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Die Erfindung betrifft eine Verkehrssignalanlage mit automatischer, von der Verkehrsdichte beeinflusster
Steuerung, die je Verkehrsrichtung ein mindestens einen Teil der Grünphasendauer fur diese Verkehrsrichtung und bzw. oder einer Sperrphasendauer einer störenden Verkehrsrichtung bestimmendes Zeitglied enthält, bestehend aus zwei zueinander parallel geschalteten, aus je einem Kondensator mit Vorwiderstand aufgebauten
Ladekreisen mit unterschiedlichen Ladezeitkonstanten, das an einen seine Eigenzeit in Abhängigkeit von der Verkehrsdichte verändernden Verkehrszähler angeschlossen ist und wobei ein mittels eines umlaufenden Kontaktarmes die Schaltphasendauer bestimmendes, von einem Taktgeber gesteuertes Schrittschaltwerk vorgesehen ist.
Die Taktsteuerung des Phasenablaufes von Verkehrssignalanlagen wird im allgemeinen in solchen Fällen verwendet, in denen für jede Phase fest vorgegebene Zeiten vorgesehen sind. Diese Art der Steuerung nach einem unveränderlichen Zeitplan bietet einerseits den Vorteil eines einfachen und damit kostensparenden Aufbaues der Steuereinrichtung, weist aber anderseits alle Nachteile auf, die in der starren Struktur des dem Verkehrsfluss aufgezwungenen Steuerprogrammes begründet liegen. Vor allem in jenen Fällen, in denen an Kreuzungsstellen nicht nur eine tageszeitliche, sondern auch eine richtungsabhängige Schwankung des Verkehrsangebotes vorliegt, ist ein derart strukturiertes Regelungsprogramm sehr problematisch.
In der deutschen Offenlegungschrift 1816293 ist beispielsweise eine Schaltanordnung zur automatischen Verlängerung der Grünaufleuchtzeit von Kreuzungsampeln beschrieben.
In jenen Fällen, in denen eine optimale Ausnutzung der Verkehrsflächen geboten ist, erweisen sich nicht voll ausgenutzte Grünphasen als verkehrshemmend. Dies vermeidet die Erfindung dadurch, dass das Schrittschaltwerk mit einem weiteren Kontaktarm versehen ist, der in einer innerhalb der Grünphase liegenden Stellung ein Relais beaufschlagt, das mit einem Ruhekontakt den Taktgeber vom Schrittschaltwerk abtrennt und mit einem Arbeitskontakt das mit seinem Ausgang an das Schrittschaltwerk angeschaltete Zeitglied einschaltet, dessen Kondensatoren mit ihren spannungsführenden Anschlüssen an einer den Ausgang des Zeitgliedes bildenden Gatterschaltung angeschlossen sind, wobei der Kondensator des Ladekreises mit der kleineren Ladezeitkonstante
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Schaltung enthaltenen Zeitgliedes dargestellt ist.
Mit--D--ist der Drehmagnet eines Schrittschaltwerkes bezeichnet, das zwei umlaufende Kontaktarme --Kl und K2-- betätigt. Der Kontaktarm--Kl--speist iiber vier über den Umfang seiner Umlaufbahn angeordnete Kontaktbahnen die entsprechend ihren Farben bezeichneten Signallampen--GR, GB und RT--.
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Schrittschaltwerkes mit einem Taktgeber--T--verbindet, welcher in einem vorgegebenen Takt das Schrittschaltwerk fortschaltet.
Bestreicht der Kontaktarm-K2-bei seinem Umlauf die Kontaktlamelle, an die das Relais-B-- angeschlossen ist, so spricht dieses an und unterbricht mit seinem Kontakt--bl--die Speisung des
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der an den Drehmagneten--D--angeschlossen ist, einen Impuls liefert, durch den das Schrittschaltwerk um einen Schritt weitergeschaltet werden. Dadurch unterbricht der Kontaktarm--K2--die Speisung des Relais --B--, das daraufhin abfällt und mit seinem Kontakt --b1-- den Taktgeber --T-- wieder an den Drehmagneten--D--anschaltet, worauf das Schrittschaltwerk wieder wie vor dem Ansprechen des Zeitgliedes --ZG-- fortlaufend weitergeschaltet wird.
