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Die Erfindung betrifft eine Zerkleinerungseinrichtung für Feldfrüchte, Halm- und Blattgut od. dgl., insbesondere Häcksler, mit einem die Zerkleinerungseinrichtung wenigstens zum grössten Teil umgebenden Gehäuse und mit einer Einzugsvorrichtung, die vorzugsweise wenigstens eine Einzugswalze aufweist, wobei das die Zerkleinerungseinrichtung umgebende Gehäuse durch mindestens eine Öffnung oder einen Kanal mit einem Vorratsbehälter für Zusatzstoffe verbunden ist, und zwischen dem Gehäuse und dem Vorratsbehälter eine von der Einzugsvorrichtung steuerbare Dosiereinrichtung zum Verändern des Durchsatzes durch die Öffnung bzw. den Kanal vorgesehen ist.
Bei der Erzeugung von Futter für landwirtschaftliche Betriebe hat es sich als vorteilhaft erwiesen, dem durch Zerkleinern von Feldfrüchten, Halm- und Blattgut od. dgl. gewonnenen Futter verschiedene Zusatzstoffe beizugeben. Insbesondere hat in den letzten Jahren die Maispflanze als guter Nährstoffträger eine sprunghafte Verbreitung gefunden und damit ist auch die Silagebergung, sowohl Grünmaissilage als auch Maiskolbensilage, stark in den Vordergrund gerückt. Hiebei hat sich vor allem die Maiskolbensilage als hochwertiges Futter für die Fleischgewinnung in den Mastbetrieben erwiesen. Verschiedene, im Handel erhältliche Zusätze wie Harnstoffbeimengungen usw. können den Wert dieser Futterart erhöhen. Darüber hinaus können Milchsäurekulturen (Silosol, Amasil usw. ) beigemengt werden, welche eine Fehlgärung vermeiden und den Gärungsprozess günstig beeinflussen.
Alle diese Beimengungen sind jedoch nur dann sinnvoll, wenn sie in kleinen Mengen und gleichmässig verteilt beigemengt werden. Es ist daher bereits vorgeschlagen worden, eine Zerkleinerungseinrichtung mit einem Vorratsbehälter für Zusatzstoffe zu verwenden, der über einen Rohrstutzen mit dem Gehäuse der Zerkleinerungseinrichtung verbunden ist. Die Einstreuöffnung befindet sich bei dieser bekannten Ausführung an der Zubringerseite im Saugzentrum des Häckslers. Somit gelangen bei dieser Einrichtung die Zusatzstoffe, im vorliegenden Fall vor allem Salz, in den Bereich der Messerradwelle und deren Lager, wo sie oft zu Korrosionsschäden Anlass geben (österr. Patentschrift Nr. 197112).
Aus anderem Zusammenhang ist es bekannt, zum Beimischen von streufähigen Zusätzen zu den in einem Gebläsehäcksler verarbeiteten Gut ein Zusatzgebläse zu verwenden. Bei dieser Anordnung wird zwar verhindert, dass die streufähigen Zusätze, insbesondere das Salz, mit dem Messerrad und dessen Lagerteilen in Berührung kommen, doch wird das Zusatzgebläse selbst von den korrosiven Zusätzen angegriffen und unterliegt einem starken Verschleiss (österr. Patentschrift Nr. 201345).
Aufgabe der Erfmdung ist es, diese Nachteile zu vermeiden und eine Vorrichtung zu schaffen, die einerseits eine gleichmässige Verteilung der Zusatzstoffe in dem zu zerkleinernden Gut sicherstellt und anderseits weitgehendst korrosionsbeständig ist.
Dies wird gemäss der Erfindung bei einer Zerkleinerungseinrichtung der eingangs genannten Art dadurch erreicht, dass die Öffnung zum Zuführen des Zusatzstoffes bzw. die Mündung des Kanals zwischen dem Gehäuse und dem Vorratsbehälter für die Zusatzstoffe, insbesondere Gärstoffe, im Auswurf des Gehäuses vorgesehen ist, und dass im Bereich der Austrittsöffnung des Vorratsbehälters vorzugsweise unmittelbar oberhalb der Austrittsöffnung, wenigstens ein Rührwerk angeordnet ist.
