<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Die Erfindung betrifft jene Art von Exptosionskraftmaschinen, bei denen ein Arbeitskolben in einem Hohlringe ständig umläuft, während ein zweiter Kolben zeitweise festgestellt wird und zeitweise dem umlaufenden Kolben mit grösserer Geschwindigkeit nacheilt.
Die Erfindung besteht in einer besonderen Einrichtung zur zwangläufigen Bewegung des nacheilenden Ko ! bens und einer Abdichtung der beiden Kolben gegenüber dem inneren Schlitze des Hohlringes.
Die Zeichnung zeigt eine derartige, im Viortakt arbeitende Maschine. Die Fig. l, 2,
EMI1.2
der vier Arbeitstakte dar. Fig. 5 zeigt eine Ansicht einer mit zwei Kolben ausgestatteten Maschine im Schnitt und Fig. 6 einen Schnitt nach der Linie A- der Fig. 5 in grösserem Massstabe. Fig. 7 zeigt einen Schnitt durch eine mit vier Kolben versehene Maschine.
In dem hohlen, den Zylinder bildenden Ring 1 befinden sich die beiden Kolben 2 und 3, von denen der erstere als Arbeitskolben und der letztere als Gegenkolben dient.
EMI1.3
Absperrorgan oder auch durch ein beim Ansaugen des Gasgemisches durch die Kolben sich öffnendes Ventil verschlossen sein.
Stehen die beiden Kolben in der in Fig. 1 dargestellten Stellung, so wird der Gegenkolben 3 in irgendeine !' Weise festgestellt, so dass er sich nicht bewegen kann, z. B. indem ein Anschlag 6'vor die knieartig gebogene Kolbenstange 7 des Gegenkolbens gelegt wird. Fuhrt der Arbeitskolben 2 eine Drehbewegung in dem Sinne des Pfeiles in Fig. 1 aus, so erfolgt durch die Öffnung 4 das Ansaugen des Gasgemisches in den Raum zwischen den beiden Kolbens'-) und 3 (Fig. 1). Nach einer Drehung von ungefähr 90 des Kolbens 2 wird der Kolben 3 freigegeben und durch eine besondere Einrichtung mit einer Geschwindigkeit vorwärtsbewegt, die doppelt so gross ist, wie die des Kolbens 2.
Bei der Vorbewegnng der beiden Kolben in der Pfeilrichtung (Fig. 1) wird die Einlassöffnung 4 unmittelbar nach dem Ansaugen verdeckt und darauf das zwischen den beiden Kolben befindliche Gas komprimiert, so lange, bis die beiden Kolben 2 und/1 in die in Fig. 2 dargestellte Stellung gelangen. Es hat sich während dieses zweiten Arbeitstaktes, der Kompression, der liolben 2 um 90"und der Kolben 3 um 180 gedreht (Fig. 2).
Nach dem zweiten Takte wird der Kolhou 3 durch einen Anschlag 8 wieder festgehalten, worauf die Zündung und Explosion des komprimierten Gemisches erfolgt. Der Arbeitskolben 2 wird dadurch vorwärtsbewegt und vollendet somit den dritten Arbeitstakt, die Expansion. Wenn der Arbeitskolben 2 nach der Drehung um 90"in die in Fig. ; ! dargestellte Stellung gekommen ist, wird der Gegenkolben 3 freigegeben und mit einer Geschwindigkeit vorwärtsbewegt, die doppelt so gross ist, wie die des Arbeitskolbens 2, während der von den beiden Kolben und 3 eingeschlossene Raum sich bei dieser Be-
EMI1.4
@erte Arbeitstakt. der Auspuff, ausgeführt.
Der Auspuff der Gase erfolgt so lange, bis die beiden Kolben die in Fig. 4 dar-
EMI1.5
einmal erhaltenen Geschwindigkeit weiterbewegt, worauf der Arbeitsverlauf vom neuen beginnt.