Die Dauer der Grünphase setzt sich somit zusammen aus der Dauer, die durch die Länge der entsprechenden Kontaktbahn des Kontaktarmes--Kl--gegeben ist, und der Eigenzeit des Zeitgliedes --ZG-, die von der Verkehrsdichte abhängig ist. Diese Abhängigkeit wird durch einen Verkehrszähler, z. B. einen Magnetdetektor erreicht, der vor der Kreuzung angeordnet ist und der jeweils beim überfahren durch ein Fahrzeug einen Kontakt--a--schliesst, wodurch die Eigenzeit des Zeitgliedes etwas verlängert wird. Durch alle Verlängerungen aber soll eine gewisse Maximalzeit nicht überschritten werden.
Demnach enthält das in Fig. 2 in seiner Schaltung dargestellte Zeitglied--ZG-zwei zueinander parallelgeschaltete, aus je einem Kondensator--Cl bzw. C2--und je einem Vorwiderstand--R1 bzw. R2-- aufgebaute Ladekreise mit unterschiedlichen Ladezeitkonstanten, deren eine (Cl, R1) die Minimaldauer und die andere (C2, R2) die Maximaldauer des Zeitgliedes bestimmt. Die beiden Kondensatoren-Cl und C2-- werden nach Schliessen des Kontaktes --b2-- über einen gemeinsamen Vorwiderstand--R--aufgeladen. Die Kondensatoren-Cl und C2-- sind mit ihren spannungsführenden Anschlüssen an eine Gatterschaltung angeschlossen, die aus zwei Dioden--Dl und D2--mit einem nachgeschalteten Schwellwertdetektor-S-
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Fahrzeug registriert.
Wenn einer der Kondensatoren--Cl bzw. C2-- im Zuge seiner Aufladung die
Schwellspannung des Schwellwertdetektors überschreitet, liefert dieser einen Ausgangsimpuls, der in der bereits beschriebenen Weise die Dauer der Wirksamkeit des Zeitgliedes--ZG--beendet.
Wenn während der Grünphase kein Fahrzeug vom Verkehrszähler registriert wird, dann bestimmt der Ladekreis--Cl, RI-allein die Eigenzeit des Zeitgliedes--ZG-, die dann ihren Minimalwert annimmt.
Wird hingegen der Verkehrszähler während der Grünphase betätigt, dann beginnt die Aufladung des Kondensators-Cl-jedesmal von neuem. Es ist somit die Ladezeit des Kondensators-Cl--auch jene Maximalzeit, die zwischen zwei aufeinanderfolgenden, in die Kreuzung einfahrenden Fahrzeugen verstreichen kann, ohne einen Ablauf des Zeitgliedes herbeizuführen. Wenn aber andauernd Fahrzeuge in die Kreuzung einfahren sollten und somit der Kondensator-Cl-die Schwelispannung nicht erreicht, tritt unabhängig von der Verkehrsdichte nach Ablauf der Ladezeit des Kondensators --C2-- auf jeden Fall der Schwellwertdetektor - in Aktion und beendet dann nach der vorgesehenen Maximalzeit die Wirksamkeit des Zeitgliedes --ZG-.
Die nach Ablauf des Zeitgliedes-ZG-verbleibende Restzeit der Grunphase ist etwa so zu bemessen, dass sie der Fahrzeit von der Messstelle des Verkehrszählers bis zur Kreuzung entspricht, damit ein Fahrzeug, das vom Verkehrszähler noch registriert worden ist, gerade noch die Kreuzung passieren kann.