AT326278B - Histologisches fixiermittel - Google Patents
Histologisches fixiermittelInfo
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Classifications
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- A—HUMAN NECESSITIES
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- A01N—PRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Die Erfindung bezieht sich auf ein histologisches Fixiermittel, das bei der Vorbereitung von Gewebeproben zur mikroskopischen Untersuchung Verwendung findet. Bei der mikroskopischen und histochemischen Untersuchung von Geweben ist es allgemein üblich, das Gewebe zu fixieren, bevor es mittels eines Mikrotoms seziert wird. In Abhängigkeit von der jeweiligen Untersuchung werden verschiedene Fixierungsverfahren angewandt. Das Einfrieren des Gewebes oder das Einbetten in Wachs ist häufig ausreichend, jedoch besteht die Gefahr, dass dabei Stoffe verloren gehen, verändert werden oder an andere Stellen des Gewebes wandern. Um diese Schwierigkeiten zu vermeiden, wurden bereits verschiedene Verbesserungen angewandt wie z. B. die Gefriertrocknung mittels Vakuum oder Ersatz des Eises in den gefrorenen Zellen durch Alkohol. Bei Verwendung in grösserem Ausmass erweisen sich diese Verfahren jedoch als umständlich. Chemische Fixierungstechniken können zwar in bestimmten Fällen verwendet werden, lassen jedoch eine breite Anwendbarkeit vermissen. Die Erfindung bezieht sich auf ein neuartiges histologisches Fixiermittel, das den Gewebezellen den geringstmöglichen Schaden zufügt, bequem in der Handhabung ist und bei einer breiten Vielfalt von Gewebearten angewendet werden kann. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf eine Lösung von Trichloressigsäure, Zinkchlorid und Formaldehyd in einem wässerigen niederen Alkohol. Der niedere Alkohol kann jeder beliebige aus der Reihe der bekannten Alkohole mit 1-4 Kohlenstoffatomen sein, beispielsweise Methanol, Äthanol, n-Propanol, Isopropanol, n-Butanol und die verschiedenen verzweigten Butanole. Methanol eignet sich in besonderem Mass und ist hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Lösungsvermögen bevorzugt. Obwohl sich die hier angegebenen Mengen auf reinen Alkohol beziehen, ist es offensichtlich, dass auch Alkohol mit unterschiedlichen Mengen Wasser bei der Herstellung des vorliegenden Fixiermittels verwendet werden können, wobei die Volumina des Alkohols und des zusätzlich zugefügten Wassers entsprechend abgestimmt werden. Der wässerige niedere Alkohol hat ein Volumenverhältnis von Alkohol zu Gesamtwasser zwischen ungefähr 1 : 1 und ungefähr 1 : 3. Ein bevorzugtes Verhältnis liegt zwischen ungefähr 1 : 1, 1 und ungefähr 1 : 1, 5. In dem wässerigen Alkohol ist eine Mischung von Trichloressigsäure, Zinkchlorid und Formaldehyd gelöst. Eine Relation EMI1.1 zwischen ungefähr 8 : 1 und ungefähr 10 : 1, wobei ein typisches Verhältnis 9 : 1 ist. Trichloressigsäure, Zinkchlorid und Formaldehyd werden zusammengegeben und die Mischung anschliessend in dem wässerigen niederen Alkohol gelöst, derart, dass sich letztlich eine Lösung ergibt, die zwischen ungefähr 8 bis ungefähr 20% (Gewicht/Volumen) der Mischung in dem wässerigen niederen Alkohol enthält. EMI1.2 erfolgen. Eine bevorzugte Endkonzentration liegt bei ungefähr 10% (Gewicht/Volumen) Trichloressigsäure, Zinkchlorid und Formaldehyd in dem wässerigen niederen Alkohol. Obwohl die Art und Weise, in der die einzelnen Komponenten gemischt werden, nicht entscheidend ist, ist dieses Mischen jedoch von einer exothermen Reaktion begleitet ; somit sollte die Herstellung mit einer gewissen Vorsicht vorgenommen werden. Da eine kleine Menge unlöslicher Substanz in der resultierenden Lösung beobachtet werden kann, ist es zusätzlich wünschenswert, die Lösung