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Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Nachsynchronisieren der Bildfrequenz einer Kamera bei Aufnahme mit der eines Projektors bei Wiedergabe, wobei bei der Aufnahme des Filmes vorzugsweise jedem Bild eine für die Aufnahmebildfrequenz charakteristische, insbesondere optische Marke aufgebracht wird, wogegen bei der Wiedergabe diese Marken gelesen und danach die Wiedergabebildfrequenz eingestellt wird, und die Aufnahme jeweils mit einer von mindestens drei verschiedenen Bildfrequenzen erfolgt und gleichzeitig jeder Frequenz nach einem Code eine besondere Marke zugeordnet wird, nach Patent Nr. 307880 und auf Geräte zur Durchführung des Verfahrens.
Im besonderen betrifft die Erfindung eine Weiterbildung des durch das Stammpatent geschützten Verfahrens, durch die bei der Projektion von Stillstandsbildern die thermische Belastung des Filmes möglichst gering gehalten werden soll, so dass einerseits Beschädigungen des Filmes und anderseits auch stark lichtabsorbierende Filter im Projektionsstrahlengang während des Stillstandes vermieden werden können.
Erfindungsgemäss gelingt dies dadurch, dass a) bei der Aufnahme von Bildern, die bei der Wiedergabe eine vorbestimmte Stillstandszeit hindurch stillstehen sollen, eine Anzahl aufeinanderfolgender Bilder hergestellt wird, die etwa dem Quotienten aus der vorbestimmten Stillstandszeit durch die der maximalen thermischen Belastbarkeit des Filmes entsprechende Zeit entspricht, und dass jedem dieser Bilder die Stillstands- bzw.
Mindestfrequenzmarke zugeordnet wird, und b) bei der Projektion dieser Bilder der Film in an sich bekannter Weise nach der der maximalen thermischen Belastbarkeit entsprechenden Zeit weiter transportiert wird.
Die der maximalen thermischen Belastbarkeit entsprechende Zeit hängt selbstverständlich von verschiedenen Faktoren ab, wie etwa von der Art des Filmes-ob es sich etwa um einen Dünnschichtfilm aus Polyestermaterial oder um einen herkömmlichen Acetat-Film handelt-ferner von der bei der Projektion zu verwendenden Lampe und schliesslich auch von der den Strahlengang bestimmenden optischen Anordnung, wie von der Verwendung von Kaltlichtspiegeln oder dem Abstand zwischen Lampe und Filmbühne. Wenn man davon ausgeht, dass der Benutzer einer Kamera all diese Faktoren kennt, so kann es ihm nicht schwerfallen, entsprechend der gewünschten Stillstandszeit und in Anpassung an diese Faktoren eine äquivalente Anzahl von Stillstandsbildern, beispielsweise einer Titelaufnahme, aufzunehmen, um sie dann am Projektor einzeln weiterzuschalten, bevor die thermische Belastung zu gross wird.
Verschiedene Projektoren besitzen ja einen Bedienungsknopf, mit Hilfe dessen Einzelbildweiterschaltungen möglich sind. Ist also die Erfindung nach dem Stammpatent so verwirklicht, dass die am Film bei der Aufnahme aufgezeichneten Marken in einem am Projektor vorgesehenen Fenster sichtbar sind, so kann der Benutzer auf Grund dieser Marken auf Einzelbild umschalten und dann so lange die Bilder einzeln fortschalten, bis die am Film aufgezeichneten Marken eine andere Vorführgeschwindigkeit anzeigen. In diesem Fall mag es vorteilhaft sein, wenn die einem Bild zuzuordnenden Marken bei der Vorführung bereits um einige Bilder früher im Anzeigefeld des Projektors auftauchen, damit die Reaktionszeit des Benutzers berücksichtigt wird. Voraussetzung ist allerdings, dass auch die Markierungseinrichtung in der Kamera die Marken an entsprechenden Stellen aufbringt.
Vorzugsweise ist nun eine Kamera zur Durchführung des Verfahrens so ausgebildet, dass sie einen Voreinsteller für die gewünschte Stillstandsdauer bzw. die zugehörige Anzahl von Bildern aufweist, der mit einem Zeitgeber für die Abschaltung des Kameraantriebes verbunden ist, der seinerseits mit dem Kameraantrieb auslösbar ist. In diesem Falle stellt der Benutzer der Kamera mit dem Voreinsteller an Hand einer Skala beispielsweise die gewünschte Anzahl von Bildern, die einer bestimmten Stillstandsdauer entspricht, ein, wobei jedoch zweckmässig die Skala bereits nach der Dauer unterteilt ist, damit dem Benutzer ein Umrechnen erspart bleibt.
