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Die Erfindung betrifft eine neue Ausführungsform eines noch nicht zum Stande der Technik gehörenden
Vorschlages nach dem Stammpatent Nr. 289269, in welchem nach Neutralisation wasserlösliche überzugsmittel beschrieben werden.
Gemäss dem Stammpatent bestehen die wässerigen überzugsmittel aus
A) einem oder mehreren carboxylgruppentragenden Umsetzungsprodukten von Dien-polymerisaten mit einer a, ss-äthylenisch ungesättigten Carbonsäure und/oder Dicarbonsäure und/oder deren Anhydrid und/oder Halbestern und/oder Halbamiden,
B) einem oder mehreren, gegebenenfalls verätherten, wärmereaktiven Kondensationsprodukten von
Formaldehyd mit Phenolcarbonsäuren, gegebenenfalls zusätzlich von Kondensationsprodukten von
Formaldehyd mit Phenolen, und/oder Harnstoffen und/oder Aminotriazinen und gegebenenfalls
C) einer oder mehreren Polyhydroxylverbindungen mit mindestens zwei Hydroxylgruppen und einem
Molekulargewicht zwischen 50 und 3000.
Durch die Verwendung der Komponente B), und, in geringerem Masse, auch der Komponente C) wird die
Sauerstoffreaktivität des Bindemittels vermindert.
Aus den Ausführungsbeispielen des Stammpatentes ist ersichtlich, dass nach erfolgter Umsetzung zwischen
Dienpolymerisat mit Dicarbonsäureanhydrid das gebildete Addukt mit Wasser hydrolysiert wird.
Es wurde nun gefunden, dass man in Abänderung der obigen Ausführungsform überzugsmittel herstellen kann, die sich durch weiter verringerte Sauerstoffaktivität und gesteigerte Konstanz ihrer Eigenschaften in verdünnten wässerigen Lösungen auszeichnen, wenn man die Komponente A) nach erfolgter Umsetzung zwischen
Dienpolymerisat und der a, ss -äthylenisch ungesättigten Dicarbonsäure und/oder deren Anhydrid mit
Monoalkoholen so weit reagieren lässt, dass maximal 70% der vorhandenen oder-im Fall des Vorliegens von Dicarbonsäureanhydriden-potentiell vorhandenen Carboxylgruppen verestert werden.
Gegenstand der Erfindung sind also nach Neutralisation wasserlösliche überzugsmittel aus
A) carboxylgruppentragenden Umsetzungsprodukten von Dienpolymerisaten mit a, ss-äthylenisch ungesättigten Carbonsäuren und/oder Dicarbonsäuren und/oder deren Anhydriden und/oder
Halbestern, welche mit Monoalkoholen so weit umgesetzt sind, dass maximal 70% der vorhandenen oder potentiell vorhandenen Carboxylgruppen verestert wurden,
B) einem oder mehreren, gegebenenfalls verätherten, wärmereaktiven Kondensationsprodukten von
Formaldehyd mit Phenolcarbonsäuren, gegebenenfalls zusätzlich von Kondensationsprodukten von
Formaldehyd mit Phenolen und/oder Harnstoffen und/oder Aminotriazinen, und gegebenenfalls
C) einer oder mehreren Polyhydroxylverbindungen mit mindestens zwei Hydroxylgruppen und einem
Molekulargewicht zwischen 50 und 3000.
Durch die partielle Veresterung der Komponente A) erreicht man in einfacher Weise eine Verringerung der Autoxydationstendenz. Man kann dies durch eine Vergleichsbeobachtung des Verhaltens bei Lagerung eindrucksvoll feststellen : Während die Komponente A) in unveresterter Form nach kurzer Zeit an der Berührungsfläche mit Luft eine dicke, später spröde werdende, unlösliche Haut bildet, bleibt die Oberfläche der erfindungsgemäss partiell veresterten Komponente A) überraschenderweise unverändert weich und klebrig.
Ein ähnliches Resultat erhält man beim Vergleich von Lacküberzügen. Filme der unveresterten Komponente A) bilden rasch eine harte Oberfläche, unter der das Bindemittel weich bleibt, und die daher keine Haftung zum Substrat aufweisen. Überzüge aus der erfindungsgemäss partiell veresterten Komponente A) hingegen weisen eine stark verbesserte Durchtrocknung und Haftung auf. Gegenüber dem Stammpatent ist es durch die Erfindung möglich, die Komponente B) weitgehend zu vermindern, was einerseits zu einer Verbesserung der mechanischen und korrosionshemmenden Eigenschaften führt, anderseits die Gefahr der Disproportionierung von Elektrobeschichtungsbädern vermindert.
