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Gegenstand der Erfindung ist eine Scheibenwischer-Antriebsvorrichtung mit intermittierendem Betrieb, insbesondere für Kraftfahrzeuge, unter Verwendung eines Impulsgebers mit einstellbarer Impulsfrequenz, der eine mit einem einzigen Transistor ausgestattete astabile Kippschaltung aufweist, deren die Länge der Schaltintervalle bestimmendes RC-Glied mit einem Ende seines Widerstandes an die Basis des Transistors angeschlossen ist und in deren Ausgangskreis eine Relaisspule angeordnet ist, bei welcher Vorrichtung weiters ein vom Scheibenwischer betätigter, den Stromkreis des Scheibenwischermotors in der Ruhelage des Scheibenwischers unterbrechender
Schalter vorgesehen ist, der mittels eines Kontaktes des Impulsgeber-Relais überbrückbar ist.
Die Antriebsgeschwindigkeiten für Scheibenwischer von Kraftfahrzeugen sind meist so bemessen, dass sie bei mittlerem bis starkem Regen optimal funktionieren. Bei Sprühregen oder Nebel erweisen sich diese
Antriebsgeschwindigkeiten als zu'hoch ; die Wischerblätter streichen trocken über die Scheibe, wodurch sie sich in höherem Masse abnutzen und überdies einen erhöhten Kraftaufwand verursachen. In solchen Fällen wurden die
Scheibenwischer von den Autofahrern bisher von Hand abwechselnd ein- und ausgeschaltet um so eine Anpassung an die jeweilige Regenmenge zu erzielen. Dieses Ein- und Ausschalten lenkt die Aufmerksamkeit ab und beeinträchtigt die Verkehrssicherheit.
Es sind daher Scheibenwischer-Antriebe entwickelt worden, die den Motor in bestimmten Zeitabständen kurzzeitig einschalten. Als Taktgeber sind für diesen Zweck Thermoschalter, elektronische Verzögerungsglieder und astabile Multivibratoren bekanntgeworden. Diese mit elektronischen Bauelementen ausgestatteten Antriebsvorrichtungen weisen eine hohe Anzahl von Bauelementen auf und sind daher aufwendig und störanfällig.
In der deutschen Offenlegungsschrift 1801793 ist eine Vorrichtung zum Betrieb eines Scheibenwischermotors beschrieben, die in ihrer Funktion von einem durch den Motor betätigten Schalter abhängig und somit nicht in einem weiteren Zeitbereich einstellbar ist. Eine ähnliche Vorrichtung ist auch in der deutschen Offenlegungsschrift 2000442 beschrieben. Es ist weiters durch die deutsche Offenlegungsschrift 2045595 ein Scheibenwischerantrieb bekanntgeworden, der nicht einen intermittierenden Betrieb, sondern bloss einmalig zusätzliche Wischbewegungen ausführt.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Scheibenwischer-Antriebsvorrichtung zu schaffen, deren Impulsgeber einerseits einen einfachen und übersichtlichen Aufbau der Schaltung aufweist und anderseits eine einwandfreie Funktion gewährleistet. Die Kippschaltung der erfindungsgemässen Antriebsvorrichtung, deren die Länge der Schaltintervalle bestimmendes RC-Glied mit einem Ende seines Widerstandes an die Basis des Transistors angeschlossen ist, ist dadurch gekennzeichnet, dass das andere Ende des Widerstandes des RC-Gliedes mittels eines Kontaktes des Impulsgeber-Relais abwechselnd an Durchlass- und Sperrpotential des Transistors anschliessbar ist und der Kondensator des RC-Gliedes in den Gegenkopplungszweig der transistorisierten astabilen Kippschaltung eingeschaltet ist.
Da bei der erfindungsgemässen Vorrichtung der Relaiskontakt die Steuerpotentiale unmittelbar an die Basis des Transistors legt, ist eine einwandfreie Umschaltung gewährleistet, denn der geringe über den Relaiskontakt fliessende Basisstrom erzeugt an allfällig auftretenden übergangswiderständen keinen störenden Spannungsabfall.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung ist der Widerstand des RC-Gliedes unterteilt und den Teilwiderständen je eine zueinander entgegengesetzt gepolte überbrückungsdiode parallelgeschaltet, so dass durch Veränderung der Teilwiderstände Lade- und Entladezeiten des Kondensators des RC-Gliedes und dadurch Impulsdauer und Impulsabstand getrennt einstellbar sind.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt. Fig. 1 zeigt die Schaltung für einen zum Antrieb von Scheibenwischern dienenden Motor mit den erfindungsgemäss vorgesehenen zusätzlichen Schaltungselementen. Fig. 2 zeigt eine Variante dieser Schaltung.
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geöffnet, dann erfolgt die Rückführung des Wischers in seine Ruhelage über den Umschalter--u--. Dieser nimmt in der Ruhestellung des Scheibenwischers die gezeichnete Stellung ein, ausserhalb der Ruhelage legt er den Motor--M--unmittelbar an die Spannung--U-, so dass der Motor nach öffnen des Schalters-Sl--so lange Spannung erhält, bis der Scheibenwischer die Ruhelage erreicht hat, und der Motor durch den Umschalter --u-- stillgesetzt wird.
