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Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Errichten von Gebäuden aus Beton, insbesondere von
Fundamenten, Wänden und Dächern, bei der auf einem entlang des zu errichtenden Bauwerkes verfahrbaren
Wagen eine Mischeinrichtung und eine an diese direkt angeschlossene Fördereinrichtung für den Beton und ein flexibler Schlauch für die Betonförderung vorgesehen sind. i Betonauslegevorrichtungen auf verfahrbaren Gerüsten sind bekannt. Es wird bei diesen bekannten Einrich- tungen der Beton in einem Behälter bis zu der Auslegevorrichtung transportiert oder - im unteren Bereich - di- rekt vom Mischer, der sich meist auch auf dem verfahrbaren Gerüst befindet, eventuell mittels einer Förder- schnecke od. dgl. zu dieser gebracht.
Die Auslegevorrichtung besteht dabei aus einem Rohr, einer Rinne od. ähnl. Von dieser fällt der Beton in die Baugrube oder zwischen Schalungswände. Es muss also bei den bekannten Einrichtungen dieser Art ein recht aufwendiger Fördermechanismus vorgesehen werden, wenn man die Fallhöhe des Betons etwa konstant halten will, d. h. die Betonauslegevorrichtung höhenverstellbar ist.
Um diesen Nachteil abzuschwächen wurde nun in der österr. Patentschrift Nr. 164 886 vorgeschlagen, einen flexiblen Schlauch an die Mischmaschine anzuschliessen und diesen an einer höhenverstellbaren Arbeitsbühne des Gerüstes festzuklemmen. Hier fällt wohl die komplizierte Fördervorrichtung weg, da im Schlauch eine be- wegliche Schnecke angeordnet ist, dafür muss aber der Auslegevorgang von auf der Arbeitsbühne stehenden Ar- beitern händisch vorgenommen werden. Es kann dabei wie bei den oben beschriebenen Anordnungen der Beton nur in eine Baugrube oder zwischen Schalungswände gegossen werden.
Bei den bekannten Einrichtungen muss auch ein langsam abbindender Beton verwendet werden, da ein ge- richtetes Auslegen nicht möglich ist.
Die Erfindung vermeidet die aufgezeigten Nachteile dadurch, dass auf dem Wagen Rohmaterialbehälter vor- gesehen sind und diese Rohmaterialbehälter über Dosierförderer zur getrennten, kontinuierlichen Zufuhr von
Sand und Zement an die Mischvorrichtung angeschlossen sind und dass anschliessend an den flexiblen Schlauch ein höhenverstellbares Mundstück zum gerichteten Auslegen angeordnet ist.
Durch diese Einrichtung können in erster Linie rasch abbindende Zementmischungen verwendet werden, wie z. B.
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23 <SEP> % <SEP> SiO
<tb> 4, <SEP> 50/0 <SEP> Al <SEP> 0 <SEP>
<tb> 2 <SEP> % <SEP> FeO <SEP>
<tb> 65 <SEP> % <SEP> CaO
<tb> 0, <SEP> 50/0 <SEP> MgO. <SEP>
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Die Anordnung von Dosierförderern hat den Vorteil, dass eine konstante Zufuhr von Sand bzw. Zementmischung aus den mitgeführten Rohmaterialbehältern in einem bestimmten, durch die Auslegung der Dosierförderer festgelegten Verhältnis zum Mischer erfolgt. Dabei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dass als Dosierförderer zwei konzentrisch angeordnete Förderschnecken vorgesehen sind.
Um nunnichtbei jeder Änderung der Erfordernisse imHinblick auf das Mischungsverhältnis von Sand und Zementmischung die Dosierförderer umrüsten zu müssen, wird insbesondere vorgeschlagen, dass jede der Dosierförderschnecken einen separaten Antrieb aufweist, wobei vorteilhafterweise mindestens einer der Antriebe der Dosierförderschnecken stufenlos regelbar ist.
