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Die Erfindung betrifft eine Taumelscheiben-Axialkolbenmaschine, Pumpe oder Motor, deren Taumelscheibe auf einer drehbaren Welle gegen Drehung gesichert angeordnet sich an einem ortsfesten Teil taumelnd abwälzt und mit der Welle auf wechselweise Mitnahme gekuppelt ist.
Bei den bekannten Taumelscheibenmaschinen, die als Pumpen und Hydromotoren in der Ölhydraulik, sowie als Verbrennungsmotoren, Kompressoren usw. Verwendung finden, ist das Taumelscheibentriebwerk mit einer einzigen Taumelscheibe versehen. So ist beispielsweise durch die österr. Patentschrift Nr. 246903 eine Taumelscheibenmaschine bekanntgeworden, bei der zwei Gruppen achsparalleler Zylinder vorhanden sind, deren Kolben mit nur einer einzigen Taumelscheibe verbunden sind. Nachteil der bekannten Bauarten ist, dass die linear bewegten Massen unausgeglichen sind, so dass diese Bauarten für grössere und schnell laufende Ausführungen, insbesondere für grössere Verbrennungsmotoren ungeeignet sind.
Es sind auch Konstruktionen bekanntgeworden, bei welchen zwei Taumelscheiben auf der Welle paarweise und gegenüber einer zu dieser lotrechten Mittelebene angeordnet sind und sich mit der Welle mitdrehen. Bei dieser Konstruktion ist wohl der Massenausgleich im wesentlichen vorhanden, doch sind Konstruktionen dieser Art verhältnismässig kompliziert und ebenfalls für schnellaufende Verbrennungsmaschinen unvorteilhaft.
Zur Vermeidung dieses Nachteils wird bei einer Taumelscheibenmaschine der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäss vorgeschlagen, dass zwei Taumelscheiben auf der Welle in an sich bekannter Weise, paarweise und gegenüber einer zu dieser lotrechten Mittelebene zumindest annähernd symmetrisch angeordnet vorgesehen sind.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen näher erläutert, in welchen drei Ausführungsbeispiele der erfindungsgemässen Taumelscheibenmaschine schematisch dargestellt sind. Es zeigen die Fig. 1 bis 3 je eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Taumelscheibenmaschine in axialem Längsschnitt.
Bei der erfindungsgemässen Taumelscheibenmaschine ist in einem trommelartigen Gehäuse--l--eine Welle--2--gelagert, auf der zwei zueinander genau oder annähernd symmetrisch geneigte Taumelscheiben --3, 3'--angeordnet sind, von denen jede an ihrem Umfang, in gleichen Winkelabständen verteilt, Gelenke - 4 bzw. 4'--besitzt, an denen Kolbenstangen-5 bzw. 5'-von Kolben-6 bzw. 6'--angeschlossen sind, die in Zylindern --7-- bzw. Bohrungen des Gehäuses-l-gleiten.
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stillstehenden Kegelrad--9 bzw. 9'--in Eingriff verbleibt.
In der Ausführungsform nach Fig. l sind die Taumeischeiben --3,3'-- innerhalb des Gehäuses--l-- an den Enden der Welle--2--angeordnet und an der aussenseitigen Stirnfläche mit den Kegelrädern --8 bzw. 8'--versehen. Die Zylinder--7--befinden sich zwischen den Taumelscheiben--3, 3'--am Innenumfang des Gehäuses--l--im Mittelteil desselben zentrisch symmetrisch und sind an beiden Enden
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kann, falls die Taumelscheibenmaschine mit einer Ventilsteuerung ausgestattet ist. Diese Steuerung kann auch bei den in der Folge beschriebenen Ausführungsformen vorhanden sein, ist aber der Einfachheit halber weggelassen worden.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 sind zum Unterschied von der Ausführungsform nach Fig. 1 die Zylinder --7-- einseitig geschlossen und nur jeweils einem Kolben der einen oder andern Taumelscheibe--3 bzw. 3'--zugeordnet, wobei die Kolben der beiden Taumelscheiben--3, 3'--einander abwechseln, so dass die jeweils gegenüberliegenden Kolben gleich laufen. Ausserdem zeigt diese Konstruktion um die Kegelräder herum im Anschluss an diese je einen Kranz--12 bzw. 12'-mit einer kegelartigen Oberfläche--13 bzw.
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zusammenwirkt. Diese Oberflächen--13, 14 bzw. 13', 14'-dienen zur Aufnahme axialer Kräfte bei der übertragung der Drehmomente, während die Umfangskräfte von den Kegelrädern-8, 9 bzw. 8', 9'-aufgenommen werden.
Selbstverständlich können zur Aufnahme der axialen Kräfte auch andere Massnahmen bei dieser oder den andern Konstruktionen der Taumelscheibenmaschine, z. B. eine besondere Ausbildung der Verzahnung der Kegelräder--8, 9 bzw. 8', 9'--vorgenommen werden.
Die Ausbildung der Taumelscheibenmaschine nach Fig. 3 unterscheidet sich von den beiden zuvor beschriebenen Konstruktionen dadurch, dass die Taumelscheiben-3, 3'--nebeneinander in der Mitte des Gehäuses--l--angeordnet sind und jeweils mit einer Gruppe von Kolben-6 bzw. 6'-zusammenwirken, die bodenseitig im Gehäuse--l--angeordnet sind.
Selbstverständlich können im Rahmen der Erfindung verschiedene konstruktive Abänderungen vorgenommen werden. So ist es beispielsweise möglich zur Verhinderung der Drehung der Taumelscheiben --3, 3'--andere Massnahmen als die beschriebenen und dargestellten Kegelräder --8, 9 bzw. 8', 9'-zu wählen.