Beim Einschalten der Kamera wird dann gleichzeitig der Zeitgeber eingeschaltet, der den Kammeraantrieb solange eingeschaltet hält, bis die notwendige Anzahl von Bildern mit normaler Bildfrequenz der Kamera aufgenommen ist, worauf er für eine Abschaltung des Kameraantriebes sorgt. Vorteilhaft an einer solchen Ausbildung ist besonders, dass praktisch auch Stillstandsaufnahmen von bewegten Objekten erhältlich sind, da durch die rasch aufeinanderfolgende Aufnahme weniger Bilder bei einer nicht allzu schnellen Bewegung des Objektes die Unterschiede im Bewegungsablauf bei der am Projektor vorgenommenen, verhältnismässig langsamen Einzelbildschaltung (z. B. 1 Bild/sec) kaum auffällt. Dazu kommt, dass die Aufnahmezeit auch für eine längere Stillstandsdauer verhältnismässig kurz ist, was eine Vergrösserung der Aufnahmemöglichkeiten ergibt.
Um dabei die oben besprochenen Faktoren betreffend die Zeitkonstante für die thermische Belastbarkeit des Filmes berücksichtigen zu können, kann einerseits in Abhängigkeit von diesen Faktoren der Zeitgeber einstellbar sein, es ist aber zweckmässig, wenn auch oder wenigstens die Skala einstellbar ist. Dies kann so geschehen, dass die Skala entsprechend verschiedenen Faktoren auswechselbar ist oder, wie dies bei Schärfentiefenmessern bereits bekannt ist, dass die Skala auf einem elastischen Träger aufgebracht und in Abhängigkeit von den einzelnen Faktoren dehnbar ist.
Anderseits können Kinogeräte ganz allgemein, insbesondere Schmalfilmprojektoren, mit einer Einrichtung zum Aufzeichnen oder Lesen einer Marke am Film und mit einer den Film intermittierend schaltenden Transporteinrichtung zwecks Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens so ausgebildet sein, dass eine Schalteinrichtung zum Umschalten des Gerätes auf"Einzelbild"und zum Einschalten eines die
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Transporteinrichtung steuernden Zeitgebers vorgesehen ist, wobei die Transporteinrichtung bei durch die Schalteinrichtung eingeschaltetem Zeitgeber in vorbestimmten, der maximalen thermischen Belastbarkeit des Filmes bei der Produktion entsprechende n Zeitabständen zum Weiterschalten eines Bildes steuerbar ist.
In diesem Falle bleibt der Zeitgeber so lange eingeschaltet, als ein Einzelbildauslöser bzw. -schalter oder nach Umstellen eines Vorwählers auf"Einzelbild"der Auslöser des Gerätes selbst betätigt wird. Solange die Schalteinrichtung eingeschaltet bleibt, sorgt der Zeitgeber in vorbestimmten Zeitabständen für ein Weiterschalten des Bildes. Derartige Zeitgeber sind an sich bekannt und werden normalerweise von elektronischen Einrichtungen, nämlich einem astabilen Multivibrator mit asymmetrischem Taktverhältnis, gebildet, sie können jedoch auch auf mechanischem Wege mittels variabler Getriebe realisiert sein. Da in den meisten Fällen die am Film aufgebrachten Marken von verschiedenen Farben oder von Strichmarken verschiedener Strichfrequenz gebildet sein werden, empfiehlt sich jedoch die Verwendung eines elektronischen Zeitgebers.
Für Projektoren wird zweckmässig das erfindungsgemässe Verfahren stets so verwirklicht sein, dass damit der Benutzer von der Aufgabe des Erkennens der Marken und des Umschaltens befreit ist. Aber auch für Kameras kann sich hier besonders bei der Aufnahme von Filmtiteln ein Vorteil dadurch ergeben, dass der Benutzer den Auslöser so lange betätigen muss, als etwa für das Lesen des Titels notwendig ist, wobei er auf diese Weise die erforderliche Zeit besser abschätzen kann.
