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Die Erfindung bezieht sich auf einen Sammelbehälter in Form einer Kassette aus zwei durch einen
Behälterboden und wenigstens eine zusätzliche Stirnwand aus Kunststoff miteinander verbundenen Seitenwänden mit stark abgeschrägten Ecken an der Vorderseite, wobei jede Stirnwand ein U-Profil aufweist und höchstens eine den senkrechten Vorderkanten der Seitenwände entsprechende Höhe hat.
Bei diesem bekannten Sammelbehälter in Kassettenform nach der deutschen Auslegeschrift 1200253 ist die die Rückseite bildende Stirnwand einstückig mit dem Boden und den beiden Seitenwänden verbunden. Diese
Stirnwand hat auch die gleiche Höhe wie die beiden Seitenwände. Sie hat lediglich die Aufgabe zu erfüllen, die
Kassette nach hinten abzuschliessen und die Seitenwände an ihren hinteren Stirnkanten im gegenseitigen Abstand der Bodenbreite miteinander zu verbinden. Für ein etwaiges Aufhängen dieser Sammelbehälter in einer
Kassettenregistratur sind in den Kopfrändern der Seitenwände randoffene, teilweise von je einer Tragnase überragte Ausnehmungen für den Eingriff einer Tragschiene vorgesehen, deren Tragrand die Tragnasen dieser
Kopfränder untergreift.
Zur bequemen Einordnung und zur leichten Entnahme von Schriftgut ist auf dem Boden der Kassette eine an dem vorderen und hinteren Ende mit je einer niederen Stirnwand versehene verschiebbare Einlage angeordnet, die somit im gewissen Sinn eine Schublade ohne Seitenwände bildet. Die Höhe dieser
Stirnwände entspricht etwa der Höhe der aussen an der vorderen Stirnwand angebrachten Kennzeichnungen.
Hiezu sind die vorzugsweise durch Abbiegen der Einlage gewonnenen Stirnwände durch je einen doppelwandigen Winkel aus einem quer gefalteten Blech verkleidet, von dem der eine Schenkel jeweils die Flächen der zugeordneten Stirnwand und deren Kopfkante unter Belassung eines Zwischenraumes zur Aufnahme der Kennzeichnungen umkleidet, der andere Schenkel sich auf die Oberseite und Unterseite der Einlage erstreckt und mit dieser unlösbar verbunden ist.
Derart ausgebildete Sammelbehälter haben mithin einen bedeutenden Werkstoff-und Bearbeitungsaufwand und sind demgemäss teuer in der Herstellung. Insbesondere erfordert die Herstellung des Zuschnittes eines solchen Sammelbehälters auch einen verhältnismässig grossen Verschnitt, wodurch die Unwirtschaftlichkeit dieser Sammelbehälter noch erhöht wird. Aber abgesehen davon kann der bekannte Sammelbehälter zum Versand nicht beliebig zusammengelegt und mit wenigen Handgriffen möglichst vom Benutzer selbst wieder zu einem gebrauchsfertigen Sammelbehälter ausreichender Festigkeit zusammengefaltet werden. Vielmehr werden diese Sammelbehälter fabrikatorisch gebrauchsfertig hergestellt und erfordern daher beim Versand einen grossen Platzbedarf, wodurch die Anschaffungskosten nochmals ungünstig beeinflusst werden.
Allerdings sind durch die deutsche Auslegeschrift 1272271 auch Sammelbehälter in Form von Kassetten bekanntgeworden, die durch Zusammenfalten eines einfachen Zuschnittes hergestellt werden. Hiebei ist an der hinteren Stirnkante jeder Seitenwand jedoch ein deren Höhe aufweisender Streifen angelenkt, der die halbe Breite der zu bildenden Rückwand aufweist. Durch Hochfalten der durch den Boden miteinander verbundenen Seitenwände und Einwärtsfalten der beiden, die Rückwand bildenden Streifen entsteht der Sammelbehälter in der aufgerichteten Gebrauchslage, die dadurch zusammengehalten wird, dass auf der Innenseite ein die geteilte Rückwand zusammenhaltender Blechstreifen aufgebracht wird, der am oberen Querrand eine nach aussen abstehende, im Querschnitt U-förmige Aufhängeleiste aufweisen kann.
Dieser Blechstreifen ist noch mit Sperrlappen versehen, die in den Werkstoff der Rückwandstreifen eingreifen. Die Sperrlappen können federnd ausgebildet sein, so dass der Sammelbehälter bei Abnahme des Blechstreifens mittels geeigneter Werkzeuge wieder in eine Ebene auseinandergefaltet werden kann.
Wenn auch diese nachträglich zusammenfaltbaren Sammelbehälter mit em losen Blechstreifen für jede Rückwand einen kleinen Versandraum und die Zuschnitte nur einen geringen Verschnitt erfordern, so stellt jedoch der stark profilierte, zum Zusammenhalten dienende Blechstreifen in bezug auf die Rückwand einen zusätzlichen Teil dar, der infolge seiner Vielgestaltigkeit teurere Werkzeugkosten verursacht, so dass damit die Herstellung ebenfalls unwirtschaftlich wird, zumal trotz des losen Blechstreifens am Zuschnitt noch zwei die Rückwand bildende Streifen vorgesehen werden müssen, die im Zusammenhang mit dem Blechstreifen immer nur ein und dieselbe Stirnwand bilden können.
