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Die Erfindung betrifft verbesserte Benzine für Verbrennungsmotoren und die Arbeitsweise derartiger Motoren mit diesen Kraftstoffen. Im besonderen betrifft die Erfindung verbesserte Benzine, die während des Laufens der Maschine für eine Reinigung des Kraftstoffzuführungssystems sorgen, wobei die Benzine eine geringe aber wirksame Menge eines Additivs enthalten, das ein Kondensationsprodukt eines Phenols, vorzugsweise eines Alkylphenols mit hohem Molekulargewicht, eines Aldehyds und eines Amins mit einer H-N Gruppe ist. Nach einer bestimmten Ausführungsform wird die Wirksamkeit, besonders die Reinigung der Einlassventile weiter dadurch verbessert, dass man gleichzeitig in das Benzin eine geringe Menge Mineralöl oder ein Olefinoligomere einbringt.
Arbeitet ein Verbrennungsmotor längere Zeit, so führt das zu Ablagerungen in dem Kraftstoffzuführungssystem, wie dem Vergaser und um die Einlassventile. Diese Ablagerungen beeinträchtigen die wirksame Arbeitsweise der Maschine und können zu einer geringeren zurückgelegten Kilometerzahl und zu erhöhten Abgasen führen. Bisher wurde die Reinheit des Kraftstoffzuführungssystems durch Verwendung von Benzinen verbessert, die Imidazoline und Hydrocarbylamine enthielten.
Nach der Erfindung wird ein Benzin mit einer geringeren Menge eines Detergensadditivs formuliert, wobei dieses das Reaktionsprodukt
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können 1 : 1 bis 5 : 0,5 bis 5 sein.
Die Wirksamkeit dieser Additive zum Aufrechterhalten der Sauberkeit des Kraftstoffzuführungssystems ist tatsächlich überraschend, weil bisher derartige Zubereitungen in ihrem Molekulargewicht als zu hoch angesehen wurden, um eine zufriedenstellende Zuführung zu erreichen und sie wurden bisher ausschliesslich als Schlamm- dispersionsmittel bei Schmierölen verwendet (USA-Patentschriften Nr. 3,368, 972 und Nr. 3,413, 347). In der deutschen Offenlegungsschrift Nr. 1644 954 werden ebenfalls Zusatzstoffe für Schmiermittel beschrieben, die reinigende und dispergierende Eigenschaften haben. Auch dieser Entgegenhaltung kann die Einsatzbarkeit dieser Verbindungen als Zusätze für Benzine nicht entnommen werden.
Es wurde nunmehr festgestellt, dass die oben angegebenen Detergenskomponenten in ziemlich geringen Konzentrationen in Benzinen wirksam sind. So kann das Detergens in Konzentrationen von ungefähr 2,5 bis 2000 TpM (TpM = Teile pro Million, bezogen auf das Gewicht) verwendet werden, wobei ein bevorzugter Bereich ungefähr 3 bis 1000 TpM, ein engerer bevorzugter Bereich 6 bis 100 TpM und der insbesondere bevorzugte Bereich ungefähr 12 bis 50 TpM ist.
Das Detergensadditiv wird mit irgendeinem der meisten technischen Benzinarten, nämlich flüssigen Kohlenwasserstoffkraftstoffen mit einem Siedebereich von ungefähr 25 bis 2200C kombiniert. Wie bekannt, sind solche Kraftstoffe Gemische von Kohlenwasserstoffen einschliesslich aromatischen, olefinischen und gesättigten Kohlenwasserstoffen. Bevorzugte Benzine haben Research-Octan-Zahlen von wenigstens 85 und vorzugsweise 90 oder höher. Benzine, bei denen das Additiv ziemlich erwünscht ist, sind solche mit 10 bis 60 Vol. -0/0 aromatischen Kohlenwasserstoffen, 0 bis 30 Vol. -0/0 olefinischen Kohlenwasserstoffen und 40 bis 80 Vol. -0/0 gesättigten Kohlenwasserstoffen.
In der nachfolgenden Tabelle I sind Zubereitungen von besonderen, der Erläuterung dienenden Grundkraftstoffen angegeben, die für die Erfindung geeignet sind.
EMI1.2
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Tabelle I
EMI2.1
<tb>
<tb> Kohlenwasserstoffgemische <SEP> von <SEP> besonders <SEP> bevorzugten
<tb> Grundkraftstoffen
<tb> Vol. <SEP> -%-Satz <SEP>
<tb> gesättigte <SEP> KohlenKraftstoff <SEP> Aromaten <SEP> Olefine <SEP> wasserstoffe
<tb> A <SEP> 35, <SEP> 0 <SEP> 2,0 <SEP> 63,0
<tb> B <SEP> 40,0 <SEP> 1,5 <SEP> 58,5
<tb> C <SEP> 40, <SEP> 0 <SEP> 2, <SEP> 0 <SEP> 58, <SEP> 0 <SEP>
<tb> D <SEP> 33,5 <SEP> 1, <SEP> 0 <SEP> 65,5
<tb> E <SEP> 36,5 <SEP> 2,5 <SEP> 61, <SEP> 0
<tb> F <SEP> 43,5 <SEP> 1,5 <SEP> 55,0
<tb> G <SEP> 49, <SEP> 5 <SEP> 2,5 <SEP> 48,0
<tb>
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N-Alkylimidazoline und Pyrimidine. Aromatische Amine mit einem reaktionsfähigen Wasserstoffatom, das mit dem Stickstoff verbunden ist, sind geeignet, wozu beispielsweise Anilin, meta- und para-Phenylendiamine und weitere gehören.
Die erforderliche reaktionsfähige Amingruppe liegt ebenso bei sekundären heterocyclischen Aminen wie Morpholin, Indol, usw. vor.
Diaminverbindungen der nachfolgenden allgemeinen Formel
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sind geeignet. In der vorausgehenden Formel ist R2 ein zweiwertiger Alkylenrest und die Reste R und R kaon- nen Alkylgruppen oder Reste der Formel - X sein, worin Rs ein zweiwertiger Alkylenrest und X eine Hydroxylgruppe und der Aminrest ist.
Die beidenAmingruppen derartiger Verbindungen können durch gleiche oder verschiedene Kohlenstoffatome verbunden sein. N, N-Dialkylmethylendiamin, N, N-Dialkanol-1, 3-äthandiamin und N, N-Di- (aminoalkyl)- 2, 2-propandiamin sind typische Beispiele für Verbindungen, bei denen dieAmingruppen mit dem gleichen Kohlenstoffatom verbunden sind.