Auch bei der zuletzt genannten Ausführungsform eines erfindungsgemässen Kinogerätes mag es zweckmässig sein, den Zeitgeber und/oder die Skala eines Voreinstellers in Abhängigkeit von den oben genannten Faktoren einstellbar zu machen.
Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich an Hand der nachfolgenden Beschreibung von in den Zeichnungen schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen. Die Fig. l, 1A, 1B veranschaulichen ein
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der Fig. l zeigen. Die Fig. 2 und 3 veranschaulichen weitere Ausführungsbeispiele, ebenso die Fig. 4A bis 4D, von denen die Fig. 4A, 4B eine Kamera in Seiten- und Vorderansicht veranschaulichen, Fig. 4C ein Detail zeigt und Fig. 4D ein Stück eines in einer Kamera nach Fig. 4A markierten Filmes ist.
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--51-- auf, die in an sich bekannter Weise angetrieben sein kann. An einem Ende dieser Hauptwelle--51-ist eine Nocke--52--für einen Greifer--53--für den nicht dargestellten Film sowie eine Verschlussscheibe --54-- angeordnet.
Um die Hauptwelle--51--in einer solchen Stellung arretieren zu können, in der die Verschlussscheibe-54-das nicht dargestellte Bildfenster abdeckt, ist in herkömmlicher Weise an der Welle --51-- eine Arretiernocke--55--vorgesehen, die einen Anschlag--56--aufweist. Dieser Anschlag
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in Verbindung steht. Der längere Arm dieses Winkelhebels --63-- trägt einen Dorn-64-, auf dem der Gegenanschlag--57--gleitet.
Die Ausbildung des Gegenanschlages --S7-- im einzelnen ist aus Fig. lB in Draufsicht besser ersichtlich.
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vorgesehenen Schulter --68-- ab.
Wird der Auslöser --58-- betätigt, d.h. mit Bezug auf Fig. l nach rechts verschoben, so dreht sich der Winkelhebel-62, 63- um seine gerätefeste Achse-69-im Uhrzeigersinn, so dass auch der Dorn --64-- nach rechts verschoben wird. Dabei nimmt der Flansch --67-- infolge seiner Anlage an der Schulter --68-- den Gegenanschlag --57-- aus dem Bereich des Anschlages-56-. Dies entspricht auch der Funktion bei herkömmlichen Kameras.
An einer Welle--70--ist der an Hand der Fig. 2 des Stammpatentes bereits beschriebene Vorwählknopf - -71-- (Fig. lA, lB) befestigt. Ferner dient die Welle--70--als Achse für eine Hohlwelle--72--, die an dem einer Kameragehäusewandung--74--zugewandten Ende einen Flansch--75-- (Fig. lB) aufweist. An der Hohlwelle--72--ist eine sektorförmige Platte--73--drehbar gelagert. Die Platte--73--ist von einer sich am Flansch--75--abstützenden Druckfeder--76--belastet und liegt unter der Wirkung dieser
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Die Sektorplatte--73--weist parallel zu einer ihrer radial verlaufenden Kanten einen Ausschnitt auf, durch den an der Platte--73--eine Achse--78--gebildet wird. An dieser Achse--78--ist ein
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winkeliger Lappen --79-- dreh bar gelagert und zweckmässig von einer nicht dargestellten Feder-gesehen in Fig. lB-im Uhrzeigergegensinne beaufschlagt. Der kürzere Arm dieses Lappens stützt sich entgegen der Wirkung dieser Feder an der Sektorplatte-73--ab, so dass der längere Arm etwa rechtwinkelig zur Platte-73absteht.
Der längere Arm des Lappens --79-- ist so bemessen, dass er in die Bahn des Kragens --65-- des Gegenznschlages --57-- ragt, wobei der Lappen --79-- eine Art Klinke bildet. Ferner ist an der Sektorplatte --73-- eine Achse --81-- für eine Klinke --82-- gelagert, welche Klinke --82-- mit dem Klinkenrad--77--zusammenwirkt und hiezu von einer Schenkelfeder --83-- belastet ist. An einem
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der ausserhalb der Gehäusewandung --74-- der Kamera betätigbar ist. Der Bedienungsknopf --85-- weist zwei Betätigungsflächen --86,87-- auf, wobei bei einem Druck auf die Fläche-86-der Bedienungsknopf --85-- entlang eines in der Gehäusewandung --74-- vorgesehenen Schlitzes --88-- (Fig.1A) verschiebbar ist.
