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Die Erfindung betrifft einen Strumpf, insbesondere einen Herrenstrumpf, dessen Gestrick Rechtsmaschenstäbchen aufweist, in welche Linksmaschenstäbchen eingestreut sind, und bei dem ein elastischer Faden ausschliesslich in den Linksmaschenstäbchen verriegelt ist und über die Rechtsmaschenstäbchen flottiert.
Aus der franz. Patentschrift Nr. 1. 053. 823 ist ein elastisches Gestricke entnehmbar, in dem ein elastischer Faden gegen Herausziehen derart gesichert ist, dass der Faden in Abständen aus der ihn enthaltenden Maschenreihe in eine andere Maschenreihe verlagert ist. Weiters ist aus der USA-Patentschrift Nr. 3, 187, 522 ein gestrickter oder gewirkter elastischer Strumpf bekannt, wo ein elastischer Faden aus thermoplastischem Material in kontinuierlichen schraubenförmigen Windungen über Ferse und Spann des Strumpfes in die Maschen eingelegt ist. Hiebei ist das Ausmass des elastischen Fadens im Schuss der Knöchelpartie geringer als in den benachbarten Abschnitten des Strumpfes.
Schliesslich ist in der USA-Patentschrift Nr. 3, 290, 904 ein Strumpf behandelt, der ein Gestrick mit Rechtsmaschenstäbchen aufweist, in welches Linksmaschenstäbchen eingestreut sind, in denen ein elastischer Faden verriegelt ist, der über die Rechtsmaschenstäbchen flottiert. Ein eingeschossener Faden hat die Eigenschaft, sich herauszuziehen, wenn er bricht, wodurch dann der obere Rand seine Elastizität im Laufe der Zeit mit zunehmender Zahl von Fadenbrüchen verliert.
Die Erfindung bezweckt, diesen Nachteil zu beseitigen, um dadurch den mit einem elastischen Faden versehenen Teil eines Strumpfes auch dann noch elastisch zu halten, wenn im Laufe der Gebrauchsdauer der elastische Faden vielfach gebrochen ist, was praktisch bei den bisher für diesen Zweck verwendeten Werkstoffen nicht vermieden werden kann.
Es ist bereits vorgeschlagen worden, mit Hilfe von Strümpfen stauungsbedingte Leiden in den Beinen zu behandeln. Die dazu bisher verwendeten und geeigneten Strümpfe bestehen als solche aus elastischen Werkstoffen, meistens aus Gummi. Solche Werkstoffe verhindern die Atmung der Haut und wirken sich deshalb häufig nachteilig aus. Vom medizinischen Standpunkt aus, ist es bei solchen Strümpfen nachteilig, dass es nicht möglich ist, die Elastizität und damit den Sitz des Strumpfes, beginnend von der Ferse bis zum oberen Rand
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vorgesehenen Wadenbandagen erreicht werden kann.
Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, einen Strumpf zu schaffen, der im Ergebnis durch einen eingearbeiteten elastischen Faden wie eine klassische Bandage wirkt und diese Eigenschaft über die normale Gebrauchszeit eines üblichen gestrickten Strumpfes beibehält, weil beim Auftreten von Brüchen des elastischen Fadens ein Herausziehen grosser Längen dieses Fadens verhindert ist.
Diese Aufgabe wird bei einem Strumpf der eingangs umrissenen Art dadurch gelöst, dass erfindungsgemäss der im oberen Rand des Strumpfes, wie an sich bekannt, eingeschossene elastische Faden über die Maschenköpfe der Linksmaschenstäbchen zu seiner Verriegelung mit eingelegt ist und dass der elastische Faden, beginnend vom Rand bis etwa zum Ende der Wadenpartie, in nichtaufeinanderfolgende Maschenreihen, z. B. in jede zweite Maschenreihe, und von hier ab bis zur Ferse in früher aufeinanderfolgenden Maschenreihen, insbesondere in aufeinanderfolgenden Maschenreihen angeordnet ist.
In Weiterbildung der Erfindung kann der elastische Faden aus einem elastischen synthetischen Faden bestehen. Weiters kann die Spannung des elastischen Fadens auf einem Teil der unteren Länge des Strumpfes bis zur Hochfersenverstärkung stärker sein als im daran anschliessenden Teil des Strumpfes.
Bei dem erfindungsgemässen Strumpf ist also der elastische Faden eines insbesondere knielangen Herrenoder auch Damenstrumpfes vom Rand bis zur Hochferse eingearbeitet, wobei er in den zweisystemig gestrickten Rand in üblicher Weise eingeschossen ist, dann aber in die daran anschliessende Strumpflänge eingelegt und von den Linksmaschenstäbchen gehalten ist. Das verhindert, dass beim Gebrauch des Strumpfes eine über die zwischen zwei aufeinanderfolgende Linksmaschenstäbchen befindliche Fadenlänge hinausgehende Länge ihre Elastizität verliert, weil in Folge des Einlegens des Fadens in die Maschenstäbchen der Faden hier festgehalten wird.
Es ist selbstverständlich, dass diese Massnahme für sich auch am Rand des Strumpfes, insbesondere eines üblichen Strumpfes oder Sockens verwirklicht werden kann, wenn sie auch im allgemeinen bei derartig medizinisch wirkenden Strümpfen nicht erforderlich ist.
Beim erfindungsgemässen Strumpf nimmt die absolute Menge an elastischem Faden im unteren Teil des Strumpfes, also in der Beinpartie unmittelbar oberhalb der Ferse zu. Dadurch konzentriert sich der erzeugte Kompressionsdruck auf diese Beinpartie, bleibt aber in verminderter Grösse oberhalb dieser Partie erhalten, um die eigentliche Wade nur noch geringfügig einzuengen, so dass hier noch gerade eine angenehme massierende, die Hautdurchblutung anregende Wirkung eintritt. Das entspricht den ärztlichen Wünschen, weil die vom Kompressionsdruck fast freibleibende Wadenpartie den Blutdruckfluss nicht behindert.