Beispiele für Diaminreaktionspartner, bei denen die Amingruppen mit den benachbarten Kohlenstoffatomen des R2-Alkylenrestes verbunden sind, sind N, N-Dialkyl-1, 2-äthylendiamin, N, N-Dialkanol-l, 2-propandiamin, N, N-Di- (aminoalkyl)-2, 3-butandiamin und N, N-Dialkyl-2, 3- (4-methylpentan)-diamin.
Beispiele für Diaminreaktionspartner, bei denen die Amingruppen mit den Kohlenstoffatomen an dem
Alkylenrest verbunden sind, der mit R2 bezeichnet ist, und die voneinander durch ein oder mehrere dazwischen- geschaltete Kohlenstoffatome getrennt sind, sind N, N-Dialkyl-l, 3-propandiamin, N, N-Dialkanol-l, 3- butan- diamin,. N, N-Di- (aminoalkyl)-l, 4-butandiamin und N, N-Dialkyl-l, 3-hexandiamin.
Alkylenpolyamine, beispielsweise Äthylendiamin, Tributyltetraamin und weitere, sind wertvolle Reak- tionspartner. Von diesen Alkylenpolyaminen werden die Äthylenpolyamine besonders bevorzugt.
Die Kondensationsprodukte, die als Detergenskomponenten vorgesehen sind, werden leicht dadurch herge- stellt, dass man die Phenolverbindung, den Aldehyd- und den Aminreaktionspartner miteinander mischt und sie auf eine zur Bewirkung der Reaktion ausreichende Temperatur erhitzt. Die Reaktion kann ohne irgendein Lösungsmittel durchgeführt werden, wobei jedoch die Verwendung eines Lösungsmittels gewöhnlich bevorzugt wird. Bevorzugte Lösungsmittel sind die mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel einschliesslich wasserunlös- lichen Alkoholen (z. B. Amylalkohol) und Kohlenwasserstoffe.
Die besonders bevorzugten mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel sind Kohlenwasserstofflösungsmittel mit einem Siedebereich von 50 bis ungefähr 200 C. Insbesondere bevorzugte Lösungsmittel sind die aromatischen Kohlenwasserstofflösungsmittel wie Benzol, Toluol, Xylol u. dgl. Von diesen wird Toluol besonders bevorzugt. Die verwendete Lösungsmittelmenge ist nicht kritisch und es werden gute Ergebnisse erhalten, wenn von 1 bis ungefähr 5rP/o der Reaktionsmasse Lösungsmittel ist. Eine besonders bevorzugte Menge liegt im Bereich von 3 bis ungefähr 25% und insbesondere wird eine Menge Lösungsmittel von 5 bis 1 rP/o verwendet.
Das Verhältnis der Reaktionspartner pro Mol Alkylphenol kann von ungefähr 1 bis 5 Mol Aldehydreaktionspartner und 0,5 bis 5 Mol Aminreaktionspartner variieren. Molare Mengen an Amin unter 1 Mol können verwendet werden, wenn das Amin mehr als 1 H"N-Gruppe enthält, wie bei den Äthylenpolyaminen (z. B. Tetraäthylenpentamin). Ein besonders bevorzugtes Reaktionspartnerverhältnis, bezogen auf 1 Mol Alkylphenol, ist 2,5 bis 4 Mol Aldehyd und 1, 5 bis 2,5 Mol Aminreaktionspartner. Insbesondere wird als Verhältnis der Reaktionspartner ungefähr 2 Mol Alkylphenol zu ungefähr 3 Mol Aldehyd zu ungefähr 2 Mol Aminreaktionspartner verwendet.
Dieses Verhältnis liefert ein besonders brauchbares Produkt, wenn das Alkylphenol ein polybutensubstituiertes Phenol ist, bei dem die Polybutengruppe ein Molekulargewicht von ungefähr 900 bis 1100 hat, der Aldehyd Formaldehyd und das Amin N, N-Dimethyl-l, 3-propandiamin ist.
Die Kondensationsreaktion kann durch einfaches Erwärmen des Reaktionsgemisches auf eine zur Bewirkung der Reaktion ausreichende Temperatur ablaufen. Die Reaktion wird bei Temperaturen von ungefähr 50 bis 2000C ablaufen. Ein bevorzugter Temperaturbereich ist ungefähr 75 bis 1750C. Wenn ein Lösungsmittel verwendet wird, ist es wünschenswert, die Reaktion bei Rückflusstemperatur der das Lösungsmittel enthaltenden Reaktionsmasse durchzuführen. Wenn beispielsweise Toluol als Lösungsmittel verwendet wird, läuft die Kondensation bei ungefähr 100 bis 1500C ab, sofern das in der Reaktion gebildete Wasser entfernt wird. Das in der Reaktion gebildete Wasser destilliert zusammen mit dem mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittel, wodurch seine Entfemung aus der Reaktionszone möglich ist.
Während dieses Wasserentfemungsteiles der Reaktion wird das mit Wasser nicht mischbare Lösungsmittel der Reaktionszone nach Abtrennen des Wassers wieder zugeführt.
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Die Zeit, die zur Beendigung der Reaktion erforderlich ist, hängt von den verwendeten Reaktionspartnern und der verwendeten Reaktionstemperatur ab. Unter den meisten Bedingungen ist die Reaktion nach ungefähr 1 bis 8 h beendet.
Das Reaktionsprodukt ist ein viskoses Öl und wird gewöhnlich mit einem neutralen Öl zur Unterstützung der Handhabung verdünnt. Ein brauchbares Gemisch ist ungefähr 2/3 Kondensationsprodukt und 1/3 neutrales Öl.
Die nachfolgenden Beispiele dienen der Erläuterung der Kondensationsreaktion. Alle Teile sind Gewichtsteile, es sei denn, dass dies anders angegeben ist.
Beispiel l : Einem Reaktionsgefäss, ausgestattet mit Rührwerk, Kühler und Thermometer, wurden 363 Teile Polybuten mit einem Durchschnittsmolekulargewicht von 1100 und 94 Teile Phenol zugeführt. Während 3 h wurden 14,2 Teile BF-Ätheratkomplex zugegeben, während die Temperatur zwischen 50 und 60 C gehalten wird. Das Reaktionsgemisch wird dann bei 55 bis 600C weitere 4,5 h gerührt und dann in ein zweites Reaktionsgefäss, das 750 Teile Wasser enthält, überführt. Die wässerige Phase wird entfernt und die organische Phase viermal mit 250 Teilen Wasser bei 600C gewaschen, wobei die wässerige Phase nach jeder Wäsche entfernt wird. Das organische Produkt wird dann mit ungefähr 200 Teilen n-Hexan verdünnt und mit wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet.
Das Produkt wurde dann filtriert und das Hexan und weitere flüchtige Teile mittels Vakuumdestillation entfernt, bis das Produkt bei 75 C/0, 3 Torr verblieb. Man erhielt als Reaktionsprodukt 368,9 Teile Alkylphenol als zähes bemsteinfarbiges Öl mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 810.
