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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum dichten Abklemmen eines flexiblen Schlauches, mit zwei nebeneinander angeordneten Verschlussklemmen, von denen jede in der Schliessstellung ein Stück des Schlauches umgibt und flachdrückt und in der Offenstellung im wesentlichen V-förmige Gestalt hat, wobei die Schenkel jeder Verschlussklemme an einem Ende durch einen als Scharnier wirkenden Abschnitt einstückig miteinander verbunden sind und an ihren freien Enden in der Schliessstellung der Verschlussklemmen zusammenwirkende Verriegelungsorgane aufweisen, und wobei die beiden Verschlussklemmen durch einen Steg miteinander verbunden sind.
Bekannte Einrichtungen dieser Art haben vor allem den Nachteil, dass der Schlauch beim Anbringen der Verschlussklemmen mittels an einer der Klemmen vorgesehenen Schneideorganen durchtrennt wird, wobei die beiden Schlauchenden sodann nur über den die beiden Klemmen miteinander verbindenden Steg zusammengehalten werden, der von der einen Klemme abgebrochen werden kann. Die Verschlussklemmen der bekannten Einrichtungen sind ausserdem relativ aufwendig ausgestattet und dementsprechend teuer in der Herstellung.
Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, eine Einrichtung der einleitend angegebenen Art in konstruktiv einfacher Weise so auszubilden, dass sie nicht nur mit geringem Kostenaufwand hergestellt werden kann, sondern auch beim Abklemmen des Schlauches diesen nicht beschädigt, so dass sie gegebenenfalls wieder gelöst sowie entlang des Schlauches verschoben und erneut festgeklemmt werden kann. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass die gesamte Einrichtung aus Metallblech geformt ist und dass die Schenkel jeder Verschlussklemme mit Ausnahme je einer an ihrer Innenseite vorspringenden und sich in Schenkellängsrichtung erstreckenden Rippe im wesentlichen Flach ausgebildet sind, wobei die Rippen der Schenkel jeder Verschlussklemme in deren Schliessstellung den Schlauch festhalten, ohne in diesen einzuschneiden.
Diese Konstruktion ermöglicht es, einen Schlauch, der sich beispielsweise von einem Beutel zur Aufnahme von Blutplasma wegerstreckt und ebenfalls eine bestimmte Menge Blutplasma enthält, durch Anbringen von erfindungsgemässen Einrichtungen in mehrere Abschnitte zu unterteilen, die temporär gegeneinander abdichtend abgeklemmt sind, in einem gewünschten Zeitpunkt aber wieder miteinander in Verbindung gesetzt werden können. Die erfindungsgemässe Einrichtung gestattet es ferner, die Verschlussklemmen auf einfache Weise in Längsrichtung des Schlauches zu justieren.
Wird anderseits die Entnahme einer Probe aus dem Schlauch erforderlich, so kann ein Endstück des Schlauches, das die benötigte Probemenge enthält, abgetrennt werden, indem der Schlauch zwischen den beiden Verschlussklemmen im Bereich des Steges durchschnitten wird und die beiden Klemmen voneinander getrennt werden. Die in Längsrichtung der Schenkel der Verschlussklemmen verlaufenden Rippen, die auch gegeneinander versetzt angeordnet sein können, sichern eine einwandfreie Abdichtung, verbessern den Halt der Klemmen am Schlauch und versteifen zugleich die Schenkel der Klemmen.
Die Erfindung wird nachfolgend an Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. Fig. l ist eine perspektivische Darstellung einer Einrichtung gemäss der Erfindung, wobei die Einrichtung in der Offenstellung vor dem Anbringen an einem nur teilweise gezeigten, biegsamen Schlauch gezeigt ist ; Fig. 2 ist eine Seitenansicht der Einrichtung nach Fig. l nach dem Abklemmen des im Schnitt gezeigten Schlauches ; Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie III-III in Fig. 2 und Fig. 4 eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemässen Einrichtung in der Offenstellung.
Die in den Fig. l und 3 dargestellte Einrichtung weist ein Paar federnder, in der Offenstellung im
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an ihrer Innenseite--48--eine vorspringende Rippe--46--auf, die sich in der Längsmitte der Schenkel von der Zunge-42-zur Aussparung-44-erstreckt ; die Schenkel-36 und 38-sind mit Ausnahme der Rippe --46-- flach ausgebildet. Da sich die Rippe-46-von der Zunge-42-zur Aussparung --44-- erstreckt, bewirkt sie eine Versteifung der Verschlussklemme. Falls erwünscht, können die Rippen der Schenkel--36 und 38- auch in Querrichtung der Schenkel zueinander versetzt angeordnet sein.
Bei Anwendung der Klemmeinrichtung wird ein flexibler Schlauch--T'--in der Offenstellung der Verschlussklemmen zwischen deren Schenkel--36 und 38-- eingeführt (Fig. l). Dann werden die Schenkel der Verschlussklemmen um den Schlauch herum geschlossen, so dass dieser zwischen den ebenen Innenseiten --48-- der Schenkel und zwischen der Rippen --46-- zusammengedrückt und abgeklemmt wird, wie dies Fig. 2 zeigt. In der Schliessstellung der Verschlussklemmen erstrecken sich die Zungen --42-- in die Aussparungen--44--, so dass sie über die Schenkel --38-- hinaus vorstehen. Die vorstehenden Enden der
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Zungen--42-werden sodann gemäss Fig. 2 in Anlage an die Aussenfläche der Schenkel--38--umgebogen.
Durch die Klemmeinrichtung wird der Schlauch in Abschnitte-Sl und S2-unterteilt, wie dies Fig. 3 zeigt.
Die einzelnen Schlauchabschnitte können unter Durchtrennen des Steges--34--, der die Verschlussklemmen - 30 und 32-verbindet, voneinander getrennt und der Inhalt des abgetrennten Schlauchabschnittes z. B. als Probemenge zu Testzwecken verwendet werden. Der Schlauch kann durch Anbringen mehrerer Abklemmeinrichtungen natürlich auch in mehr als zwei Abschnitte unterteilt werden. Dies erweist sich beispielsweise dann als zweckmässig, wenn der Schlauch Blutplasma enthält, weil jeweils eine bestimmte Menge desselben durch Abtrennen eines Schlauchabschnittes verwendet werden kann, während die übrigen Abschnitte des Schlauches weiterhin dicht verschlossen bleiben.
Bei der in Fig. 4 gezeigten Ausführungsform sind die Schenkel der Verschlussklemmen mit einem Kunststoffüberzug-52-versehen, der beispielsweise durch Tauchen, Aufsprühen oder mittels eines Fliessbettes aufgebracht werden kann. Bei Aufbringen des Überzuges mittels eines Fliessbettes wird ein zur Herstellung der Klemmeinrichtung dienender Rohling unter der Einwirkung eines elektrostatischen Feldes erhitzt und gleichzeitig in ein fluidisiertes Kunststoffpulver aus Isoliermaterial eingetaucht. Der Kunststoffüberzug dient dazu, scharfkantige Zonen der Verschlussklemmen zu überdecken und verbessert auch die Dichteigenschaften der Einrichtung.
Die beschriebene Klemmeinrichtung kann in Verbindung mit flexiblen Schläuchen für unterschiedliche Zwecke Anwendung finden, beispielsweise in Verbindung mit Schläuchen aus Kunststoff ; das Schlauchmaterial kann elastomer sein.