<Desc/Clms Page number 1>
Die Erfindung betrifft eine Kondensatorzündvorrichtung, insbesondere für schlagwettergefährdete Grubenbetriebe, mit einem Schiesskondensator, der von einem einen handbetriebenen Wechselstromgenerator enthaltenden Ladekreis aufladbar ist, wobei dem Schiesskondensator ein elektronischer, kontaktloser Steuerkreis zur Begrenzung der Zündstromdauer zugeordnet ist und dieser eine Schaltröhre sowie eine Serienschaltung eines elektronischen Schaltelementes und eines Widerstandselementes enthält, die Serienschaltung parallel zum Schiesskondensator verlegt, das elektronische Schaltelement als Thyristor ausgebildet und dessen Steuerelektrode an einen von einer von dem Schiesskondensator über die Schaltröhre abgeleiteten Schiessspannung steuerbaren RC-Zeitverzögerungskreis angeschlossen ist, nach Patent Nr.
283495, wobei der Wechselstromgenerator mittels eines Drehgriffes betätigbar ist.
Der RC-Zeitverzögerungskreis gemäss diesem Patent ist derart dimensioniert, dass unabhängig vom Belastungswiderstand der Zündvorrichtung die Zeitkonstante des Verzögerungskreises mit 4 msec bemessen ist.
Eine normale Betätigung des Wechselstromgenerators reicht gerade aus, um den Schiesskondensator einmal zu laden und ein Abtun der Zünder zu ermöglichen. Es kann jedoch vorkommen, dass bei einer starken Betätigung des Wechselstromgenerators dessen Rotor lange genug weiterläuft, um je nach Grösse und Belastung der Vorrichtung eine zweite oder dritte Nachladung des Schiesskondensators mit anschliessender Entladung hervorzurufen. Kondensatorzündvorrichtungen für schlagwettergefährdete Grubenbetriebe dürfen jedoch bei einmaliger Betätigung des Wechselstromgenerators nur einen einzigen Zündvorgang auslösen. Zur Verhinderung von unerwünschten und gefährlichen Nachladungen des Schiesskondensators wurden bereits die Anordnung einer Fliehkraftbremse, eines Amplitudenbegrenzers, von Zenerdioden od. dgl. vorgeschlagen.
Bei allen diesen Massnahmen ergeben sich jedoch Schwierigkeiten hinsichtlich einer richtigen Dimensionierung. Ziel der Erfindung ist daher die Schaffung einer Kondensatorzündvorrichtung der eingangs beschriebenen Art, bei der ein weiteres Laden und anschliessendes Entladen des Schiesskondensators nach dem ersten Abtun der Zünder verhindert ist.
Dieses Ziel wird gemäss der Erfindung dadurch erreicht, dass in einen Zweig des Ladekreises ein weiterer Thyristor samt Schutzwiderstand verlegt und die Steuerelektrode dieses Thyristors an den RC-Zeitverzögerungskreis des Steuerkreises angeschlossen ist.
Dadurch wird erreicht, dass nach dem Abtun und nach einer durch den RC-Zeitverzögerungskreis bestimmten Zeit der Thyristor aufgesteuert und eine zusätzliche Belastung in den Ladekreis geschaltet wird, wodurch der Schiesskondensator nicht mehr nachgeladen werden kann.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung folgen aus der nachstehenden erläuternden Beschreibung von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen, in der Fig. 1 eine Kondensatorzündvorrichtung und Fig. 2 die Vorrichtung gemäss Fig. 1 jedoch mit geändertem Steuerkreis zeigt.
Die Kondensatorzündvorrichtung mit den Schaltelementen--l bis 16--entspricht der Ausführungsform gemäss Fig. l des Patents Nr. 283495. Auch die Wirkungsweise entspricht der dort beschriebenen. Gemäss den Fig. 1 und 2 ist die Zenerdiode --16-- über einen Kondensator mit der Steuerelektrode des Thyristors-8-und über einen Kondensator--18'--mit der Steuerelektrode eines Thyristors-19'-- verbunden. Der Thyristor--19'--ist mit einem Schutzwiderstand--20'--in Reihe geschaltet und mit seiner Kathode an das anodenseitige Ende der Diode--4--und mit seiner Anode über den Schutzwiderstand - -20'-- an einen Widerstand --21-- angeschlossen, der in Reihe zu der Diode --4-- geschaltet ist.
Gemäss Fig. 2 ist an Stelle des Widerstandes--15--ein Übertrager--15a--vorgesehen, dessen Primärwicklung--15b--zwischen die Ausgangsklemme --10-- und die Schaltröhre --12-- verlegt und dessen Sekundärwicklung-15c-mit einem Ende über eine Diode --15d-- mit dem Verbindungspunkt des Widerstandes--13--und des Kondensators--14--des RC-Zeitverzögerungskreises und mit ihrem andern
EMI1.1
Ausgangsklemme --11-- verbunden ist.