In ein getrenntes Reaktionsgefäss wurden 267 Teile Alkylphenol, wie oben hergestellt, 33, 6 Teile N, N-Di- methyl-1, 3-propandiamin und 330 Teile Isopropanol eingebracht. Unter Rühren wurden 15, 8 Teile 95% tiger
Paraformaldehyd zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde dann 6, 5 h am Rückfluss gehalten. Danach wurde das
Lösungsmittel und andere flüchtige Materialien mittels einer Temperatur der Reaktionsmasse von 1150C bei ungefähr 15 Torr abdestilliert. Die Reaktionsmasse war eine zähe bemsteingefärbte Flüssigkeit mit ausgezeichneter Reinigungswirkung in Kraftstoffzuleitungssystemen.
Beispiel 2: Einem Reaktionsgefäss mit Rührwerk, Kühler und Thermometer wurden 934 Teile Polybuten mit einem Durchschnittsmolekulargewicht von ungefähr 900,196 Teile Phenol und 22 Teile BF-Ätherkomplex mit einem Gehalt von 48% BF3 zugeführt. Die Temperatur wurde auf 600C erhöht und 3 h beibehalten, wonach 120 Teile Wasser zugegeben wurden. Dampf wurde dann in die Reaktionsmasse eingespritzt, wodurch das nicht alkylierte Phenol ausdestilliert wurde. Die Dampfdestillation wurde fortgesetzt, bis fast alles Phenol entfernt war. Ungefähr 870 Teile Toluol wurden dann zugegeben und die organische Phase abgetrennt und über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Das Toluol wurde dann mittels Vakuumdestillation entfernt, bis das alkylierte Phenol eine Temperatur von 1450C/0, 2 Torr erreichte.
Die Infrarotanalyse des Hydroxylgehaltes zeigte, dass das Produkt ein Durchschnittsmolekulargewicht von 1060 hatte.
Einem zweiten Reaktionsgefäss mit Rührer, Kühler und Thermometer wurden 313 Teile Alkylphenol, hergestellt wie oben, 30, 1 Teile N, N-Dimethyl-l, 3-propandiamin, 14 Teile 95%iger Paraformaldehyd und 152 Teile Toluol zugeführt. Unter Rühren wurde die Reaktionstemperatur allmählich während 2, 5 h aufl45 erhöht. Wasser wurde von dem Toluol abgetrennt, das ausdestilliert wurde, wobei das Toluoldestillat der Reaktionszone wieder zugeführt wurde. Das flüchtige Material in dem Reaktionsprodukt wurde dann dadurch entfernt, dass man das Produkt bei ungefähr 140 bis 1450C hielt, während der Druck in dem Reaktionssystem auf ungefähr 12 Torr reduziert wurde.
Die flüchtigen Teile, die während dieser Zeitdauer ausdestilliert wurden, wurden kondensiert und aus der Reaktionsmasse entfernt, wodurch man 352 Teile Kondensationsprodukt in Form eines viskosen Öls erhielt.
Beispiel 3: Einem Reaktionsgefäss wie in Beispiel l wurden 260 Teile Isopropylalkohol, 266 Teile (0, 33 Mol) Alkylphenol, hergestellt wie in Beispiel 1, und 45 Teile (0, 33 Mol) N, N-Di- (2-hydroxyäthyl)- 1, 3-propandiamin zugeführt. Unter Rühren wurden 15,8 Teile (0,5 Mol) piger Paraformaldehyd zugegeben.
Das Reaktionsgemisch wurde am Rückfluss 6,5 h gerührt, wonach das Lösungsmittel und flüchtige Bestandteile bei einer Flüssigkeitstemperatur von 115 C/15 Torr ausdestilliert wurden, wodurch man einen viskosen benzinlöslichen Rückstand erhielt.
Beispiel 4 : (I) Herstellung von alkyliertem Phenol
Ein Reaktionsgefäss wurde mit 56, 0 Teilen im Handel erhältlichem Polybutylen (Durchschnittsmolekulargewicht ungefähr 900), 8, 6 Teilen vorgeschmolzenem Phenol und 20,0 Teilen n-Heptan beschickt. Die Reak-
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seriges Ammoniak dem Reaktionskessel zugab. Das Rühren wurde fortgesetzt und die Reaktionsmasse sich in zwei Schichten abtrennen lassen. Die untere Schicht wurde dann abgezogen und verworfen. Die alkylierte Phenolschicht, die im Reaktionsgefäss verblieb, wurde zuerst mit 16,68 Teilen Wasser und dann ein zweites Mal mit 16, 5 Teilen Methanol und 12, 5 Teilen Wasser gewaschen.
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(II) Herstellung des Phenol (CH O/Amin-Kondensationsproduktes
Zu dem gewaschenen alkylierten Phenol von (I) wurden 6,44 Teile N, N-Dimethyl-1, 3-propandiamin und 3,03 Teile 91% iger Paraformaldehyd zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde auf 35 bis 370C erhitzt und bei dieser Temperatur 35 min gerührt, dann unter Rühren auf 1290C erhitzt und bei 129 bis 1310C 2 h gehalten.
Während dieses Erhitzungszyklus wurden Wasser und Heptan abdestilliert. Eine Probe des Reaktionsgemisches wurde zu diesem Zeitpunkt entnommen und als Beispiel 4-A-Produkt bezeichnet.
Ungefähr 10 Teile n-Heptan wurden dann zu dem Reaktionsgemisch zugegeben und das erhaltene Gemisch auf ungefähr Raumtemperatur abkühlen lassen. Dieses Reaktionsgemisch wurde dann auf 193 bis 202 C erhitzt und unter Rühren bei dieser Temperatur 3 h und 15 min gehalten. Das Lösungsmittel wurde während dem letzten Teil dieses 3stündigen Erhitzungszyklus abgestrippt. Das Reaktionsgemisch wurde dann auf 1140C abkühlen lassen, wonach 33,8 Teile Xylol zugegeben wurden. Dieses Gemisch wurde gerührt und auf ungefähr Raumtemperatur abkühlen lassen.
Das verdünnte Produkt wurde dann filtriert, wodurch man 88,51 Teile honig-gefärbtes, flüssiges Reaktionsprodukt erhielt. Dieses Produkt wurde als Beispiel 4-B-Produkt bezeichnet.
Das Beispiel 4-A-Produkt hatte ein durchschnittliches Molekulargewicht von 1128 und enthielt 2, 44% basischen Stickstoff. Das Beispiel 4-B-Produkt wurde nach dem Abstrippen des Xylols analysiert und hatte einen Zahlenmittelwert des Molekulargewichtes von 1508 und enthielt 2, 02% (82% theoretisch) basischen Stickstoff.
