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Enthaarungsmaschine für geschlachtete Schweine
Die Erfindung betrifft eine Enthaarungsmaschine für geschlachtete Schweine od. dgl. mit zueinander parallelen, um horizontale Achsen drehbaren, in unterschiedlicher Höhe in einer Wanne gelagerten, mit elastischen Schabern besetzten Walzen, die mit unterschiedlicher Geschwindigkeit umlaufen.
Das Enthaaren von Schweinen ist eine mühevolle Arbeit, so dass bereits mechanische
Einrichtungen hiefür vorgeschlagen worden sind. Der Erfolg bekannter Maschinen ist jedoch unbefriedigend, weil die Enthaarung nicht sauber und vollständig genug durchgeführt werden kann und sich immer wieder Beschädigungen des in der Maschine befindlichen, geschlachteten Schweines ergeben.
Einige bekannte Maschinen besitzen nur eine einzige, auf den Tierkörper einwirkende Walze, so dass der Tierkörper durch sein eigenes Gewicht an der Walze anliegt, ohne dass diese Anlage zusätzlich durch entsprechende Vorkehrungen an der Maschine unterstützt wird. Hiebei besteht zudem die nachteilige Möglichkeit, dass das geschlachtete Schwein durch die Walze in eine etwa der Walzengeschwindigkeit entsprechende Drehgeschwindigkeit versetzt wird, so dass nur eine geringe Schabewirkung durch die Walze ausgeübt wird.
Bei einer bekannten Maschine dieser Art sind die Schaber auf der Walze konzentrisch in Ringen angeordnet, so dass das Schwein eine Bewegung in Richtung der Walzenachse ausführen muss, wenn alle Körperstellen enthaart werden sollen.
Es ist auch eine Maschine mit drei Walzen bekanntgeworden, wobei die Walzen derart angeordnet und angetrieben sind, dass keine zuverlässige Bearbeitung des Schweines möglich ist. Zwei der Walzen sind in einer oberen, horizontalen Ebene angeordnet und werden derart angetrieben, dass sie sich jeweils im Bereich des zwischen ihnen befindlichen Spaltes zur Aufnahme des Schweines nach oben bewegen. Mittig zwischen diesen beiden oberen Walzen ist tiefer die dritte Walze angeordnet, die ebenfalls angetrieben wird.
Bei dieser Anordnung ziehen die beiden oberen Walzen das Schwein nach oben, so dass entweder ein ausreichender Kontakt mit der unteren Walze nicht zustandekommt, oder, falls dieser Kontakt dadurch eintritt, dass das Gewicht des Schweines die nach oben gerichtete Kraft der oberen Walzen überwindet, nicht die gesamte Oberfläche des Schweines bearbeitet wird, weil eine Drehung des Schweines zwischen den gegenläufigen und schnell angetriebenen oberen Walzen nicht zustandekommen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine im Aufbau einfache Maschine der eingangs beschriebenen Art so auszugestalten, dass ein rasches und zuverlässiges Enthaaren des geschlachteten Schweines ohne dessen Beschädigung erreicht wird, wobei das Schwein zugleich auch gebrüht werden kann.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird bei einer Maschine der erwähnten Art vorgeschlagen, dass zwei in gleichem Drehsinn angetriebene Walzen vorgesehen sind, wobei die Walzen im Bereich der dem Schwein zugewandten, beide Walzen berührenden Tangentialebene aufwärts laufen und die untere Walze in an sich bekannter Weise langsamer umläuft.
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Dabei besteht eine vorteilhafte Ausgestaltung darin, dass die Schaber einen metallischen elastischen Kern besitzen, auf den Gummi oder gummiähnlicher Kunststoff aufvulkanisiert ist.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform besteht darin, dass die Walzen herausnehmbar gelagert sind.