Durch diese Verschiebebewegung wird die Sektorplatte-73--im Uhrzeigersinn (bezogen auf Fig. l) verdreht, wodurch der längere Arm des Lappens-79--n. ich rechts verschoben wird. Eine solche Stellung ist in den Fig. l und l B dargestellt.
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--58-- betätigt,Gegenanschlag --57-- in die Bahn des Anschlages --56-- an der Welle--51--, weil er durch den Lappen --79-- entgegen der Wirkung der Feder --66-- festgehalten wird. Die Feder --66-- übt dabei zwar ein Drehmoment auf die Sektorplatte --73-- aus, diese ist jedoch durch die Klinke --82-- mit dem Klinkenrad - -77-- formschlüssig verbunden.
Da der Kameraantrieb somit also nicht angehalten werden kann, läuft die Welle --51-- weiter um, wobei der Greifer --53-- den Film weiterhin transportiert. Die Bewegung des Greifers --53-- wird allerdings über eine Blattfeder-88-- (Fig. l) auf eine damit verbundene Doppelklinke --89-- übertragen.
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--90-- aufweist,Drehmoment in der andern Richtung aus, so dass ein weiterer Klinkenarm --94-- das Klinkenrad --93-- in der gleichen Richtung antreibt.
Die Bewegung des Klinkenrades --93-- wird über eine Getriebekette entsprechender Über- oder Untersetzung auf ein an der Hohlwelle --72-- befestigtes Antriebsrad --95-- übertragen. Dieses Antriebsrad - dreht sich somit im Uhrzeigersinn, wobei sich die mit dem Klinkenrad --77-- über die Klinke --82-- bzw. die Feder --66-- gekuppelte Sektorscheibe --73-- mitdreht, wobei sich infolge des intermittierenden Antriebes der Gegenanschlag--57--ruckweise der Bahn des Anschlages --56-- nähert.
Ein intermittierender Antrieb für das Klinkenrad --77-- ist deshalb besonders zu empfehlen, weil dadurch ein Schleifen oder Rattern der beiden Anschläge --56, 57-- aneinander vermieden wird. Im dargestellten Ausführungsbeispiel erfolgt der Antrieb des Klinkenrades --77-- über eine Getriebekette und durch ein
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Je nach der Winkelverschiebung im Uhrzeigersinn der Sektorplatte--73--durch Druck auf die Fläche --86-- des Bdienungsknopfes--85--kommt also eine längere oder kürzere Verzögerung für die Abschaltung des Kameragetriebes zustande. Um für den Fall einer irrtümlich erfolgten Drehung der Sektorscheibe --73-- über einen zu grossen Winkelbereich diese Drehung rückgängig machen zu können, weist der
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--85-- nochKlinke --82-- aus den Zähnen des Klinkenrades --77-- ausgehoben wird, worauf der Bedienungsknopf - mit der Sektorscheibe--73--auch im Uhrzeigergegensinne verdreht werden kann.
Die Einstellung der Sektorscheibe--73--liesse sich an sich auch an der Stellung des Bedienungsknopfes --85-- ablesen, im dargestellten Ausführungsbeispiel ist jedoch ein in Fig. l strichpunktiert angedeutetes Fenster-96- vorgesehen, durch das die z. B. rote Anzeigefläche--97--eines auf der Sektorscheibe --73-- befestigten Körpers --98-- sichtbar ist.
Wie Fig. lA deutlich zeigt, wirkt eine Kante dieser Anzeigefläche--97--mit einer im Bereich des Fensters --96-- angeordneten Sekundenskala --98a-- zusammen, wobei gegebenenfalls zusätzlich oder statt dieser Sekundenskala eine weitere, mehrere Felder aufweisende Skala--98b-vorhanden ist. Diese Skala mag dem Benutzer der Kamera einen Hinweis zu geben, bei Nahaufnahmen die Stillstandsprojektion nur für eine kurze Dauer einzustellen, hingegen bei Totalen eine entsprechend längere Zeit.