Durch die bevorzugte Ausführung der Erfindung ist es nun möglich, dass das Verhältnis der Geschwindigkeiten der Dosierförderschnecken für das zugeführte Rohmaterial in einem Bereich von 1 : 1 bis 1 : 10 variierbar ist. Auf diese Weise ist ein vollautomatischer Ablauf ohne Unterbrechung auch bei wechselnden Anforderungen an das Verhältnis des Betongemisches gewährleistet. Steuereinrichtungen für die Geschwindigkeitsregelung des Antriebes sind bekannt.
Weitere Verbesserungen an der Einrichtung können durch eine Vibrationseinrichtung beim Mundstück, eine Einführungsmöglichkeit für Armierungsstahl, eine Vorrichtung zum Durchstossen der frisch ausgelegten Betonlagen sowie durch einen Absperrschieber vorgenommen werden, wie in der Figurenbeschreibung noch genauer erläutert werden wird.
Die Verwendung von schnellabbindenden Gemischen ermöglicht in erster Linie einen schalungsfreien Guss.
Hiezu muss lediglich das Mundstück formgebend ausgebildet sein und je nach Abbinddauer und Fahrgeschwindigkeit des Gerüstes mehr oder weniger lange Gleitschalungselemente mitführen.
Bei Verwendung der bevorzugten Ausführungsform und schnell abbindenden Betons sind durch den Wegfall der Schalungsarbeiten und durch die regelbare, kontinuierliche Sand- und Zementzufuhr aus den mitgebrachten Behältern keine handwerklichen Arbeitsvorgänge bei der Auslegung des Betons notwendig.
Im folgenden wird nun die Erfindung an Hand der Zeichnungen näher erläutert :
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Darstellung der Betonmischvorrichtung im Vertikalschnitt, wobei beide Figuren bevorzugte Ausführungsformen darstellen.
Auf einem im wesentlichen ebenen Boden wird parallel zu der zu errichtenden Wand --25-- eine Schiene - verlegt, auf der das gesamte Gerüst horizontal verfahren werden kann. Beidseitig der Schiene --1-- laufen Leiträder die gemeinsam von einem Motor --3-- angetrieben werden. Der Motor wieder ist durch eine
Schalteinrichtung-4-, die über längs der Bewegungsrichtung angeordnete Steuerelemente betätigt wird, der- art regelbar, dass die Fahrtgeschwindigkeit des Gerüstes variiert bzw. abgestellt werden kann.
Eine weitere Abstützung des Gerüstes erfolgt durch zwei Rollen --6--, von denen nur eine dargestellt ist,
Im unteren Teil des Gerüstes befindet sich der Betonmischer --7-- mit seinem Antriebsmotor --8-- und einer stirnseitig angeordneten Fördereinrichtung --27--, An letztere schliesst die flexible Leitung --14-- an.
Um das Mischungsverhältnis von Sand und Zement an Ort und Stelle den jeweiligen Erfordernissen anpassen zu können, sind zwei Vorratsbehälter --11 und 12-- vorgesehen, wobei der kleinere --11- eine über den Motor --13-- angetriebene, nicht dargestellte Mischeinrichtung aufweist, um gegebenenfalls den Zement mit
Wasser vormischen zu können.
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tigten, über Umlenkorllen --18'-- laufenden Zugseiles --18-- höhenverstellbar und besteht im wesentlichen aus dem an der flexible Leitung --14-- anschliessenden Mundstück --19--. Dieses ist in den Zeichnungen zweifach dargestellt, da zwei Mundstücke für die Errichtung einer Hohlwand --25-- notwendig sind.
Weitere Bestandteile der dargestellten Betonauslegevorrichtung sind : eine Einrichtung --20-- zum Auftragen von Farb-, Isolierstoff od. dgl. zur Behandlung der gerade ausgelegten Betonlage, weiters eine Rolle-21- mit Armierungsdraht, der direkt in das Mundstück --19-- eingeführt wird, ein nicht dargestellter Absperrschieber zur Unterbrechung der Betonzufuhr, der mittels Magnete --22-- betätigt wird und schliesslich die ebenfalls nicht dargestellte Stösselvorrichtung zum Durchstossen der frisch ausgelegten Betonlage, die mittels des Magne- ten --23-- betätigt wird.
