AT326278B - Histologisches fixiermittel - Google Patents

Histologisches fixiermittel

Info

Publication number
AT326278B
AT326278B AT330274A AT330274A AT326278B AT 326278 B AT326278 B AT 326278B AT 330274 A AT330274 A AT 330274A AT 330274 A AT330274 A AT 330274A AT 326278 B AT326278 B AT 326278B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
formaldehyde
trichloroacetic acid
approximately
zinc chloride
solution
Prior art date
Application number
AT330274A
Other languages
English (en)
Other versions
ATA330274A (de
Inventor
Paul T Wertlake
James S Harrison
Original Assignee
Applied Bioscience
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Applied Bioscience filed Critical Applied Bioscience
Priority to AT330274A priority Critical patent/AT326278B/de
Publication of ATA330274A publication Critical patent/ATA330274A/de
Application granted granted Critical
Publication of AT326278B publication Critical patent/AT326278B/de

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N1/00Preservation of bodies of humans or animals, or parts thereof

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Investigating Or Analysing Biological Materials (AREA)
  • Sampling And Sample Adjustment (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein histologisches Fixiermittel, das bei der Vorbereitung von Gewebeproben zur mikroskopischen Untersuchung Verwendung findet. Bei der mikroskopischen und histochemischen Untersuchung von Geweben ist es allgemein üblich, das Gewebe zu fixieren, bevor es mittels eines Mikrotoms seziert wird. In Abhängigkeit von der jeweiligen Untersuchung werden verschiedene Fixierungsverfahren angewandt. Das Einfrieren des Gewebes oder das Einbetten in Wachs ist   häufig   ausreichend, jedoch besteht die Gefahr, dass dabei Stoffe verloren gehen, verändert werden oder an andere Stellen des Gewebes wandern. Um diese Schwierigkeiten zu vermeiden, wurden bereits verschiedene Verbesserungen angewandt wie   z. B.   die Gefriertrocknung mittels Vakuum oder Ersatz des Eises in den gefrorenen Zellen durch Alkohol.

   Bei Verwendung in grösserem Ausmass erweisen sich diese Verfahren jedoch als umständlich. Chemische Fixierungstechniken können zwar in bestimmten Fällen verwendet werden, lassen jedoch eine breite Anwendbarkeit vermissen. 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein neuartiges histologisches Fixiermittel, das den Gewebezellen den geringstmöglichen Schaden zufügt, bequem in der Handhabung ist und bei einer breiten Vielfalt von Gewebearten angewendet werden kann. Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf eine Lösung von Trichloressigsäure, Zinkchlorid und Formaldehyd in einem wässerigen niederen Alkohol. Der niedere Alkohol kann jeder beliebige aus der Reihe der bekannten Alkohole mit 1-4 Kohlenstoffatomen sein, beispielsweise Methanol, Äthanol, n-Propanol, Isopropanol, n-Butanol und die verschiedenen verzweigten Butanole. Methanol eignet sich in besonderem Mass und ist hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Lösungsvermögen bevorzugt.

   Obwohl sich die hier angegebenen Mengen auf reinen Alkohol beziehen, ist es offensichtlich, dass auch Alkohol mit unterschiedlichen Mengen Wasser bei der Herstellung des vorliegenden Fixiermittels verwendet werden können, wobei die Volumina des Alkohols und des zusätzlich zugefügten Wassers entsprechend abgestimmt werden. 



   Der wässerige niedere Alkohol hat ein Volumenverhältnis von Alkohol zu Gesamtwasser zwischen ungefähr   1 : 1   und ungefähr 1 : 3. Ein bevorzugtes Verhältnis liegt zwischen ungefähr 1 : 1, 1 und ungefähr 1 : 1, 5. In dem wässerigen Alkohol ist eine Mischung von Trichloressigsäure, Zinkchlorid und Formaldehyd gelöst. Eine Relation 
 EMI1.1 
 zwischen ungefähr   8 : 1   und ungefähr 10 : 1, wobei ein typisches Verhältnis   9 : 1   ist. 



