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Die Seitenführung von Jalousien, welche zur Vermeidung von Beschädigungen bei Wind erforderlich ist, erfolgte bisher in der Weise, dass in gewissen Abständen irgendwo in der Jalousie, vorzugsweise am Rande der
Jalousielamellen, ovale oder runde Führungsöffnungen angebracht wurden, durch die gespannte Kunststoffdrähte,
Stahldrähte, kunststoffummantelte Stahldrähte oder auch Stangen geführt waren. Zur Verstärkung wurden bei bekannten Ausführungen diese Führungsöffnungen in den Jalousielamellen durch Ösen aus Metall, Kunststoff od. ähnl. Materialien verstärkt. Um ein Schwenken der Jalousielamellen um nahezu 180 zu ermöglichen, müssen diese Führungsöffnungen in den Jalousielamellen eine entsprechende Grösse aufweisen, da im gewendeten
Zustand der Lamellen die Führungsdrähte etwa diagonal durch die Lamellen laufen.
Diese Ausführung hatte den Nachteil, dass bei waagrecht oder leicht schräg stehenden Lamellen ein relativ grosser Spielraum, bedingt durch die Grösse der meist ausgestanzten Führungsöffnungen in der Lamelle, vorhanden war. Dadurch wurde der gesamte Jalousievorhang bei aufgewendeten Lamellen nicht mehr exakt geführt. Es konnte zu Pendelbewegungen oder Geräuschbildungen kommen.
Zur Behebung dieses Nachteils wurde schon vorgeschlagen, die Führungsöffnungen für die Leisten,
Spanndrähte od. dgl. in elastisch nachgiebigen oder mechanisch beweglichen, gesonderten Teilen anzuordnen, welche die an sich bekannten Durchbrechungen der Jalousieblätter überdecken oder in diesen angeordnet sind und die als elastische Folien oder Einsatzstücke ausgebildet sind.
Eine solche Jalousie hat aber den Nachteil, dass die Führungsöffnungen in den Lamellen nicht wesentlich grösser sein können, als die Durchmesser der Führungsdrähte oder Stäbe. Dies setzt eine in der Praxis fast nicht durchzuführende Präzision bei der Montage voraus. Ausserdem können die Jalousien nur bei waagrecht stehenden
Lamellen hochgezogen bzw. herabgelassen werden. Bei schrägstehenden Lamellen wird die Reibung zwischen elastischer Führung und Führungsdraht so gross, dass die Jalousien, die ja durch ihr Eigengewicht herabfallen, klemmen und nicht mehr heruntergehen und beim Hochziehen nur unter wesentlich mehr Kraftanstrengung zu betätigen sind.
Es gibt nun verschiedene Jalousietypen, insbesondere solche mit Endloszug, Kurbelantrieb oder
Motorantrieb, bei welchen die Lamellenwendung automatisch erfolgt und die dadurch mit gewendeten Lamellen auf-und abgezogen werden. Bei diesen Jalousietypen könnte ein Waagrechtstellen der Lamellen gar nicht erfolgen, so dass die bekannte Ausführung für solche Typen unbrauchbar ist. Diese Ausführung ist lediglich bei
Schnurzug-Jalousien verwendbar. Bei dieser Type erfolgt die Verstellung der Lamellen separat über Schnurzug oder Drehstab, so dass es möglich ist, vor Herunterlassen oder Hochziehen die Lamellen waagrecht einzustellen.
Es wurde schliesslich schon eine Einrichtung zur Verhinderung des Geräusches der Lamellen von Jalousien vorgeschlagen, bei der die Lamellen mit in Stanzlöcher eingesetzten Ösen versehen sind, die von Drähten zur
Verhinderung des Flattens durchsetzt sind. Bei dieser Einrichtung erstrecken sich in einer zentralen Öffnung der Ösen beidseitig je eine Zunge zur beidseitigen Führung des Drahtes, was wieder den Nachteil hat, dass die
Lamellen beim Auf-und Niederfahren wegen ihrer Schräglage stark abgebremst werden.
Die Erfindung hat nun zum Ziel, diesen enormen Nachteil auszuschalten, und trotzdem eine einwandfreie, exakte Führung der Lamellen in waagrechtem oder leicht schräg gestelltem Zustand zu ermöglichen. Es wird in die Führungsöffnung der Lamellen ein Blättchen aus Kunststoff od. ähnl. Material eingeklemmt, bzw. eingeschoben, welches das ovale Langloch der Ausstanzung auf einer Seite bis nahezu zur Mitte hin durch einen dünneren, etwas nachgiebigeren Teil oder eine Zunge verdeckt. Bei den in einer Jalousie übereinanderliegenden Lamellen werden diese Einsatzplättchen nun abwechselnd versetzt eingeklemmt, so dass die Zunge oder das biegsame, dünnere Zwischenstück einmal vorne und einmal hinten liegt.