Unter den Polymeren konjugierter Diolefine, im folgenden kurz Polymeröle genannt, sollen, wie im Stammpatent, Polymerisate konjugierter Diene verstanden sein, z. B. aus Butadien-1, 3 und/oder 2-Methylbutadien-1, 3 und/oder 2, 3-Dimethylbutadien-1, 3 und/oder Chloropren, usw., gegebenenfalls mit andern mischpolymerisierbaren Monomeren, wie Styrol, a-Methylstyrol, o-, m- oder p-Chlorstyrol, Vinylnaphthalin, Vinylcyclohexan, Vinylcyclohexan, Vinylacetat, (Meth) acrylsäureestern, (Meth)-acrylnitril, usw. Sie haben Molekulargewichte zwischen 500 und 20000 und enthalten vorwiegend isolierte Doppelbindungen, die gegebenenfalls partiell hydriert werden können.
Es ist auch möglich, Polymerisate von konjugierten Dienen nachträglich durch Pfropfpolymerisation mit Styrol, Vinyltoluol, a-Methylstyrol, (Meth) acrylsäureestern, Acrylnitril u. a. zu modifizieren, um eine besonders hohe elektrische Isolierwirkung der daraus hergestellten anodisch abscheidbaren überzugsmittel zu erzielen.
Als a, ss-äthylenisch ungesättigte Carbonsäuren können verwendet werden : (Meth) acrylsäure, Maleinsäure, Maleinsäureanhydrid, Maleinsäurehalbester, Fumarsäure, Itaconsäure. Bei der Verwendung von Maleinsäurehalbestem tritt bei den Temperaturen der Umsetzung mit dem Dienpolymerisat eine Recyclisierung zu Maleinsäureanhydrid unter gleichzeitiger Abspaltung des Alkohols ein.
Zur Herstellung der Komponente A) werden das Dien-Polymerisat und das vorzugsweise verwendete Maleinsäureanhydrid auf Temperaturen zwischen 150 und 2500C bis zu völligen Bindung des Anhydrids erhitzt.
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Anschliessend wird das gebildete Addukt mit dem Monoalkohol unter Rückflusskühlung umgesetzt. Zur Beschleunigung der Reaktion können Katalysatoren, vorzugsweise tertiäre Amine, mitverwendet werden. Die Reaktionstemperatur kann bis 500C über dem Siedepunkt des verwendeten Alkohols liegen. Durch Bestimmung der Säurezahl verfolgt man den Verlauf der Umsetzung.
Geeignete Monoalkohole sind alle Alkanole, z. B. Methanol, Äthanol, n-Propanol, Isopropanol, n-Butanol, iso-Butanol, sec-Butanol, usw. Daneben Halbäther des Äthylenglykol, Diäthylenglykols, der Polyäthylenglykole, des Propylenglykols, z. B. Äthylenglykolmonomethyläther, Äthylenglykolmonoäthyläther, Äthylenglykolmonobutyläther, Diäthylenglykolmonoäthyläther, Propylenglykolmonobutyläther, usw.
Als Komponente B) werden bevorzugt Resolcarbonsäuren verwendet, wie sie durch Kondensation von Formaldehyd mit Phenolcarbonsäuren, wie 2- (4-Hydroxyphenyl)-2- (carbäthoxyphenyl)-propan oder 4, 4-Bis- (4-hydroxyphenyl) -valeriansäure oder p-tert-Butylphenolglykolsäureäther in bekannter Weise erhalten werden, gegebenenfalls nach partieller oder vollständiger Verätherung der Methylolgruppen.
Kondensationsprodukte von Formaldehyd mit Phenolen, wie p-tert.-Butylphenol, 2, 2-Bis- (4-hydroxy- phenyl)-propan oder mit Harnstoff, Thioharnstoff, Melamin, Benzoguanamin u. a., gegebenenfalls nach Verätherung mit niedrigen Alkoholen, können mitverwendet werden. Bei Mitverwendung von Aminoplastkomponenten können die Einbrenntemperaturen erniedrigt werden.
