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Die Erfindung bezieht sich auf ein Kochgerät für Speisen mit einem das Kochgut aufnehmenden Kochbehälter, wobei der Kochbehälter abnehmbar ist und durch die Wand des Behälters Elektroden gehen, die bei Stellen des Kochbehälters in das Kochgerät in Kontakt mit Stromzuführungen kommen. Es ist bereits ein Kochgerät bekannt, bei welchem im Kochbehälter zwei mit einer Stromquelle verbundene Elektroden vorgesehen sind, so dass nach Einschalten des Stromkreises der Strom über die Elektroden durch das Kochgut geleitet wird.
Das Kochgut wirkt hiebei als elektrischer Widerstand, so dass eine unmittelbare Erwärmung des Kochgutes durch den hindurchfliessenden Strom erfolgt. Da bei einem solchen Kochgerät die üblicherweise beim Wärmeübergang von der Flamme auf den Behälter und von dem Behälter auf das Kochgut auftretenden Wärmeverluste wegfallen, so weist ein derartiges Kochgerät einen sehr hohen Wirkungsgrad auf. Die bekannten Kochgeräte dieser Art wiesen jedoch zahlreiche Nachteile auf. Bei den bekannten Kochgeräten wurde zumeist das Kochgut zwischen zwei Elektroden eingespannt, so dass diese Elektroden relativ zueinander verschiebbar ausgebildet sein müssen.
Eine solche Anordnung war daher in konstruktiver Hinsicht aufwendig und ausserdem sehr schwer zu reinigen. In andern Ausführungen sind z. B. Würstelkocher mit abnehmbaren Behältern gezeigt, bei welchen die Würstel auf spitze Elektroden gesteckt werden. Ein Erwärmen eines andern Kochgutes, etwa einer Suppe, Gulasch od. dgl. ist nicht möglich, da die Elektroden seitlich angeordnet sind und nur zur Aufnahme von Würstel geeignet sind.
Die Erfindung sucht die oben angeführten Nachteile zu vermeiden und ein einfaches und bsolut betriebssicheres Kochgerät zu schaffen und erreicht dies dadurch, dass die Elektroden durch den Boden des Behälters gehen. Nur durch die Anordnung der Elektroden am tiefsten Punkt, nämlich im Boden, ist es möglich, erfolgreich auch Flüssigkeiten, sogar geringe Mengen, zu erwärmen. Die Kontaktgabe der Elektroden wird gleichfalls erleichtert, da ald Kontaktdruck das Gewicht des Behälters herangezogen wird.
Um auch Würstel u. dgl. erwärmen zu können und eine direkte Verbindung unter Umgehung des Kochgutes zwischen den Elektrolytbädern zu verhindern, wird vorgeschlagen, dass zwischen den Elektroden im Behälterboden ein oder mehrere Vorsprünge vorgesehen sind, die bei geringem Flüssigkeitsspiegel im Behälter eine direkte Verbindung zwischen den Elektroden verhindern, bei höherem Flüssigkeitsstand die Verbindung ermöglichen. Diese Vorsprünge ragen bei niedrigem Flüssigkeitsstand im Kochbehälter über das Niveau der Flüssigkeit hinaus und unterteilen dadurch die Flüssigkeit, so dass eine durchgehende Stromleitung durch diese Flüssigkeit vermieden wird.
Es wird weiter vorgeschlagen, dass die vorzugsweise flach ausgebildeten Elektroden in den Behälterboden so eingelassen sind, dass sie mit der inneren Oberfläche des Behälterbodens bündig abschliessen. Die Elektroden werden somit nirgends über den Behälterboden hinausragen, sondern in einer Flucht mit der Bodenoberfläche angeordnet sein, so dass die Form des Kochbehälters der Form einer üblichen Kochschüssel, beispielsweise aus feuerfestem Glas oder aus Keramik entspricht. Um die Entfernung des Kochbehälters vom Untersatz zu ermöglichen, ist die Anordnung so getroffen, dass die Anspeisung der Elektroden durch im Untersatz angeordnete federnde Kontakte erfolgt, die in an der Aussenseite des Behälterbodens vorgesehene Löcher einführbar sind.
Durch Versenken des Kochbehälters in eine im Untersatz vorgesehene Öffnung gelangen automatisch die federnden Kontakte in die Löcher des Behälterbodens, die bis zu den Elektroden führen, oder einen stromleitenden, mit den Elektroden verbundenen Grund aufweisen, so dass eine Stromzuführung zu den Elektroden bei Einsetzen des Kochbehälters in den Untersatz sichergestellt ist.