Da die Lamellen immer in Tragkordeln hängen und auf Grund dieser Tatsache von den Tragkordeln im waagrechten oder leicht schräg gestellten Zustand immer übereinander zu liegen kommen, wird in diesem kritischen Punkt ein Pendeln der einzelnen Jalousielamellen vermieden, da durch die versetzt angeordneten Führungen bei einer Lamelle ein Hineindrücken des Behanges vermieden wird. Die Lamellen sind in den Kordeln eingespannt, liegen in einer Ebene übereinander und können sich deshalb gegenseitig nicht verschieben.
Im gewendeten Zustand ist die verbleibende öffnung in den einzelnen Führungen hingegen so gross, dass eine Behinderung des Auf-und Abgleitens bzw. Bremsen in den seitlichen Führungsstäben nicht mehr erfolgt.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Jalousie wird nachstehend an Hand der Zeichnungen näher erläutert, in denen die Fig. 1 einen Teil der Jalousie zeigt. Die Fig. 2 und 3 zeigen das Einsatzplättchen von oben bzw. von unten. Fig. 4 ist eine Ansicht von der Seite.
Die Lamellen-l--der Jalousie sind in üblicher Weise durch ein Kordelband-2- übereinanderliegend in aufgewendetem Zustand in einer Ebene gehalten. Am Rand jeder Lamelle ist eine ovalförmige Durchbrechung--3--ausgestanzt, in der elastisch ausgebildete Einsatzplättchen--4-- eingeschoben sind.
Diese Einsatzplättchen --4-- bilden eine ovale Führungsöffnung-5-für einen gespannten Führungsdraht --6--. In der im vorliegenden Fall oval ausgebildeten Führungsöffnung--5--ist eine dünne Zunge --7-- angeordnet, die sich von einer der Schmalseiten-S-der ovalen Führungsöffnungen --5-- bis in die Nähe der Öffnungsmitte--M--erstreckt. Der Abstand--a--von der Mitte-M--ist so gross, dass der die Führungsöffnungen durchsetzende Spanndraht-b-einerseits auf der Zungenspitze anzuliegen kommt, anderseits ein Fluchten der übereinanderliegenden Lamellen--l-zulässt. Um dies zu ermöglichen,
sind die Einsatzplättchen --4-- in den übereinanderliegenden Jalousienblättern
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so angeordnet, liegen die nachgiebigen Membrane in den übereinander angeordneten Lamellen ovalen Führungsöffnungen--5--gegen den Führungsdraht erstrecken und diesen berühren. Statt der Zungen--7-kann auch ein dünner, nachgiebiger Verbindungsteil vorgesehen sein, der etwa einer Membran entspricht und annähernd die Hälfte der Öffnung--5--verschliesst. Auch in diesem Fall liegen die nachgiebigen Membrane in den übereinander angeordneten Lamellen alternierend am Führungsdraht--b--an.
Die einzelnen Jalousielamellen können nicht entgegengesetzt zur Erstreckung der Zungen bzw. elastischen Verbindungsteilen ausweichen, weil die Lamellen durch das Kordelband--2-in aufgewendetem Zustand einer Ebene gehalten werden, wodurch jede zweite Lamelle mit ihrer elastischen Zunge bzw. mit ihrem elastischen Verbindungsteil die dazwischenliegende Lamelle hält.
Die Fig. 2 und 3 zeigen das Einsatzplättchen von oben bzw. von unten. Um das Plättchen in die ovalförmige Durchbrechung der Lamellen einsetzen und in dieser Lage halten zu können, ist jener Teil--4'--,
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übergreift die Lamelle-l-auf einer ihrer Seiten. Anderseits ist das Plättchen auf jeder Schmalseite mit zwei halbkreisförmigen Lappen --4"-- versehen, die im montierten Zustand auf der andern Seite der Lamelle - aufzuliegen kommen. Diese Ausbildung des Plättchens ermöglicht das leichte Einschieben in die ovale Durchbrechung --3-- der Lamelle sowie den sicheren Halt in der Durchbrechung.
Die erfindungsgemässe Jalousie hat zunächst den Vorteil, dass auch bei schräg stehenden Lamellen keine Reibung auftritt, die dem Hochziehen oder Heruntergehen der Jalousie entgegenwirkt. Darüber hinaus ermöglicht die erfindungsgemässe Ausbildung der Jalousie eine geräuschlose Funktion, wobei jedoch eine exakte Führung sichergestellt ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Jalousie, deren Jalousieblätter zwecks Führung auf gespannten Drähten od. dgl. mittels an den Jalousieblättern vorgesehenen Durchbrechungen aufgefädelt und geführt sind, wobei die Durchbrechungen mit einem elastisch ausgebildeten Einsatzplättchen versehen sind, dessen Führungsöffnung oval ausgebildet ist,
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bis nahezu zur Mitte (M) der Öffnung eine dünne Zunge (7) erstreckt, oder etwa die Hälfte der Öffnung (5) durch einen dünnen Verbindungsteil verschlossen ist, wobei die Einsatzplättchen (4) in den übereinanderliegenden Jalousieblättern (1) so angeordnet sind, dass sich die Zungen (7) bzw. die dünnen Verbindungsteile abwechselnd von beiden Schmalseiten (3) der ovalen Führungsöffnungen (5) gegen den Führungsdraht (6) erstrecken.
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