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Die Erfindung bezieht sich auf einen Schneepflug mit zwei verstellbaren, die Pflugschar bildenden Flügeln, die mit ihrer Vorderseite je eine Räumfläche bilden und durch von ihrer Rückseite abstehende Arme miteinander nach vorne und nach hinten schwenkbar gelenkig verbunden sind, wobei eine Vorrichtung zur Festelegung der eingestellten Schwenklagen vorgesehen ist.
Derartige Schneepflüge sind bereits bekannt. Durch die schwenkbare Anordnung der beiden Flügel wird der Vorteil erzielt, dass die Lage derselben den jeweiligen Anforderungen angepasst werden kann. So kann beispielsweise wahlweise ein Schneepflug mit keilförmiger Pflugschar oder ein einseitig räumender Schneepflug mit durchgehender Pflugschar gebildet werden.
So ist beispielsweise ein Schneepflug bekannt (USA-Patentschrift Nr. 2, 590, 143), bei welchem die beiden Flügel in drei verschiedenen Lagen eingestellt werden können, nämlich in eine Lage, bei welcher beide Flügel miteinander fluchten, in eine Lage, bei welcher ein Flügel schräg nach hinten geneigt ist und in eine Lage, bei welcher beide Flügel schräg nach hinten verlaufen. Die Schneidkante der Pflugschar wird bei dieser bekannten Ausführungsform stets von den aneinander anliegenden Flügelenden gebildet, was einen wesentlichen Nachteil darstellt, da diese Schneidkante in der Praxis einer grossen Belastung und einem grossen Verschleiss ausgesetzt ist.
Eine Versteifung oder Abstützung dieser Schneidkante ist jedoch bei dieser bekannten Ausführungsform nicht möglich.
Bei einem andern bekannten Schneepflug (deutsche Patentschrift Nr. 918568), bei welchem der Keilwinkel, den die beiden Flügel miteinander einschliessen, verstellt werden kann, sind die beiden Flügel ebenfalls gelenkig miteinander verbunden, wobei auch hier das Gelenk im Bereich der Schneidkante angeordnet ist, so dass diese Schneidkante gleichfalls nicht die nötige Festigkeit aufweist.
Die Erfindung hat sich zur Aufgabe gestellt, diese Nachteile zu vermeiden und einen Schneepflug mit zwei verstellbaren, die Pflugschar bildenden Flügeln der oben angeführten Art zu schaffen, bei welchem eine einfache Verstellbarkeit der gelenkig miteinander verbundenen Flügel ermöglicht wird, die nötige Festigkeit dieser Flügel und insbesondere auch der Schneidkante bei keilförmig angeordneten Flügeln in jeder einstellbaren Lage dieser Flügel gewährleistet ist.
Die Erfindung besteht bei einem Schneepflug der eingangs beschriebenen Art im wesentlichen darin, dass der eine Flügel starr mit einem mit diesem Flügel einen Winkel einschliessenden plattenförmigen Ansatz versehen ist, der bei von der Pflugscharmitte schräg nach hinten verschwenkten Flügeln die Schneidkante der Pflugschar bildet, und dass in derjenigen Schwenklage, in der der Flügel mit Ansatz mit dem andern Flügel denselben Winkel wie mit dem Ansatz einschliesst, die Innenkante des andern Flügels mit der hinteren Kante des Ansatzes genau zusammenpasst und die Vorderseite des andern Flügels mit der Vorderseite des Ansatzes fluchtet, wogegen in derjenigen Schwenklage, in der die Flügel eine gerade Pflugschar bilden, die Vorderseiten der beiden Flügel miteinander fluchten,
und die Schneidkante des Flügels mit Ansatz mit der Innenkante des andern Flügels genau zusammenpasst. Die Schneidkante wird somit beim erfindungsgemäss ausgebildeten Schneepflug bei von der Pflugscharmitte schräg nach hinten verschwenkten Flügel von dem starr mit dem einen Flügel verbundenen Ansatz gebildet, so dass diese Schneidkante die nötige Festigkeit aufweist.
Trotzdem ermöglicht die erfindungsgemässe Ausbildung die Einstellung der Flügel auch in eine Schwenklage, bei welcher eine geradlinig verlaufende Pflugschar gebildet wird sowie in eine weitere Schwenklage, in welcher die beiden Flügel einen Winkel einschliessen, dessen Spitze nach hinten gerichtet ist. Um diese letztgenannte Schwenklage bei einfacher Ausbildung des Gelenkes zwischen den beiden Flügeln erzielen zu können, ist es von Vorteil, wenn erfindungsgemäss im Ansatz eine mittels einer ausschwenkbaren Platte verschliessbare Öffnung vorgesehen ist, die die an der Rückseite des Flügels ohne Ansatz befestigten bogenförmigen Arme durchtreten lässt.
In den Zeichnungen ist die Erfindung an Hand eines Ausführungsbeispieles schematisch veranschaulicht.