nach dem Mischen der Komponenten zu filtrieren. Die Art der Verwendung dieses histologischen Fixiermittels ist identisch mit jenen, die bisher mit bekannten chemischen Fixiermitteln angewandt wurden. So wird das zu untersuchende Gewebe einfach für eine kurze Zeit in das Fixiermittel eingetaucht, beispielsweise für ein oder zwei Stunden, dann herausgenommen und auf übliche Weise weiterbearbeitet. Derart fixierte Gewebe liefern ausgezeichnete Proben zum Sezieren. Dies gilt auch für solche Gewebe wie Nieren- und Hirngewebe, von denen Proben herzustellen bekanntermassen schwierig ist. Im folgenden Beispiel wird ein typisches histologisches Fixiermittel gemäss der Erfindung beschrieben, wobei betont wird, dass die Anteile der verschiedenen Bestandteile innerhalb der angegebenen Grenzen verändert werden können. Beispiel 400 g Zinkchlorid werden mit 120 g Trichloressigsäure und 2, 64 l 37% igen Formaldehyds (entsprechend 1055 g 100% eigen Formaldehyds) in 7, 31 95% igen Methanols (entsprechend 71 100% eigen Methanols) und 71 Wasser vermischt. Man beobachtet eine leicht exotherme Reaktion. Nachdem die Lösung wieder auf Raumtemperatur abgekühlt ist, wird sie filtriert und in ein Gefäss gefüllt. Diese Lösung, die in dieser Form als Gewebefixiermittel verwendet werden kann, entspricht einer 9, 8%igen (Gewicht/Volumen)-Lösung von Trichloressigsäure, Zinkchlorid und Formaldehyd mit einem Gewichtsverhältnis von Zinkchlorid/Trichloressig- säure von ungefähr 3, 33 : 1 und mit einem Gewichtsverhältnis von Formaldehyd zu Trichloressigsäure von ungefähr 9 : 1 in wässerigem Methanol mit einem Volumenverhältnis von Alkohol/Gesamtwasser (einschliesslich des zusätzlich zugefügten sowie des in dem 95%igen Methanol und des in dem 37% igen Formaldehyd enthaltenen) von ungefähr 1 : 1, 3. Das histologische Fixiermittel gemäss der Erfindung zeigt ausgezeichnete Diffusionseigenschaften beim Fixieren und Lösen, belässt jedoch das fixierte Gewebe weich und geschmeidig.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE : 1. Histologisches Fixiermittel, g e k e n n z e i c h n e t d u r c h eine 8 bis 20 Gew.-% ige Lösung einer Mischung bestehend aus Trichloressigsäure, Zinkchlorid und Formaldehyd in einem wässerigen niederen Alkohol, wobei das Gewichtsverhältnis von Zinkchlorid zu Trichloressigsäure zwischen ungefähr 2 : 1 und ungefähr 4 : 1 liegt, das Gewichtsverhältnis von Formaldehyd zu Trichloressigsäure zwischen ungefähr 8 : 1 und ungefähr 10 : 1 und das Volumenverhältnis des niederen Alkohols zu Gesamtwasser zwischen ungefähr l : l und ungefähr 1 : 3. EMI2.1 dass die Konzentration der Lösung zwischen ungefähr 9 und 11% (Gewicht/Volumen) liegt.7. Histologisches Fixiermittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, g e k e n n z e i c h n e t d u r c h eine 9, 8% (Gewicht/Volumen)-Lösung einer Mischung von 3, 3 Teilen Trichloressigsäure zu einem Teil Zinkchlorid und neun Teilen Formaldehyd in wässerigem Methanol, wobei das Volumenverhältnis Methanol zu Gesamtwasser ungefähr 1 : 1, 3 ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| AT330274A AT326278B (de) | 1974-04-22 | 1974-04-22 | Histologisches fixiermittel |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| AT330274A AT326278B (de) | 1974-04-22 | 1974-04-22 | Histologisches fixiermittel |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| ATA330274A ATA330274A (de) | 1975-02-15 |
| AT326278B true AT326278B (de) | 1975-12-10 |
Family
ID=3548450
Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT326278B (de) |
-
1974
- 1974-04-22 AT AT330274A patent/AT326278B/de not_active IP Right Cessation
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| ATA330274A (de) | 1975-02-15 |
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