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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zerquetschen und Zerkleinern von Grünpflanzen, wie Gras, Luzerne od. dgl., mit einer Aufnahmeeinrichtung zum Aufnehmen der Grünpflanzen und wenigstens einer Schnecke, die in einem Gehäuse angeordnet ist, das die Schnecke mit Abstand umgibt und wenigstens je eine Öffnung zum Zuführen und Austragen der Pflanzen aufweist.
Die Futteraufbereitung erfolgte bisher im allgemeinen zumeist durch Bodentrocknung, wobei die gemähten Grünpflanzen bei breitflächiger Ablage und mehrmaligem Wenden durch Sonnen- und Windeinwirkung am Boden abgetrocknet werden. Bei diesem Trocknungsvorgang werden je nach Wetterlage zwei bis drei Tage benötigt, um die Feuchtigkeit der Pflanzen so weit herabzusetzen, dass eine Einlagerung derselben möglich ist. Das vielfache Wenden, Nachtschwadenziehen (Einfachschwaden), Auseinanderstreuen und abermaliges Wenden, erfordert viele Arbeitsgänze und einen dementsprechend grossen Arbeitsaufwand.
Vergleicht man den Futterpreis mit diesem Arbeitsaufwand, so zeigt sich die Unwirtschaftlichkeit dieses Verfahrens. Hinzu kommt noch, dass bei diesem Verfahren das Wetter, das gerade in den alpenländischen Grünlandgebieten selten auf längeren Zeitraum vorausschaubar ist, berücksichtigt werden muss.
Die lange Sonneneinwirkung, die zu der geschilderten Bodentrocknung erforderlich ist, setzt ausserdem den Nährstoffwert, d. h. die Eiweissstoffe, der als Futter zu verwendeten Pflanzen stark herab. Wenn die Pflanzen während der Trocknungszeit einmal oder gar mehrmals abgeregnet werden, so sind die Nährstoffverluste so gross, dass es kaum dafürsteht, die Pflanzen einzubringen. Die bereits geleistete Arbeit für die Aufbereitung der Pflanzen, z. B. die Heuwerbung, ist unter solchen Voraussetzungen wertlos.
Um die Trocknungszeit herabzusetzen, wurden bereits sogenannte Quetsch- oder Knickzetter entwickelt.
Mit diesen bekannten Geräten wird das frisch gemähte Gut aufgenommen und zwischen zwei aneinandergepressten Walzen hindurchgedrückt. Hiebei werden die Stengelteile der Pflanzen flachgedrückt, so dass eine einigermassen gleichmässige Abtrocknung der Stengel und Blätter erreicht wird. Die dadurch gewonnene Verkürzung der Trocknungszeit ist jedoch unbedeutend und rechtfertigt nicht den Einsatz dieser teuren Geräte.
In der Praxis haben daher diese Maschinen nur sehr begrenzt Eingang gefunden, vorwiegend im Feldfutterbau (Luzerne).
Weiters ist eine Vorrichtung zum Zerquetschen von Grünfutter bekannt, die eine Aufnahmeeinrichtung zum Aufnehmen des Grünfutters und eine Schnecke aufweist. Die zylindrisch ausgebildete und über ihre gesamte Länge mit gleichbleibender Steigung versehene Schnecke fördert das Grünfutter zu einer Zerkleinerungseinrichtung, die aus rasch umlaufenden Schlagleisten gebildet ist und das Grünfutter zerquetscht. Die Schnecke selbst bewirkt hiebei kein Zerquetschen des Grünfutters, das somit nur unzulänglich aufgeschlossen wird.
Ausserdem unterliegen die Schlagleisten einem starken Verschleiss.
Aufgabe der Erfindung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und die einzelnen Arbeitsgänge für die Aufbereitung der Pflanzen auf ein Minimum zu reduzieren sowie durch verbesserte Aufschliessung der Grünpflanzen die Trocknungszeit auf einen Zeitraum von sechs bis acht Stunden herabzusetzen, um eine wirtschaftliche Ernte zu erreichen.
Dies wird gemäss der Erfindung bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art dadurch erreicht, dass zum Zerquetschen der Grünpflanzen die Schnecke, deren Steigung vorzugsweise in Richtung auf die Austragsöffnung des Gehäuses hin in an sich bekannter Weise abnimmt, und das die Schnecke umgebende Gehäuse konisch ausgebildet sind, wobei an der Austragsseite des die Schnecke umgebenden Gehäuses eine, vorzugsweise auswechselbare bzw. einstellbare, Düse vorgesehen ist.
Bei dieser Ausbildung wird das Zerquetschen der Grünpflanzen durch die konische Form der Schnecke und des ihr angepassten Gehäuses bzw. durch die Querschnittsverminderung durch die Düse bewirkt. Die konische Schnecke hat hiebei die Aufgabe, die Grünpflanzen so stark zusammenzupressen, dass die Stengel und dicken Halme aufgeschlossen werden.
