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Die Erfindung bezieht sich auf eine Abzugeinrichtung für Pistolen mit einem auf den Zündstift auftreffenden, federbelasteten Schlaghammer, einem diesen in der Spannstellung haltenden, unter Federwirkung einrastenden Fanghebel und einer auf letzteren einwirkenden Abzugstange, die am Züngel angelenkt ist.
Wird der Schlaghammer von Hand aus oder durch den rücklaufenden Verschluss nach der Schussabgabe in die Spannstellung verschwenkt, so rastet der Fanghebel in eine entsprechende Ausnehmung am Schlaghammer ein und hält diesen in der Spannstellung fest. Wird das Züngel betätigt und damit die Abzugstange vorwärts bewegt, so zieht letztere den Fanghebel vom Schlaghammer weg, so dass der Schlaghammer freigegeben wird und unter der Wirkung der ihn belastenden Feder auf den Zündstift vorschnellt. übliche vornehmlich als Waffe bestimmte Pistolen sind mit einem sogenannten Spannabzug versehen, d. h. es kann bei entspanntem Schlaghammer durch Züngelbetätigung über die Abzugstange unmittelbar der Schlaghammer gespannt und ausgelöst werden.
Dabei wird der Schlaghammer nicht ganz bis zur Spannstellung verschwenkt, sondern die Abzugstange gibt den Schlaghammer frei, bevor noch der Fanghebel einrasten kann.
Neben diesen als Waffe bestimmten Pistolen gewinnen auch die Sportpistolen immer mehr an Bedeutung.
Abgesehen davon, dass bei Sportpistolen der Spannabzug nicht gebraucht und auch nicht gewünscht wird, soll hier das Spiel in der Abzugeinrichtung auf ein Minimum verkleinert und der Abzugwiderstand wesentlich verringert sein. So wird beispielsweise bei als Waffe bestimmten Pistolen ein Abzugwiderstand von etwa 3 kp verlangt, wogegen bei Sportpistolen der Abzugwiderstand 1, 36 kp betragen darf. Daraus ergibt sich, dass bei den heutigen Pistolen eine wahlweise Verwendung für Sportzwecke praktisch nicht möglich ist, da der Abzugwiderstand zu gross ist und durch den Spannabzug ein zu grosses Spiel in der Abzugeinrichtung auftritt.
Als Sportpistole werden somit Sonderkonstruktionen verwendet, die eigens hergestellt werden müssen.
Demnach liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Abzugeinrichtung der eingangs geschilderten Art zu schaffen, die es erlaubt, ein und dieselbe Pistole beiden Verwendungszwecken zuzuführen, ohne komplizierte Umbauten vornehmen zu müssen.
Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, dass der Schlaghammer und der Fanghebel mit ihren Federn in einem eigenen Gehäuse gelagert sind und mit diesem eine im Griffstück der Pistole auswechselbar eingesetzte Baueinheit bilden. Die Federn des Schlaghammers und des Fanghebels bestimmen im wesentlichen den Abzugwiderstand. Für die Totwege beim Abzugvorgang sind die Form und das Zusammenwirken dieser Teile ebenfalls massgeblich. Daher genügt es, wenn die genannten Teile, d. h. also Fanghebel, Schlaghammer und die zugehörigen Federn ausgewechselt werden, um die sonst gleichbleibende Pistole für den einen oder andern Verwendungszweck brauchbar zu machen. Da es sich dabei um eine Baueinheit handelt, ist die leichte Austauschbarkeit auch für den Laien gewährleistet.
Die jeweils einzusetzende Baueinheit kann fabriksmässig justiert sein, so dass dem Laien auch jegliche Einstellarbeit erspart wird.
In weiterer Ausbildung der Erfindung ist das Gehäuse der Baueinheit im wesentlichen U-förmig mit unten liegendem Steg ausgebildet. Eine solche Gehäuseform gibt dem Schlaghammer und dem Fanghebel die erforderliche Bewegungsfreiheit und bietet in den U-Schenkeln gute Lagerungsmöglichkeiten für die Schwenkachsen der beiden Teile.
Erfindungsgemäss ist die Baueinheit im Griffstück mittels zweier Stifte befestigbar, die die rohrförmigen Schwenkachsen des Schlaghammers und Fanghebels durchsetzen. Da nur zwei Stifte zur Befestigung dienen, ist die Auswechslung der Baueinheit leicht möglich, wobei die Stifte den Schwenkbereich des Schlaghammers und des Fanghebels nicht einengen.
Ist die Pistole bzw. deren Abzugeinrichtung von vornherein für einen Spannabzug ausgelegt und soll nun diese Pistole in eine Sportpistole umgewandelt werden, so bildet das Gehäuse der Wechselbaueinheit einen die Rückwärtsbewegung der Abzugstange begrenzenden Anschlag. Dieser Anschlag stellt dann sicher, dass die Abzugstange den Fanghebel spielfrei hintergreift, so dass Totwege, die sich sonst einstellen würden, vermieden werden. Ein den Anschlag überschreitendes Rückwärtsbewegen der Abzugstange ist bei einer Sportpistole, bei der der Spannabzug unerwünscht ist, auch nicht notwendig.
In den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 das Griffstück einer Pistole mit einer für Sportzwecke bestimmten Abzugeinrichtung im Vertikalschnitt, Fig. 2 die zugehörige auswechselbare Baueinheit in Ansicht, Fig. 3 eine für eine als Waffe bestimmte Pistole vorgesehene Abzugeinrichtung im Vertikalschnitt und Fig. 4 die zugehörige Baueinheit in Ansicht.
Im Griffstück--l--ist das Züngel--2--um eine Achse --3-- schwenkbar gelagert, wobei am Züngel--2--die Abzugstange--4-angelenkt ist. Eine Feder-5-hat das Bestreben, Züngel-2- und Abzugstange-4--auseinanderzuspreizen, also das Züngel-2-vorwärts und die Abzugstange-4aufwärts zu drücken. Das Hinterende der Abzugstange --4-- bildet einen Haken--6--. Der durch eine Feder-7-belastete Schlaghammer-8--ist auf einer rohrförmigen Achse --9-- schwenkbar gelagert.
Mit-10--ist ein Fanghebel bezeichnet, der auf einer rohrförmigen Achse --11-- schwenkbar gelagert und durch eine Feder--12--belastet ist, die ihn im Gegenuhrzeigersinn zu verschwenken versucht. Die Zeichnungen zeigen die ganze Abzugeinrichtung in ungespannter Stellung des Schlaghammers.
Der Schlaghammer --8-- kann bei der Ausführung nach den Fig. l und 2 nur von Hand aus gespannt, also gegen die Kraft der Feder --7-- nach hinten verschwenkt werden, so dass die Nase --13-- des
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