Die wie beschrieben hergestellten und oben in beispielhafter Weise angegebenen Detergensmaterialien sind hoch wirksame Additive für Benzin zur Reinigung, wie dies später noch aufgezeigt wird. Es wurde weiterhin festgestellt, dass zur weiteren Zugabe zu dem Benzin, zusätzlich zu dem Detergensadditiv, eine geringe Menge Mineralöl in Kombination sehr vorteilhaft ist, besonders zur Förderung der Reinigung der Einlassventile und Stössel. Das für diese Art von Ausführungsformen zugeführte Öl kann in Verhältnissen von ungefähr 0,05 bis ungefähr 0, 5 Vol.-%, bezogen auf das Endbenzin, zugeführt werden. Die bevorzugten Öle sind Naphthenöle. je- doch ist dies nicht unbedingt notwendig. Die verwendeten Mineralöle haben eine Viskosität von ungefähr 70 bis 2000 SUS bei 37, 8 C.
In einer zusätzlichen bevorzugten Ausführungsform wird ein synthetisches Olefinoligomere an Stelle von oder zusammen mit dem Öladjuvants verwendet. Diese Materialien werden dadurch hergestellt, dass man ali- phatische Monoolefinkohlenwasserstoffe, wie Äthylen, Propylen, Decen-lu. dgl. oder Gemische der nachfolgend angegebenen Kohlenwasserstoffe polymerisiert. Das Oligomere kann unter dem Einfluss von Katalysatoren, wie solchen des Lewissäuretyps, einschliesslich beispielsweise Aluminiumchlorid oder Bortrichlorid sowohl der Metallalkylarten von Katalysatoren, wie Triäthylaluminium, Diäthylaluminiumchlorid, Methylaluminiumses quichlorid, Diäthylzink usw. hergestellt werden. Die Katalysatoren können allein oder in Kombination verwendet werden.
So kann ein Metallsalzmodifizierer wie Titantetrachlorid oder Kobaltjodid zusammen mit einem Metallalkylkatalysator verwendet werden.
Die Polymerisationsprodukte sind erwünschterweise normalerweise flüssige Oligomere mit einem Durch- schnittsmolekulargewicht von ungefähr 300 bis 2000, besonders 350 bis 1500. Besonders erwünschte Oligomere dieser Art können durch die Polymerisation von Olefingemischen erhalten werden. Ein solches Gemisch besteht aus aliphatischen Monoolefinen mit wenigstens 12 Kohlenstoffatomen, vorzugsweise ungefähr 12 bis 32 Kohlen stoffatomen und besteht vorherrschend aus a-Olefinen. Gemische wie diese können bei 20 bis 120 C, vorzugsweise 40 bis ungefähr 110 C polymerisiert werden. EinAluminiumhalogenidkatalysatorohne irgendeine Niedrigalkylmonohalogenidverbindung wird bevorzugt.
Olefingemische der oben beschriebenen Art sind mittels bekannter Verfahren verfügbar. Beispielsweise können sie durch Kracken von Paraffinen des Wachsbereiches oder durch Polymerisieren von Monoolefinen niederen Molekulargewichtes, wie Äthylen, erhalten werden. Durch derartige Herstellungen erhält man natürlich Gemische von Monoolefinen, die im Hinblick auf die Anzahl der Kohlenstoffatome in der Verbindung gemischt sind und Vinyliden- oder Innenolefinkomponenten, sowie Paraffinverbindungen in dem angegebenen Molekular gewichtsbereich enthalten können.
In der nachfolgenden Tabelle sind als Beispiele Zubereitungen von Olefingemischen des"C"-Typs, nämlich vorherrschend an Olefinen des C-bis C-Molekulargewichtsbereiches, angegeben :
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Tabelle II
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<tb>
<tb> C-Monoolefingemische
<tb> Gew.-% <SEP> (1)
<tb> Olefin
<tb> Kohlenstoffzahl <SEP> A <SEP> B <SEP> C <SEP> C' <SEP> (4)
<tb> C8-C10 <SEP> 1,84 <SEP> 1,40 <SEP> 2,01 <SEP> 4,35
<tb> C12 <SEP> 20,39 <SEP> 16,72 <SEP> 19,40 <SEP> 13,92
<tb> C14 <SEP> 14 <SEP> 12, <SEP> 15 <SEP> 9, <SEP> 76 <SEP> 12, <SEP> 59 <SEP> 9, <SEP> 91 <SEP>
<tb> C16 <SEP> 16 <SEP> 10, <SEP> 65 <SEP> 8, <SEP> 28 <SEP> 10, <SEP> 97 <SEP> 9, <SEP> 27 <SEP>
<tb> cis <SEP> 6,29 <SEP> 6,34 <SEP> 8,88 <SEP> 9,51
<tb> C20 <SEP> 4,35 <SEP> 4,43 <SEP> 5,15 <SEP> 6,04
<tb> C22 <SEP> 3, <SEP> 25 <SEP> 5, <SEP> 59 <SEP> 6,
<SEP> 63 <SEP> 7, <SEP> 51 <SEP>
<tb> C24 <SEP> 4, <SEP> 38 <SEP> 7, <SEP> 50 <SEP> 7, <SEP> 70 <SEP> 8, <SEP> 21 <SEP>
<tb> C26 <SEP> 3,51 <SEP> 6,41 <SEP> 4,78 <SEP> 5,80
<tb> C28 <SEP> 2,07 <SEP> 3,69 <SEP> 2,40 <SEP> 3,00
<tb> C30 <SEP> 1,33 <SEP> 1,25 <SEP> 0,90 <SEP> 0,61
<tb> C32 <SEP> -0, <SEP> 38 <SEP> 0, <SEP> 17 <SEP>
<tb> C34 <SEP> -0, <SEP> 08 <SEP>
<tb> Gesamtolefine <SEP> 70,21% <SEP> 72% <SEP> 81,58% <SEP> 78,13%
<tb> Gesamtparaffine <SEP> 18, <SEP> 30 <SEP> 28 <SEP> 18, <SEP> 42% <SEP> 21, <SEP> 87% <SEP>
<tb> Andere <SEP> Nebenprodukte <SEP> 11, <SEP> 49%(2) <SEP> - <SEP> - <SEP> OlefinKonfiguration
<tb> % <SEP> Verteilung
<tb> (3) <SEP> A <SEP> B <SEP> C <SEP> C'
<tb> α
69,7% <SEP> 60,6% <SEP> - <SEP> 60,1%
<tb> Innen <SEP> 30,3% <SEP> 39,3% <SEP> - <SEP> 39,9%
<tb>
(l) Dampfphasenchtomatographieanalyse (2) Geschätzt (3) Kernmagnetische Resonanzanalyse (4) Bei diesem Gemisch bezieht sich die Dampfphasenchromatographieanalyse auf 91, 11% gewonnenes normalisiertes Produkt. Das Gemisch enthielt weiterhin als Nebenprodukte Alkohole.
