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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Fussboden- oder Wandbelages, der aus einer Grundschicht aus einem rutschgefahrmindernden Werkstoff, aus mehreren trittflächenseitig bzw. sichtseitig an der Grundschicht vorgesehenen Vorsprüngen und aus einer die Grundschicht und die Vorsprünge bis auf die
Stirnflächen der Vorsprünge abdeckenden Schutzschicht aus einem gegen aggressive Mittel, z. B. Reinigungsmittel, Industrieabfälle, widerstandsfähigen Werkstoff besteht.
Ein derartig aufgebauter Belag ist aus der Schweizer Patentschrift Nr. 172639 bekanntgeworden, die eine
Belagplatte für Böden, insbesondere in Viehställen und gewerblichen Räumen offenbart, welche in einer festen Grundschicht aus Beton oder Kunststoff eine Vielzahl hochkantstehender Hartholzstäbe aufweist, die auf ihrem gesamten aus der Grundschicht herausragenden Teilbereich von einer säurebeständigen, bituminösen Oberschicht umgeben sind ; diese Oberschicht überdeckt die Hartholzstäbe vollkommen und lässt ihre trittseitige Stirnfläche frei.
Nachteilig bei dieser bekannten Belagplatte ist die verhältnismässig grosse Bauhöhe durch die aufrechtstehenden Holzstäbe und die verhältnismässig umständliche und kostspielige Herstellung auf Grund der drei unterschiedlichen Werkstoffe und des Plattenaufbaues. Ausserdem ist diese Belagplatte gewichtsmässig verhältnismässig schwer, benötigt einen grossen Lagerraum und ist nur bedingt einsetzbar, da sie nicht immer die gestellten Anforderungen bezüglich Rutschsicherheit und Beständigkeit erfüllt.
Aufgabe der Erfindung ist die Herstellung eines Fussboden- oder Wandbelages, die einfach und kostensparend ist.
Gemäss der Erfindung ist das Verfahren zur Herstellung eines Fussboden- oder Wandbelages, der aus einer Grundschicht aus einem rutschgefahrvermindernden Werkstoff, aus mehreren trittflächenseitig bzw. sichtseitig an der Grundschicht vorgesehenen Vorsprüngen und aus einer die Grundschicht und die Vorsprünge bis auf die Stirnflächen der Vorsprünge abdeckenden Schutzschicht aus einem gegen aggressive Mittel, z. B.
Reinigungsmittel, Industrieabfälle, widerstandsfähigem Werkstoff besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundschicht und die Schutzschicht unter Wärme- und Druckeinwirkung in einer Form zu einer mit den Vorsprüngen ausgestatteten und die Schutzschicht tritt-bzw. sichtseitig vollflächig aufweisenden Einheit verbunden werden und dass anschliessend die Schutzschicht im Bereich der Stirnflächen der Vorsprünge durch Schleifen, Fräsen oder Schneiden entfernt wird.
Die erfindungsgemässe Herstellung des Belages ist einfach und kostensparend. Durch die bei der Herstellung vollflächige Überdeckung der Tritt- bzw. Sichtseite der Grundschicht durch die Schutzschicht und das anschliessende Entfernen der Schutzschicht im Bereich der Vorsprünge ist eine innige und abgedichtete Verbindung im Vorsprungsbereich zwischen den beiden Schichten erreicht worden, die ein Eindringen von Zersetzungsmitteln in den Verbindungsbereich verhindern. Die Vorsprungs-Stirnflächen treten als andersfarbige Flächenbereiche gegenüber der Schutzschicht auf und verleihen dem Belag ein ästhetisches Aussehen sowie geben dem Belag einen hohen Rutschwiderstand.
Die sich zwischen den einzelnen Vorsprüngen im vertieft liegenden Schutzschichtbereich ansammelnden Schmutzteilchen, Abfälle od. dgl., können nicht zersetzend auf die Grundschicht einwirken ; ferner ist ein Reinigen der Belagoberfläche einfach und einwandfrei ausführbar.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäss hergestellten Belages dargestellt. Es zeigen : Fig. 1 eine Draufsicht auf den Fussboden- oder Wandbelag, Fig. 2 einen Querschnitt durch denselben Fussboden- oder Wandbelag mit einer Grundschicht mit Vorsprüngen und einer diese Grundschicht und die Vorsprünge vollflächig überdeckenden Schutzschicht in einem Zwischenstadium bei der Belagherstellung, Fig. 3 einen Querschnitt durch denselben Fussboden- oder Wandbelag mit im Bereich der Vorsprünge zur Freigabe der griffigen Vorsprungs-Stirnflächen abgeschliffenen Schutzschicht, Fig. 4 bis 6 Querschnitte durch weitere Ausführungsformen des Fussboden- oder Wandbelages.