Es wurde bereits eingangs erwähnt, dass es zweckmässig sein kann, die Skala für die Einstellung dehnbar auszubilden, um durch verschiedene Dehnung der Skala verschiedene Faktoren berücksichtigen zu können, die die thermische Belastbarkeit des Filmes beeinflussen. In diesem Falle wäre zweckmässig die Skala an einem
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ablesen, ob der Aufnahmevorgang bereits beendet ist oder nicht. An Stelle der Sekundenskala könnte auch eine Skala vorgesehen sein, die die Anzahl der für eine entsprechende Stillstandsdauer notwendigen Einzelbilder anzeigt, jedoch müsste in einem solchen Falle der Benutzer der Kamera stets erst die gewünschte Zeit in eine entsprechende Anzahl von Bildern umrechnen. Es kann jedoch eine solche Skala zusätzlich zur Sekundenskala vorgesehen sein.
Die Anzahl der für eine vorbestimmte Stillstandsdauer notwendigen Bilder kann in Abhängigkeit vom Film, oder von der im Projektor vorgesehenen Lampe usw. schwanken. Beispielsweise kann eine Frequenz von 1 Bild/sec zweckmässig sein. Eine Einstellung der Kante der Anzeigefläche,-97-auf 5 sec bedeutet dann, dass nach Betätigen des Auslösers --58-- die Kamera 5 Bilder aufnimmt, bevor der Gegenanschlag--57--in
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--56-- gelangtStillstandsprojektion gewünscht wird, mag es zweckmässig sein, ein Verstellen des Bedienungsknopfes--85dann zu verhindern, wenn der Vorwählschalter --71-- nicht (wie in Fig. lA dargestellt) auf Einzelbildschaltung bzw. Stillstandsprojektion eingeschaltet ist.
Zu diesem Zweck ist mit der Welle --70-- eine sektorförmige Scheibe --99-- in einer solchen Winkellage drehfest verbunden, dass sie bei allen Einstellungen des Vorwählers - -71--, ausser in der dargestellten Einstellung für Einzelbildschaltung bzw. Stillstandsbilder den Griffteil --84-- der Klinke --82-- untergreift, so dass die Klinke --82-- gegenüber Verdrehungen im Uhrzeigersinn um die Achse--81--gesperrt ist und daher auch nicht über die Zahnflanken der Zähne des Klinkenrades--77--gleiten kann. Auf diese Weise ist also ein Einstellen mittels des Bedienungsknopfes --85-- nur in der in Fig. lA dargestellten Stellung des Vorwählers--71--möglich, in der die Sektorscheibe --99--denGriffteil--84--derKlinke--82--freigibt.
In dem oben beschriebenen Ausführungsbeispiel gemäss Fig. l dient die Sektorplatte--73--mit ihren zugehörigen Teilen als mechanischer Zeitgeber. Im Rahmen der Erfindung können selbstverständlich auch elektrische bzw. elektronische Zeitgeber Verwendung finden, und eine solche Ausführungsform sei an Hand Fig. 2 veranschaulicht. Hiebei sind alle jene Teile, die für das Verständnis dieses Ausführungsbeispieles nicht erforderlich sind, weggelassen. Hingegen besitzen alle jene Teile gleicher Funktion dieselben Bezugszeichen wie in Fig. 1.
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Stromkreis anschliessbar.
Hiebei erfolgt die Stromversorgung der Spule --100-- bei allen Stellungen des Vorwählschalters --71-- ausser in der Stellung "Einzelbild" über eine vom Vorwählschalter--71-- gesteuerte Schaltstufe --71a--, die den Stromkreis vom Auslöseschalter --58a-- und über die Schaltstufe --71a-- zur Spule --100-- direkt geschlossen hält.
Im Falle jedoch, dass der Vorwählschalter --71-- auf "Einzelbild" eingestellt ist, unterbricht die schaltstufe --71a-- den über sie laufenden Stromkreis, wird jedoch durch einen Nebenschluss überbrückt, der einerseits einen Zeitgeber--102-, z. B. ein RC-Glied und anderseits einen Schwellwertschalter--103-enthält. über den Zeitgeber --102-- wird dann je nach dessen Einstellung der Magnet--100--so lange erregt, bis der vom Zeitgeber--102--gelieferte Strom unter einen vorbestimmten Pegel abfällt, worauf dann
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Dies kann vorteilhaft so geschehen, dass mit der Steuerstufe--71a--der Vorwählschalter--71-- zusammenwirkt, dem nicht nur die in Fig.