Eine weitere Gruppe an brauchbaren Olefingemischen wird als C14+-Olefingemische bezeichnet. Typische Analysen derartiger Olefingemische sind in der nachfolgenden Tabelle III angegeben.
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Tabelle III
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<tb>
<tb> C-Monoolefingemische
<tb> Olefin-Kohlenstoffzahl <SEP> d <SEP> e <SEP> f
<tb> C <SEP> 0, <SEP> 1 <SEP> 0, <SEP> 3 <SEP> 2, <SEP> 6 <SEP>
<tb> C14 <SEP> 8, <SEP> 7 <SEP> 26, <SEP> 5 <SEP> 22, <SEP> 0 <SEP>
<tb> C16 <SEP> 16 <SEP> 19, <SEP> 6 <SEP> 58,0 <SEP> 26, <SEP> 4 <SEP>
<tb> C <SEP> 18 <SEP> 15, <SEP> 4 <SEP> 12,9 <SEP> 13, <SEP> 2 <SEP>
<tb> C20 <SEP> 7, <SEP> 2 <SEP> - <SEP> 7, <SEP> 0 <SEP>
<tb> C22 <SEP> 7, <SEP> 2 <SEP> - <SEP> 5, <SEP> 3 <SEP>
<tb> C24 <SEP> 9,6 <SEP> - <SEP> 4,4
<tb> C26 <SEP> 8,3 <SEP> - <SEP> 2,6
<tb> C28 <SEP> 4, <SEP> 8 <SEP> - <SEP> 1, <SEP> 8 <SEP>
<tb> C30 <SEP> 2,4 <SEP> - <SEP> 1,8
<tb> C32 <SEP> 0, <SEP> 8-0, <SEP> 9 <SEP>
<tb> Olefin-Konfiguration
<tb> Vinyl <SEP> 31, <SEP> 6%
<tb> Vinyliden <SEP> 29,7% <SEP> 50% <SEP> 50%
<tb> Innen <SEP> 22,
<SEP> 8%
<tb> Nicht <SEP> olefinische <SEP> Komponenten <SEP> (1) <SEP> 15, <SEP> 9% <SEP> 2, <SEP> 3% <SEP> 12% <SEP>
<tb>
(1) Als Nebenprodukt sind Paraffine und Alkanole vorhanden
Ein weiteres besonders bevorzugtes Monoolefingemisch, das für die Oligomerisierung geeignet ist, enthält vorherrschend o-Monoolefinen einer geraden Kohlenstoffzahl von C18 bis C28+. Es können wieder geringe Mengen an Olefin ausserhalb dieses Bereiches, sowie Nebenprodukte vorhanden sein. Diese bevorzugten Monoolefingemische werden hier als C18+-Monoolefine oder C18+-Monoolefingemische bezeichnet.
Der Bereich der allgemeinen Zusammensetzung dieser C18+-Monoolefine ist der nachfolgenden Tabelle IV zu entnehmen.
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<tb>
<tb> C <SEP> - <SEP> Monoolefinzusammensetzungsbereich <SEP>
<tb> Olefinkohlenstoffzahl <SEP> Gew. <SEP> -%
<tb> C16- <SEP> (2) <SEP> 0 <SEP> - <SEP> 6
<tb> C <SEP> 0, <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> - <SEP> 22 <SEP>
<tb> C20 <SEP> 32 <SEP> - <SEP> 55 <SEP>
<tb> C22 <SEP> 18 <SEP> - <SEP> 39 <SEP>
<tb> C24 <SEP> 6 <SEP> - <SEP> 16 <SEP>
<tb> C26 <SEP> 0,5 <SEP> - <SEP> 8
<tb> C28+ <SEP> (3) <SEP> 0 <SEP> -10
<tb> Paraffine <SEP> 0 <SEP> -10
<tb> Olefin-Konfiguration
<tb> % <SEP> Verteilung <SEP> (4)
<tb> (Vinyl <SEP> 30 <SEP> - <SEP> 55 <SEP>
<tb> α(Vinyliden <SEP> 0 <SEP> -55
<tb> Innen <SEP> 10 <SEP> -70
<tb>
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jedoch im wesentlichen keine Olefine unter un- terC12.
(3) C + beinhaltet C 28 und höhere Olefine (4) Kernmagnetische Resonanzanalyse
Beispiele der Zusammensetzung spezieller C18+-Monoolefingemische sind der nachfolgenden TabelleV entnehmen.
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Tabelle V
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<tb>
<tb> C18+-Monoolefingemische <SEP> Gew.-% <SEP> (1)
<tb> Olefin <SEP> - <SEP> Kohlenstoffzahl <SEP> g <SEP> h <SEP> i <SEP> j <SEP> k <SEP> 1 <SEP> m
<tb> C16- <SEP> - <SEP> 0,17 <SEP> 0,08 <SEP> 0,08 <SEP> 0,4 <SEP> 2,9 <SEP> 11
<tb> C <SEP> 18 <SEP> 5, <SEP> 06 <SEP> 9, <SEP> 50 <SEP> 6, <SEP> 19 <SEP> 4, <SEP> 34 <SEP> 11,0 <SEP> 16,1 <SEP> 63
<tb> C <SEP> 20 <SEP> 50, <SEP> 12 <SEP> 47, <SEP> 69 <SEP> 45, <SEP> 79 <SEP> 49, <SEP> 31 <SEP> 41, <SEP> 6 <SEP> 32,0 <SEP> 20
<tb> C22 <SEP> 28, <SEP> 55 <SEP> 26, <SEP> 85 <SEP> 29.