Schliesslich sind auch Sammelbehälter in Form einer Kassette bekanntgeworden, die der zuvor erläuterten bekannten Ausführungsform ähnlich sind und lediglich an Stelle eines in den Werkstoff der beiden Rückenstreifen eingreifenden Blechstreifens eine im Querschnitt U-förmige Stirnwand aufweisen, vgl. die USA-Patentschrift Nr. 3, 033, 378. Die Schenkel der die Rückwand bildenden Stirnwand greifen dabei aussen über die jeweils benachbarten Seitenränder der beiden Seitenwände, wogegen die Rückenstreifen des Zuschnittes auf der Innenseite dieser Stirnwand hochgekröpfte Halteleisten untergreifen. Der Sammelbehälter steht mit dem hinteren Querrand seines Bodens auf einer an der Stirnwand angeformten Bodenleiste auf, die zugleich deren beide Schenkel miteinander verbindet.
Am oberen Querrand ist die Stirnwand noch mit einer angeformten, hakenförmig abstehenden Aufhängeleiste versehen.
Diese bekannte sich über die gesamte Höhe der Rückseite der Kassette erstreckende Stirnwand stellt ein kompliziertes aufwendiges Formstück dar, das entsprechend teure Formwerkzeuge notwendig macht, so dass eine mit einer solchen Stirnwand versehene Kassette in der Anschaffung ebenfalls unwirtschaftlich ist. Insbesondere ist jedoch die Verbindung zwischen Stirnwand und Kassette nicht zuverlässig, weil sich bei einer hängenden, ein grosses Schriftgutgewicht aufweisenden Kassette die Rückenstreifen unter den Halteleisten herausziehen können.
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Auch bei diesem Sammelbehälter bedeuten die Rückenstreifen einen die Herstellung nochmals verteuernden
Mehraufwand.
Es besteht daher die Aufgabe der Erfindung darin, den bekannten Sammelbehälter für Schriftgut in Form einer Kassette mit einer zusätzlichen Stirnwand aus Kunststoff und mit den weiteren Merkmalen der eingangs im ersten Absatz erläuterten Gattung so weiterzubilden, dass die zusätzliche Stirnwand bei einem erheblich einfacheren Aufbau und einem wesentlich kleineren Konstruktionsaufwand rasch, bequem aufsteckbar und trotzdem zuverlässig mit den Seitenwänden verbindbar ist. Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass jeder zur
Stirnseite bzw. zum Steg senkrechte Schenkel der U-förmigen Stirnwände von zwei, den senkrechten Rand der zugeordneten Seitenwand bis zum Anschlag zwischen sich aufnehmenden Schenkelwandungen gebildet ist, von denen jeweils die innere Schenkelwandung mit federnden, in Durchbrechungen des betreffenden Randes formschlüssig einrastenden Zungen versehen ist.
Hiebei ist jede Zunge aus dem Werkstoff ihrer Schenkelwandung ausgestanzt sowie nach innen abgebogen, sie erstreckt sich in Richtung zum Steg der Stirnwand und liegt endseitig an der stirnseitigen Begrenzungskante der die Zunge aufnehmenden Durchbrechung an.
Eine auf diese Weise hergestellte Stirnwand kann vom Benutzer selbst mit einem Handgriff auf die
Stirnkanten der aufgerichteten Seitenwände aufgesteckt werden, wobei die Durchbrechungen in den
Seitenrändern der Seitenwände zur formschlüssigen Aufnahme der Zungen bereits zusammen mit dem Zuschnitt hergestellt werden. Jede zusätzliche Stirnwand stellt ein einfach herzustellendes Formstück von verhältnismässig kleiner Höhe dar, das an jedem Ende der Rückseite eingeklipst und im Bedarfsfalle ohne weiteres zusätzlich noch an der Vorderseite der Kassette in gleicher Weise angebracht werden kann. Infolge dieser Gestaltung derartiger
Stirnwände ist es auch möglich, den Zuschnitt aus einem Abschnitt eines Werkstoffbandes herzustellen, das eine der Bodenlänge des Sammelbehälters entsprechende.
Breite aufweist, so dass im Bedarfsfalle lediglich noch die beim fertigen Sammelbehälter vorn liegenden freien Ecken abzuschrägen sind. Beim Versand haben die Zuschnitte und die zusätzlichen Stirnwände einen kleinstmöglichen Platzbedarf, so dass sich ein gemäss der Erfindung ausgebildeter Sammelbehälter durch eine hohe Wirtschaftlichkeit auszeichnet.
Die Erfindung soll nachstehend an Hand eines Ausführungsbeispieles erläutert werden. In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 eine Ansicht des Rückenbereiches eines als Kassette ausgebildeten Sammelbehälters mit zwei an der Rückseite angebrachten zusätzlichen Stirnwänden aus Kunststoff, Fig. 2 zeigt die Draufsicht auf den Sammelbehälter nach Fig. 1 und Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch eine zusätzliche Stirnwand nach der Linie III-III in Fig. 1.
