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Die Erfindung betrifft eine Kondensatorzündvorrichtung zum gleichzeitigen Abtun einer grossen Anzahl von Zündern, insbesondere hochunempfindlichen Zündern bei relativ kleiner Zündspannung, mit einer Spannungsquelle z. B. einem Wechselspannungsgenerator und, einem mit dieser über einen Lade-Zündschalter verbundenen Ladekreis eines Schiesskondensators, der über den Lade-Zündschalter an Ausgangsklemmen anschliessbar ist, welchem Ladekreis ein Steuerkreis zugeordnet ist, der ein dauernd an einen Teil der am Schiesskondensator liegenden Spannung angelegtes, die Gesamtspannung am Schiesskondensator begrenzendes Relais enthält, durch welches der Lade-Zündschalter und eine Regeleinrichtung für die Entladung des Schiesskondensators steuerbar sind.
Hochunempfindliche Zünder benötigen zum Abtun einen Zündimpuls von 3 Ws/2 und sind etwa tausendfach unempfindlicher als normal empfindliche Zünder. In der Praxis ergibt sich die Notwendigkeit des gleichzeitigen Abtuns einer grossen Anzahl von unempfindlichen Zündern. Bei einer Serienschaltung von z. B. 400 solcher Zünder wäre eine Zündspannung von etwa 10 kV notwendig. Der Bau einer Zündvorrichtung für diesen hohen Spannungswert ist jedoch praktisch unmöglich.
Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer Kondensatorzündvorrichtung der eingangs beschriebenen Art, die das gleichzeitige Abtun einer grossen Anzahl von Zündern bei einer wesentlich geringeren Zündspannung ermöglicht.
Dieses Ziel wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass dem Schiesskondensator wenigstens ein weiterer Schiesskondensator zugeordnet und jedem der Schiesskondensatoren ein Widerstand in Reihe geschaltet ist, dass jede Reihenschaltung über ihren Lade-Zündschalter wahlweise mit dem Ladekreis oder über eine Schaltröhre mit einer Ausgangsklemme verbindbar ist und Schiesskreise an wenigstens zwei Ausgangsklemmen und eine allen Klemmen gemeinsame Rückleitung anschliessbar sind, und die Ansprechgleichspannungen der Schaltröhren kleiner bemessen sind als die Solladespannungen der Schiesskondensatoren. Durch die erfindungsgemässe Kondensatorzündvorrichtung ist es möglich, die Zündspannung wesentlich herabzusetzen und dennoch eine grosse Anzahl von Zündern gleichzeitig abzutun.
Die gemeinsame Rückleitung der Schiesskreise ergibt den Vorteil einer bedeutenden Drahtersparnis.
Dadurch, dass die Ansprechgleichspannungen der Schaltröhren kleiner bemessen sind, als die Solladespannungen der Schiesskondensatoren ist gewährleistet, dass bei Erreichen der Ladespannungen an den Schiesskondensatoren ein sicheres Abtun der Schiesskreise über die Schaltröhren erfolgt.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform ist jede Schaltröhre über einen Widerstand mit der Rückleitung verbunden. Dadurch ist der Zeitpunkt des Erreichens der Löschspannung jeder Röhre festgelegt und gewährleistet, dass die Klemmen nach einer gewissen Zeit spannungslos sind. Dies ist bei grossen Zündmaschinen wichtig, die eine Energie bis etwa 2000 Ws abgeben können. Bei diesen Maschinen sind die Klemmen nach einigen Sekunden spannungslos. Bei normaler Belastung und kleineren Maschinen sind die Klemmen in einigen Millisekunden bereits ohne Spannung.
Der Belastungswiderstand in den einzelnen Zweigen kann auch verschieden gross sein. Dies ergibt einen wichtigen Vorteil, da z. B. bei Flächensprengungen im Schiessplan oft verschieden grosse Abschläge notwendig sind. In der Praxis ist es schwierig "vor Ort" gleiche Widerstandswerte in den einzelnen Zweigen rasch herzustellen.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung folgen aus der nachstehenden Beschreibung von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen, in der Fig. 1 die Schaltung einer Kondensatorzündvorrichtung, Fig. 2 Schiesskondensatoren der Vorrichtung nach Fig. l mit mehreren an diese angeschlossenen Schiesskreisen und Fig. 3 eine Variante der Vorrichtung nach Fig. 2 zeigt.
Ein Ladekreis--l--und ein diesem nachgeschalteter Steuerkreis zum Schutz gegen Überladung des Schiesskondensators (gestrichelt umrandet) gemäss Fig. 1 sind in der österr. Patentschrift Nr. 238814 ausführlich beschrieben.
Der Ladekreis--l--besteht aus einem handbetriebenen Wechselstromgenerator, an den eine Spannungsverdopplerschaltung angeschlossen ist. Ein Relais liegt an einem Teil der Ausgangsspannung dieser Schaltung und bringt eine Anzeigelampe bei Erreichen der vollen Spannung am Schiesskondensator zum Aufleuchten. Gleichzeitig entriegelt das Relais zu diesem Zeitpunkt einen Lade-Zündschalter und ermöglicht dessen Umschalten auf die Stellung "Zünden". Parallel zu dem Ausgang des Ladekreises--l--sind die Serienschaltungen von Schiesskondensatoren--2 bzw. 3 bzw. 4 bzw. 5--und Widerständen-6 bzw. 7 bzw. 8 bzw. 9-über Schaltkontakte-10 bzw. 11 bzw. 12 bzw. 13-eines Ladezündschalters-14-- anschliessbar. Zwischen Ausgangsklemmen-I bzw. II bzw.
