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Verschlussstück für Rohrleitungen
Die Erfindung betrifft ein Verschlussstück für Rohrleitungen zur Anordnung in einem zur Achse eines Rohres einer Pipeline quer gerichteten Ausschnitt, welches eine expandier- und kontraktierbare, geschlitzte Hülse aufweist, durch welche die Ränder des Ausschnittes abdichtbar sind und deren
Oberfläche mit einem elastischen Überzug versehen ist.
Derartige Verschlussstücke werden in grossen Pipelines, in welchen Flüssigkeitsdrücke in der Grössenordnung von 10 bis 50 kglcm2 auftreten, verwendet, um einen Teil der Pipeline, welcher verbessert oder ersetzt werden muss, gegenüber der übrigen Pipeline abzudichten. Gewöhnlich werden derartige Verschlussstücke, sobald sie in der Röhre angeordnet sind, zusammen mit Verschlussmaschinen verwendet, um die Flüssigkeit durch eine am zuströmseitigen Ende der auszuwechselnden Röhre angeordnete Verschlussmaschine, eine Umgehungsleitung und eine abströmseitige Verschlussmaschine dem zugeordneten abströmseitigen Verschlussstück zuzuleiten.
Da jedoch die Verschlussstücke dazu in die Röhre eingesetzt werden müssen, in welcher Flüssigkeit mit hoher Geschwindigkeit strömt und ein hoher Druck herrscht, werden die Verschlussstücke dabei gegen die abströmseitigen Ränder der zur Röhre quergerichteten Ausschnitte gepresst. Die Verschlussstücke sind, um eine Abdichtung zu erzielen, mit einem flexiblen Überzug aus Dichtungsmaterial versehen, welcher oftmals entweder während des Einsetzens des Verschlussstückes in die Röhre oder während der Entfernung desselben aus der Röhre beschädigt wird. Dadurch ist es entweder erforderlich, das Verschlussstück gänzlich auszuwechseln, oder zumindest durch Aufbringung eines neuen Überzuges wiederherzustellen, was in jedem Falle hohe Kosten verursacht.
Zudem besteht die Möglichkeit, dass der dichtende Überzug des Verschlussstückes während des Einsetzens desselben in die Röhre verletzt wird, ohne dass die Bedienungsperson auf die Beschädigung aufmerksam wird und dass dann keine ordnungsgemässe Abdichtung gewährleistet ist. Daraus kann, sobald unter Verwendung eines derartigen Verschlussstückes ein Teil der Pipeline ersetzt oder repariert wird, eine äusserst gefährliche Situation resultieren.
Durch die Erfindung, die ein Verschlussstück für eine Pipeline betrifft, sollen die oben angeführten Nachteile vermieden werden. Dies wird erfindungsgemäss dadurch erzielt, dass der Überzug nur einen Teil, jedoch zumindest die Hälfte der Oberfläche der Hülse bedeckt, wobei die den Rändern des Schlitzes anliegende unbedeckte Oberfläche mit mindestens einer Leiste versehen ist, um den Überzug während des Einsetzens der Hülse in den oder der Entfernung derselben aus dem Ausschnitt vor Beschädigungen zu schützen.
Vorzugsweise ist die Schutzleiste an der äusseren Mantelfläche der Hülse befestigt und weist eine Stärke auf, die der Stärke des Überzuges mindestens gleich ist. Dabei kann die Schutzleiste längs und im wesentlichen parallel zum Längsrand des Schlitzes der Hülse verlaufen, wobei sie im Abstand von der Längskante des Überzuges angeordnet sein kann. Der Überzug kann sich über einen Winkel von 210 der Oberfläche der Hülse erstrecken. Schliesslich können die Ränder des Überzuges sich von den Rändern der Hülse bzw. von den Schutzleisten im gleichen Abstand befinden.
Der Gegenstand der Erfindung ist nachstehend an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 ein Verschlussstück nach der Erfindung in
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axonometrischer Darstellung, Fig. 2 eine Draufsicht auf ein Verschlussstück, das in einen Ausschnitt in einer Röhre einer Pipeline eingesetzt ist, Fig. 3 eine Ansicht eines derartigen Verschlussstückes teilweise geschnitten und in vergrösserter Darstellung und Fig. 4 eine Anordnung zur Umgehung eines Abschnittes einer Pipeline, welcher ausgewechsel oder verbessert werden soll, zur Erläuterung der Anwendung eines Verschlussstückes der Erfindung.
Die besondere Ausbildung der Pipeline im Bereich des Ausschnittes, in welchem ein erfindungsgemässes Verschlussstück eingesetzt wird, ist bekannt und stellt keinen Gegenstand der Erfindung dar.