Als Komponente C) eignen sich solche Verbindungen, die bei den Härtungstemperaturen der erfindungsgemässen Überzugsmittel so schwer flüchtig sind, dass sie zum Aufbau eines gehärteten überzuges beitragen. Die organischen Verbindungen, die hier in Betracht kommen, sind : Äthylenglykol, Propylenglykol, Butylenglykol, Neopentylglykol, Glycerin, Trimethylolpropan, Pentaerythrit, epoxygruppenfreie Derivate von Äthern des Diphenylolpropans mit Epichlorhydrin, z. B. deren partielle Ester mit Fettsäuren ; weiters
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monoäthylenglykolester, gegebenenfalls mit andern a, ss-äthylenisch ungesättigten Monomeren (wie Styrol, Vinyltoluol,/Meth/acrylsäureestern, Vinylacetat,/Meth/acrylamid,/Meth/acrylnitril), oder Umsetzung von Athylenoxyden mit vorgebildeten carboxylgruppenhaltigen Polymerisaten gewonnen werden.
Darüber hinaus erhält man Produkte mit besonderen Eigenschaften, wenn man die Polyhydroxylverbindungen so mit Isocyanaten partiell umsetzt, dass das Endprodukt noch mindestens zwei Hydroxylgruppen trägt.
Die Komponenten können als Mischung vorliegen oder durch vorsichtige Kondensation chemisch miteinander verbunden worden sein, was besonders dann erforderlich ist, wenn die neutralisierte Komponente B) oder die Komponente C) nur beschränkt oder nicht in Wasser löslich ist.
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Dibutylamin, Morpholin, Piperidin, Trimethylamin, Triäthylamin, ebenso Alkanolamine, z. B. Diisopropanolamin, Dimethyläthanolamin, gleicherweise Alkylenpolyamine, z. B. Äthylendiamin, Diäthylentriamin, Triäthylentetramin, usw.
Bei der Verwendung der erfindungsgemässen überzugsmittel für Elektrophorese-Lacke können Alkaliund/oder Erdalkalihydroxyde und-salze solcher Säuren zur Neutralisation verwendet werden, deren Dissoziationskonstante geringer ist als die der erfindungsgemäss eingesetzten Kunstharze, soferne sie mit letzteren, gegebenenfalls in Anwesenheit wassertoleranter Lösungsmittel, wasserlösliche Seifen bilden. Beispiele für geeignete Salze solcher schwach dissoziierter Säuren sind Alkalicarbonate, Alkalicarbamate, usw.
Zur Unterstützung der Wasserlöslichkeit und zur leichteren Handhabbarkeit der Harze können die erfindungsgemässen Überzugsmittel auch Lösungsmittel enthalten. In grösseren Mengen werden mit Wasser unbegrenzt mischbare Lösungsmittel, wie Methanol, Äthanol, (iso) Propanol, sec. -Butanol, Äthylenglykolmonomethyläther, Äthylenglykolmonoäthyläther, Äthylenglykolmonoisopropyläther, Diacetonalkohol, Dimethylformamid, u. a. verwendet. In untergeordneten Mengen, bis zu 10% des Bindemittels, können auch begrenzt wassermischbare Lösungsmittel mitverwendet werden.
Derartige Lösungsmittel sind höhere Alkohole, wie n-Butanol, (iso) Octanol, (iso)-Tridecanol, höhere Glykoläther, wie Glykolsäure-n-butylester, Äthylenglykolmonobutyläther, Diäthylenglykolmonobutyläther, aliphatische, hydroaromatische oder aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Benzinfraktionen, Tetrahydronaphthalin, Dekahydronaphthalin, Benzol, Toluol, Xylol, Äthylbenzol, usw., höhere Ketone, wie Trimethyl-cyclohexanon (Isophoron), usw.
Die erfindungsgemässen überzugsmittel können in pigmentierter oder unpigmentierter Form nach allen üblichen Auftragsverfahren verarbeitet werden.
Insbesondere bei anodischer Abscheidung zeigen die aufgebrachten überzüge gegenüber den derzeit eingesetzten Materialien überlegenen Korrosionsschutz bei Belastung durch Salznebel und Industrieatmosphäre.
