<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Stromzuführung an bewegte Leiterflächen, mit einem Kontaktblock, der mittels einer in eine V-förmige Nut des Blockes eingreifenden Schneide federnd gegen die Fläche gepresst ist.
Bei Elektroöfen sind zur Stromzuführung an den Rohling bzw. den zu schmelzenden Block ein biegsames Kupferkabel oder Gleitkontakte vorgesehen. Die Anschlussleitungen müssen eine grosse Biegsamkeit und-in Hinblick auf die hohen Betriebsströme-dennoch einen grossen Querschnitt aufweisen. Um eine genügende Biegsamkeit der Leitungen zu gewährleisten, muss daher deren Länge möglichst gross gehalten werden, wodurch anderseits der Wirkwiderstand und-was noch viel unangenehmer ist-in noch grösserem Mass der induktive Widerstand erhöht werden.
Es sind Elektroöfen bekannt geworden, beispielsweise solche, die in der elektrischen Schlackenverarbeitung eingesetzt werden, bei denen als Anschluss Schleifkontakte verwendet werden, wodurch es möglich ist, die Länge der Leitungen, und demnach den induktiven und denselben Widerstand klein zu halten. Für den Anpressdruck der Schleifkontakte an die bewegten Oberflächen sorgen hydraulische Vorrichtungen, die bis zu einem gewissen Grad ein dichtes Anliegen der Schleifkontakte an den Oberflächen sichern. Der komplizierte Aufbau dieser Stromanschlussvorrichtungen kann jedoch den hohen Anforderungen im Betrieb nicht standhalten, insbesondere ist ein Einsatz -bei hohen Temperaturen und im Vakuum, z.
B. beim Anschluss von Werkstücken im Lichtbogen-Schmelzofen, unmöglich, da selbst das geringste Abtropfen von Öl (Hydraulik !) in dem Schmelzofen Öldämpfe erzeugt, die sich sehr ungünstig auf die Qualität des zu schmelzenden Blockes auswirken.
Es ist weiters eine Bürsteneinrichtung für Kollektoren kleiner elektrischer Maschinen bekannt geworden (brit. Patentschrift Nr. 587, 896), bei welcher eine L-förmige Feder in einen V-förmigen Schlitz der Bürste gedrückt wird. Die Feder weist zwei Ansätze auf, welche ein seitliches Verrutschen der Bürste hintanhalten. Wenn Unregelmässigkeiten der Kollektoroberfläche auftreten, kann die Bürste ein wenig um ihre parallel zur Kollektordrehachse liegende Längsachse verdreht werden. Dies hat jedoch eine ungleichmässige und rasche Abnutzung der Bürste zur Folge. Die Bürsteneinrichtung ist weder zur Übertragung hoher Ströme bei entsprechend hohen Anpressdrücken geeignet, noch ist die Verwendung an Zylinderflächen, die sich in Achsrichtung bewegen, möglich, da die Bürsten aus den Federn gerissen würden.
Es ist ein Ziel der Erfindung, die oben angeführten Mängel zu beseitigen und eine Vorrichtung zur Stromzuführung zu schaffen, die unabhängig von den Temperaturverhältnissen, elektrischen Strom zuverlässig den bewegten Leiterflächen eines Elektroofens zuleitet.
Dieses Ziel lässt sich mit einer Vorrichtung der eingangs angegebenen Art erreichen, bei welcher erfindungsgemäss der Schneidenwinkel und die Länge der Schneide kleiner sind als der Öffnungswinkel bzw. die Länge der Nut, so dass der Kontaktblock gegenüber der Schneide frei verschiebbar und gleichmässig an die Leiterfläche gedrückt ist.
Die Erfindung weist eine breite Einsatzmöglichkeit in der Elektrometallurgie auf, da die Länge der Leitungen von der Stromquelle bis zu dem Ofen wesentlich verringert und somit der Wirkwiderstand und besonders der induktive Widerstand bedeutend herabgesetzt werden können.
Die Kontaktflächen liegen in optimaler Weise aneinander, so dass der Übergangswiderstand minimal ist.
Die Erfindung ist im folgenden an Hand einer beispielsweisen Ausführungsform näher erläutert, die in den Zeichnungen veranschaulicht ist. Es zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht der erfindungsgemässen Einrichtung, teilweise geschnitten und Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie 11-11 der Fig. 1.
Der Leitungsanschluss an eine bewegte Leiterfläche besteht gemäss Fig. l und 2 aus einem Kontaktblock und einer Anpresseinrichtung. Der Kontaktblock--l--ist als quaderförmiger Gleitschuh ausgebildet und dient zur Zuführung des elektrischen Stromes an eine in Bewegung befindliche Leiterfläche--5--, beispielsweise die Oberfläche eines zu schmelzenden Blockes.
Die an der Leiterfläche liegende Fläche des Kontaktblockes ist entsprechend der zylindrischen Krümmung der Leiterfläche konkav ausgebildet, in der gegenüberliegenden Fläche sit eine V-förmige Nut-2- ausgebildet. An den beiden Seitenflächen des Blockes befinden sich je zwei Gewindebohrungen, in die Schrauben --3-- zum Befestigen der Enden biegsamer Anschlusskabel eingeschraubt sind.
Die Anpresseinrichtung enthält ein Kontaktmesser--4--, welches den Kontaktblock--l--an die
EMI1.1
schaftförmig mit einem Gewinde an seinem Ende ausgebildet. In einer Bohrung am Ende eines Hebels-6- wird das Kontaktmesser - -4-- mittels einer Mutter--7--befestigt. Der Schneidenwinkel des Kontaktmessers--4--wird etwas kleiner als der Öffnungswinkel der V-förmigen Nut--2--des Kontaktblockes--l--gewählt. Auch ist die Länge der Schneide des Kontaktmessers--4--etwas kürzer gehalten als die Länge der Nut-2--.
Der Hebel--6--ist mittels eines Bolzens--8--gelenkig an einer Stütze --9-- eines den bewegten Leiter umgebenden Rohres--10--befestigt. Der Hebel --6-- weist in seiner Mitte eine zylindrische Bohrung mit einem flachen Ansatz auf. Eine Stiftschraube--12--ist durch diese Bohrung durchgeschoben und in das Rohr --10-- eingeschraubt. Auf die Stiftschraube--12--ist eine Feder--11--aufgesteckt,
<Desc/Clms Page number 2>
wobei eine Buchse --13-- dafür sorgt, dass die Feder die Stiftschraube--12--nicht berührt.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende : Zunächst wird der Hebel --6-- zurückgezogen, daraufhin die Schneide des Kontaktmessers--4--in die V-förmige Nut --2-- des Kontaktblockes --1--
EMI2.1
--5-- ausgerichtet.- einerseits die Möglichkeit, frei um das Kontaktmesser--4-zu pendeln und demnach der sich bewegenden Leiterfläche --5-- genau zu folgen. Anderseits kann sich der Kontaktblock senkrecht zur Bewegungsrichtung der Leiterfläche --5-- verschieben, wodurch ein gleichmässiges Anpressen des KontaktMockes--l-an die Leiterfläche--5--gesichert ist.
Wird die Vorrichtung zur Stromzuführung an eine ebene bewegte Leiterfläche eingesetzt, so ist ein Verschwenken des Kontaktblockes --1-- relativ zum Kontaktmesser--4--nicht möglich.
Die notwenige Anpresskraft, mit der der Kontaktblock--l-an die sich bewegende Leiterfläche--5-- angedrückt wird, kann durch ein entsprechendes Anziehen der Mutter--14--auf der Stiftschraube--12-eingestellt werden.