Die Fig. 1 bis 3 zeigen in perspektivischer Darstellung drei verschiedene Schwenklagen der Flügel eines erfindungsgemäss ausgebildeten Schneepfluges. Fig. 4 zeigt in perspektivischer Darstellung einzelne Bauteile des erfmdungsgemässen Schneepfluges. Fig. 5 zeigt den Schneepflug in zerlegtem Zustand im Horizontalschnitt und Fig. 6 stellt eine Draufsicht auf den Schneepflug in zusammengebautem Zustand dar. Fig. 7 ist ein Schnitt nach der Linie VII-VII der Fig. 6.
Der erfindungsgemässe Schneepflug weist zwei die Pflugschar bildende Flügel --1, 3-- auf, von welchen
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In der in Fig. 3 dargestellten Lage schliessen die beiden Flügel einen Winkel ein, dessen Spitze nach hinten gerichtet ist. Dabei überdeckt die Innenkante --3a-- des Flügels --3-- teilweise den Flügel --1--.
In dem vom Flügel--l--und dem mit diesen Flügel verbundenen Ansatz --2-- gebildeten Winkel sind zwei platten --5-- befestigt, die mit Öffnungen-6-für einen Gelenkbolzen --9-- verschen sind.
Der Flügel --3-- ist nahe seiner Innenkante --3a-- mit bogenförmigen Armen --7-- ausgestattet, die von der Rückseite des Flügels vorstehen und an ihrem freien Ende mit Ansätzen--7a--versehen sind, die Bohrungen-8-für das Hindurchführen des Gelenkbolzens --9-- besitzen.
Die beiden Flügel --1,3-- sind an einem Träger-11-gelenkig angeordnet, der von einem Rahmen --12-- absteht, der über Gelenkarme--13--und Antriebszylinder--14--mit einer Montageplatte --15-- verbunden ist, die an einem Kraftfahrzeug, beispielsweise einem Lastwagen, einem landwirtschaftlichen Schlepper oder einem ähnlichen Fahrzeug, befestigt werden kann.
Zwischen den beiden Bohrungen-8-der Arme-7-ist ein Rohr --9a-- angeordnet, das in einer Hülse--10--des Trägers--11--gelagert ist. Das Rohr --9a-- umgibt den Gelenkbolzen--9--,
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Platten-5-des Flügels-l----1, 3--um die vom Gelenkbolzen--9--gebildete Achse erfolgt mit Hilfe von zwei pneumatischen oder hydraulischen Druckzylindern--17--, die zwischen dem Rahmen--12--und den freien Enden der Flügel angeordnet sind.
Der mit dem Flügel --1-- verbundene Ansatz weist an seiner hinteren Kante --2a-- eine öffnung auf, die mittels einer ausschwenkbaren Platte --18-- verschlossen ist und die bei der in Fig. 3 dargestellten Lage der Flügel den Durchtritt der Arme --7-- ermöglicht. In den andern, in den Fig. 1 und 2 dargestellten Lagen, schliesst die Platte --18-- selbsttätig die Öffnung ab, so dass eine von keiner Öffnung unterbrochene Pflugschar gebildet wird, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist.
Der Rahmen --12-- ist mit kreisbogenförmigen Führungen --16-- ausgestattet, zwischen welchen die
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komplizierte Montagearbeiten die gewünschte Lage der Flügel eingestellt werden, wobei durch die erfindungsgemässe Ausbildung des Schneepfluges gewährleistet ist, dass in allen Arbeitsstellungen der Flügel kein Zwischenraum zwischen diesen Flügeln entsteht.
Vorzugsweise sind die beiden Flügel-l, 3-sowie der die Schneidkante bildende Ansatz-2-an ihrer Unterkante mit auf dem Boden schleifenden Verstärkungen versehen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schneepflug mit zwei verstellbaren, die Pflugschar bildenden Flügeln, die mit ihrer Vorderseite je eine Räumfläche bilden und durch von ihrer Rückseite abstehende Arme miteinander nach vorne und nach hinten
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nach hinten verschwenkten Flügeln (1, 3) die Schneidkante der Pflugschar bildet, und dass in derjenigen Schwenklage, in der der Flügel (1) mit Ansatz mit dem andern Flügel (3) denselben Winkel wie mit dem Ansatz (2) einschliesst, die Innenkante (3a) des andern Flügels (3) mit der hinteren Kante (2a) des Ansatzes (2) genau zusammenpasst und die Vorderseite des andern Flügels (3) mit der Vorderseite des Ansatzes (2) fluchtet, wogegen in derjenigen Schwenklage, in der die Flügel eine gerade Pflugschar bilden, die Vorderseiten der beiden Flügel (1, 3) miteinander fluchten,
und die Schneidkante des Flügels (1) mit Ansatz (2) mit der Innenkante (3a) des andern Flügels (3) genau zusammenpasst.
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