Der erfindungsgemäss hergestellte Fussboden- oder Wandbelag weist eine Grundschicht --10-- mit trittbzw. sichtseitig vorgesehenen Vorsprünge wie Noppen, Stege od. dgl., auf ; die Vorsprünge--11-bilden mit der Grundschicht --10-- ein einteiliges Werkstück.
Mit der Grundschicht--10--ist eine die tritt-bzw. sichtseitige Belagschichtfläche überdeckende und
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Reinigungsmittel, Industrieabfälle, -flüssigkeiten, gibt.
Die Schutzschicht--12--ist in bevorzugter Weise von einer mit der Grundschicht--10-verbundenen Folie aus Kunststoff, Metall, Holz, Textil od. dgl. gebildet.
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--11-- sindVorsprünge--11--beträgt etwa 2 bis 4 mm, vorzugsweise 3 mm und die Schutzschicht --12-- ist etwa 0, 5 bis 1, 5 mm, vorzugsweise 1 mm stark.
Die Schutzschicht --12-- überdeckt die gesamte zwischen den einzelnen Vorsprüngen --11-- liegende Grundschichtfläche und ist um die in der Höhe grösser als die Schutzschichtstärke ausgeführten Vorsprünge --11-- nach oben hochgezogen, so dass auch die Mantelfläche der Vorsprünge --11-- von der Schutzschicht --12-- umfasst ist-die hochgezogenen Schutzschichtbereiche liegen mit der griffigen Stirnfläche--lla-- (Trittfläche) der Vorsprünge--11--bündig (Vgl. Fig. 3).
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Zwischen den einzelnen Vorsprüngen --11-- liegt die Schutzschicht--12--tiefer, als deren Stirnfläche --l1a--, so dass um alle Vorsprünge--11--ein Sammelraum--13--vorhanden ist, in dem sich Schmutz od. dgl., ansammeln kann.
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sich gitterförmig in Karoform oder jedem beliebigen geometrischen Muster vorsehen.
Die Vorsprünge--11--können jedoch auch eine polygonale Grundform haben, so dass ihre griffige Stirnfläche--lla--ebenfalls polygonal ist. Die Körperform der Vorsprünge --11-- ist kegelstumpfförmig oder zylindrisch oder prismatisch.
Weiterhin kann die Oberfläche der Schutzschicht --12-- leuchtend ausgeführt sein, so dass der Fussboden- oder Wandbelag bei Dunkelheit leuchtet. Durch die Schutzschicht--12--lässt sich die Belagoberfläche gegenüber den Vorsprüngen --11-- andersfarbig gestalten, so dass sich gegeneinander abhebende Flächenbereiche gebildet sind.
Die Grundschicht --10-- besteht insbesondere aus Gummi ; sie kann auch aus Kunststoff oder einem andern handelsüblichen Bodenbelagmaterial bestehen.
Die Schutzschicht --12-- ist vorzugsweise von einem Kunststoff gebildet, der eine gegenüber dem Grundschichtmaterial andere und das Grundschichtmaterial gegen aggressive Mittel schützende Eigenschaft hat.
Die Schutzschicht --12-- kann aus Metall, Holz, Textil, bestehen.
Die Herstellung des Belages wird wie folgt vorgenommen :
Die Grundschicht --10-- und die Schutzschicht --12-- werden unter Wärme- und Druckeinwirkung in einer Form zu einer mit den Vorsprüngen --11-- ausgestatteten und die Schutzschicht --12-- tritt- bzw. sichtflächenseitig vollflächig aufweisenden Einheit verbunden (Fig. 2) und anschliessend wird dann die Schutzschicht--12--, im Bereich der Stirnflächen der Vorsprünge --11--, zur Freigabe deren griffigen bzw. andersfarbigen Stirnflächen--lla--, durch Schleifen, Schneiden, Fräsen od. dgl. entfernt (Fig. 3 bis 6).
Bei der beschriebenen Herstellung lässt sich die Schutzschicht --12-- als Folie in die Form einbringen und dieGrundschicht--10--ebenfalls als vorgefertigtes, mit den Vorsprüngen --11-- ausgestattetes Teil der Form zugeben, so dass bei der Wärme- und Druckeinwirkung bzw. durch Vulkanisieren die Folie --12-- der Belagschichtform angepasst und mit derselben verbunden wird.
Fig. 5 und 6 zeigen einen geprägten Fussboden- oder Wandbelag mit durch Verformung gebildeten Vorsprüngen--11--undAushöhlungen--14--.
Der Belag zeigt bei einfachem und kostensparendem Aufbau, rutschsicherer und dauerhaft haltbarer Ausführung sowie ästhetischer Ausbildung einen vielseitigen Verwendungszweck.
Der Belag ist in grossen Bahnen herstellbar, er kann auf der gesamten Fussbodenfläche oder Wandfläche verlegt werden oder aber in zugeschnittenen Stücken (Matten) auf den Fussboden aufgelegt werden.