<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine nach dem Stammpatent Nr. 303612 ausgebildete Fördereinrichtung für Gras,
Heu, Stroh, Sägemehl, Torf, Moos u. dgl. bei der an endlosen Seilen Greiferstäbe befestigt sind, die im Be- reichihrer Befestigungsstellen von gabelförmig ausgebildeten Mitnahmeeinrichtungen umgriffen werden, welche an Seilrollen angebracht sind, die ihrerseits im Bereich der Gutaufnahme angeordnet und motorisch angetrieben i sind.
BeiFördereinrichtungenist es im allgemeinen erforderlich das geförderte Gut am Grund z. B. in einem Silo oder Lagerraum gleichmässig zu verteilen. Zur Beseitigung dieses Nachteiles wurden deshalb bereits zusätzliche
Verteilereinrichtungen (deutsche Auslegeschrift 1101280, deutsche Offenlegungsschrift 1431466) mit eigenem
Antrieb entwickelt, die ortsfest am Silo oder der Fördereinrichtung anbaubar sind und ferner an die Förderein- richtung angelenkte Verlängerungsstücke (deutsche Auslegeschrift 1228189 und 1238395, deutsche Offenlegungs- schrift 1481383), die eine hin-und hergehende Schwenkbewegung um eine annähernd senkrechte Achse aus- führen. Beide Ausführungsformen bauen relativ gross und erfordern einen relativ hohen Aufwand an Material und mechanischen Mitteln, auch dann, wenn ihr Antrieb von der Fördereinrichtung abgegriffen ist.
Die Handhabung solcher Einrichtungen ist wegen ihres relativ hohen Gewichtes erschwert.
Für eine Fördereinrichtung der eingangs bekannten Art besteht unter Vermeidung der Nachteile bekannter
Einrichtungen die Aufgabe, eine vom Antrieb der Fördereinrichtung betriebene leichte Verteilereinrichtung mit einstellbarer Streuwirkung zu schaffen, die mit relativ niedrigem Aufwand an Material und mechanischen Mit- teln realisierbar ist.
Bei einer Fördereinrichtung mit an endlosen Seilen befestigten Greiferstäben, die im Bereich ihrer Be- festigungsstellen von gabelförmig ausgebildeten Mitnahmeeinrichtungen umgriffen werden, welche an Seilrol- len angebracht sind, die ihrerseits im Bereich der Gutaufnahme angeordnet und motorisch angetrieben sind, ist diese Aufgabe erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass eine Seilumlenkrolle oder deren Welle mit einem Antriebs- rad versehen ist, das mit einem weiteren Antriebsrad eines Fördergutverteilers ein Winkelgetriebe bildet, das um die Achse der Seilumlenkrolle schwenkbar gelagert ist und auf dessen Abtriebsachse ein Fördergutverteiler längsverschiebbar und feststellbar angeordnet ist.
Durch diese Ausbildungsform wird nicht nur ein sehr niedriger
Aufwand an getrieblichen und mechanischen Mitteln, sondern auch eine leichte Handhabung der Einrichtung und gute Einstellbarkeit deren Streuwirkung für unterschiedliches Fördergut erreicht.
Gemäss einer Weiterbildung der Erfindung besteht der Fördergutverteiler aus mindestens einem quer zur An- triebsachse angeordneten und in Richtung seiner Längsachse verschiebbaren und feststellbaren Stab. Durch die drei Einstellmöglichkeiten dieses Stabes, nämlich
1. Drehwinkeleinstellung der Gesamtanordnung um ihre Antriebsachse
2. Verschiebung des Stabes quer zu seiner Längsachse und
3. Verschiebung des Stabes in seiner Längsachse
Lässt sich die Streuwirkung der Einrichtung für beispielsweise Heu oder anderes langfaseriges Fördergut in relativ weiten Grenzen regeln. Durch die Einfügung weiterer Stäbe, die gegenüber dem besagten Stab einen
Winkel einschliessen, ist eine weitere Einstellmöglichkeit gegeben, die den Anwendungsbereich der Einrichtung mit den beschriebenen Vorteilen auch auf relativ krümelige Material wie z. B.
Moos, Torf oder Sägemehl erweitert. Es ist dabei von Vorteil, dass eine Änderung des Übersetzungsverhältnisses für den Antrieb nicht erfor- derlich ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt.
Die Figur zeigt in schräger Parallelprojektion das gutabgabeseitige Ende einer nach dem Hauptpatent ausgebildeten Fördereinrichtung, die mit einer Verteilereinrichtung für das Fördergut versehen ist.
AmgutabgabeseitigenEnde der Fördereinrichtung--10--, die an endlosen Seilen --8-- befestigte Greifer- stäbe-9-- aufweist, ist eine Einrichtung (3 bis 7) zur Verteilung des Fördergutes angeordnet. Diese Einrichtung wird von Seilumlenkrollen-l-oder deren Welle --2-- mit Hilfe eines Winkel getriebes --3-- angetrieben, wobei erstere um Hilfe eines in der Zeichnung nicht dargestellten Motors am gutaufnahmeseitigen Ende der Fördereinrichtung über die Seile-8-- angetrieben sind. Die Winkelgetriebe --3-- sind in ihrer Winkellage zur Fördereinrichtung --10-- mit Hilfe einer Verstellvorrichtung-6-- um die Welle --2-- schwenkbar, wodurch die Anpassung der Einrichtung an die Wurfparabel des Fördergutes ermöglicht ist.
Zum gleichen Zweck und zur Einstellung der Wurfweite für das Fördergut sind ferner die Abtriebsachsen-7-des Winkelgetriebes in ihrer Länge veränderbar oder der Abstand des als Stäbe --4-- ausgebildeten Fördergutverteilers --5-- in bezug auf die Welle --2-- verstellbar. Die Stäbe --4-- sind an dem Fördergutverteiler --5-- in Halterungen --11-- längsverschiebbar und lösbar befestigt. Durch die Wahl einer dem Fördergut angepassten Anzahl von Stäben - 4--entfällt die sonst Übliche Notwendigkeit einer Änderung des Übersetzungsverhältnisses des Winkelgetriebes --3--.
Durchachsiales Verschiebender Stäbe-4-- oder geeignete Auswahl von Stäben unterschiedlicher Länge ist in Verbindung mit den weiteren Einstellmöglichkeiten der Einrichtung für unterschiedlichstes Fördergut eine Regelung der Streuwirkung in weiten Grenzen erreichbar, wobei die Einstellungen nach Augenschein selbst von ungeübten Bedienungskräften leicht vorgenommen werden können.