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Die Erfindung betrifft eine mit Flüssiggas gespeiste Verdampfungskammer zur Versorgung eines Brenners mit Gas, welche um die Brennerflamme herum angeordnet ist, eine Rotationsachse aufweist und mit einer
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Patentschrift Nr. 782. 276Überhitzung des Brennstoffes vorhanden, welcher anschliessend zerstäubt wird. Da der Brennstoff in flüssigem Zustand in die Kammer eingeführt wird und diese auch in flüssigem Zustand wieder verlässt, ist die Anordnung der Mündungen der Zuleitung und der Ableitung innerhalb der Kammer ohne wesentliche Bedeutung.
Aus den österr. Patentschriften Nr. 216657 und Nr. 218158 sind Verdampferbrenner für flüssige Brennstoffe mit einer um die Brennerflamme herum angeordneten ringzylindrischen Verdampfungskammer mit waagrechter Achse bekannt. In beiden Fällen ist die Druckleitung für die Ableitung des verdampften Brennstoffes zum Brenner in der Nähe der Oberseite der Verdampfungskammer an einer Stirnwand derselben angeschlossen. Im ersteren Fall ragt diese Gasableitung nahezu über die gesamte axiale Länge der Verdampfungskammer bis zu deren vorderer Stirnfläche in diese hinein, im letzteren Fall ist die Gasableitung stumpf an der hinteren Stirnfläche der Kammer angeschlossen und ragt überhaupt nicht in diese hinein.
Beides ist für stationäre Brenner zulässig und ausreichend, erlaubt jedoch kein Schwenken des Brenners um einen grösseren Winkel aus der Waagrechten ohne Beeinträchtigung seiner Betriebssicherheit.
Bei der Verwendung von Flüssiggas als Brennstoff für Brenner kann es entweder in flüssiger Form in der Flamme zerstäubt oder von dem Brenner vergast werden. Die Vergasung geschieht im allgemeinen in einem Verdampfer des Brenners, welcher von der Brennerflamme beheizt und üblicherweise so gestaltet ist, dass er die Flamme umgibt.
Der Verdampfer kann unterschiedliche Gestalt haben. Ist er als Kammer ausgebildet, dann weist diese eine Zufuhrleitung für Flüssiggas und eine Abzugsleitung für verdampftes Flüssiggas auf, wobei das Flüssiggas innerhalb der Kammer zusammen mit seinem gesättigten Dampf vorliegt. Der Druck dieses gesättigten Dampfes hängt von der in der Verdampfungskammer herrschenden Temperatur und demzufolge vom Betriebsbereich des Brenners ab.
Solche Brenner müssen bei bestimmten Anwendungen in unterschiedlichen Stellungen angeordnet werden können, d. h. mit unterschiedlicher Flammenrichtung. Dies ist bei den bekannten Brennern mit integriertem kammerförmigem Verdampfer nicht möglich. Sie können lediglich in derjenigen Betriebsstellung verwendet werden, für welche sie gebaut worden sind, wenn insbesondere keine Verminderung der Brennerleistung in Kauf genommen werden kann.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Verdampfungskammer für einen Brenner der eingangs angegebenen Art zu schaffen, dessen Betrieb verbessert, und in allen Heizbereichen sowie mit jeder Flammenrichtung möglich ist.
Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, dass der Lage der Abzugsöffnung für die Gasphase aus dem Verdampfer in dieser Hinsicht grosse Bedeutung zukommt. Demzufolge ist die erfindungsgemässe Verdampfungskammer der eingangs angegebenen Art dadurch gekennzeichnet, dass die innerhalb der Verdampfungskammer befindlichen Abschnitte der Flüssiggaszuführung und der Gasableitung zur Rotationsachse parallel verlaufen und dass ihre Mündungen in der Nähe der zur Rotationsachse senkrechten Mittelebene liegen, so dass der Brenner bei jeder möglichen Ausrichtung der Flamme funktionieren kann, wobei das vom Gas in der Verdampfungskammer eingegenommene Volumen während des Brennerbetriebes grösser ist als das halbe Volumen der Verdampfungskammer. Unter der Mittelebene ist diejenige Ebene zu verstehen, welche den Kammerinnenraum in zwei gleiche Volumina aufteilt.
