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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bearbeitung des Bodens, insbesondere bei Weingärten, Obstgärten od. dgl., bei welcher ein mit dem Werkzeug zur Bearbeitung eines Bodenstreifens zwischen den Stücken, Bäumen od. dgl. von Kulturreihen versehenes Zugfahrzeug einen schwenkbaren, zwischen die einzelnen Stöcke, Bäume od. dgl. der Kulturreihen einsetzbaren und mit einem Bearbeitungswerkzeug versehenen Ausleger aufweist, der beim Passieren der einzelnen Stöcke, Bäume od. dgl. zurückgezogen wird und unter dem Einfluss der Bewegung eines hydraulisch oder pneumatisch gesteuerten Kolbens steht.
Bei einer bekannten Vorrichtung dieser Art ist, in der Bewegungsrichtung gesehen, vor dem Bearbeitungswerkzeug ein Tasthebel angeordnet, der beim Anstossen an die Kulturpflanze und dadurch bewirktem Zurückschwenken desselben ein Auslassventil der pneumatischen Steuerung öffnet.
Bei einer andern bekannten Vorrichtung dieser Art ist in der Zufuhrleitung zu einem einfach- oder doppeltwirkenden hydraulischen Kolben, welcher den Ausleger des Bearbeitungswerkzeuges steuert, ein vom Fahrersitz aus betätigbarer Hebel zur Steuerung des dem Kolben zugeführten Druckmediums vorgesehen.
Mit den bekannten Vorrichtungen war es lediglich möglich das Bearbeitungswerkzeug aus dem Weg eines Hindernisses zu bringen.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, neben der Ausweichstätigkeit des Bearbeitungswerkzeuges auch eine Anpassung des Arbeitsdruckes an die jeweilige Bodenhärte zu ermöglichen, welche Steuerung mit den bekannten Einrichtungen nicht erreichbar war.
Zu diesem Zwecke wird bei einer Vorrichtung der eingangs erwähnten Art vorgeschlagen, dass erfindungsgemäss die beaufschlagte Seite des Kolbens an eine das Druckmedium im Kreislauf führende Leitung angeschlossen ist, in welcher nach der Anschlussstelle des Kolbens eine dem Durchfluss des Mediums wahlweise drosselnde Einrichtung vorgesehen ist.
Weitere Merkmale der Erfindung werden an Hand der Zeichnungen näher erläutert, in welchen ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Vorrichtung dargestellt ist. Es zeigen in schematischer Darstellung Fig. l eine Draufsicht der Vorrichtung und Fig. 2 die hydraulische Steuerung des Auslegers. ist das Zugfahrzeug mit seinen Vorderrädern-2--und seinen Hinterrädern --3-- sowie einer Zapfwelle--4--, von welcher eine Pumpe--5--der später beschriebenen hydraulischen Steuerung angetrieben wird.
Am Fahrzeugkörper ist ein aus zwei ineinander teleskopartig verstellbaren und beispielsweise durch Keil od. dgl. feststellbaren Rohren--6, 7--bestehender Träger--8--befestigt, welcher durch eine
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welche von einem in Griffweite des Traktorführers liegenden Steuerhebel --16-- betätigbar ist, durch den die Durchflussmenge des in der Leitung strömenden Mediums geregelt wird. Das Medium kann dabei pneumatisch
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Der Kreislauf des Mediums schliesst sich in einem Vorratsbehälter--19--.
Die beschriebene Vorrichtung arbeitet in folgender Weise : Die von der Zapf welle --4-- angetriebene Pumpe, bei einer hydraulischen Steuerung beispielsweise eine Zahnrad- oder eine Kolbenpumpe fördert ein Druckmedium in die Leitung--15--. Das Zugfahrzeug fährt wischen den Pflanzenreihen, z. B. zwischen Reihen von Weinstöcken--21--und soll in bekannter Weise mit dem am Ausleger--10--angebrachten, nicht dargestellten Arbeitswerkzeug den zwischen den Weinstöcken liegenden Bodenstreifen bearbeiten.
Zu diesem Zwecke bewegt der Traktorführer den Steuerhebel--16--in der Schliessrichtung des Ventilkörpers --17--, wodurch der Druck im T-Stück--14--ansteigt und den Kolben --11-- hinausdrückt, so dass der Ausleger --10- gegen die Kraft der Rückholfeder zwischen die Weinstöcke verschwenkt wird.
Kommt der Ausleger nach der Bearbeitung des Bodenstreifens in die Nähe des nächsten Weinstockes, bewegt der Traktorführer den Steuerhebel--16--in Richtung des öffnens des Ventilkörpers--17--, wodurch die Drosselung des Flüssigkeitsdurchflusses nachlässt und der Druck im T-Stück --14-- fällt, so dass die Kraft der Rückholfeder den Druck des Kolbens --11-- übersteigt und den Ausleger --10-- aus dem Bereich des Weinstockes --21-- zurückverschwenkt.
Im Rahmen der Erfindung können selbstverständlich verschiedene konstruktive Abänderungen vorgenommen werden. So ist es beispielsweise möglich, einen doppeltwirkenden Kolben mit einem Umsteuermechanismus für die Führung des Druckmediums vorzusehen, wodurch sich die Rückholfeder und das Ventil --17, 18-- erübrigen und der Steuerhebel auf den Umsteuermechanismus einwirkt.
Es ist auch denkbar, beim dargestellten einseitig wirkenden Kolben die Rückholfeder wegzulassen und die Zurückführung des Auslegers durch den dem Werkzeug entgegengebrachten Bodenwiderstand zu besorgen.
Weiters besteht die Möglichkeit, an Stelle des eigenen Flüssigkeitskreislaufes die Hydraulik des Traktors auch zur Steuerung des Auslegers heranzuziehen.
Schliesslich kann der Hebel--16--an eine Rückholfeder angeschlossen sein, so dass die
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angepasst werden kann.
Die beschriebene Vorrichtung kann für verschiedene Arbeiten verwendet werden, demzufolge auch verschiedene Werkzeuge zur Anwendung kommen können.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Bearbeitung des Bodens, insbesondere bei Weingärten, Obstgärten od. dgl., bei welcher ein mit dem Werkzeug zur Bearbeitung eines Bodenstreifens zwischen den Stöcken, Bäumen od. dgl. von Kulturreihen versehenes Zugfahrzeug einen schwenkbaren, zwischen die einzelnen Stöcke, Bäume od. dgl. der Kulturreihen einsetzbaren und mit einem Bearbeitungswerkzeug versehenen Ausleger aufweist, der beim Passieren
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Anschlussstelle des Kolbens (11) eine dem Durchfluss des Mediums wahlweise drosselnde Einrichtung vorgesehen ist.
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