<SEP> 58 <SEP> 30, <SEP> 31 <SEP> 24,9 <SEP> 18, <SEP> 8 <SEP> 6
<tb> C24 <SEP> 11, <SEP> 33 <SEP> 11,19 <SEP> 13,56 <SEP> 11,75 <SEP> 11,7 <SEP> 12,7
<tb> C26 <SEP> 4, <SEP> 22 <SEP> 13, <SEP> 54 <SEP> 4, <SEP> 13 <SEP> 2,97 <SEP> 4, <SEP> 2 <SEP> 6. <SEP> 1 <SEP>
<tb> C28 <SEP> 0,72 <SEP> 0,87 <SEP> 0,66 <SEP> 0,91 <SEP> 1,0 <SEP> 7,6
<tb> C30 <SEP> - <SEP> 0, <SEP> 19 <SEP> 0,01 <SEP> 0, <SEP> 28 <SEP> - <SEP> - <SEP> - <SEP>
<tb> c <SEP> 32--0, <SEP> 05-- <SEP>
<tb> Paraffin----5, <SEP> 2 <SEP> 3, <SEP> 8 <SEP>
<tb> Olefin-Konfiguration
<tb> % <SEP> Verteilung <SEP> (2)
<tb> Vinyl <SEP> 50, <SEP> 8 <SEP> 54,0 <SEP> 43, <SEP> 3 <SEP> 37,7 <SEP> 47,4 <SEP> 32,2 <SEP> 45 <SEP> (3)
<tb> Vinyliden <SEP> 35, <SEP> 5 <SEP> 34,0 <SEP> 41,5 <SEP> 46, <SEP> 7 <SEP> 32, <SEP> 2 <SEP> 37, <SEP> 3 <SEP> 45 <SEP> (3) <SEP>
<tb> Innen <SEP> 13, <SEP> 8 <SEP> 12, <SEP> 0 <SEP> 15,
<SEP> 4 <SEP> 15, <SEP> 6 <SEP> 20, <SEP> 4 <SEP> 30, <SEP> 4 <SEP> 10 <SEP> (3)
<tb>
(l) D ampfphasenchromatographieanalyse (2) Kernmagnetische Resonanzanalyse (3) Geschätzt
Die besonders bevorzugten Monoolefingemische können ebenso mit einem Isomerisierungskatalysator vor ihrer Polymerisierung behandelt werden. Die in diesem Falle bewirkte Isomerisierung ist in erster Linie die Iso- merisierung von a-Olefinen des Vinylidentyps in Innenolefine. So kann man beispielsweise ein besonders be- vorzugtes C -Olefingemisch, das 30% Vinyl-α-olefine, 40% Vinyliden-α-olefine und 30% Innenolefine ent- hält, unter Verwendung eines geeigneten Katalysators, wie Silicagel, aktiviertem Aluminiumoxyd u. dgl., iso-
EMI9.2
Menge von a-Olefinen und Innenolefinen enthalten.
In jedem Fall sind solche isomerisierte Olefingemische, die 30% oder mehr K-Monoolefine enthalten, auch wertvoll zur Herstellung der Olefinkohlenwasserstoffe der Erfindung.
Die nachfolgenden Beispiele erläutern die Herstellung von bevorzugten normalerweise flüssigen Olefinkohlenwasserstoffen mit einem Molekulargewicht von ungefähr 350 bis 1500 mittels der Friedel-Crafts-Polymerisation aus Gemischen von α-Monoolefinen der oben beschriebenen Art. Alle Teile beziehen sich auf das Gewicht, es sei denn, dass dies anders angegeben ist. Das Molekulargewicht der Olefinkohlenwasserstoffprodukte wurde mittels der Dampfphasenosmometrie bestimmt.
Beispiel 5 : Ein Reaktionsgefäss wurde mit 383 Teilen eines C-Monoolefingemisches beschickt. Zu diesem Olefingemisch wurden 20 Teile Aluminiumchlorid allmählich während 25 min zugegeben. Das Gefäss wurde während der Zugabe mit Aluminiumchlorid gekühlt, um die Temperatur des Reaktionsgemisches unter ungefähr 500C zu halten. Nach beendeter Zugabe des Aluminiumchlorids wurde das Gemisch unter Rühren bei 950C 2 h erhitzt. Dann wurden ungefähr 100 Teile 10%ige HCl-Lösung zur Abschreckung des Katalysators zugegeben. Das Reaktionsgemisch wurde dann mit Hexan (zur Erleichterung der Handhabung) verdünnt und mit Wasser gewaschen, bis die Waschlaugen frei von Säure waren. Das Reaktionsgemisch wurde dann über Celite filtriert.
Das Filtrat wurde mit Wasser abgestrippt und das Lösungsmittel unter Vakuum auf dem Dampfbad ent-
<Desc/Clms Page number 10>
EMI10.1
<Desc/Clms Page number 11>
EMI11.1
<tb>
<tb> InfraKonzentration <SEP> (1) <SEP> %ige <SEP> Ablagerungsverringerung
<tb> 30 <SEP> TpM <SEP> 54
<tb> 63 <SEP> TpM <SEP> 73
<tb>
(1) Das Additivkonzentrat enthielt Beispiel 2 : 75 SUS Koh- lenwasserstofföl im Gewichtsverhältnis von ungefähr
EMI11.2
eigen63 TpM wurde eine 73% igue Verringerung beobachtet..
Das Mineralöl und Polyolefinadjuvantien, die vorausgehend zur Verwendung zusammen mit denDetergen - tien dieser Erfindung beschrieben wurden, arbeiten hauptsächlich im Bereich der Saugleitung bzw. dem Verteilungsrohr und den Einlassventilen. Verwendet man diese Materialien allein, so hat dies leicht höhere Vergaserablagerungen zur Folge. Wenn man sie jedoch zusammen mit den Detergentien dieser Erfindung verwendet, wird eine Vergaserreinheit erhalten, wie man dies den folgenden Ergebnissen entnehmen kann, die unter Verwendung des vorausgehenden Vergaserreinigungsversuches erhalten wurde, wobei der Brennstoff eine als Hilfsstoff bzw. Adjuvants dienende Menge eines Polyolefins enthielt, das, wie in Beispiel 6 beschrieben, bergestellt wurde, ausgenommen dass es ein Durchschnittsmolekulargewicht von 495 aufwies.
Bei dem ersten Versuch wurde das Polyolefin allein verwendet und bei dem zweiten Versuch wurde es zusammen mit dem Detergens von Beispiel 2 verwendet (mit einem Gehalt von ungefähr 33 Gew.-'%'75 SUS Kohlenwasserstofföl).
EMI11.3
<tb>
<tb>
Additiv <SEP> % <SEP> Ablagerungsverringerung <SEP>
<tb> Polyolefin <SEP> (2000 <SEP> TpM) <SEP> allein <SEP> 11, <SEP> 5% <SEP> Zunahme
<tb> Polyolefin <SEP> (2000 <SEP> TpM) <SEP> plus
<tb> Detergens <SEP> von <SEP> Beispiel <SEP> 2 <SEP> (63 <SEP> TpM) <SEP> 73 <SEP> %
<tb>
Die oben angegebenen Ergebnisse zeigen, dass, obgleich das Polyolefin allein zu einer leichten Erhöhung der Vergaserablagerungen führt, diese Erhöhung leicht durch das Vorliegen des Detergens von Beispiel 2 aufgehoben wird. Tatsächlich betrug die prozentige Ablagerungsverringerung bei 63 TpM 735o, ein gutes Ergebnis, das mit der gleichen Menge desselben Detergens ohne das Polyolefin erhalten wurde.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Ergebnisse des Vergaserreinigungsversuches bei Verwendung der Detergentien von Beispiel 4, allein und zusammen mit einer als Hilfsmittel dienenden Menge eines Polyolefins (durchschnittliches Molekulargewicht 470), das unter Verwendung des im wesentlichen gleichen Verfahrens, wie in Beispiel 6 beschrieben, hergestellt wurde.