Als besonders vorteilhaft darf gelten, dass die überzüge diesen Schutz auch auf nicht vorbehandelten Stahlflächen gewährleisten. Dadurch können umständliche Phosphatierungs- und Chromatierungsprozesse in der Serienfertigung lackierter Metallobjekte entfallen.
Gegenüber den überzugsmitteln des Stammpatentes ist die weiter gesteigerte Oxydationsbeständigkeit der Bäder hervorzuheben, die ein gleichmässiges Lackierergebnis über längere Betriebszeiträume gewährleistet.
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Herstellungsvorschriften für die Komponente A :
1. 400 g Polybutadien mit einer Viskosität von 5 cP/20 C, mit etwa 80% cis- und 20% trans-Struktur und einem Molekulargewicht von etwa 1400, werden mit 1, 5 g Kupfemaphthenat mit 9% Metallgehalt, und 100 g Maleinsäureanhydrid auf 200 C erhitzt. Nach 2 1/2 h Reaktionsdauer ist der Gehalt an freiem Maleinsäureanhydrid aufO gesunken. Die Säurezahl des Adduktes beträgt 190 mg KOH/g. Man kühlt auf 100 C, setzt 50 g Diacetonalkohol zu und fügt unter Rückflusskühlung langsam 35 g Methanol zu. Man hält 90 bis 100 C, bis die Säurezahl auf 90 bis 95 mg KOH/g gesunken ist.
2. 500 g Polybutadien mit einer Viskosität von 9P/45 C und etwa 90% 1, 2-vinyl- und 10% 1, 4-trans-Struktur sowie einem Molekulargewicht von etwa 1200, werden mit 0, 1 g Diphenyl-p-phenylendiamin und 100 g Maleinsäureanhydrid auf 2000C erwärmt, bis der Gehalt an freiem Maleinsäureanhydrid auf 0 gesunken ist. Man kühlt auf 1400C. Die Säurezahl beträgt 160 mg KOH/g. Man setzt 90 g Äthylenglykolmonoäthyläther, die mit 3 g Triäthylamin vermischt sind, zu, und hält 140oC, bis die Säurezahl auf 65 mg KOH/g gesunken ist.
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eine Lösung von 0, 6 g Di-tert. Butylperoxyd in 60 g Vinyltoluol gleichmässig zu und hält 1500C weiter, bis ein Festkörpergehalt von mindestens 95% erreicht ist.
Man entfernt unter Vakuum das nicht reagierte Vinyltoluol und erhält ein Pfropfpolymerisat mit einer Viskosität von 13 P/200C. 400 g dieses Materials werden mit 0, 1 g Diphenyl-p-phenylendiamin und 100 g Maleinsäureanhydrid auf 2000C erhitzt. Nach 3 h Reaktionsdauer ist der Gehalt an freiem Maleinsäureanhydrid auf 0 gesunken. Man erhält ein Addukt mit einer Säurezahl von 190 mg KOH/g und einer Viskosität von P/Gardner-Holdt, gemessen in einer Lösung von 60 g Harz und 40 g Äthylenglykolmonoäthylätheracetat. Nach Kühlung auf 1400C wird eine Lösung von 100 g Äthylenglykolmonoäthyläther und 3 g N, N-Dimethylbenzylamin zugefügt. Die Säurezahl nach erfolgter Umsetzung beträgt 90 mg KOH/g.
Herstellungsvorschriften für die Komponente B :
1. 360 g 36%ige Formaldehydlösung, 106 g Triäthylamin und 286 g 4, 4-Bis- (4-hydroxyphenyl)-valerian- säure werden auf 800C erwärmt und der pH-Wert des Reaktionsgutes (gemessen 1 : 10 in destilliertem Wasser) eventuell durch Zugabe weiteren Triäthylamin auf 7, 7 bis 8, 0 eingestellt. Man hält 10 h bei 800C und kühlt.
2.228 g 2, 2-Bis (4-hydroxyphenyl) propan werden in 500 ml 2 n Natronlauge unter Wärmezufuhr gelöst.
Dann wird die Lösung von 110 g chloressigsaurem Natrium (technisch) in 170 g Wasser zugemischt, die Temperatur langsam auf 60 bis 900C gesteigert und 1 h unter stetem Rühren des Reaktionsgemisches gehalten.