Die Wirkungsweise der Schaltungen ist folgende :
EMI1.2
den Ausgangsklemmen und somit auch an dem RC-Zeitverzögerungskreis tritt die Zündspannung auf. Die Zeitkonstante dieses Kreises ist unabhängig vom Schiesskreiswiderstand mit z.
B. 4 msec bemssen. Nach Ablauf dieser Zeit gelangt ein positiver Stromimpuls über die Zenerdiode--16--, die dessen Anstiegszeit festlegt über den Kondensator--17'--an die Steuerelektrode des Thyristors --8-- wodurch dieser aufgesteuert wird.
Dadurch wird der Schiesskondensator über den niederohmigen Widerstand --9-- rasch entladen, wobei jedoch der Strom im Widerstand --9-- unter den Haltestrom des Thyristors--8--absinkt, so dass dieser trotz Vorhandenseins des positiven Zündimpulses an seiner Steuerelektrode wieder nichtleitend wird. Der positive Stromimpuls gelangt jedoch über den Kondensator --18'-- auch an die Steuerelektrode des Thyristors --19'-- wodurch dieser ebenfalls aufgesteuert wird und den Widerstand--20'--der Serienschaltung der Diode-4-und des Widerstandes-21-parallelschaltet. Dies bedeutet eine erhöhte Wirkbelastung für den Schiesskondensator --5--, an dem dadurch keine Spannung auftreten und der somit nicht nachgeladen werden kann.
Die Zeitkonstante des RC-Gliedes-13, 14- ist derart bemessen, dass der über die Zenerdiode-16an die Steuerelektrode des Thyristors--19'--gelangende Impuls wohl rasch ansteigt, jedoch langsam abnimmt
<Desc/Clms Page number 2>
wodurch gewährleistet ist, dass der Thyristor --19'-- bei einem durch Nachlauf des Generators bedingten Wiederauftreten eines positiven Wertes der an ihm liegenden Spannung leitend und der Schiesskondensator --5-- über die Widerstände --20'und 21-- entladen wird.
Der Thyristor--8--wird somit unmittelbar bei Auftreten des Zündimpulses leitend, da er an der positiven Spannung des Schiesskondensators --5-- liegt, wogege der Thyristor --19'-- durch denselben Zündimpuls jedoch erst zu einem Zeitpunkt leitend wird, zu dem auch an ihm nach einer geringen Wiederladung des Schiesskondensators, durch Nachlauf des Generators eine
EMI2.1
von dessen Rotor mit Sicherheit vermieden.
Bei kleinen Belastungswiderständen im Zündkreis wird der RC-Zeitverzögerungskreis zu rasch entladen und dadurch der an die Steuerelektroden der Thyristoren--8 und 19'--gelangende positive Stromimpuls geschwächt. Um auch bei Zündvorrichtungen mit höherem Energieinhalt (zirka 10 Wsec) eine sichere Zündzeitbegrenzung und eine sichere Verhinderung von Nachladungen des Schiesskondensators zu gewährleisten, wird gemäss Fig. 2 der positive Stromimpuls durch einen im Transformator --15a-- bei Stromfluss im Schiesskreis auftretenden Impuls wirksam verstärkt. Zur Regulierung der Ansprechempfindlichkeit des Thyristors --19'-- kann zwischen dessen Steuerelektrode und dem Kondensator --18'-- ein Widerstand geschaltet sein.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kondensatorzündvorrichtung, insbesondere für schlagwettergefährdete Grubenbetriebe, mit einem Schiesskondensator, der von einem einen handbetriebenen Wechselstromgenerator enthaltenden Ladekreis aufladbar ist, wobei dem Schiesskondensator ein elektronischer, kontaktloser Steuerkreis zur Begrenzung der Zündstromdauer zugeordnet ist und dieser eine Schaltröhre sowie eine Serienschaltung eines elektronischen Schaltelementes und eines Widerstandselementes enthält, die Serienschaltung parallel zum Schiesskondensator verlegt, das elektronische Schaltelement als Thyristor ausgebildet und dessen Steuerelektrode an einen von einer von dem Schiesskondensator über die Schaltröhre abgeleiteten Schiessspannung steuerbaren RC-Zeitverzögerungskreis angeschlossen ist, nach Patent Nr.
283495, wobei der Wechselstromgenerator mittels eines Drehgriffes
EMI2.2
(19') samt Schutzwiderstand (20') verlegt und die Steuerelektrode dieses Thyristors an den RC-Zeitverzögerungskreis (13,14) des Steuerkreises angeschlossen ist.
EMI2.3