Tabelle
EMI11.4
<tb>
<tb> Konzentration <SEP> AblagerungsVersuch <SEP> Additiv <SEP> (TpM) <SEP> verringerung
<tb> 1 <SEP> Beispiel <SEP> 4-A <SEP> (1) <SEP> 27 <SEP> 62% <SEP> (2)
<tb> 2 <SEP> Beispiel <SEP> 4-B <SEP> 21 <SEP> 55% <SEP> (2)
<tb> 3 <SEP> Beispiel <SEP> 4-B <SEP> 10 <SEP> 55% <SEP> (2)
<tb> 4 <SEP> Beispiel <SEP> 4- <SEP> B <SEP> 20 <SEP> 5 <SEP> 90/0 <SEP>
<tb> + <SEP> Polyolefin <SEP> 400
<tb> 5 <SEP> Beispiel <SEP> 4-B <SEP> 50 <SEP>
<tb> + <SEP> Polyolefin <SEP> 400
<tb> 6 <SEP> Beispiel <SEP> 4- <SEP> B <SEP> 10 <SEP> 510/0 <SEP> (2) <SEP>
<tb> + <SEP> Polyolefin <SEP> 400
<tb>
(1) Verdünnt mit Xylol (2 Teile Beispiel 4-A-Produkt :
ungefähr
1 Teil Xylol) (2) Durchschnitt von zwei Abläufen
<Desc/Clms Page number 12>
Die Zahlen zeigen ganz offensichtlich die Wirksamkeit der vorliegenden Detergensadditive in wechselnden
Konzentrationen als Vergaserreinigungsmittel, entweder allein oder zusammen mit einem Hilfsmittel.
Einlassventil-Reinigungstest
Man lässt einen Standard-6-Zylinderautomotor 30 h nach einem Zyklus laufen, bei dem bekannt ist, dass dadurch schwere Ablagerungsbildung am Einlassventil verusacht wird. Der Zyklus besteht darin, dass man die Ma-
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werden die Einlassventile entfernt und gewogen. Die Maschine wird dann erneut zusammengestellt und weitere
30 h unter Verwendung des gleichen Zyklus und des gleichen Brennstoffes, ausser dass er das unter Versuch stehende Additiv enthält, laufen lassen. Die Ventile werden erneut entfernt und gewogen. Die Ergebnisse sind als prozentige Verringerung der Ablagerungen an Einlassventilen infolge des Additivs angegeben.
Es wurden die folgenden Ergebnisse bei drei Versuchen erhalten, wobei man ein Polyolefinadjuvans allein und zusammen mit einem Additiv der Erfindung, wie angegeben, verwendet.
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<tb>
<tb>
Konzentration
<tb> Additiv <SEP> (TpM) <SEP> % <SEP> Reinigung
<tb> Polyolefin <SEP> von <SEP> Beispiel <SEP> 6 <SEP> 1000 <SEP> 61
<tb> Polyolefin <SEP> von <SEP> Beispiel <SEP> 6 <SEP> 1000 <SEP> 73 <SEP>
<tb> Detergens <SEP> von <SEP> Beispiel <SEP> 2 <SEP> + <SEP> 250
<tb> Polyolefin <SEP> von <SEP> Beispiel <SEP> 6 <SEP> 1000 <SEP> 87 <SEP>
<tb> Detergens <SEP> von <SEP> Beispiel <SEP> 2 <SEP> + <SEP> 1000
<tb>
Das Konzentrat enthält 2 Teile Additiv Beispiel 2j
1 Teil Öl 75 SUS
Wie die oben angegebenen Ergebnisse zeigen, wurde, obgleich das Polyolefin ziemlich wirksam war bei der Reinigung von ablagerungsbelegten Einlassventilen, dessen Wirksamkeit bedeutend durch die Verwendung des vorliegenden Detergens erhöht.
Man erkennt, dass das Detergens dieser Erfindung die Möglichkeit bietet, nicht nur einen reinen Vergaser, sondern auch ein reines Zuleitungssystem beizubehalten und dass das Additiv, wenn es in einer Maschine verwendet wird, die bereits Ablagerungen im Zuführungssystem angesammelt hat, die Möglichkeit bildet, diese Ablagerungen zu entfernen. Das Gesamtergebnis ist, dass das gesamte Kraftstoff- zuführungssystem viel sauberer gehalten wird, wodurch eine wirksamere Maschinenarbeit gewährleistet wird.
Ablagerungen in der Kurbelwelle der Maschine
Der CRC L-43 Test ist eine Untersuchung bei einer Einzylindermaschine und dient dazu, die bei Niedertemperatur auftretenden Ablagerungseigenschaften von Maschinenkurbelwelleschmiermitteln zu untersuchen. Das Verfahren des L-43-Test verlangt, dass die Maschine bei konstanter Geschwindigkeit und Last, aber mit wechselnder Kühltemperatur betrieben wird. Die schlamm- und lack bildenden Eigenschaften der Schmiermittel werden visuell nach der Ablagerungsmenge beurteilt, die an bestimmten Maschinenteilen nach einer angegebenen Laufdauer vorzufinden sind. Es folgen die Ergebnisse der L-43-Untersuchungen, wobei sie die Wirkung von Benzin, das das vorliegende Detergensadditiv enthält, in der Kurbelwelle aufzeigen.
<Desc/Clms Page number 13>
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<tb>
<tb>
L-43 <SEP> Ablagemngsbewertung
<tb> Konzentration <SEP> von <SEP> Beispiel <SEP> 4-B
<tb> Additiv <SEP> im <SEP> Benzin <SEP> keines <SEP> 100 <SEP> TpM
<tb> Schlamm <SEP> (1)
<tb> Ventilabdeckung <SEP> 5, <SEP> 7 <SEP> 8,0
<tb> Abdeckung <SEP> der <SEP> Stösselstange <SEP> 7,4 <SEP> 8,0
<tb> Kipphebelvorrichtung <SEP> 7,0 <SEP> 10,0
<tb> Unterer <SEP> Zylinder <SEP> 5,3 <SEP> 10,0
<tb> Belag <SEP> der <SEP> Steuerstange <SEP> 6,7 <SEP> 10, <SEP> 0
<tb> Durchschnitt <SEP> 6,4 <SEP> 9,2
<tb> Stunden <SEP> bis <SEP> zu <SEP> einer <SEP> durchschnittlichen <SEP> Schlamm <SEP> bewertung <SEP> von <SEP> 9,5 <SEP> 86 <SEP> 116
<tb> Lack <SEP> (1)
<tb> Ventilabdeckung <SEP> 8,5 <SEP> 8,0
<tb> Abdeckung <SEP> der <SEP> Stösselstange <SEP> 8,0 <SEP> 8,0
<tb> Seitenplatte <SEP> des <SEP> Kurbelgehäuses <SEP> 8,0 <SEP> 9,0
<tb> Durchschnitt <SEP> 8, <SEP> 1 <SEP> 8,
3
<tb>
EMI13.2
<Desc/Clms Page number 14>
durchschnittlichen Molekulargewicht von ungefähr 300 bis 1500.