   Trichloressigsäure, Zinkchlorid und Formaldehyd werden zusammengegeben und die Mischung anschliessend in dem wässerigen niederen Alkohol gelöst, derart, dass sich letztlich eine Lösung ergibt, die zwischen ungefähr 8 bis ungefähr 20% (Gewicht/Volumen) der Mischung in dem wässerigen niederen Alkohol enthält. 
 EMI1.2 
 erfolgen. Eine bevorzugte Endkonzentration liegt bei ungefähr 10% (Gewicht/Volumen) Trichloressigsäure, Zinkchlorid und Formaldehyd in dem wässerigen niederen Alkohol. 



   Obwohl die Art und Weise, in der die einzelnen Komponenten gemischt werden, nicht entscheidend ist, ist dieses Mischen jedoch von einer exothermen Reaktion begleitet ; somit sollte die Herstellung mit einer gewissen Vorsicht vorgenommen werden. Da eine kleine Menge unlöslicher Substanz in der resultierenden Lösung beobachtet werden kann, ist es zusätzlich wünschenswert, die Lösung nach dem Mischen der Komponenten zu filtrieren. 



   Die Art der Verwendung dieses histologischen Fixiermittels ist identisch mit jenen, die bisher mit bekannten chemischen Fixiermitteln angewandt wurden. So wird das zu untersuchende Gewebe einfach für eine kurze Zeit in das Fixiermittel eingetaucht, beispielsweise für ein oder zwei Stunden, dann herausgenommen und auf übliche Weise weiterbearbeitet. Derart fixierte Gewebe liefern ausgezeichnete Proben zum Sezieren. Dies gilt auch für solche Gewebe wie Nieren- und Hirngewebe, von denen Proben herzustellen bekanntermassen schwierig ist. 



   Im folgenden Beispiel wird ein typisches histologisches Fixiermittel gemäss der Erfindung beschrieben, wobei betont wird, dass die Anteile der verschiedenen Bestandteile innerhalb der angegebenen Grenzen verändert werden können. 



   Beispiel 400 g Zinkchlorid werden mit 120 g Trichloressigsäure und   2,     64 l 37% igen   Formaldehyds (entsprechend 1055 g   100% eigen   Formaldehyds) in   7, 31 95% igen   Methanols (entsprechend   71 100% eigen   Methanols) und 71 Wasser vermischt. Man beobachtet eine leicht exotherme Reaktion. Nachdem die Lösung wieder auf Raumtemperatur abgekühlt ist, wird sie filtriert und in ein Gefäss gefüllt.

   Diese Lösung, die in dieser Form als Gewebefixiermittel verwendet werden kann, entspricht einer   9, 8%igen (Gewicht/Volumen)-Lösung   von Trichloressigsäure, Zinkchlorid und Formaldehyd mit einem Gewichtsverhältnis von   Zinkchlorid/Trichloressig-   säure von ungefähr 3, 33 : 1 und mit einem Gewichtsverhältnis von Formaldehyd zu Trichloressigsäure von ungefähr 9   : 1   in wässerigem Methanol mit einem Volumenverhältnis von Alkohol/Gesamtwasser (einschliesslich des zusätzlich zugefügten sowie des in dem 95%igen Methanol und des in dem 37% igen Formaldehyd enthaltenen) von ungefähr 1 : 1, 3. 