Der für den intermittierenden Betrieb des Scheibenwischers erfindungsgemäss erforderliche Impulsgeber wird bei geöffnetem Schalter--Sl--mit Hilfe eines Schalters--S2--in Betrieb gesetzt. Durch Schliessen des Schalters--S2-wird der Motor-M-über einen Ruhekontakt-al-eines Relais-A-an Spannung gelegt und beginnt sich zu bewegen, worauf der Umschalter--u--aus der gezeichneten in die nicht dargestellte Lage übergeht und dadurch den Motor bis zum Ende eines kompletten Zyklus des Wischers in Betrieb hält.
Ein Kondensator--C--liegt im Ruhezustand der Schaltung (Schalter--Sl und S2-- geöffnet) einerseits über das Relais--A--an der Motorspannung--U--, anderseits über Widerstände --R1, R2-- und den Motor--M--an Masse ("-") und ist dadurch auf die Spannung--U--aufgeladen. Der mit dem Kondensator--C--verbundene Anschluss des Relais--A--ist über die Kollektor-Emitter-Strecke eines
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Transistors--T--an Masse ("-") anschliessbar. Da sowohl der Emitter des Transistors-T--als auch dessen Basis über dem Widerstand--Rl--und dem Motor-M--an Masse liegen, bleibt der Transistor - T--gesperrt.
Durch das Schliessen des Schalters--S2--wird der mit-X--bezeichnete Punkt der Schaltung mit der "+"-Klemme der Betriebsspannung--U--verbunden, worauf der Motor--M--zu laufen beginnt. Das
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des Motors--M--mit Masse verbunden war, liegt nun an der "+"-Klemme der Betriebsspannung-U--. Es fliesst ein Steuerstrom von "+" über den Widerstand--Rl-, eine Diode--D1--, die Basis-Emitter-Strecke des Transistors--T--zur Masse.
Durch diesen Steuerstrom wird die Kollektor-Emitter-Strecke des Transistors - leitend, aber zunächst nicht voll durchgesteuert, weil der Entladestrom des Kondensators --C--, welcher von der positiven Elektrode des Kondensators-C--über die nun leitende Kollektor-Emitter-Strecke den Innenwiderstand der Betriebsspannungsquelle, den Widerstand--Rl--und die Diode --D1-- zur negativen Elektrode des Kondensators--C--fliesst, am Widerstand-Rl-einen zusätzlichen Spannungsabfall hervorruft, durch den der an der Basis wirksame Steuerstrom verkleinert wird. Mit Absinken der am Kondensator-C--vorhandenen Ladespannung beginnt über das Relais-A--ein Strom zu fliessen.
Sobald die Spannung am Kondensator einen bestimmten Wert unterschreitet, spricht das Relais-A-an.
Dadurch wird der Kontakt--al--geöffnet. Der Motor--M--liegt nun über dem Umschalter-u-
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- ist der Motor--M--über den Umschalter--u--und den Kontakt--a2--kurzgeschlossen und bleibt stehen.
Sobald der Umschalter--u--in die gezeichnete Stellung zurückkehrt, ist der Punkt--X--nicht mehr mit der "+"-Klemme der Betriebsspannung--U--, sondern mit Masse verbunden. Der von der "+"-Klemme über den Widerstand-Rl-fliessende Steuerstrom wird dadurch unterbrochen. Die Kollektor-Emitter-Strecke
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aufrechterhalten, welcher die Kollektor-Emitter-Strecke des Transistors--T--leitend und das Relais--A-angezogen hält.
Mit zunehmender Ladung des Kondensators-C--wird der wirksame Steuerstrom kleiner, desgleichen der Kollektorstrom, bis bei einem bestimmten Ladezustand von-C-der Haltestrom des Relais-A-unterschritten wird und dieses abfällt, wodurch der Ruhekontakt --a1-- geschlossen wird und der geschilderte Vorgang von neuem beginnt.
Die Wirkungsweise der erfindungsgemässen Schaltung kann kurz so dargestellt werden, dass durch den Kontakt--al--im Zusammenwirken mit dem Umschalter--u-an den Punkt--X--abwechselnd Durchlass- und Sperrpotential des Transistors--T--gelegt wird. über den Widerstand--Rl--und die Diode --D1-- gelangt dieses Potential an die Basis des Transistors-T-, wodurch dessen Ausgangsstrom zwischen einem Minimal- und einem Maximalwert geändert und das Relais zum Abfallen bzw. zum Ansprechen gebracht wird.
Diese Änderungen werden durch den als Gegenkopplung wirkenden Kondensator--C--verzögert. Es stellt sich somit, so lange der Schalter --S2-- geschlossen bleibt, eine intermittierende Bewegung des Scheibenwischers ein, deren Intervalle durch die Zeitkonstante des RC-Kreises bestimmt sind, der durch den
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Fig. 2 zeigt eine Weiterbildung der erfindungsgemässen Schaltung, die einen mehrmaligen Wischvorgang im Anschluss an eine Pause erzielt. Bei dieser Ausführung ist dem veränderbaren Widerstand-R2-ein weiterer veränderbarer Widerstand--R3--mit Paralleldiode-D2--in Serie geschaltet, wobei jedoch die Polung der Diode --D2-- entgegengesetzt gerichtet ist zur Polung der dem Widerstand--R2--parallelgeschalteten Diode--D1--. Demnach überbrückt die Diode-D2-den Widerstand--R3--bei Aufladung und die Diode --D1-- den Widerstand --R2-- bei Entladung des Kondensators-C--. Es lassen sich somit die Impuls- und Pausenzeiten unabhängig voneinander einstellen.
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