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Gemisch von Resolcarbonsäure und Resol gefällt. Nach mehrmaligem Waschen werden etwa 500 g butanolischer Lösung erhalten, die eine Säurezahl von rund 140 mg KOH/g haben. Der Festkörpergehalt beträgt etwa 65%.
Nach Neutralisation der Lösung mit Ammoniak ist sie unbegrenzt mit Wasser verdünnbar.
3. Unter Anwendung eines überschusses von chloressigsaurem Natrium über die theoretische Menge, zweckmässig gleichzeitig bei tunlichster Ausschaltung von Bedingungen, die eine unerwünschte Verseifung der Chloressigsäure bzw. ihres Natriumsalzes begünstigen, gelingt eine praktisch quantitative Verätherung der einen phenolischen Hydroxylgruppe, so dass man im wesentlichen den Diphenylolmonoglykolsäureäther bzw. dessen Natriumsalz erhält. Es wird weiter wie unter 2. mit 175 g Formaldehyd kondensiert und schliesslich unter Mitverwendung von 114 g Butanol oder Cyclohexanol aufgearbeitet. Das Kondensat hat eine Säurezahl von rund 155 mg KOH/g.
An Stelle von 2, 2-Bis (4-hydroxyphenyl)-propan in Komponente B können auch andere analoge Bisphenole eingesetzt werden, die aus höheren Ketonen erhalten werden, wie Methyläthylketon, Cyclohexanon, Methylcyclohexanon, usw. An Stelle eines Alkanrestes kann auch Schwefel oder SO2 die Brücke im Bisphenol bilden, oder es kann unmittelbar Dioxydiphenyl als Bisphenol dienen.
4. Zu einer Mischung von 180 g Formaldehyd, 36%ig, und 3 g 40% niger Natronlauge werden 150 g p-tert.-Butylphenol im Verlauf von einer Stunde kontinuierlich zugegeben, danach im Verlauf von 6 h noch 12 g 40%ige Natronlauge. Nach 48 h bei 400C hat sich eine klare Lösung mit einem Gehalt an freiem Formaldehyd von etwa 2% gebildet.
Man fügt 50 g sek-Butanol und 100 g 40% ige Natronlauge zu, und bei 50 C, nach Massgabe der Exothermie, 120 g chloressigsaures Natrium. Der Ansatz wird 5 h bei 800C gehalten. Die entstandene Resolcarbonsäure wird mit 103 g 50% iger Schwefelsäure in Freiheit gesetzt und mehrmals mit Wasser gewaschen.
Der Festkörpergehalt beträgt etwa 70%, die Säurezahl etwa 140 mg KOH/g.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie zu beschränken.
Beispiel l : 585 g der Komponente A) 1., 200 g Äthylenglykolmonoäthyläther und 60 g eines Copolymerisates aus Allylalkohol und Styrol, mit einem Hydroxyläquivalent von 300 und einem Molekulargewicht von 1600 werden unter Rühren auf 1100C erhitzt. Man hält diese Temperatur, bis eine Probe des Reaktionsgemisches nach Neutralisation mit Ammoniak in Wasser klar löslich ist. Man kühlt auf 60 C und
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setzt 200 g der Komponente B) 1. zu. Die Säurezahl beträgt 90 bis 100 mg KOH/g. Bei Raumtemperatur rührt man 70 ml konzentrierten Ammoniak ein. Das neutralisierte Harz hat einen Festkörpergehalt von etwa 70%.
290 g dieses neutralisierten Bindemittels werden mit 20 g Ti O2 (Rutil), 20 g Eisenoxydrot und 20 g Aluminiumsilikat auf einem Dreiwalzenstuhl angerieben. Die Lackpaste wird mit 1600 g deionisiertem Wasser verdünnt und durch weitere Zugabe von Ammoniak auf einen pH-Wert von 7, 5 eingestellt.
In einem Metallgefäss von 2, 5 1 Inhalt, das als Kathode geschaltet ist, scheidet sich aus der Lacklösung bei
250C in einer Minute bei 100 V Gleichspannung auf einer 200 cm2 grossen Anode aus phosphatiertem Stahlblech ein dichter, gut abspülbarer Überzug ab. Nach Härtung, während 30 min bei 1800C hat sich ein glatter Überzug von 28 Dicke ausgebildet. Nach 240 h Prüfdauer im Salzsprühtest nach ASTM B 117 bis 61 zeigt das Prüfblech im Kreuzschnitt einen Angriff von 3 mm.