Vorzugsweise sind die Elektroden in den Boden des aus Glas oder Kunststoffmaterial bestehenden Kochbehälters eingegossen. Hiebei ist es zweckmässig, wenn der Boden im Inneren des Kochbehälters Ausnehmungen von vorzugsweise sich nach oben verjüngendem, trapezförmigen Querschnitt aufweist, durch welchen die Elektrodenmasse an die Oberfläche tritt ; auf diese Weise kann die wirksame, mit dem Kochgut in Berührung stehende Oberfläche der Elektroden auf einfache Weise festgelegt werden. Durch die im Querschnitt trapezförmige bzw. konische Ausbildung der Ausnehmungen werden Stromstauungen vermieden.
In den Zeichnungen zeigt die Fig. 1 einen Schnitt durch ein Kochgerät, u. zw. einen Schnitt durch den den Kochbehälter aufnehmenden Teil des Gehäuses mit eingesetztem Kochbehälter. Die Fig. 2 zeigt das Schaltschema eines Kochgerätes und Fig. 3 eine Kochgerätvariante in perspektivischer Ansicht. Fig. 4 stellt einen Schnitt nach der Linie III-III der Fig. 3 dar. Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform eines Kochgerätes im Sinne der Erfindung, bei welcher die Elektroden nur teilweise an die Oberfläche des Beälterbodens treten, im Schnitt parallel zu den Elektroden in Seitansicht. Die Fig. 6 und 7 zeigen die Verriegelungsvorrichtung des Deckels, wobei Fig. 6 eine Draufsicht und Fig. 7 einen Schnitt nach der Linie VIII-VIII der Fig. 6 darstellt.
Das Kochgerät gemäss Fig. 1 besteht aus einem Untersatz in welchem ein Kochbehälter --2-- entfernbar angeordnet ist. Der Kochbehälter --2-- kann durch einen am Untersatz-l--angelenkten Deckel--3--abgedeckt werden.
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vorgesehene Ausnehmungen bilden, in welchen Elektrolytbädern 6'--vorgesehen sind. Das beispielsweise aus einer Wurst bestehende Kochgut wird so in den Kochbehälter eingelegt, dass die beiden Enden--9, 9'-
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elektrischer Widerstand und der durch das Kochgut--8--hindurchfliessende Strom verursacht eine direkte Erwärmung des Kochgutes.
Um eine Ausbildung von Kriechströmen und eine Stromzuleitung zwischen den
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Erreichen einer bestimmten Kochtemperatur den Kochstromkreis unterbricht.
Wie aus dem in Fig. 2 dargestellten Schaltschema hervorgeht, werden die Elektroden--101 und 102--, welche vorzugsweise aus Kohle oder Elektrographit bestehen, aber auch Salzelektroden sein können, von einer Wechselstromquelle mit einer Frequenz von mindestens 50 Hz über Klemmen --103-- angespeist. Eine Verwendung von Metallelektroden ist aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich. In den Stromkreis zu den Elektroden ist ein Schalter--104--, ein Überspannungsschutzschalter--105--, ein Vorwiderstand --106-- und eine Glimmlampe --107-- eingeschaltet.
Der Vorwiderstand--106--ist durch einen Bimetallschalter--108--überbrückt, der erst bei Überschreitung einer zulässigen Erwärmung und daher bei unzulässiger Stromerhöhung öffnet, wodurch erst dann der Vorwiderstand--106--eingeschaltet wird. An Stelle des Bimetallschalters kann auch ein anderer stromabhängiger Schalter Verwendung finden. Die Glimmlampe --107-- ist parallel zu den Elektroden-101 und 102-angeordnet und die Helligkeit dieser Glimmlampe-107-wird bei steigendem Salzgehalt des Kochgutes kleiner, so dass mit dieser Glimmlampe der ungefähre Salzgehalt festgestellt werden kann. Wie aus den Fig. 3 und 4 hervorgeht, weist das Kochgerät einen Untersatz--109--auf, in welchem ein Kochgutbehälter--110--aus feuerfestem Glas, Keramik oder
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In den Boden des Kochbehälters --110-- sind zwei Elektroden--101 und 102-- (Fig. 4) so eingebettet, dass sie über die Bodenoberfläche nicht hinausragen. Diese Elektroden können durch ein Diaphragma - 113 bzw. 114-zwecks Strombegrenzung abgedeckt werden. Ausserdem kann noch zwischen den beiden Elektroden--101 und 102-- ein an der Seitenwand des Kochbehälters eingeklemmtes Diaphragma--115-vorgesehen sein, wie dies in Fig. 3 und 4 strichliert angedeutet ist. Durch dieses Diaphragma, an dessen Oberfläche der Kochvorgang beginnt, erfolgt ebenfalls eine Strombegrenzung unabhängig vom Salzgehalt des Kochgutes. Zur Festlegung der gewünschten Stromstärke können in diesem Diaphragma nicht dargestellte Löcher vorgesehen sein.