Die Symmetrieachse der Verdampfungskammer stellt gleichzeitig die Achse der Brennerflamme dar. Ist der Brenner in Betrieb, dann enthält die Verdampfungskammer eine flüssige und eine gasförmige Phase, welche letztere mehr als die Hälfte vom Kammerinnenraum füllt. Da die Gasableitung in der Nähe der zur Symmetrieachse senkrechten Mittelebene liegt, steht sie stets mit der Gasphase in Verbindung, u. zw. unabhängig von der Richtung der Längsachse der Verdampfungskammer in der senkrechten, diese Längsachse sowie die Gasableitung enthaltenden Kammermittelebene.
Der Brenner kann nur funktionieren, wenn das verdampfte Flüssiggas an einer Stelle abgezogen wird, welche in demjenigen Kammerteil liegt, der das verdampfte Flüssiggas umschliesst. Daher liegen diejenigen Richtungen, welche der Flamme gegeben werden können, in der vertikalen, die Kammerlängs- bzw. Symmetrieachse und die Abzugsöffnung enthaltenden Kammermittelebene. Liegen jedoch die Abzugsöffnung für das verdampfte Flüssiggas und die Zuführöffnung für das Flüssiggas bezüglich der Symmetrieachse der Kammer symmetrisch, dann kann die Funktion dieser beiden Öffnungen vertauscht werden.
Wird also die Zufuhrleitung für Flüssiggas an die bisherige Abzugsöffnung für verdampftes Flüssiggas und die Abzugsleitung für verdampftes Flüssiggas an die bisherige Zufuhröffnung für Flüssiggas angeschlossen, dann kann der Brenner in einer vertikalen Ebene umgedreht werden.
Ein Brenner mit der erfindungsgemässen Verdampfungskammer ist also bei Anordnung in jeder beliebigen räumlichen Richtung betriebsfähig, u. zw. mit derselben Leistungsfähigkeit.
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Nachstehend ist eine Ausführungsform der Erfindung an Hand der Zeichnungen beispielsweise beschrieben.
Darin zeigen, jeweils schematisch : Fig. 1 die Ansicht eines Längsschnittes durch eine erfindungsgemässe
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Ansicht eines Längsschnittes durch dieselbe Verdampfungskammer, wobei jeweils eine andere Flammenrichtung vorliegt, und Fig. 4 einen Querschnitt durch die Verdampfungskammer nach Fig. 1 bis 3 entlang der Linie IV-IV in Fig. 1.
Die Verdampfungskammer-l-weist eine zylindrische Innenwand --2-- und eine dazu koaxiale zylindrische Aussenwand--3--auf, beispielsweise aus Stahl. Der Kammer--l--wird Flüssiggas--4-- über eine Flüssiggaszuführung--5-aufgegeben, deren Mündung --5a-- in der in Fig. 1 durch die Linie IV-IV dargestellten, zur Längsachse X-X der Kammer --1-- senkrechten, den Innenraum der Kammer - in zwei gleiche Volumina aufteilenden Mittelebene liegt. Das innerhalb der Kammer--l-verdampfte Flüssiggas-6--wird zu einem nicht dargestellten Brenner über eine Gasableitung--7--abgezogen, deren Mündung --7a-- ebenfalls in der durch die Linie IV-IV wiedergegebenen Mittelebene liegt.
Die Flamme - des nicht dargestellten Brenners durchsetzt die von der Kammer--l--umschlossene zylindrische Öffnung --9-- und erwärmt mittels Wärmeleitung durch die Wand --2-- hindurch das Flüssiggas --4--, welches so verdampft wird.
Die Leitungen--5 und 7--sind in den Zeichnungen parallel zur Symmetrie- oder Längsachse X-X der Kammer-l-eingezeichnet, können jedoch auch eine andere Richtung haben. Aus den Fig. 2 und 3 geht hervor, dass der Brenner ohne Nachteil mit unterschiedlicher Flammenrichtung angeordnet sein kann.