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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Betätigen eines Dienstleistungsgerätes mit einem Auslösemechanismus für die Dienstleistung, der durch einen in ein Schloss einschiebbaren Schlüssel betätigbar ist, von dem Teile beim Betätigen des Auslösemechanismus durch eine Trennvorrichtung entfernbar sind. Als Dienstleistungsgeräte seien hier beispielsweise Warenautomaten, elektrisch arbeitende Geräte, beispielsweise Massageapparate, Schuhputzmaschinen usw. erwähnt.
Bei einer Vorrichtung der eingangs genannten Art wurde es bekannt, den Schlüssel nach Art eines Steckschlüssels auszubilden, der dazu dient, vier Endkontakte, die im Schloss angeordnet sind, zu betätigen. Der von dem vorderen Ende des Schlüssels betätigte Endkontakt löst hiebei eine Stanze aus, die einen Teil des Schlüssels wegstanzt, wodurch die gesamte Länge des Schlüssels verkürzt wird, wobei es letztlich dazu kommt, dass der Schlüssel so kurz wird, dass der Stanzkontakt nicht mehr erreicht werden kann und somit der Schlüssel verbraucht und keine Dienstleistung mehr ausgelöst werden kann. Die bekannte Vorrichtung ist hiebei von einer Stromversorgung abhängig und benötigt eine Stanze samt deren Betätigungseinrichtungen. Der Aufbau der Vorrichtung wird hiedurch kompliziert und störanfällig.
Diese Nachteile lassen sich jedoch vermeiden, wenn gemäss der Erfindung der Auslösemechanismus eine Kupplung aufweist, deren vor dem Einführen des Schlüssels getrennte Kupplungselemente durch Verschieben eines der Kupplungselemente in Schieberichtung des Schlüssels miteinander in Eingriff bringbar und durch gemeinsames Schwenken beider Kupplungselemente das Dienstleistungsgerät auslösbar ist, wobei am Schlüssel ein oder in Schieberichtung des Schlüssels aufeinanderfolgend mehrere Fortsätze angeordnet sind, von welchen der dem Vorderende des Schlüssels nächstliegende Fortsatz beim Einführen des Schlüssels zur Anlage an das in Schieberichtung des Schlüssels gleitbare Kupplungselement kommt und dieses in Eingriff mit dem zweiten Kupplungselement schiebt und dass die Trenneinrichtung einen Anschlag aufweist,
der im Schwenkbereich des jeweils an dem in Schieberichtung des Schlüssels gleitbaren Kupplungselementes anliegenden Fortsatz des Schlüssels liegt und beim Verschwenken des Schlüssels diesen Fortsatz vom Schlüsselkörper abtrennt. Bei der erfindungsgemässen Vorrichtung wird im Gegensatz zum Bekannten von einem Schlüssel Gebrauch gemacht, der durch Drehen das Gerät auslöst, wobei durch die Drehung ein Stück des Bartes weggebrochen wird. Die Vorrichtung ist somit einfach in ihrem Aufbau und bringt ein hohes Mass an Funktionssicherheit.
Eine besonders einfache Anordnung der Kupplung ergibt sich, wenn in Weiterbildung der Erfindung das in Einschubrichtung des Schlüssels verschiebbare Kupplungselement eine Hülse aufweist, die unter dem Druck einer Feder stehend auf den Kern des als Zylinderschloss ausgebildeten Schlosses aufschiebbar und drehschlüssig mit dem Kern verbindbar ist, wobei der Kern einen von seiner Mantelfläche ausgehenden Durchtrittsschlitz für die Fortsätze des Schlüssels aufweist. Der Kern des Zylinderschlosses bildet hiebei gleichzeitig die Führung für das Kupplungselement.
Eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung sieht vor, dass der Anschlag der Trenneinrichtung parallel zur Verschieberichtung des einen Kupplungselementes, insbesondere an einem Führungsbolzen gleitbar gelagert und mit dem verschiebbaren Kupplungselement gekuppelt ist. Hiedurch wird mittels einer einfachen Konstruktion sichergestellt, dass der Anschlag immer die richtige Lage für das Abtrennen des Fortsatzes des Schlüssels einnimmt.
In Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass das als Hülse ausgebildete Kupplungselement einen, insbesondere flanschartigen Fortsatz mit einem Schlitz zur Aufnahme eines sich in Verschieberichtung des Schlüssels erstreckenden Kupplungszapfens des zweiten Kupplungselementes aufweist, wobei der Kupplungszapfen ausser Eingriff mit dem Schlitz steht, wenn die Hülse unter dem Einfluss der Feder ihre Endlage auf dem Kern des Zylinderschlosses erreicht hat. Die so geschaffene Stift-Schlitz-Kupplung ist in der Herstellung einfach und bietet hohe Funktionssicherheit.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigen : Fig. 1 eine Seitenansicht eines Schlüssels für eine Vorrichtung zum Betätigen eines Dienstleistungsgerätes, beispielsweise eines Automaten, Fig. 2 seine stirnseitige Ansicht, Fig. 3 eine Ansicht der erfindungsgemässen Vorrichtung in Betätigungsstellung bei eingeschobenem Schlüssel, Fig. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 3, und die Fig. 5 und 6 Ansichten entsprechend Fig. 3 in zwei voneinander verschiedenen Gebrauchsstellungen.
In den Zeichnungen ist mit-l-ein Schlüssel bezeichnet, der einen Bart --2-- aufweist und in ein Schloss --3-- passt.
