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Verfahren zur Darstellung zelluloid hnlicher Massen.
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In der deutschen Patentschrift Nr. 80776 sind Verfahren zur Darstellung zelluloid- ähnlicher Massen beschrieben, zu deren Gewinnung Azylverbindungen primärer Hasen ver- wendet werden. Es sind unter anderen genannt : Formanilid, die Brom- und Nitroderivate des Azetanilids und der Azettoluide (vom Azetanilid selbst war die Quellfähigkeit für Nitrozellulose bereits bekannt), Benzanilid sowie Methoxylderivate des Azetanilids. Als besonders geeignet wird das Gemisch von Azet-o-toluid mit Azet--toluid bezeichnet.
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beständig sind, stehen sie auch bezüglich der Lösungsfähigkeit hinter Kampfer meist zuriick".
Diese Angabe ist im allgemeinen zutreffend. Wenn auch Azetanilid wegen seines ausgezeichneten Quellvermögen in beschränktem Masse Anwendung gefunden hat, so steht
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werdenden Anilin und der Nitrozellulose zurückzuführen ist. Die gteichen Cbelstände treten hervor bei dem in der französischen patentschrift Nr. 340226 genannten Methylazetailid, ebenso bei dem in der französischen Patentschrift Nr. 341556 erwähnten Äthyl- und Benzylazetanilid und deren Homologen.
Auch die gleichfalls in letztgenannter Patentschrift angeführten Halogenderivate dieser Körper, soweit sie bekannt sind, genügen durchaus nicht
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Unbeständigkeit wie die nich chlorierten Produkte oder sie besitzen ungenügende Quellfähigkeit für Nitrozellulose oder sie scheiden von vornherein wegen ihrer Schwerlöslichkeit
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ein Benzolsulfon- oder Toluolsulfonrest enthalten ist, weitgehenden Anforderungen in bezug auf Quellfähigkeit und Beständigkeit des Zelluloids gegen Licht. Aber auch diese Verbindungen haben als Kampfercrsatx eine grosse Anwendung nicht gefunden, da das damit hergestellte Zelluloid von auffallend leichter Entflammbarkeit ist.
Es hat sich nun gezeigt, dass eine kleine Gruppe von Alkylazetverbindungen gechlorter Aniline, von denen bisher kein einziger Repräsentant bekannt gewesen ist, alle die genannten Fehler nicht zeigt und somit von ganz hervorragender Bedeutung für die Herstellung von Zelluloid erscheint. Diese
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Die Azetvorbindungon aiter dieser primären Basen, von welchen diejenige des Penta. cbloranilins bisher nicht beschrieben ist und eine bei 245-2460 C schmelzende Substanz
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dieser Azotverbindungen fast ausnahmslos von einer den Anforderungen der Praxis ge- fügenden Löslichkeit und einer hervorragenden Quellfähigkeit sind. Nicht verwendbar sind
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Der technische Effekt in der Verwendung dieser Körper wird einerseits durch deren leichte Herstellbarkeit und die überaus grosse Beständigkeit der dargestellten zelluloidartigen Massen, andererseits durch den Umstand gegeben, dass die Entssammungstemporatur der ersteren zwischen 220 und 2400 C liegt, während der Kampfer sich schon bei ungefähr 1600 C entzündet.
In nachfolgender Tabelle sind die neuen Körper, deren Formel in jedem einzelnen Fall durch Analyse festgestellt wurde, zusammengestellt : s-Methylazettrichloranilid Smp. 89-900 C, as-Methylazettetrachloranilid Smp. 94-970 C,
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as-Benzylazettetrachloranilid Smp. 80-810 C, s-Benzylazettetrachloranilid Smp. 970 C, (Benzylazetpentachloranilid Smp. 1400 C).
Beispiel I.
35 Gewichtsteile s-Methylazettrichloranilid werden mit 100 Gewichtsteilen Nitro- zollnlose unter Zusatz von Alkohol gemischt und in bekannter Weise verarbeitet.
Beispiel II.
35 gewichtsteile as-Äthylazottetrachloranilid werden mit 100 Gewichtsteilen Nitro-
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Beispiel Ill.
30 Gewichtsteile s-Benzylazettetrachloranilid werden mit 100 Gcwichtsteilen Nitro- zellnlosc wie unter 1 angegeben verarbeitet.
Beispiel IV.
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zellulosewieunterIangegebenverarbeitet.