Die Steuerung der Magnete --22 und 23-- erfolgt über die Schalter-5--, die ähnlich dem Schalter --4-betätigt werden.
Die Seilwinde --15-- wird mittels des Schalters --24-- betätigt.
Die Betonmischvorrichtung --7-- besteht - wie aus Fig. 2 ersichtlich - im wesentlichen aus den Dosierförderern --29, 30--, den Mischflügeln --28-- und der ausgangsseitigen Fördereinrichtung --27--, Die Dosier- förderschnecken --29, 30-- sind konzentrisch angeordnet ; jede von ihnen ist über ein Zahnrad --91 bzw.
10'-mit einem eigenen Motor --9 bzw. 10-- (s. Fig. 1) verbunden.
Die Welle der innenliegenden Dosierförderschnecke --30-- ist hohl und nimmt die Antriebswelle --31-der Mischflügel --28 -- auf. Auf diese Weise treibt der Motor --8-- über das Zahnrad --8'-- und die Welle --31-- die Mischflügel-28-- und auch die ausgangsseitige Förderschecke --27--, die ebenfalls mit der Welle --31-- verbunden ist, an.
Die äussere Dosierförderschnecke --29--, die mit dem grösseren Rohmaterialbehälter --12-- in Verbindung steht, ist kürzer, so dass das in den Zeichnungen rechte Ende der innen liegenden längeren Dosierförderschnecke - aus dem kleineren Behälter --11-- gespeist werden kann. Beide Dosierförderschnecken --29, 30-- münden konzentrisch in den Mischraum, in dem auch die - nicht dargestellte - Wasserzufuhr erfolgt, soferne das Wasser nicht bereits im Behälter --11-- dem Zement zugegeben wird.
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in der gewünschten Aussenform verlegt, wobei sie zweckmässig mit einem angemessenen Abstand von den Aussenmassen des Gebäudes nach innen gerückt wird.
Ausserhalb des zu errichtenden Gebäudes werden zweckmässig noch grössere Vorratsbehälter für Rohmaterialien aufgestellt, deren Fördereinrichtungen derart ausrichtbar und steuerbar sind, dass die Rohmaterialbehälter --10, 11-- nach zumindest einem Umlauf der Einrichtung (entlang der horizontalen Verfahrschiene --1--) selbsttätig wieder aufgefüllt werden können).
Der im Mischer --7 -- vermengte Beton wird über die Fördereinrichtung --27-- in die flexible Leitung - gepresst. Der Beton wird dann in einem kontinuierlichen Strom durch die flexible Leitung --14-- dem Mundstück --19-- zugeführt, das durch die Seilwinde -15-- entlang der Leitschiene-17-in die richtige Höhe gefahren worden ist.
Das Verfahrgestell mitsamt der Mischvorrichtung, den Behältern und der Betonauslegevorrichtung wird ent-
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üblichen Fahrgeschwindigkeit herabgesetzt ; zu diesem Zweck wird der Schalter --4-- des Verfahrmotors --3-geschaltet.
In der Ecke wird das Leitrad-2-entlang einer entsprechend geformten Stahlfeder verfahren, wobei das Leitrad etwa in der Mitte der Stahlfeder um 900 schwenkt. Durch das Schwenken des Leitrades wird gleichzeitig über die senkrechte Welle --16-- und die Leitschiene --17-- das Mundstück --19-- mitgeschwenkt. Nach der Ecke wird die Verfahrgeschwindigkeit wieder auf das normale Tempo umgeschaltet.
