Feuchtigkeitsgehalt beim Zusammenbau geringer ist als jener der Holzbretter Dies bewirkt,
dass die passgenau in die Bohrungen eingesetzten Holzdubel Feuchtigkeit von den Brettern aufnehmen und damit geringfugig quellen, wodurch sie einen festen Reibungsschluss mit der Innenwandung der durchgehenden Bohrung erzielen
Um einwandfreie dichte Anschlüsse dichter zweier aneinanderstossender Brettstapelbauelemente zu erzielen, kann als Abschlussbrett ein von dem Falz bis zur entfernter liegenden Langskante reichendes Brett an jeder Endseite des Bauelementes vorgesehen sein Die dadurch entstehende Nut an der einen Sichtseite wird durch ein Fullbrett geschlossen, welches beide Abschlussbretter überspannt und aufgrund der Breitendimensionierung der Abschlussbretter von dem Falz bis zur entfernter liegenden Längskante so eingesetzt wird,
dass auch im Stossbereich zwischen Füllbrett und den an das Anschlussbrett anstossenden Endbrettem des Stapelbauelementes ein seitlicher Versatz erfolgt und damit ebenfalls eine durchgehende Trennfuge vermieden ist.
Es kann als Abschlussbrett auch ein Brett grösserer Dicke vorgesehen sein, dessen vom Brettstapel weggerichtete Seitenfläche einen hinterschnittenen Falz aufweist, wobei die Falze aneinanderstossender Bauelemente gegengerichtet angeordnet sind. Damit ist eine einfache Verbindung der benachbarten Bauelemente gegeben, da diesen lediglich miteinander verhakt zu werden brauchen, um einen festen Zusammenhalt zu ergeben.
Bei einem vorteilhaften Verfahren zum Herstellen der neuerungsgemässen Brettstapelbauelemente werden zunächst die Enden der Dübel in einem Abschlussbrett fixiert, wonach dann die übrigen Bretter des Brettstapelbauelements einzeln auf die Dübel aufgeschoben und an das Abschlussbrett bzw. den bereits bestehenden Brettstapel angedrückt
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werden Dadurch ist der Reibungswiderstand entlang der Dübel geringer, da als Reibungsflache nur die Innenwandung der Bohrung eines Brettes vorhanden ist. Um Bauelemente grosserer Breite zusammenstellen zu können, hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die freien Enden der Dübel nach den Aufstecken des aufzuschiebenden Brettes festzuhalten, da dadurch die Gefahr des Abknickens des Dübels beim Aufschieben ausgeschaltet ist.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele des Neuerungsgegenstandes dargestellt Fig I zeigt das Brettstapelbauelement im Schaubild, teilweise in auseinandergezogener Form Fig 2 gibt eine analoge Ansicht bei vollig zusammengebautem Bauelement Fig 3 ist eine Stimansicht des Bauelementes in grösserem Massstab Fig 4 zeigt im Detail die Verbindung zwischen zwei aneinanderschliessenden Bauelementen, Fig.
5 gibt eine Stimansicht einer anderen Ausfuhrungsform eines Bauelementes wieder, wobei die übrigen Ansichten und die Verbindung zwischen den einzelnen Bauelementen analog zur ersten Auführungsvariante erfolgt Fig 6 veranschaulicht im Detail eine andere Ausführungsform der Verbindung zweier benachbarter Brettstapelbauelemente
Mit 1 ist ein Brettstapelbauelement bezeichnet, welches aus einzelnen, zusammengesetzten Brettern 2 besteht, deren einander zugewandte Seitenflachen 2', 2" profiliert sind, u zw. durch einen Falz 3, welche parallel zur benachbarten Längskante 4 verlauft Der Falz ist von der benachbarten Langskante 4 etwa ein Drittel der Entfernung der beiden Längskanten 4,5 entfernt.
Die einzelnen Bretter sind über Hartholzdübel 6 miteinander fest verbunden, wobei beim Einbringen diese Hartholzdübel eine geringere Feuchtigkeit als die übrigen Bretter aufweisen.