Die erfindungsgemässe Ausbildung hat den Vorteil, dass die Schnecke einen wesentlich geringeren Verschleiss als die umlaufenden Schlagleisten der bekannten Einrichtung unterliegt und ein besseres Aufschliessen des Grünfutters gewährleistet. Indem die gemähten Pflanzen durch starke Aufschliessung und gleichzeitige Anwendung von Druck soweit entfeuchtet werden, kann die nachfolgende natürliche Bodentrocknung innerhalb eines Tages durchgeführt werden. Hiebei wird der mechanische Aufwand auf einen Wende-Arbeitsgang beschränkt, um die Oberflächen- und Bodenschichten gleichmässig abzutrocknen.
Der Vorteil der eintägigen Trocknungszeit liegt einerseits im überschaubaren Wetterrisiko, da mit den heutigen Nachrichtenmitteln das Wetter von früh bis abends mit grosser Sicherheit vorausbestimmbar ist, und anderseits in der verkürzten Sonneneinwirkung auf die gemähten Pflanzen und damit in verringerten Nährstoffverlusten.
In Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass das die konische Schnecke umgebende konische Gehäuse, insbesondere an der Unterseite, wenigstens eine Öffnung zum Abfliessen der aus den Pflanzen austretenden Flüssigkeit aufweist. Die beim Quetschen austretenden Pflanzensäfte sowie die aussen anhaftenden Feuchtigkeitsteile können somit während des Pressvorganges durch die Öffnungen, die im Mantel der Schnecke angeordnet sind, abgeführt werden. Das austretende Futter wird hiebei teilweise entfeuchtet und stark aufgefasert, so dass durch nachfolgende Bodentrocknung der Feuchtigkeitsgehalt rasch weiter gesenkt werden kann.
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Um das Aufschliessen der Pflanzen zu begünstigen, ist es zweckmässig, wenn die konische Schnecke und/oder die die Schnecke im geringen Abstand umgebende Innenwand des konischen Gehäuses mit Rillen, Rippen, Höckern od. dgl. versehen ist. Durch diese Ausbildung der Quetscheinrichtung werden die Grünpflanzen besonders stark aufgerissen bzw. zerfasert, so dass die Flüssigkeit rasch abfliessen kann.
In den Zeichnungen sind Ausführungsbeispiele von erfindungsgemässen Vorrichtungen dargestellt, an Hand der die Erfindung nachstehend näher beschrieben wird.
Fig. 1 ist eine schematische Darstellung einer erfindungsgemässen Vorrichtung im Längsschnitt, Fig. 2 ist ein Schnitt nach Linie 11-11 in Fig. 1, Fig. 3 ist ein Längsschnitt durch die am Austragende des die Schnecke umgebenden Gehäuses angeordnete Düse, Fig. 4 ist eine Seitenansicht der Düse nach Fig. 3, Fig. 5 ist ein Längsschnitt durch eine andere Ausführungsform einer solchen Düse, Fig. 6 ist eine Seitenansicht der Düse nach Fig. 5, Fig. 7 ist eine schematische Darstellung einer andern erfindungsgemässen Vorrichtung in Draufsicht, teilweise im Schnitt und Fig. 8 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen Vorrichtung im Längsschnitt.
Die in Fig. 1 und 2 dargestellte Vorrichtung zum Zerquetschen und Zerkleinern von Grünpflanzen hat eine Aufnahmeeinrichtung --1--, eine Zuführeinrichtung--2--, in deren Mitte ein rotierendes Trennmesser --12-- vorgesehen ist, und eine aus zwei konischen etwa horizontal angeordneten Schnecken--3--, deren
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dargestellten Zugstange an ein Zugfahrzeug angehängt, wobei die Zugstange am Gerät neigungsverstellbar angelenkt ist. Der Antrieb der Schnecken --3-- erfolgt mittels einer Gelenkwelle-15-von der Zugmaschine aus. Die Gelenkwelle --15-- ist an ein Winkelgetriebe --16-- angeschlossen, das über einen Kettentrieb --17-- die Aufnahmeeinrichtung --1-- antreibt.
Auf der Eingangsseite des Winkelgetriebes --16-- ist ein weiteres Kettenrad--18--vorgesehen, das über einen Kettentrieb --19-- mit einem auf
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Kettenrad--20--verbundenZuführeinrichtung --2-- und der zweiten Schnecke --3-- ist ein weiteres Winkelgetriebe--23vorgesehen.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung nach Fig. 1 ist folgende : Das gemähte, am Boden liegende Gut wird von der Aufnahmeeinrichtung --1-- aufgenommen und gelangt hiebei in den Wirkungsbereich der Zuführeinrichtung-2-. Letztere fördert das Gut nach beiden Seiten in die Gehäuse-4--, in denen die konischen Schnecken--3--rotieren. Die Schnecken erfassen dabei das Gut und drücken es im Gehäuse - in Richtung zur Austrittsöffnung. Hiebei wird das Gut verdichtet, wobei die Pflanzen durch die Bewegung zwischen Schnecke und Innenwand des Gehäuses teilweise aufgerissen bzw. zerfasert werden. Dadurch
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abgelegt. Durch das Auswechseln oder Einstellen der Düse kann der Austrittsquerschnitt und damit der Pressdruck verändert werden.