Diese Ausbildung hat den Vorteil, dass nicht nur die Zusatzstoffe von den Lagern der Messerradwelle ferngehalten werden, wodurch Korrosionsschäden weitgehendst vermieden werden können, sondern dass auch die Zusatzstoffe ohne Verwendung eines Gebläses im gehäckselten Gut gleichmässig verteilt werden. Im Auswurfbereich streicht nämlich das Gut bereits im gehäckselten und somit klein zerteilten Zustand an der Öffnung zum Zuführen der Zusatzstoffe vorbei. Es sei bemerkt, dass es insbesondere beim Zuführen von Harnstoff-und Milchsäurekulturen auf eine sehr gleichmässige Verteilung ankommt.
Die Anordnung des Rührwerkes bietet den Vorteil, dass ein Verstopfen der Austrittsöffnung vermieden wird. Die Gefahr des Verstopfens ist bei einer im Auswurf angeordneten Einstreuöffnung naturgemäss grösser als bei einer an der Zubringerseite angeordneten Einstreuöffnung, da bei der letztgenannten Anordnung das Einbringen der Zusatzstoffe durch die Saugwirkung unterstützt wird.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes zeigt, näher beschrieben.
Der in der Zeichnung dargestellte Häcksler zur Gewinnung von Grünmaissilage besteht im wesentlichen aus einem Häckselwerk --70--, einer Einzugsvorrichtung --71-- und einem Maisgebiss--72--. Das Häckselwerk--70--umfasst hiebei ein Messerrad--73--, das mit einer Antriebswelle--74--drehfest verbunden ist, und ein das Messerrad umgebendes Gehäuse--75--, das einen Auswurf--76--aufweist, der tangential vom Gehäuse nach oben gerichtet absteht. Die Einzugsvorrichtung --71-- hat eine ortsfeste Einzugswalze--77--und eine höhenverstellbare Einzugswalze--78--, die beide über nicht dargestellte Einrichtungen angetrieben werden.
Das Maisgebiss --72-- besteht aus an umlaufenden Ketten-79befestigten Greifern --80-- zum Erfassen der Maispflanzen und einer an der Unterseite des Maisgebisses angeordneten Schneidvorrichtung--81--zum Abtrennen der Stengel der Maispflanzen.
Oberhalb des Gehäuses--75--, welches das Messerrad--73--umgibt, ist ein Vorratsbehälter
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fourSchieber --84-- eingesetzt, der über eine Verstellstange --85-- mit einem, an der Einzugsvorrichtung angelenkten Winkelhebel--86--, der eine Schlitzführung --88-- aufweist, verbunden ist, wobei der Winkelhebel an einem mit der höhenbeweglichen Einzugswalze befestigten Arm --87-- angelenkt ist. Die Beimengung des Zusatzstoffes erfolgt hiebei im Auswurf --76-- und die Steuerung des Schiebers-84wird von der Öffnungsweite der Einzugswalzen abgenommen.
Um eine Verstopfung der Öffnung --83-- zu verhindern, ist unmittelbar oberhalb der Öffnung Ruhrwerk-89-angeordnet. Das Rührwerk --89-- ist aus mehreren, auf einer Welle befestigten Stiften, Flügeln od. dgl. gebildet. Die Welle wird hiebei über einen Riemen- oder Kettentrieb vom Antrieb des Häckselwerkes--70--angetrieben.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Zerkleinerungseinrichtung für Feldfrüchte, Halm- und Blattgut od. dgl., insbesondere Häcksler, mit einem die Zerkleinerungseinrichtung wenigstens zum grössten Teil umgebenden Gehäuse und mit einer Einzugsvorrichtung, die vorzugsweise wenigstens eine Einzugswalze aufweist, wobei das die Zerkleinerungseinrichtung umgebende Gehäuse durch mindestens eine Öffnung oder einen Kanal mit einem Vorratsbehälter für Zusatzstoffe verbunden ist, und zwischen dem Gehäuse und dem Vorratsbehälter eine von der Einzugsvorrichtung steuerbare Dosiereinrichtung zum Verändern des Durchsatzes durch die Öffnung bzw. den
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Zusatzstoffes bzw.
die Mündung des Kanals zwischen dem Gehäuse (75) und dem Vorratsbehälter (82) für die Zusatzstoffe, insbesondere Gärstoffe, im Auswurf (76) des Gehäuses vorgesehen ist, und dass im Bereich der Austrittsöffnung des Vorratsbehälters vorzugsweise unmittelbar oberhalb der Austrittsöffnung, wenigstens ein Rührwerk (89) angeordnet ist.
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