Bei der in Fig. 5 dargestellten Maschine ist der hohle Ring, der den Zylinder bildet, aus zwei Hälften 1 und T (Fig. li) zusammengestellt, zwischen denen innen ein Schlitz 10 frei bleibt, der zum Durchlassen der Kolbenstangen bestimmt ist. An dem Arbeitskolben sitzt ein voller langer Wulstteil 11, der segmentartig gestaltet ist und zur Abdichtung des erwähnten Schlitzes und des Gegenkolbcns 3 dient. Durch diese Anordnung bilden die beiden Kolben 2 und 3 mit dem hohlen Wulst 1 und 1' und dem Wulstteil 11 stets einen
EMI1.6
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
Teile a, b der Kulisse J ! 9 zu folgen und os geht daraus hervor, dass der Drehpunkt lu und somit auch die Stange 7 des Gegenkolbens 3 unterdessen stehen bleiben.
Es kann indes, um jeder unregelmässigen Bewegung vorzubeugen, die bei der schnellen Bewegung des Kolbens eintreten könnte, die Kolbenstange durch einen Anschlag 6 festgestellt werden, der im geeignetem Augenblick durch eine auf der Welle sitzende Daumenscheibe betätigt wird. Wenn der Arbeitskolben 2 in der in Fig 1 dargestellten Stellung angelangt ist, befindet sich die Rolle 16 im Punkte b der Kulisse 19. Es muss nun der Kolben 3 mit einer doppelten Geschwindigkeit vorwärtsbewegt werden, als jene, mit der der Arbeitskolben 2 umläuft. Diese Geschwindigkeit wird erreicht, indem die Rolle 1 dem Teile b, c der Kulisse folgt, da während dieser Bewegung der Drehpunkt 1S an den Punkt- gelangen muss.
Es ergibt sich, dass nach einer Drehung des Kolbens um HQO die Kolben 2 und 3 sich in der iu Fig. 2 dargestellten Stellung befinden werden, wobei das Gasgemisch zwischen den Kolben komprimiert ist. In diesem Augenblicke befindet sich die Rolle 16 im Punkte c und die Stangen 14 und 17 überdecken einander, diesmal jedoch auf der linken Seite der Welle 13. Der Teil c, d der Kulisse ist symmetrisch zum Teile a, b und es wird somit bei der weiteren Vorbowogung des Kolbens 2 der Kolben 3 in Ruhe bleiben. Bei der Explosion der Gase, die darauf erfolgt, entfernen sich die Kolben voneinander.
Da jedoch keiner der Kolben infolge der Anordnung der Kulisse 19 rückwärts bewegt wird, so geht daraus hervor, dass die Bewegungsrichtung nicht geändert wird und der Kolben 2 allein in der Pfeilrichtung vorwärts geht. Es kann indes, um eine zu starke
EMI2.2
scheibe ein Anschlag 8 vorbewegt werden, der die Stange 7 während der Explosionsdauer festhält.
Wenn der Kolben 2 in der in Fig. 3 dargestellten Stellung angekommen ist, gelangt
EMI2.3
beschreiben, wobei sich der Kolben. 3 doppelt so schnell bewegt, als der Kolben 2, derart, dass schliesslich die beiden Kolben in die in Fig. 4 dargestellte Stellung gelangen. Der Kreislauf beginnt darauf vom neuen.
Bei der Maschine nach Fig. 5 erfolgt somit während jeder Umdrehung der Maschinenwelle eine Explosion, statt einer Explosion bei zwei Umdrehungen, wie dies bei den gewöhnlichen Yiertaktmaschinen mit einem Zylinder der Fall ist.
Statt des einen Kolbenpaars. wie in Fig. 5 dargestellt, können auch zwei solche
EMI2.4
dieser Maschine zwei Explosionen bei jeder Umdrehung.
Die beschriebene Art von Maschinen bietet den Vorteil, dass sich der Arbeitskolben : ! ununterbrochen und gleichförmig in derselben Richtung bewegt und dass die Arbeitsleistung
EMI2.5
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Explosionskraftmaschine mit einem gleichförmig kreisenden, mit der Welle vorbundenen und einem zeitweise festgestellten, dem ersteren durch Vermittlung einer Kulisse nachbewegten Gegenkolben, dadurch gekennzeichnet, dass die Kulisse (19) aus zwei aneinanderstossenden Kreisbögen besteht und dass die in der Kulisse gleitende, an einer mit dem ('egenkolben verbundenen Gelenkstange (17) sitzende Rolle (16) noch in einem Schlitze (15) geführt ist, der in einem an der Arbeitswelle radial sit7enden Hebelarme (14) vorgesehen ist, wodurch ein zweimaliges Nacheilen des Gegenkolbens (3) während eines Umlaufes des Arbeitskolbens erzielt wird.