Fig. 3 bis 6 stellen verstellbare Düsen verschiedener Ausführungen dar. In Fig. 3 und 4 ist eine Düse --80-- dargestellt, welche zwischen zwei starren Seitenwänden--81--verstellbare Klappen--82--
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5--87-- an einem Zwischenring--88--gelagert, der koaxial zur Austragsöffnung --6-- des Gehäuses --4-- angeordnet und mittels Schrauben --89-- an letzterem befestigt ist.
In Fig. 7 ist ein anderes Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens dargestellt. Die Vorrichtung nach Fig. 7 besteht aus einer Aufnahmeeinrichtung --1'--, einer als Zuführeinrichtung dienenden, von beiden Seiten nach innen arbeitenden Zuteilschnecke --2'-- und einer konischen, horizontal oder schräg zum Boden gerichteten Schnecke--3'--, die von einem Gehäuse--4'--
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austretenden Flüssigkeit vorgesehen.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung nach Fig. 7 entspricht im wesentlichen jener nach Fig. 1.
Fig. 8 zeigt eine Vorrichtung mit konischer Schnecke-3"-, mit vorgeschaltetem Mähwerk-13- und einer Zuteilschnecke--2"--. Am Austragsende des die Schnecke--3"--umgebenden Gehäuses --4"-- ist eine Düse vorgesehen, auf die ein Kunststoffsack--14--aufgesetzt ist, damit das gequetschte Gut direkt in den Sack gefördert wird. Eine solche Absackung gestattet eine luftdichte Einlagerung des Gutes und vorteilhafte Transport- und Lagermöglichkeiten.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist insbesondere zum Anbau an ein Zugfahrzeug ausgebildet und kann über ein ein- oder zweiachsiges Fahrgestell am Boden abgestützt werden. Zum Anschluss der Vorrichtung an das Zugfahrzeug kann eine neigungsverstellbare Zugstange dienen. Anderseits wäre auch eine Dreipunktaufhängung möglich.
Je nach Durchsatzleistung können auch mehrere Schnecken vorgesehen werden. Um den nachfolgenden Trocknungsvorgang am Boden möglichst günstig zu gestalten, d. h. damit das gepresste Gut weitgehend aufgeschlossen und in nicht zu grossen Haufen abgelagert wird, ist es vorteilhaft, die Querschnitte der einzelnen Schnecken nicht zu gross zu wählen.
Das austretende, gepresste Gut kann auf einen mitgeführten Wagen geschoben werden, um dieses nach Abtransport in einem Silo als Grünfutter einzulagern. Auch ist es möglich, am Düsenaustritt Kunststoffsäcke oder Schläuche anzubringen, um das Gut in diese hineinzupressen und auf solche Art eine luftdichte Lagerung zu erreichen.
Die gepressten Pflanzen, die in der Folge als Trockenfutter (Heu) geerntet werden sollen, werden nach dem Quetschpressen auf dem Boden abgelegt. Zu diesem Zweck sind die Austrittsöffnungen der Düsen in ihrem Bodenabstand einstellbar, so dass diese auf Bodennähe geschwenkt werden können. Das aufgeschlossene und zum Teil bereits von Feuchtigkeit befreite Gut trocknet in der Folge rasch. Zur Erzielung eine ; gleichmässigen Trocknung ist es zweckmässig, dieses in einem nachfolgenden Wendearbeitsgang nochmals umzuwenden. Nach dem Trocknen wird das Gut wie bei der bisherigen Heuernte mit einem Ladewagen gesammelt und abtransportiert.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Zerquetschen und Zerkleinern von Grünpflanzen, wie Gras, Luzerne od. dgl., mit einer Aufnahmeeinrichtung zum Aufnehmen der Grünpflanzen und wenigstens einer Schnecke, die in einem Gehäuse angeordnet ist, das die Schnecke mit Abstand umgibt und wenigstens je eine Öffnung zum Zuführen und
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die Schnecke (3,3', 3"), deren Steigung vorzugsweise in Richtung auf die Austragsöffnung des Gehäuses (4,4', 4") hin in an sich bekannter Weise abnimmt, und das die Schnecke umgebende Gehäuse konisch ausgebildet sind, wobei an der Austragsseite des die Schnecke (3,3', 3") umgebenden Gehäuses (4,4', 4") eine, vorzugsweise auswechselbare bzw. einstellbare, Düse (8,8', 80,80') vorgesehen ist.
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