Ein gemäss der Erfindung weitergebildeter Sammelbehälter --11-- wird aus einem im wesentlichen rechteckförmigen Zuschnitt z. B. aus Karton hergestellt, dessen Breite der Länge des Sammelbehälters und dessen Länge der doppelten Breite einer Seitenwand --12-- zuzüglich der Breite des die beiden Seitenwände miteinander verbindenden Bodens--13--entspricht. Zwei an der gleichen Längsseite des nicht dargestellten Zuschnittes liegende Ecken können im Bedarfsfalle abgeschrägt werden. Diese Ecken entsprechen den abgeschrägten vorderen Ecken des fertig zusammengefalteten Sammelbehälters. Vor dem Zusammenfalten wird der Zuschnitt jedoch mit zwei zueinander parallelen Schwächungslinien bzw.
Faltrillen versehen, welche die Breite des Behälterbodens --13-- und die Höhe der Seitenwände --12-- begrenzen.
Durch Aufrichten bzw. Hochfalten der die Seitenwände-12-bildenden Teile des Zuschnittes entlang der Faltrillen entsteht der an der Vorder- und Rückseite sowie an der Oberseite offene Sammelbehälter der eine kastenartige, an drei Seiten offene Kassette zur Aufnahme von vorzugsweise ungelochtem Schriftgut darstellt. Eine solche Kassette kann auch noch dadurch aufhängbar gestaltet werden, dass in jeder Seitenwand etwas ausserhalb der Quermitte ihres Kopfrandes eine randoffene, durch einen Beschlag verstärkte Ausnehmung vorgesehen wird, die vorwiegend von zwei aufeinander zu gerichteten Tragnasen oder auch nur von
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aufdeckbare verhältnismässig kurze Stirnwand--20--vorgesehen, durch die die beiden Seitenwände zusätzlich miteinander verbunden werden.
Vorwiegend wird jedoch eine solche Stirnwand--20--sowohl am oberen und am unteren Endbereich der Kassettenrückseite angeordnet.
Eine derartige Stirnwand--20--hat die Form eines U-Profiles mit einem die beiden Schenkel--22-verbindenden Steg --21--, dessen Breite dem Mittel der Breite des Behälterbodens-13-entspricht. Die beiden Schenkel --22-- sind nochmals im Querschnitt U-förmig profiliert, so dass jeder Schenkel --22-- aus zwei im gegenseitigen Abstand angeordneten Schenkelwandungen-23 und 24-besteht, zwischen denen der Seitenrand der jeweils zugeordneten Seitenwand --12-- satt eingreift bzw. bis zum Anschlag am Steg zwischen den beiden Schenkelwandungen--23 und 24--eingesteckt wird.
Zur formschlüssigen Verbindung dieser zusätzlichen Stirnwand --20-- mit den Seitenwänden --12-- des Sammelbehälters sind jeweils in der inneren Schenkelwandung-23-jedes Schenkels-22-federnde Zungen-25-an drei Seiten aus dem
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Werkstoff dieser Schenkelwandung herausgestanzt. Die Zungen --25-- sind einwärts in Richtung auf die andere Schenkelwandung zu gebogen und greifen in entsprechende Rastausnehmungen der Seitenränder der
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aufgehängt werden kann.
Vorwiegend wird dann eine derartige Stirnwand jeweils bündig mit den benachbarten Kopfkanten der Seitenwände --12-- bzw. mit der Aussenseite des Bodens --13-- sowohl im oberen Endbereich als auch im unteren Endbereich der Rückseite angeordnet, wobei jedoch die im unteren Endbereich angeordnete Stirnwand gegenüber der oberen um 1800 verdreht und im hängenden Zustand der Kassette mit dem Aufhängehaken-30-gegen eine Stützschiene-29-abgestützt ist.
In vorteilhafter Weise haben solche Stirnwände --20-- eine Höhe von etwa einem Drittel der Seitenwandhöhe. Meistens werden hiebei die schienenartigen L-förmigen Aufhängehaken --30-- zwischen ihrem zum Behälterboden--13--der Kassette--11--parallelen Schenkel und dem Steg--21--der Stirnwand--20--noch durch angeformte Tragrippen--31--versteift.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Sammelbehälter für Schriftgut in Form einer Kassette aus zwei durch einen Behälterboden und wenigstens eine zusätzliche Stirnwand aus Kunststoff miteinander verbundenen Seitenwänden mit stark abgeschrägten Ecken an der Vorderseite, wobei jede Stirnwand ein U-Profil aufweist und höchstens eine den
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jeder zur Stirnseite bzw. zum Steg senkrechte Schenkel (22) einer der U-förmigen Stirnwände (20) von zwei, den senkrechten Rand der zugeordneten Seitenwand (12) bis zum Anschlag zwischen sich aufnehmenden Schenkelwandungen (23,24) gebildet ist, von denen jeweils die innere Schenkelwandung (23) mit federnden, in Durchbrechungen (26) des betreffenden Randes formschlüssig einrastenden Zungen (25) versehen ist.
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