Der Boden des Kochbehälters --110-- ist zweckmässig zwischen den Elektroden gewölbt ausgebildet, so dass die Elektroden in Vertiefungen des Behälterbodens liegen. Wird nur eine geringe Flüssigkeitsmenge in den Behälter--110--eingefüllt, so sammelt sich diese Flüssigkeitsmenge in den beiden Vertiefungen, so dass dort elektrolytische Bäder entstehen, in welche beispielsweise die Enden einer zu kochenden Wurst eingehängt werden können. Wird hingegen mehr Flüssigkeit eingefüllt so erfolgt die Schliessung des Stromkreises über die Flüssigkeit, so dass eine Erwärmung der Flüssigkeit und der eventuell darin befindlichen festen Bestandteile erfolgt.
Im Boden des Untersatzes --109-- sind Kontaktbolzen --116,117-- vorgesehen, die über Federn - 118 und 119-- mit der Stromzuführung verbunden sind. Beim Aufsetzen des Kochbehälters --110-- auf Kontaktbolzen --116,117-- dringen diese Kontaktbolzen in Ausnehmungen-120, 121- an der Aussenseite des Behälterbodens, die bis zu den Elektroden--101, 102--reichen, ein und werden durch die federnde Anpressung der Kontaktbolzen--116, 117--mit Strom versorgt. Im Boden des Behälters --110-ist weiters der Vorwiderstand--106--untergebracht.
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dem Eisschrank 14 bis 18 sec und bei Konserven ungefähr 30 sec beträgt eingestellt werden.
Der Schalter --104-- dient auch gleichzeitig der Verriegelung des Deckels--112--. Hiezu ist der Deckel--112--mit einem Fortsatz--122--versehen, der in einen Schlitz--123--des Untersatzes--109--eingreift und der, wie aus den Fig. 6 und 7 hervorgeht, eine Nut--124--besitzt, in welche ein von der Schaltuhr--104-verdrehbares, zweckmässig mit dieser auf einer Achse sitzendes Rad --125-- eingreift. Dieses Rad-125- weist eine Ausnehmung--126--auf, durch welche in der Nullstellung der Schaltuhr--104--der Fortsatz - -122-- freigegeben wird.
Durch diese Anordnung kann somit eine Verdrehung der Schaltuhr und damit ein Einschalten des Stromkreises nur bei geschlossenem Deckel --112-- erfolgen, und es kann dieser Deckel erst wieder geöffnet werden, wenn die Schaltuhr ihre Nullstellung erreicht hat. Es wird somit eine Berührung des stromführenden Kochgutes mit Sicherheit ausgeschlossen.
In Fig. 5 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei welcher Elektroden--127 bzw. 127'--nicht über ihre ganze Länge mit dem Kochgut in Berührung stehen. Der Boden des Kochbehälters--110--weist an seiner Innenseite Ausnehmungen von sich nach oben trapezförmig erweiterndem Querschnitt auf, die die Elektroden - 127, 127'--aufnehmen. Auf diese Weise kann die Oberfläche den gewünschten, für den erforderlichen
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Stromdurchgang nötigen Wert bekommen. Die Stromzuführung zu den Elektroden erfolgt durch über mit Federn --118 bzw. 118'--abgestützte Kontaktbolzen--116, 116'--. Auch bei dieser Ausführungsform ist es möglich, die mit dem Kochgut in Berührung stehende Oberfläche der Elektroden durch ein Diaphragma abzudecken.
Der Untersatz--109--sowie der Deckel--112--des Kochgerätes sind aus Kunststoff gebildet, so dass ein sicherer Berührungsschutz durch Gehäuseisolation erzielt wird.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Kochgerät für Speisen mit einem das Kochgut aufnehmenden Kochbehälter, wobei der Kochbehälter abnehmbar ist und durch die Wand des Behälters Elektroden gehen, die bei Stellen des Kochbehälters in das
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