Es hat sich auch herausgestellt, dass bereits vorhandene ödeme beim Benutzen des neuen Strumpfes zurückgingen, und dass Unbehagen, Schmerzen und Erscheinungen schneller Ermüdung vermieden werden konnten. Rein äusserlich macht der neue Strumpf den Eindruck normaler, feiner Wollstrümpfe, behält aber seine medizinische Wirkung bei der üblichen Behandlung mit feinen Waschmitteln über die normale Gebrauchsdauer solcher Strümpfe.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert, das in den
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Zeichnungen schematisch dargestellt ist, und in der Fig. 1 ein Warenbild des erfindungsgemässen Strumpfes, Fig. 2 ein Maschenbild des Strumpfes nach Fig. 1 und Fig. 3 eine teilweise Abwicklung des Nadelzylinders zur Verdeutlichung der Maschenbildung zeigen.
Der in Fig. 1 dargestellte Herrenstrumpf ist knielang und weist an seinem oberen Ende einen zweisystemig gestrickten Rand-A-auf, der aus Rechtsmaschenstäbchen mit eingestreuten Linksmaschenstäbchen besteht.
Auf einer zweisystemig gestrickten Länge--B-und auf einer einsystemig gestrickten Länge--D--, die sich an die obere Länge--A-anschliessen, ist bis zur Hochfersenverstärkung--E--ein elastischer Faden eingearbeitet. Auf einem oberen Teil der Länge--B--beginnend vom oberen Rand--A--ist der elastische Faden zunächst in nicht aufeinanderfolgende, insbesondere in nur jede zweite Maschenreihe eingelegt. Diese
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--F-- legt der elastische Faden aus.
In Folge der sich von oben nach unten verjüngenden Form des Strumpfes ergibt sich eine stufenlose Zunahme der Fadenspannung im Bereich-C--. Die zur Dehnung des Strumpfes erforderliche Kraft nimmt also stufenlos im Bereich-C-zu. Der Kompressionsdruck des Strumpfes ist im Bereich der Ferse am grössten. Er konzentriert sich vor allem auf die Partie oberhalb der Fessel des Beines. Weiter nach oben verringert sich der Kompressionsdruck allmählich, um schliesslich die Wadenpartie nur noch geringfügig einzuengen, u. zw. in hinreichendem Masse, um hier eine angenehme massierende und die Hautdurchblutung anregende Wirkung am Bein zu erzielen.
Die Stricktechnik ergibt sich insbesondere aus der Darstellung nach Fig. 2. Der elastische Faden ist dort mit - l-bezeichnet und kann aus Gummi bzw. aus einem gummielastischen Werkstoff bestehen. Dieser Faden ist strichpunktiert gezeichnet. Der maschenbildende Faden ist ausgezogen dargestellt. Er besteht aus den üblichen Werkstoffen. Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel schliessen sich an die Rechtsmaschenstäbchen aus den
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aus Maschen--7-an,--l-- in die Rechtsmaschenstäbchen--3, 4,5 und 6--wie--8, 9 und 10--eingeschossen. In die Linksmaschenstäbchen --7-- ist er hingegen eingelegt und wird von den Linksmaschenstäbchen --7-gehalten.
Ein Fadenbruch, beispielsweise im Bereich der Rechtsmaschenstäbchen kann daher zu einer Entspannung des elastischen Fadens--l--nur bis zum folgenden Linksmaschenstäbchen führen. In den an das Linksmaschenstäbchen --7-- anschliessenden Rechtsmaschenstäbchen bleibt hingegen die Fadenspannung erhalten.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten vergrösserten Ausschnitt handelt es sich um einen solchen aus der zweisystemig gestrickten Länge --B-- nach Fig.1. Deshalb liegt dort der elastische Faden in jeder zweiten Maschenreihe. In der mit--D--bezeichneten Länge nach Fig. 1 ist das zweite System ausgelegt. Dadurch wird in jede Maschenreihe der elastische Faden im übrigen aber wie in Fig. 2 gezeigt, eingearbeitet.
Die Darstellung nach Fig. 3 zeigt, wie der elastische Faden durch eine entsprechende Änderung der Zylinderstrickmaschine in die Linksmaschenstäbchen eingelegt werden kann. Im rechten Teil der Fig. 3 ist mit
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Abschlag und bei--20--den unteren Abschlag. Bei--21--sind die Arbeitsfüsse und bei--22--die Schlossteile des ersten Systems dargestellt, während--23--die Arbeitsfüsse und--24--die Schlossteile des zweiten Systems bezeichnet.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Strumpf, insbesondere Herrenstrumpf, dessen Gestrick Rechtsmaschenstäbchen aufweist, in welche Linksmaschenstäbchen eingestreut sind, und bei dem ein elastischer Faden ausschliesslich in den Linksmaschenstäbchen verriegelt ist und über die Rechtsmaschenstäbchen flottiert, dadurch gekenn- zeichnet, dass der im oberen Rand des Strumpfes, wie an sich bekannt, eingeschossene elastische Faden (1) über die Maschenköpfe der Linksmaschenstäbchen zu seiner zu seiner Verriegelung mit eingelegt ist und dass der elastische Faden, beginnend vom Rand bis etwa zum Ende der Wadenpartie, in nicht aufeinanderfolgende Maschenreihen, z.
B. in jede zweite Maschenreihe, und von hier ab bis zur Ferse in früher aufeinanderfolgenden Maschenreihen, insbesondere in aufeinanderfolgenden Maschenreihen angeordnet ist.
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