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In der gleichen Weise wird der Beton dann für alle weiteren geraden Wände und Ecken ausgelegt bis die Einheit zum Ausgangspunkt zurückgekommen ist. Hier wird dann durch die vom Schalter --4-- betätigte Seil-
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--15-- das Mundstück -19- um! bald das Fundament --26-- genügend hoch ist, kann nach eventueller Umstellung der Betonmischung bzw. des
Mischungsverhältnisses unmittelbar anschliessend die Aussenwand errichtet werden.
Um dabei einerseits eine breite Fundamentmauer-26-und anderseits beispielsweise eine Hohlwand - errichten zu können, wird man zweckmässig mit verschiedenen Mundstücken --19-- bzw. entsprechen- den Vorsätzen arbeiten, deren Auspressöffnungen entsprechend den gewünschten Gebäudeteilen ausgebildet sind. Selbstverständlich kann in jedem Falle die jeweils ausgepresste Betonlage in angemessener Weise armiert werden.
Damit beim selbsttätigen Errichten der Gebäudeteile auch gleichzeitig Öffnungen für Türen, Fenster u. dgl. vorgesehen werden können, werden parallel zu der horizontalen Verfahrschiene --1-- Schaltelemente angeord- net, durch die die Schalter --5-- im unteren Bereich des Fahrgestells geschaltet werden können.
Hiedurch werden Schalt- und Steuereinrichtungen der gesamten Mischvorrichtung und der Auslegevorrich- tung in der Weise betätigt, dass der Betonauslegevorgang für eine vorgegebene Fahrstrecke, nämlich für die
Breite der jeweiligen Öffnung, abgeschaltet wird, während die Einrichtung ansonsten bei gleichbleibender Ge- schwindigkeit weiter verfahren wird. Beim Abschalten des Betonauslegevorganges wird der vor der Auspressöff- nung des Mundstückes -19- angeordnete Schieber schlagartig betätigt ; ausserdem wird zumindest die Beton- fördereinrichtung vorübergehend stillgesetzt.
An der horizontalen Verfahrschiene-l-können femer Schaltelemente vorgesehen sein, durch die die Stösselvorrichtung-23-bei jedem Umlauf der Einrichtung an einer bestimmten Stelle oder an mehreren Stel- len in Betrieb gesetzt wird, wodurch dann beispielsweise ein senkrechtes Loch in einer Wand erzielt wird, das der Unterbringung von Installationen dient.
Nach Fertigstellung der Wände lässt sich dann in ähnlicher Weise ein Betondach in einzelnen Streifen er- richten. Hiezu wird man dann die in den Zeichnungen senkrecht stehende Leitschiene-17-in der gewünsch- ten Schräglage (die etwa der des Daches entspricht) anordnen und gegebenenfalls wieder ein besonderes Mund- stück bzw. einen entsprechenden Vorsatz anmontieren. Eventuelle Öffnungen im Dach, wie z. B. Oberlichten od. dgl. können dann in der gleichen Weise vorgesehen werden, wie bei den Seitenwänden.
Während des Errichtens dieser Gebäudeteile kann dann gleichzeitig durch die Einrichtung --20- Farbstoff,
Isolierstoff od. dgl. auf die bereits fertigen Flächen aufgetragen werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Einrichtung zum Errichten von Gebäuden aus Beton, insbesondere von Fundamenten, Wänden und Dä- chern, bei der auf einem entlang des zu errichtenden Bauwerkes verfahrbaren Wagen eine Mischeinrichtung und eine an diese direkt angeschlossene Fördereinrichtung für den Beton und ein flexibler Schlauch für die Beton- förderung vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Wagen Rohmaterialbehälter (11,
12) vorgesehen sind und diese Rohmaterialbehälter (11,12) über Dosierförderer (29,30) zur getrennten, kontinuierlichen Zufuhr von Sand und Zement an die Mischvorrichtung (7) angeschlossen sind und dass anschliessend an den flexiblen Schlauch (14) ein höhenverstellbares Mundstück (19) zum gerichteten Auslegen angeordnet ist.