la dargestellte Skala für die verschiedenen Bildfrequenzen der Kamera zugeordnet ist, sondern anschliessend an die Einstellung für "Einzelbild" auch die Sekundenskala. In Fig. lA ist dieser Fall strichliert eingezeichnet. Der Vorwählschalter--71--schliesst dann bei allen höheren Bildfrequenzen den Stromkreis über die Steuerstufe--71a--, öffnet ihn jedoch beim Drehen im Uhrzeigergegensinne ab seiner Stellung "Einzelbild". In der letztgenannten Stellung entspricht die am Zeitgeber --102-- eingestellte Zeitkonstante genau der Aufnahme eines einzigen Bildes. Beim Weiterdrehen des Vorwählers--71--im Uhrzeigergegensinne wird dann die Zeitkonstante des Zeitgebers--102- entsprechend erhöht.
Auch bei der zuletzt beschriebenen Ausführungsform ist es möglich, gegebenenfalls den Zeitgeber
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durchVorwähler-71-gehörigen Skalen veränderbar sind. Übrigens ist selbstverständlich auch bei mechanischer Ausgestaltung des Zeitgebers, wie dies in Fig. l dargestellt ist, eine Veränderung der Zeitkonstanten etwa dadurch möglich, dass in der Getriebekette zwischen dem Klinkenrad --93-- und dem Antriebsrad --95-- ein Wechselgetriebe vorgesehen ist. Die Ausgangsgeschwindigkeiten solcher Wechselgetriebe können im Rahmen der Erfindung sowohl in Stufen als auch stufenlos einstellbar sein.
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Abweichend von den bisher beschriebenen Ausführungsformen wird besonders für Schmalfilmprojektoren, gegebenenfalls aber auch für Kameras, eine Konstruktion vorteilhaft sein, wie sie im folgenden an Hand der Fig. 3 beschrieben wird. Dafin besitzen wieder Teile gleicher Funktion die bisher verwendeten Bezugszeichen.
Bereits an Hand der Fig. 3 des Stammpatentes wurde beschrieben, dass im Projektor zweckmässig die am Film angebrachten Marken automatisch mittels lichtelektrischer Wandler gelesen werden. Es wurde dabei ausgeführt, dass je nach der Beaufschlagung eines oder mehrerer der lichtelektrischen Wandler durch einen die Marke des Filmes durchsetzenden Lichtstrahl die eine oder die andere Schaltstufe einen Taktgeber in den Stromkreis eines Steuermagneten bringt. Gerade für Projektoren, in denen die optischen Marken mittels elektronischer Einrichtungen gelesen werden, empfiehlt sich also eine elektrische Steuereinrichtung. Der Steuermagnet kann dabei sowohl die Bildfrequenz in der Weise steuern, wie dies in der österr.
Patentschrift Nr. 282351 beschrieben ist, es ist jedoch gerade für Stillstandsbilder eine ähnliche Steuerung, wie sie oben an Hand der Fig. 2 veranschaulicht ist, möglich. In diesem Falle kann auch hier wieder im Kinogerät eine Hauptwelle --51-- vorgesehen sein, die eine Arretiernocke-55-mit einem Anschlag-56-trägt. Bei Kameras muss dieser Anschlag in einer solchen Stellung angeordnet sein, dass bei seinem Anliegen an dem Gegenanschlag --57-- die Verschlussblende in Schliessstellung liegt, wogegen in Projektoren sich der Anschlag
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Projektor einer der Schaltstufen --35, 36 oder 37-des Stammpatentes entsprechen kann.
Im Falle einer Kamera hingegen ist die Steuerstufe--104-in ihrer Funktion der oben beschriebenen Steuerstufe --71a-- vergleichbar. Wie die Steuerstufe--104--einzustellen bzw. anzusteuern ist, ist oben bzw. im Stammpatent an Hand der entsprechenden Steuer- bzw. Schaltstufen bereits genügend beschrieben worden. In jedem Falle ist über
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einzige Umdrehung ausführt bzw. der Greifer den Film nur um ein einziges Filmbild weiterschaltet. Ist die Anordnung jedoch entsprechend der österr. Patentschrift Nr. 282351 getroffen, so muss der Taktgeber-105Impulse liefern, die den Magneten --100-- erregen, solange der Film stillstehen soll. Die Stillstandsdauer hängt wieder von der thermischen Belastbarkeit des Filmes ab.
