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Anordnung und Einrichtung der Postkammer für Schiffe.
Bei einem Schiffsuntergang sind die mitgeführten Postsendungen fast stets unrettbar verloren, u. zw. auch dann, wenn die Unglücksstelle bekannt ist, da bei der üblichen Anordnung
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zu gelangen und den Inhalt daraus zu retten.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist, die Postkammer, welche in bekannter Weise als schwimmfähiger Hohlkörper gestaltet ist, derart auf dem Schiffe anzuordnen, dass sie mit den aufgenommenenPost-undWerstsachenvondemsinkendenSchiffeselbsttätiggetrenntwird und auf der Wasserfläche treibend durch die Meeresströmung an die Kiiste geworfen oder aber von pass'erenden Schiffen aufgenommen werden kann.
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hergestellt und nach vorliegender Erfindung an passender Stelle des Schiffskörpers, wie beispiels- weise in den Fig. 1 und 2 bei x angedeutet, eingelassen, so dass der Deckel e bündig mit dem Hauptdeck verläuft.
Um die Postkammer herum werden zwischen dem Hauptdeck a und dem Zwischen deck b senkrechte Wände oder Pfosten c vorgesehen, die dazu bestimmt sind, in passenden Lager)) Antifriktionsrollen d aufzunehmen. Die Anordnung der die Rollen d tragenden Wände oder
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trieb des Wassers zu erzielen.
Unter der Kammer sind die Decksplanken 1 fortzulassen, um beim leckspringen des Schiffes
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frei in den Zwischenraum zwischen den Umfassungswänden g und den die Rollen d tragenden Wänden treten kann.
Die innere Einrichtung der Postkammer wird in geeigneter, bekannter Weise den Er-
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Die Postkammer wird zweckmässig mit einem Doppelboden n'ausgerüstet, um bei Ver.. letzung des äusseren Bodens m infolge von Grundberiihrung oder Auflaufen die Schwimmfähigke1t zu erhalten. Der Zwischenraum zwischen der Aussenhaut m und dem Doppelboden n ist durch eine passende Anzahl-von Querschotten in möglichst viele. wasserdicht abgeschlossene Einzel- zellen geteilt, damit bei Verletzungen nur ein geringer Raum', voll Wasser laufen kann. Gegebenenfalls kann das Zellensystem des Doppelbodens bis über die Wasserlinie hinauf fortgesetzt werden.
Die Postkammer kann auch Rettungszwecken dienstbar gemacht werden. Die innere Ausgestaltung der Kammer wird für diesen und den vorerwähnten Hauptzweck der Erfindung nach Bedarf verschieden gewählt, ohne den Rahmen der Erfindung überschreiten zu müssen. Der Innenraum der Kammer ist mit Fenstern k zum Hereinlassen des Tageslichtes oder mit künstlichen Beleuchtungsquellen auszurüsten, ausserdem ist in der Kammer ausreichend Provint unterzubringen. Für die Luftauswechslung sind, ähnlich wie bei Unterseebooten, geeignete Einrichtungen vorzusehen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anordnung und Einrichtung der Postkammer für Schiffe, dadurch gekennzeichnet, dass die Postkammer zwischen Haupt-und Zwischendeck leicht herausgleitbar eingehängt wird, wobei ihr Deckel zweckmässig bündig mit dem Hauptdeck verläuft und, um dem Wasser den Zutritt vom Innern des Schiffskörpers her beim Leckspringen des Schiffes möglich zu machen, unter der Kammer die Decksplanken fortgelassen werden.
2. Anordnung und Einrichtung der Postkammer für Schiffe, dadurch gekennzeichnet, dass die Postkammer auf das Hauptdeck, Oberdeck oder Promenadendeck gestellt wird und in der ihr angewiesenen Stellung durch mit dem Schiffskörper starr oder lösbar verbundene Stützwände bzw. Eckpfosten gesichert wird.
3. Anordnung und Einrichtung der Postkammer für Schiffe, dadurch gekennzeichnet, dass die die Postkammer im bzw. auf dem Schiffskörper sichernden Stützwände bzw. Stützpfosten auf den Umfassungswänden der Kammer laufende Antihiktionsrollen tragen.