Das Detergenskonzentrat kann weitere Additive, die normalerweise bei Benzin verwendet werden, unter Bildung einer Additiv-"Packung"enthalten. Beispielsweise kann das Konzentrat Benzinantioxydationsmittel wie 2, 6-Di-tert.-butylphenol, Gemische von butyliertem Phenol mit einem Gehalt von ungefähr 75% 2, 6-Di-tert. - butylphenol, 15% o-tert.-Butylphenol, N-Isopropylphenylendiamin ; Phosphoradditive wie Tricresylphosphat,
EMI14.1
Tetraalkylbleiantiklopfmittel wie Tetraäthylblei, Tetramethylblei, wiederverteiltes Tetraäthyl-Tetramethylblei u. dgl. ;
Fänger wie Äthylendichlorid, Äthylendibromid, Dibrombutane u. dgl. ; weitere Antiklopfmittel wie Methylcyclopentadienylmangantricarbonyl, Ferrocen, Methylferrocen, Cyclopentadienylnickelnitrosyl, N-Methylanilin u. degl.; Metalldeaktivatoren wie N,N'-Disalicyliden-1,2-diaminopropan; Farbstoffe, Korrosionsinhibitoren u. dgl. enthalten.
Die Konzentrate dieser Erfindung sind leicht durch einfaches Mischen der Bestandteile, bis eine homogene Lösung erhalten wird, herzustellen. Gemischzusammenstellungen für Konzentrate sind beispielsweise nachfol- gend angegeben.
Tabelle VI
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<tb>
<tb> Additivkonzentratgemische
<tb> DetergensGemisch <SEP> komponente
<tb> Nr. <SEP> und <SEP> Menge1 <SEP> Andere <SEP> Komponenten <SEP> und <SEP> Mengen1
<tb> 1 <SEP> von <SEP> Bei- <SEP> Naphthenmineralöl, <SEP> 1000
<tb> spiel <SEP> 2
<tb> 1000
<tb> 2 <SEP> von <SEP> Bei-C-bis <SEP> C-aromatisches <SEP> Kohlenspiel <SEP> 4, <SEP> wasserstoffgemisch, <SEP> 80
<tb> Produkt <SEP> 4B,
<tb> 10
<tb> 3 <SEP> 1 <SEP> bis <SEP> 100 <SEP> Oligomeres <SEP> Produkt <SEP> von <SEP> Beispiel <SEP> 6
<tb> Teile <SEP> 4B- <SEP> 400 <SEP>
<tb> Produkt
<tb>
Gew.-Teile
Das für den Verkauf und damit für den Verbrauch vorgesehene Benzin wird leicht dadurch hergestellt, dass man das Detergenskondensatmaterial einem Basisbenzin zugibt.
<Desc/Clms Page number 15>
Tabelle VII
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<tb>
<tb> Typische <SEP> Formulierungen <SEP> für <SEP> Verbrauchsbenzine
<tb> Benzinbasismaterial <SEP> und
<tb> Gemisch <SEP> Menge, <SEP> 1 <SEP> Additive
<tb> I <SEP> A <SEP> 3785 <SEP> 11, <SEP> 3 <SEP> kg <SEP> Detergens <SEP> von <SEP> Beispiel <SEP> 2
<tb> 45,3 <SEP> kg <SEP> Poly-C-olefin, <SEP> hergestellt <SEP> wie <SEP> in <SEP> Beispiel <SEP> 9
<tb> 43, <SEP> 7 <SEP> kg <SEP> Tetraäthylblei <SEP> plus <SEP> 1
<tb> theor. <SEP> Äthylendichlorid
<tb> und <SEP> 0, <SEP> 5 <SEP> theor.
<SEP> Äthylendibromid
<tb> 7,0 <SEP> kg <SEP> Trimethylphosphat
<tb> II <SEP> E <SEP> 3785 <SEP> 1, <SEP> 13 <SEP> Detergens <SEP> von <SEP> Beispiel <SEP> 3
<tb> 22,6 <SEP> kg <SEP> neutrales <SEP> Mineralöl
<tb> 100 <SEP> SUS <SEP> bei <SEP> 37, <SEP> 80C <SEP>
<tb> III <SEP> B <SEP> 3785 <SEP> 45, <SEP> 3 <SEP> kg <SEP> Additiv <SEP> oder <SEP> Konzentratgemisch <SEP> 2 <SEP> von <SEP> Tabelle <SEP> VI
<tb> 38, <SEP> 1 <SEP> kg <SEP> Tetraäthylblei <SEP> als <SEP> im
<tb> Handel <SEP> erhältliche <SEP> Antiklopfflüssigkeit <SEP> und
<tb> 2, <SEP> 2 <SEP> kg <SEP> Trimethylphosphat
<tb> IV <SEP> F <SEP> - <SEP> 5TpM <SEP> Produkt <SEP> von <SEP> Beispiel <SEP> 2 <SEP> und
<tb> lOOOTpM <SEP> Polyolefin <SEP> mit <SEP> einem <SEP> Durchschnittsmolekulargewicht
<tb> von <SEP> 1500
<tb>
PATENTANSPRÜCHE :
1.
Additivkonzentrat für verbesserte Benzine bei Ottomotoren, dessen Verwendung im Ansaugsystem der Maschine höhere Sauberkeit verleiht, dadurch gekennzeichnet, dass es das Reaktionsprodukt (A) eines Mols eines Alkylphenols, worin die Alkylgruppe ein aliphatischer Rest mit einem Molekular- gewicht von ungefähr 400 bis 1500 ist, (B) von 1 bis 5 Mol-Äquivalente eines Aldehyds, nämlich Formaldehyd, Paraformaldehyd oder ein Nied- rigalkylaldehyd und (C) von 0,5 bis 5 Mol eines Amins mit wenigstens einer Gruppe der Formel
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enthält.