Bei Projektoren wird also das Bedürfnis, den Zeitgeber - -105-- zu verstellen, gering sein. Gegebenenfalls kann jedoch eine Stellstufe-106-vorgesehen sein. Für Kameras, in denen die Steuerstufe--104--die Funktion der beschriebenen Steuerstufe--71a--erfüllt, muss auch, wie strichliert eingezeichnet, der Taktgeber --105-- überbrückbar bzw. abschaltbar sein.
Die Fig. 4A stellt den Antrieb eines andern Vorwählers für einen in einer Kassette --131-- enthaltenen Film dar, die in einer kinematographischen Kamera untergebracht ist. Die Kamera weist eine Verschlussblende --132-- auf, die von einer Welle --133-- angetrieben wird. An der Welle --133-- sitzt ein Exzenter --115--, der auf einen Arm--134--einwirkt. Der Arm --134-- überträgt seine Bewegung auf einen Hebel-135--, der um eine Achse --136-- schwenkt und dessen Ende --137-- eine Klinke --138-trägt.
Eine Feder --139-- wirkt auf die Klinke --138-- ein, damit sie dauernd an einem Klinkenrad --110-- anliegt, das mit einer Wählerscheibe--111--fest verbunden ist. Die Wählerscheibe-l U-- besteht aus einer gedruckten Schaltung mit sechs konzentrischen Rundpisten--A bis F--, über die
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Blockes--112--vonKlinke --138-- mit.
Das Klinkenrad--110--weist einen Zahnsektor-118-und einen unverzahnten Sektor--117auf. Es kann von Hand mit seinen neunzehn Sektoren der gedruckten Schaltung in eine der zwanzig in Fig. 4C angedeuteten Positionen gedreht werden.
Während die Federkontakte--I und II--mit einer nicht dargestellten Filmmarkierungsvorrichtung elektrisch verbunden sind, stellt der Federkontakt--III--die Stromzuführung zum metallisierten Teil der gedruckten Schaltung her und ist daher mit der Stromquelle der Kamera verbunden. Dagegen führen die Federkontakte-IV bis VI-dem Motor den Strom zu und entsprechen jeweils einer von drei Laufgeschwindigkeiten der Kamera, z. B. einer Bildfrequenz von 36,18 und 9 Bildern/sec.
Die nicht dargestellte Filmmarkierungsvorrichtung besteht aus zwei lichtemittierenden Dioden mit unwesentlicher Trägheit, so dass die Markierungen direkt neben dem zugehörigen Bild angebracht werden können. Fig. 4D zeigt ein Filmfragment--120-mit einem Bildteil-121-und einem Perforationsloch - 122--. Markierungen--123, 124--können nun einzeln oder gemeinsam mittels der Dioden angebracht sein oder überhaupt fehlen. Das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein einer oder mehrerer dieser Markierungen entspricht einem bestimmten Bedienungsmodus im Projektor.
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Wenn die Wählerscheibe--111--in ihrer Anfangposition 0 ist, liegt nur der stromzuführende
Federkontakt-III-am metallischen Teil der gedruckten Schaltung an. Die Kamera läuft also nicht.
Ist dagegen die Wählerscheibe in Position 1, führt der Federkontakt--III--weiterhin den Strom zu, der Stromkreis ist über den Federkontakt der Piste--E--geschlossen und die Kamera läuft nach dem Auslösen mit einer Geschwindigkeit von 18 Bildern/sec. Die Klinke--138--gleitet dabei während der ganzen
Laufdauer der Kamera über den unverzahnten Sektor--117--des Klinkenrades. Eine Markierung wird während der Aufnahme nicht angebracht, so dass auch der Projektor bei der Wiedergabe mit einer Geschwindigkeit von 18 Bildern/sec läuft.
In der Position 2 führt der Federkontakt--III--wieder den Strom zu, der Stromkreis ist über den Federkontakt-VI-an der Piste-F--geschlossen und die Kamera läuft mit einer Geschwindigkeit von 9 Bildern/sec. Die Klinke--138--liegt wieder am unverzahnten Sektor--117--des Klinkenrades an. Da der Federkontakt--II--am metallischen Teil der Piste--B--liegt, erhalten die lichtemittierenden Dioden pro Bild, z. B. über einen mit der Welle--133--verbundenen Schalter, je einen Impuls, so dass am oberen Bildrand des Filmes die Markierung--123--entsteht. Dementsprechend läuft dann der Projektor ebenfalls mit einer Geschwindigkeit von 9 Bildern/sec.