Die Feuchtigkeitsdifferenz beträgt dabei zwischen 2 und 5, vorzugsweise 3 %.
Die endseitigen Bretter 7 und 8 reichen von der unteren Längskante 5 bis zum Falz 3, wobei an der Oberseite dann zwischen den an den Endseiten befindlichen Brettern 2 eine Ausnehmung verbleibt, die durch ein Füllholz 8 abgeschlossen wird. Aufgrund des Falzes und der Tatsache, dass die beiden Endbretter 7 bis zum Falz reichen, ist das Füllbrett 8 um die Stufentiefe seitlich versetzt, sodass Licht und Winddichtheit auch im Bereich der Verbindung zweier Brettstapelelemente 1 gegeben ist.
Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 5 ist jedes zweite Brett schmäler ausgebildet, u. zw. in dem Bereich, welcher von dem Falz 3 zur entfernteren Längskante 5 der Bretter des
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Brettstapelbauelementes ragt Dies gibt dann eine dekorative gestufte Untersicht der Bauelemente
Bei der Ausfuhrungsvariante gemäss Fig 6 ist als Abschlussbrett 10 ein Brett grösserer Dicke, zB ein sogenannet Pfosten, vorgesehen, an dessen vom Brettstapel abgewandter Seitenflache 10'ein hinterschnittener Falz 11 bzw.
12 vorgesehen ist Die Falze 11,12 aneinanderstossender Bauelemente sind dabei gegengerichtet angeordnet, so dass die beiden zueinandergerichteten Falze 11,12 miteinander verhakt werden können
Zum Zusammenbau der Brettstapelelemente werden die Bretter auf die Hartholzdübel, deren Enden in das eine Abschlussbrett eingesteckt und darin fixiert wurden, der Reihe nach aufgeschoben und an das Abschlussbrett bzw. das benachbarte Brett des bereits erstellten Teistapels angedruckt, wobei aufgrund der Ausbildung des Falzes 3 dahingehend, dass die Falzflanken im rechten Winkel zu den Seitenflanken 2'und 2"der Bretter abstehen, ein einfaches Aneinanderschieben der benachbarten Bretter möglich ist.
Die freien Enden der Dübel werden nach dem Aufstecken des aufzuschiebenden Brettes festgehalten, bis das Brett an das Abschlussbrett bzw den bereits bestehenden Teilstapel angedrückt ist Dann werden die Enden losgelassen, das nächste Brett aufgesteckt und die Enden wieder ergriffen und festgehalten, bis der Andruckvorgang für dieses Brett beendet ist. Diese Vorgangsweise wird ausgefuhrt, bis der gesamte Brettstapel erstellt und das andere Abschlussbrett angedrückt und an dem Dubel festgelegt ist.
Die in der Zeichnung wiedergegebene Dübelweise, nämlich in zwei zueinander versetzten Ebenen zu Dübeln, muss nicht unbedingt gegeben sein, sondern es konnte auch je
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Aufgrund der Tatsache, dass die Hartholzdübel während des Zusammenbaus des Brettstapelelementes niedrigeren Feuchtigkeitgehalt als die Bretter aufweisen, ist ein leichtes Aufschieben der Brettstapelelemente auf die Hartholzdübel möglich, wobei lediglich ein geringer Gleit- und Reibungswiderstand zu überwinden ist. Die Hartholzdübel nehmen dann vom umgebenden Brettstapel Feuchtigkeit auf und nehmen infolge des Aufquellens etwas an Durchmesser zu, sodass sich die Dübelaussenwandung fest an die Innenwandung der Bohrungen anpresst und damit der Reibungswiderstand so hoch ist, dass die Bretter des Brettstapelelementes fest zusammenhalten.
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Zusätzlich können noch in nicht dargestellter Weise die Enden der Dübel 6 in den Endbrettem 7 durch Querstift festgelegt sein, sodass auch dadurch ein Auseinanderbewegen der Bretter des Brettstapels verhindert ist.