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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung der Anwesenheitszeit eines Arbeitnehmers bei gleitender Arbeitszeit, wobei Beginn und Ende der Answesenheitszeit durch Betätigung eines Stempelwerkes auf eine Stempelkarte gestempelt werden.
Unter gleitender Arbeitszeit versteht man eine vielen Arbeitnehmern neuerdings gewährte Erleichterung, nach der dem Arbeitnehmer lediglich ein spätester Arbeitsbeginn und ein frühestes Arbeitsende vorgeschrieben sind. Die tatsächliche Arbeitszeit kann innerhalb eines Zeitraumes von beispielsweise 1 bis 2 h vor und nach den genannten Zeitpunkten vom einzelnen Arbeitnehmer individuell gestaltet werden.
In grossen Betrieben wird heuzutage die Anwesenheitszeit jedes Arbeitnehmers mit sogenannten
Anwesenheitskarten oder Stempelkarten kontrolliert, welche bei Beginn und beim Ende der Anwesenheitszeit in einem Arbeitszeitregistriergerät gestempelt werden müssen. Bei festen Arbeitszeiten sind diese Stempelkarten verhältnismässig leicht auszuwerten, da nur gelegentliche Abweichungen von diesen festen Arbeitszeiten vorkommen. Bei Anwendung der gleitenden Arbeitszeit wird jedoch die Auswertung der Stempelkarten extrem schwierig, da sowohl Beginn als auch Ende der Anwesenheitszeit meist völlig unregelmässig und die Ermittlung der Anwesenheitszeit dadurch langwierig und unwirtschaftlich wird. Eine Auswertung der Stempelkarte durch den Arbeitnehmer selbst ist zu verwerfen, da auch die vom einzelnen Arbeitnehmer hiefür aufgewendete Zeit verlorene Arbeitszeit ist.
Ausserdem sind bei dieser Auswertungsart zeitraubende Stichproben erforderlich und zudem kann durch diese Stichproben nur ein Teil der zu erwartenden Unstimmigkeiten vermieden werden.
Durch die Erfindung soll die geschilderte Schwierigkeit behoben und eine schnelle und sichere Auswertung der Stempelkarten ermöglicht werden. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass eine die
Stempelkarte bezüglich des feststehenden Stempelwerkes einstellende Einrichtung bezüglich des Stempelwerkes schrittweise verschoben wird, wobei jeder Verschiebungsschritt einem Zahlenabstand von zwei gleichen, von der
Stempelkarte getragenen Folgen von fortlaufenden Zahlen entspricht.
Die den einzelnen Zahlen der beiden Folgen entsprechenden Zeitpunkte können sich dabei um mehrere Minuten, beispielsweise 15 min, unterscheiden. Sind nun die beiden Zahlen, neben denen Beginn bzw. Ende der Anwesenheitszeit auf die Stempelkarte aufgestempelt sind, gleich, so ist die volle Arbeitszeit an diesem Tag erreicht und es muss keine mühsame Subtraktion der beiden Zeitpunkte vorgenommen werden. Einige überschüssige oder fehlende Minuten werden dabei nicht berücksichtigt, was sich im zeitlichen Mittel ausgleichen wird.
Unterscheiden sich jedoch die beiden neben den aufgestempelten Zeitpunkten stehenden Zahlen, so muss lediglich die positive oder negative Differenz zwischen diesen beiden Zahlen gebildet und mit dem zwei in einer der Folgen aufeinanderfolgenden Zahlen entsprechenden Zeitunterschied multipliziert werden. Dieses Multiplizieren kann auch halbmonatlich oder monatlich durchgeführt werden, so dass nur für jeden Tag die genannte positive oder negative Differenz gebildet, die positiven Differenzen sowie die negativen Differenzen des halben oder ganzen Monats addiert und sodann die beiden Summen voneinander abgezogen werden müssen. Die Auswertung der Stempelkarten gestaltet sich auf diese Weise auch bei gleitender Arbeitszeit ausserordentlich einfach und zeitsparend.
Vorteilhafterweise werden die beiden genannten Zahlenfolgen bereits vor dem Stempeln von Beginn und Ende der Anwesenheitszeit auf die Stempelkarte aufgedruckt. Dies ist jedoch nur bei Verwendung der Stempelkarten in einem Arbeitszeitregistriergerät möglich, welches eine sich in bestimmten Zeitabständen schrittweise verschiebende Einrichtung zum Einstellen der Stempelkarte bezüglich eines feststehenden Stempelwerkes aufweist, wobei erfmdungsgemäss jeder Verschiebungsschritt einem Zeilenabstand der Stempelkarte und damit einem Zahlenabstand der beiden Zahlenfolgen entspricht.
Dabei verwendet man eine Stempelkarte, bei der längs eines senkrechten Randes die Zahlen der beiden gleichen Zahlenfolgen untereinander aufgedruckt sind, wobei der Abstand aufeinanderfolgender Zahlen einem Verschiebungsschritt der Einrichtung zur Verschiebung der Stempelkarte entspricht.
Es gibt jedoch auch Arbeitszeitregistriergeräte, bei welchen die Einrichtung zum Verschieben der Stempelkarte je Tag nur zweimal verstellt wird, so dass Beginn und Ende der Anwesenheitszeit auf der Stempelkarte direkt untereinander stehen. Zur Anwendung des Erfindungsgedankens auf diese Arbeitszeitregistriergeräte wird erfmdungsgemäss vorgeschlagen, dass ein eine Folge von fortlaufenden Zahlen tragendes, zusätzliches Typenrad des Stempelwerkes zwischen dem frühesten und dem spätesten Arbeitsbeginn und zwischen dem frühesten und dem spätesten Arbeitsende in vorbestimmten Zeitabständen schrittweise um eine Zahl der Folge jeweils vom Anfang bis zum Ende der Zahlenfolge weitergeschaltet wird.
Die beiden Zahlenfolgen können beispielsweise aus den natürlichen Zahlen von 1 bis 20 bestehen, welche auf einen Zeitraum von 2 h verteilt werden. Jede Stunde ist in diesem Fall in 10 Teile von je 6 min unterteilt.
Die Erfindung ist jedoch nicht auf diese als Beispiel angegebenen Zahlenfolgen und Zeitspannen eingeschränkt.
Bereits vorhandene Arbeitszeitregistriergeräte können in einfacher Weise dadurch umgerüstet werden, dass das Typenrad zum Ausdrucken des Monats durch ein mit den Zahlen der Zahlenfolge ausgestattetes und entsprechend zeitlich gesteuertes Typenrad ersetzt wird.
An Hand der eine erfmdungsgemäss verwendete Stempelkarte darstellenden Zeichnung wird die Erfindung an einem Beispiel näher erläutert. Die dargestellte Stempelkarte weist ausser dem Kopf--l--zum Eintragen
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