In der Position 3 der Wählerscheibe--111--ist der Stromkreis über den Federkontakt--V--an der Piste--E--geschlossen. Die Kamera arbeitet zwar mit einer Geschwindigkeit von 18 Bildern/sec und die Klinke--138--gleitet über den unverzahnten Sektor--117--des Klinkenrades. Es berührt aber der Federkontakt-III--den metallischen Teil der Piste--B--, so dass wieder die Markierung--123-aufgezeichnet wird. Bei der Projektion wird diese Codierung, ebenso wie im vorher besprochenen Falle, einen Lauf mit 9 Bildern/sec verursachen. Somit ergibt sich automatisch ein Zeitlupeneffekt, ohne dass deswegen bei der Aufnahme mehr Film verbraucht würde.
Die Position --4-- schafft die gleichen Aufnahmebedingungen wie die Position 3, jedoch liegt der Federkontakt --1-- am metallischen Teil der Piste--A--, was der die Markierung --124-- erzeugenden Diode Impulse zuführt. Bei der Projektion entspricht diese Codierung einer Geschwindigkeit von 36 Bildern/sec, so dass sich ein Zeitraffereffekt ergibt.
In den Positionen 5 bis 19 ist der Stromkreis jeweils über den Federkontakt--IV--am metallischen Teil der Piste-D--geschlossen, so dass die Kamera mit einer Geschwindigkeit von 36 Bildern/sec läuft. Die Klinke - hakt sich nun aber in allen diesen Stellungen der Wählerscheibe-111--in den Zahnsektor --118-- des Klinkenrades--110--und treibt bei jeder Umdrehung der Blende--132--und somit bei jedem gefilmten Bild das Klinkenrad im Uhrzeigersinn über einen Winkel von 180 an. Dies entspricht je einem der Sektoren 0 bis 19. In dem Moment, in dem die Wählerscheibe--111--in ihre Anfangsposition zurückgekommen ist, wird der Stromkreis unterbrochen, die Kamera bleibt stehen.
Während dieser Drehung der Wählerscheibe-111--bleiben die Federkontakte--I, II--dauernd unter Strom und übermitteln so den lichtemittierenden Dioden Impulse. Bei der Projektion wird jedes der so aufgenommenen Bilder im Stillstand während z. B. 2 sec projiziert. Die Gesamtdauer einer Stillstandsszene ist dann ein der Anzahl der Bilder entsprechendes Vielfaches dieser 2 sec.
Es ist augenscheinlich, dass man mit der Erfindung eine grosse Filmerspamis erzielt. Statische Szenen können automatisch im Stillstand aufgenommen bzw. wiedergegeben werden, wobei das so vom Projektor projizierte Bild einen besseren Bildstand aufweist, als dies je bei normaler Projektion erzielt werden könnte.
Wählt man die Stillstandsdauer für jedes einzelne Bild beispielsweise mit 1/2 sec, so hat man auch die Möglichkeit, mit der Kamera mit einer Geschwindigkeit von 36 Bildern/sec zu filmen und diese in Stillstandsprojektion, d. h. mit 2 Bildern/sec, wiederzugeben. Man erhält so einen Superzeitlupeneffekt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Nachsynchronisieren der Bildfrequenz einer Kamera bei Aufnahme mit der eines Projektors bei Wiedergabe, wobei bei der Aufnahme des Filmes, vorzugsweise jedem Bild, eine für die Aufnahmebildfrequenz charakteristische, insbesondere optische, Marke aufgebracht wird, wogegen bei der Wiedergabe diese Marken gelesen und danach die Wiedergabebildfrequenz eingestellt wird, und die Aufnahme jeweils mit einer von mindestens drei verschiedenen Bildfrequenzen erfolgt und gleichzeitig jeder Frequenz nach einem Code eine besondere Marke zugeordnet wird, nach Patent Nr.
307880, da dur c h ge k e n n- zeichnet, dass a) bei der Aufnahme von Bildern, die bei der Wiedergabe eine vorbestimmte Stillstandszeit hindurch stillstehen sollen, eine Anzahl aufeinanderfolgender Bilder hergestellt wird, die etwa dem Quotienten aus der vorbestimmten Stillstandszeit durch die der maximalen thermischen Belastbarkeit des Filmes entsprechende Zeit entspricht, und dass jedem dieser Bilder die Stillstands- bzw.
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