Das Verschlussstück--10--besteht aus einer zylindrischen, expandier-und kontraktierbaren Hülse--12--, die mit einem längsverlaufenden Schlitz --14-- versehen ist. Die Hülse --12-- ist
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gegenläufigen Gewinden--32 und 34-ausgebildet ist. Mit dem unteren Gewinde --34-- der Gewindespindel --30-- wirkt eine untere Hülse --36-- und mit dem oberen Gewinde-32eine obere Hülse --38-- zusammen. An die untere Hülse --36-- ist ein Expandierkeil --40-- und an die obere Hülse-38--in gleicher Weise ein Expandierkeil --46-- angeschweisst.
Diese Keile--40 und 46-sind mit kegelstumpfförmigen Flächen versehen, die mit den Rändern --20 und 22-- der Segmente-18-zusammenwirken. Die Verdrehung der Gewindespindel --30-- in der einen oder in der andern Richtung bewirkt eine Bewegung der Keile-40 und 46--zueinander oder voneinander. Wenn die Gewindespindel --30-- so verdreht wird, dass die Keile-40 und 46-zueinander bewegt werden, wirken deren Aussenflächen mit den Kanten --20 und 22-- der Segmente -18-- so zusammen, dass diese die Hülse --12-- expandieren.
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--12-- auchVerschliessmaschine --100--, die z. B. in der USA-Patentschrift Nr. 2, 655, 339 geoffenbart ist, stellt keinen Bestandteil der Erfindung dar und ist daher auch nicht näher erläutert.
Wie z. B. aus Fig. 2 der Zeichnungen ersichtlich ist, ist die äussere Mantelfläche der Hülse-12- mit einem flexiblen Überzug --16-- aus Gummi oder einem andern geeigneten Dichtungsmaterial versehen, der mit den Rändern des Ausschnittes der Röhre--P--zusammenwirken kann, um diese abzudichten. Der elastische Überzug erstreckt sich dabei jedoch nicht über die gesamte Oberfläche.
Seine Enden liegen parallel zu den längsverlaufenden Rändern --17 und 19--des Schlitzes-14der Hülse--12--. Der Überzug--16--ist auf der Hülse --12-- symmetrisch angeordnet und endet kurz vor den Rändern des Schlitzes-14-. Die Ränder-25 und 23-des Überzuges --16-- liegen somit in gleichem Abstand von den genannten Rändern --17 und 19--.
Der elastische Überzug aus Dichtungsmaterial überdeckt mehr als die Hälfte der Mantelfläche der Hülse -12--. Es wurde als vorteilhaft gefunden, wenn dieser Überzug sich über 2100 der Mantelfläche der Hülse erstreckt.
An den nicht mit einem Überzug versehenen Teilen--27 und 29--der Mantelfläche der Hülse --12-- ist jeweils eine Schutzleiste--31--vorgesehen. Diese Schutzleisten--31--erstrecken sich, wie in den Fig. l bis 3 dargestellt ist, in Längsrichtung der Hülse --12-- und liegen in gleichem Abstand von deren Rändern --17 und 19--bzw. von den Rändern --23 und 25-- des Überzuges
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die gleiche Stärke wie der elastische überzug --16-- auf. Sie können mit der Hülse --12-- durch Punktschweissung --33-- verbunden sein.
In Fig. 4 der Zeichnungen ist eine typische Anordnung zur Umgehung eines Abschnittes einer
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Durch ein derartiges Verschlussstück für eine Pipeline werden die Nachteile bekannter Verschlussstücke vermieden, da die Gefahr, dass der elastische Überzug aus Dichtungsmaterial, der an der geschlitzten Hülse angeordnet ist, verletzt wird, wesentlich herabgesetzt ist. Dadurch wird, soferne in der Pipeline hohe Strömungsgeschwindigkeiten oder hohe Flüssigkeitsdrücke auftreten und insbesondere wenn die Flüssigkeit, die gefördert wird, brennbar ist, der Sicherheitsfaktor wesentlich erhöht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verschlussstück für Rohrleitungen zur Anordnung in einem zur Achse eines Rohres einer Pipeline quergerichteten Ausschnitt, welches eine expandier- und kontraktierbare, geschlitzte Hülse aufweist, durch welche die Ränder des Ausschnittes abdichtbar sind und deren Oberfläche mit einem
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Teil, jedoch zumindest die Hälfte der Oberfläche der Hülse (12) bedeckt, wobei die den Rändern (17,19) des Schlitzes (14) anliegende unbedeckte Oberfläche mit mindestens einer Leiste (31) versehen ist, um den Überzug (16) während des Einsetzens der Hülse (12) in den oder der Entfernung derselben aus dem Ausschnitt, vor Beschädigungen zu schützen.
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