   Das histologische Fixiermittel gemäss der Erfindung zeigt ausgezeichnete Diffusionseigenschaften beim Fixieren und Lösen, belässt jedoch das fixierte Gewebe weich und geschmeidig.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Histologisches Fixiermittel, g e k e n n z e i c h n e t d u r c h eine 8 bis 20 Gew.-% ige Lösung einer Mischung bestehend aus Trichloressigsäure, Zinkchlorid und Formaldehyd in einem wässerigen niederen Alkohol, wobei das Gewichtsverhältnis von Zinkchlorid zu Trichloressigsäure zwischen ungefähr 2 : 1 und ungefähr 4 : 1 liegt, das Gewichtsverhältnis von Formaldehyd zu Trichloressigsäure zwischen ungefähr 8 : 1 und ungefähr 10 : 1 und das Volumenverhältnis des niederen Alkohols zu Gesamtwasser zwischen ungefähr l : l und ungefähr 1 : 3. EMI2.1 dass die Konzentration der Lösung zwischen ungefähr 9 und 11% (Gewicht/Volumen) liegt.
    7. Histologisches Fixiermittel nach einem der Ansprüche 1 bis 6, g e k e n n z e i c h n e t d u r c h eine 9, 8% (Gewicht/Volumen)-Lösung einer Mischung von 3, 3 Teilen Trichloressigsäure zu einem Teil Zinkchlorid und neun Teilen Formaldehyd in wässerigem Methanol, wobei das Volumenverhältnis Methanol zu Gesamtwasser ungefähr 1 : 1, 3 ist.
AT330274A 1974-04-22 1974-04-22 Histologisches fixiermittel AT326278B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT330274A AT326278B (de) 1974-04-22 1974-04-22 Histologisches fixiermittel

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT330274A AT326278B (de) 1974-04-22 1974-04-22 Histologisches fixiermittel

Publications (2)

Publication Number Publication Date
ATA330274A ATA330274A (de) 1975-02-15
AT326278B true AT326278B (de) 1975-12-10

Family

ID=3548450

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT330274A AT326278B (de) 1974-04-22 1974-04-22 Histologisches fixiermittel

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT326278B (de)

Also Published As

Publication number Publication date
ATA330274A (de) 1975-02-15

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69410634T2 (de) Anatomisches und biologisches konservierungsmittel und verbesserte einbalsamierungszusammensetzung und -verfahren
DE1256920B (de) Testindikator zum Nachweis von Ketonverbindungen in Koerperfluessigkeiten und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2411003A1 (de) Histologisches fixiermittel
EP2823282B1 (de) Formalinfreie fixierungsmittel für histologische färbungen von gewebeproben
DE19928820A1 (de) Fixiermittel für Zellen und Gewebe von Lebewesen
EP0146097B2 (de) Oxalkylierte quaternäre Ammonium-Verbindungen, Verfahren zu deren Herstellung und deren Verwendung als Strömungsbeschleuniger
EP0009596A1 (de) Wässrige Lipid-Standardlösung
AT326278B (de) Histologisches fixiermittel
DE1645011A1 (de) Oberflaechenaktive Verbindungen und Verfahren zu ihrer Herstellung
DE3102487A1 (de) Verfahren zur herstellung von human-relaxin
King The effects of various fixatives on the brain of the albino rat, with an account of a method of preparing this material for a study of the cells in the cortex
DE816288C (de) Fluessigkeit zum Behandeln von histologischem Gewebe bei der Praeparation fuer mikroskopische Untersuchungen
NO122991B (de)
Fish The use of formalin in neurology
Harrison et al. Observations on the Motility, Ultrastructure and Elemental Composition of Human Spermatozoa Incubated with Caffeine: II. A Time Sequence Study
DE69506272T2 (de) Bestimmung von freien radikalen
WO1985002207A1 (fr) Inhibiteurs de corrosion pour l&#39;aluminium
DE637336C (de) Loesungsmittelgemisch fuer Cellulosemischester
Moo-Young et al. Copper levels in maternal and fetal tissues of rabbits bearing intrauterine copper wires
DE560124C (de) Haltbarmachung von Wasserstoffsuperoxyd
DE2511191B2 (de) Luftverbesserungsgel
DE1128602B (de) Waessriges Luftbehandlungsmittel
AT119237B (de) Fixierungsmittel für histologische Zwecke.
DE2429647A1 (de) Verfahren zum faerben von gewebe
DE932516C (de) Verfahren zur Herstellung geleeartiger Zubereitungen

Legal Events

Date Code Title Description
ELJ Ceased due to non-payment of the annual fee