Der Schlüssel--l--kann somit nur für bestimmte Geräte und nicht unterschiedslos für jedes Gerät verwendet werden.
Der Schlüssel--l--weist fünf Fortsätze --la, Ib, lc, 1d und le--auf, die, wenn er in das Schloss - 3-eingeführt ist, in der in den Fig. 3 bis 5 dargestellten Lage auf eine Hülse --4-- einwirken, die auf einer Führungsstange--5--bzw. dem Kern des Schlosses--3--verschiebbar gelagert ist. Der Schlüssel - l-kann die Hülse-4-entgegen der Einwirkung einer Rückstellfeder --7-- in Richtung des Pfeiles --6-- (Fig. 3 und 5) verschieben.
Wenn die Hülse --4-- durch den Schlüssel-l--in axialer Richtung verschoben wird, kommt ein mit der Hülse --4-- fest verbundener flanschartiger Fortsatz in dem sich ein kreisbogenförmiger Schlitz
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--9-- (Fig. 4) befindet, mit einem mit einem scheibenförmigen Kupplungselement --11-- fest verbundenen Kupplungszapen--10--inEingriff.
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flanschartigen Fortsatz--8--der Hülse--4--in Eingriff stehenden Kupplungszapfen --10-- auch das mit diesem Zapfen versehene Kupplungselement --11-- gedreht. Die Scheibe --11-- bewirkt bei ihrer Drehbewegung mittels eines nicht dargestellten Mechanismus das Auslösen bzw. das Einschalten des Automaten oder eines sonstigen Dienstleistungsgerätes.
Die Hülse --4-- ist in ihren Axialverschiebungen mit einer auf einem Führungsbolzen --13-- verschiebbaren Buchse --12-- fest gekoppelt, u. zw. dadurch, dass der flanschartige Fortsatz --8-- der Hülse --4-- zwischen zwei mit der Buchse --12-- fest verbundenen Flanschen --14 und 15--eingreift. Die Buchse-12-trägt einen Anschlag-16-, der in den Schwenkbereich des an der Hülse-4-jeweils anliegenden Fortsatzes (in den Fig. 3 und 4 ist dies der Fortsatz--la--) des Schlüssels--l--ragt. Bei der Drehung des Schlüssels-l-wird der zur Anlage an den Anschlag --16-- kommende Teil längs der Stelle
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seiner Fortsätze--la bis le--verloren.
Bei jeder Benutzung des Schlüssels verschwindet also einer der Fortsätze, so dass er sich nach und nach entsprechend seinem Gebrauch entwertet. Wenn der Schlüssel, wie in Fig. 6 dargestellt, keinen Bart mehr aufweist, kann er zwar in das Schloss --3-- vollständig eingeführt werden, die Hülse --4--, in die er ebenfalls vollständig eindringt, wird jedoch axial nicht verstellt, so dass der mit der Hülse --4-- fest verbundene flanschartige Fortsatz --8-- mit dem Kupplungszapfen --10-- nicht in Eingriff kommt, wodurch die Drehbewegungen des Schlüssels--l--nur eine Drehbewegung der Hülse --4-und des Scheibenflansches-8--, nicht aber des zweiten Kupplungselementes --11-- erzeugen können.
Somit ist der Schlüssel dann unwirksam und kann nicht mehr das Auslösen des Automaten bewirken.
Der Verbraucher kauft die Schlüssel, die er benötigt, indem er so die von ihm gewünschten Dienstleistungen entweder in Form von durch Automaten ausgegebenen Produkten oder in Form von Dienstleistungen durch elektrische Geräte im voraus bezahlt. Er braucht also nicht über Münzgeld zu verfügen und kann sich entsprechend seinem Bedarf im Handel mit Schlüsseln versorgen.
Jeder Fortsatz des Schlüssels--l--hat einen bestimmten Wert, der eine Funktion des Gerätetyps ist, für den der Schlüssel bestimmt ist.
Der Schlüssel --1-- wird aus Metall oder vorzugsweise aus Bakelit oder Kunststoff hergestellt. Die letztgenannten Werkstoffe machen Fälschungen oder Nachahmungen dadurch schwierig, dass sie ihre Gestalt nur durch spanlose Verformung erhalten können. Die Dienstleistungsgeräte können beispielsweise magnetische oder photoelektrische Prüfeinrichtungen enthalten, die verhindern, dass andere Schlüssel als Originalschlüssel verwendet werden können.
Desgleichen kann der Anschlag --16-- des Mechanismus beweglich angebracht und der Wirkung einer Rückstellfeder dergestalt ausgesetzt werden, dass, wenn ein zu grosser Druck auf diesen Teil ausgeübt werden
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Verschiebung die Blockierung des Mechanismus bewirkt.
Eine solche Vorrichtung stellt eine zusätzliche Sicherheit dar, die die Benutzung falscher Schlüssel verhindert, deren Zerbrechen nicht in der gleichen Weise wie bei den Originalschlüsseln vor sich ginge.
Es ist anzumerken, dass die Fortsätze des Schlüssels auch in einer andern Zahl als fünf vorhanden sein können ; sie können jede beliebige angemessene Form aufweisen und durch beliebige andere, nach Massgabe des Gebrauches des Schlüssels verschwindende oder sich im Gegenteil bildende Mittel wie beispielsweise Löcher oder jede andere Markierung ersetzt werden ; desgleichen kann der schlüsselförmige Teil der Vorrichtung von jeder beliebigen zur Betätigung eines Schlosses fähigen Art sein.
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