Die Lacklösung wird 200 h bei 40SoC gerührt und dann auf 25 C gekühlt. Die oben beschriebene Abscheidung wird wiederholt und ergibt einen fehlerfreien Überzug mit demselben Korrosionstestergebnis.
Beispiel 2 : 690 g der Komponente A) 2., 200 g Äthylenglykolmonobutyläther und 100 g Diäthoxydiphenylolpropan werden so lange auf 1000C gehalten, bis eine Probe des Gemisches nach Neutralisation mit Triäthylamin klar in Wasser löslich ist. Man fügt 100 g der Komponente B) 2. zu und verdünnt mit Äthylenglykolmonobutyläther auf 70% Festkörpergehalt.
Das Harz wird mit Triäthylamin und Wasser zu einer 25% eigen Lösung mit einem PH-Wert von 7, 8 verdünnt.
Diese Lösung wird mit Walzen auf ein schnell laufendes Stahlband aufgetragen und verleiht diesem nach 10 sec Härtung bei 2000C einen hochelastischen, kratzfesten und korrosionsschützenden Überzug von 5 je.
Beispiel 3 : 600 g der Komponente A) 3. werden bei 600C mit 200 g der Komponente B) 3. vermischt, dann werden 60 g Isophoron zugefügt und das Reaktionsgemisch mit Isopropanol auf einen Festkörpergehalt von 70% gebracht. Die Harzlösung wird mit so viel 40%iger Kaliumhydroxydlösung versetzt, dass eine daraus hergestellte wässerige Lösung mit 10% Harzgehalt einen pH-Wert von 7, 5 hat.
330 g dieser neutralisierten Bindemittellösung werden mit 32 g Ti O2 (Rutil), 32 g Aluminiumsilikat und 2 g Russ auf einem Dreiwalzenstuhl vermahlen. Nach Zugabe von 1600 g Wasser erhält man eine Lacklösung, die wie in Beispiel 1 angegeben weiterbehandelt wird.
Die erhaltenen Überzüge haben eine Schichtdicke von 25 je. Nach 240 h Prüfdauer im Salzsprühtest nach ASTM B 117 bis 61 zeigt ein Prüfblech im Kreuzschnitt einen Angriff von 2 mm.
Nach 200 h Rührdauer bei 400C erhält man aus dieser Lacklösung ebenfalls tadellose überzüge mit unverändert gutem Korrosionsschutz.
Zur Prüfung des Umgriffes wird ein Kunststoffzylinder von 6 cm Durchmesser und 11 Inhalt, der an seiner Basis eine scheibenförmige Kathode desselben Durchmessers trägt, mit der zu untersuchenden Lacklösung gefüllt.
Als Anode geschaltet taucht ein Bandblechstreifen von 5 cm Breite in das Probematerial ein. Das Ende des Streifens ist 2 cm von der Kathode entfernt. Nach einer Minute Beschichtungsdauer bei 200 V, Spülung mit deionisiertem Wasser und 30 min Härtung bei 1800C misst man am unteren Ende des Streifens eine Schichtstärke
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ju,Beispiel 4 : 585g der Komponente A) 1. werden mit 65 g der Komponente B) 4. und 240 g Äthylenglykolmonoäthyläther bei Zimmertemperatur gründlich vermischt. Die entstandene Harzlösung hat einen Festkörpergehalt von 65%. Nach Neutralisation mit Ammoniak auf einen pH-Wert von etwa 7, 0 (gemessen in 10%iger Lösung in destilliertem Wasser) wird das Harz analog Beispiel 1 pigmentiert, verdünnt und anodisch abgeschieden.
Die Prüfung auf Umgriff gemäss Beispiel 3 ergibt am unteren Ende des Probebleches eine Schichtstärke von 20 ju, am oberen Ende eine Schichtstärke von 14 jU.
Das beschichtete eingebrannte phosphatierte Stahlblech mit einem Überzug von 28 jut Dicke zeigt nach 240 h Prüfdauer im Salzsprühtest nach ASTM-B 117 bis 61 im Kreuzschnitt einen Angriff von 2 mm.