III bzw. IV-und Anschlusspunkten-15 bzw.
16 bzw. 17 bzw. 18-sind über weitere Schaltkontakte--19 bzw. 20 bzw. 21 bzw. 22-des Ladezündschalters-14-Schaltröhren-23 bzw. 24 bzw. 25 bzw. 26-angeordnet. Zwischen eine an eine Ausgangsklemme-V-angeschlossene Rückleitung-27-und Punkte-29 bzw. 30 bzw. 31 bzw. 32--
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--33Schaltkontakte--39 und 40--des Ladezündschalters--14--eingebaut. Mittels der Schaltkontakte --40-- kann ein Widerstand --41-- parallel zu einem Kondensator --42-- geschaltet werden um dessen
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Restladung zu kompensieren. Die Schaltkontakte--39--dienen zum Ein- und Ausschalten des Ladekreises.
Gemäss Fig. 2 sind an die Ausgangsklemmen-I bzw. II bzw. III bzw. IV-- Schiesskreise --I' bzw. II' bzw. III'bzw. IV'--angeschlossen, deren jeder aus der Serienschaltung einer Anzahl von Zündern--43--
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Während des Ladevorganges sind die Schaltkontakte-39, 10,11, 12 und 13--des Ladezündschalters --14-- geschlossen und dessen Schaltkontakte-40, 19,20, 21, 22-- geöffnet. Die Schiesskondensatoren --2 bzw. 3 bzw. 4 bzw. 5--werden dabei über die niederohmigen Strombegrenzungswiderstände--6 bzw. 7 bzw. 8 bzw. 9--bis zum Erreichen ihrer Zündspannung aufgeladen. Zum Abtun der Zünder werden die
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der Schiesskondensatoren --2, 3,4 und 5--.
Die Zündströme in den Schiesskreisen gemäss Fig. 2 sind voneinander verschieden, während in den Schiesskreisen gemäss Fig. 3 gleich grosse Zündströme fliessen. Durch das Parallelschalten der Schiesskondensatoren gemäss Fig. 3 addieren sich deren Kapazitäten. Die Schaltröhren--23 bis 26-bewirken gemeinsam mit den Widerständen--33 bis 36--, dass die Anschlussklemmen-I bis IVin Abhängigkeit von der Grösse der Widerstände --33 bis 36--nach maximal 5 bis 10 sec spannungslos werden. Dadurch wird die Berührungssicherheit der Klemmen und der Schiesskreise erreicht.
Da die Strombegrenzungswiderstände--6 bis 9--niederohmig sind, liegen die Widerstände --33 bzw. 34 bzw. 35 bzw. 36--praktisch parallel zu den Schiesskondensatoren--2 bzw. 3 bzw. 4 bzw. 5--. Die Widerstände
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und die Ladung oder Restladung der Schiesskondensatoren--2, 3,4 und 5-wird über den Widerstand --38-- rasch abgebaut.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kondensatorzündvorrichtung zum gleichzeitigen Abtun einer grossen Anzahl von Zündern, insbesondere hochunempfindlichen Zündern bei relativ kleiner Zündspannung, mit einer Spannungsquelle, z. B.
Wechselspannungsgenerator, und einem mit dieser über einen Lade-Zündschalter verbundenen Ladekreis eines Schiesskondensators, der über den Lade-Zündschalter an Ausgangsklemmen anschliessbar ist, welchem Ladekreis ein Steuerkreis zugeordnet ist, der ein dauernd an einen Teil der am Schiesskondensator liegenden Spannung angelegtes, die Gesamtspannung am Schiesskondensator begrenzendes Relais enthält, durch welches der Lade-Zündschalter und eine Regeleinrichtung für die Entladung des Schiesskondensators steuerbar sind,
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kondensator (3 oder 4 oder 5) zugeordnet und jedem der Schiesskondensatoren (2,3, 4,5) ein Widerstand (6 bzw. 7 bzw. 8 bzw. 9) in Reihe geschaltet ist, dass jede Reihenschaltung über ihren Lade-Zündschalter (10,19 bzw. 11,20 bzw. 12,21 bzw. 13,22) wahlweise mit dem Ladekreis (1) oder über eine Schaltröhre (23 bzw. 24, bzw.
25 bzw. 26) mit einer Ausgangsklemme (I bzw. II bzw. III bzw. IV) verbindbar ist und Schiesskreise (I', II'' III', IV') an wenigstens zwei Ausgangsklemmen und eine allen Klemmen gemeinsame Rückleitung (27) anschliessbar sind, und die Ansprechgleichspannungen der Schaltröhren (23 bis 26) kleiner bemessen sind, als die Solladespannungen der Schiesskondensatoren (2,3 oder 4 oder 5).
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