An Hand der nun folgenden Beschreibung eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles der Erfindung wird diese näher erläutert. Es zeigen Fig. l eine Seitenansicht einer Brüh- und Enthaarungsmaschine, Fig. 2 eine Stirnansicht der Maschine, Fig. 3 einen Schnitt durch eine Walze und Fig. 4 die perspektivische Ansicht einer Walze.
Die dargestellte Maschine besteht im wesentlichen aus einer trogartigen Wanne einem ebenfalls trogartigen Deckel--2--und einem Traggestell--3--, an dem die Wanne--l- schwenk- und feststellbar gelagert ist.
In der Wanne--l--sind zwei Walzen--4 und 5--dreh-und antreibbar gelagert. Zum Antrieb dient ein Getriebemotor --6-, der unmittelbar mit der Walze--5--verbunden ist, während die Walze--4--über ein Kettenradgetriebe mit zwei Kettenrädern--7 und 8--sowie
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Das Traggestell--3--ist aus einem im Grundriss U-förmigen, aus U-Profil geschweissten Rahmen--12--gebildet. In beiden Ecken des Rahmens --12-- sind Fussplatten --14-- vorgesehen, mit denen der Rahmen auf dem Boden steht, während an den freien Enden der Schenkel des Rahmens--12--Laufrollen--16--vorgesehen sind. Etwa in der Mitte der Schenkel des
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Gleichzeitig trägt diese Verstärkung-22-die Lagerung für die Walzen-4 und 5-und den Antriebsmotor--6--.
An einer ihrer Längsseiten ist die Wanne --1-- über Scharniere --30-- mit dem Deckel --2-- verbunden. Die Richtung der Öffnungsbewegung des Deckels--2--ist mit einer gestrichelten Linie und mit einem Pfeil in Fig. 1 angedeutet. Der Deckel ist trog- oder wannenförmig ausgebildet.
Beim gezeigten Ausführungsbeispiel sind die beiden Walzen gleich ausgebildet. Die Walzen bestehen aus einem an seinen beiden Enden geschlossenen Rohr--32--mit relativ grossem Durchmesser. An den Endscheiben --34-- sind Achsstummel --36-- angebracht, mit denen die Walzen in der Wanne--l--gelagert sind. Am Umfang des Rohres--32--sind in vier leicht schraubenförmig an der Rohroberfläche entlanglaufenden Reihen blattförmige Schaber-38-angebracht, die aus einem Gummi oder gummiähnlichem Kunststoff bestehen und einen einvulkanisierten Kern aufweisen können. In dem beschriebenen Ausführungsbeispiel bestehen die Schaber -38-- aus gewebe armiertem Gummi, wie er allgemein für Autoreifen verwendet wird.
Die einzelnen Schaber--38--sind mit einem Winkel--40--am Umfang des Rohres --32-- befestigt. Damit die Schaber--38--nicht ausreissen, sind sie über eine einfache Platte mit dem Winkel zusammengeklemmt. Die Platte kann auch aus einem Winkel --42-- gebildet sein, um die Klemmwirkung zu erhöhen.
Im Betrieb werden die zumeist auf dem Boden liegenden Schweine nach dem Ausbluten in den geöffneten Deckel--2--geschoben, dessen einer Rand bei offener Maschine den Boden berührt. Durch die asymmetrische Ausbildung des Deckels lässt sich das Schwein ohne weiteres auf den Deckel legen, ohne abzurutschen. Durch einfaches Anheben des Deckels--2--kann das Schwein in die Wanne--l--geworfen werden, fällt auf die Walze--4--und wird von dieser sofort in den Spalt zwischen den Walzen--4 und 5--bewegt. Auf Grund seines Gewichtes kann das Schwein nicht über
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hereingedrückten Teile des Schweines wieder heraus, so dass es nie zu einem Verklemmen einzelner Teile kommen kann. Wenn das Schwein genügend enthaart ist, kann die Wanne einfach umgeschwenkt werden, so dass das Schwein z.
B. auf ein Förderband fällt. Die Wanne kann gleichzeitig mit dem Herauskippen des Schweines von der Brühflüssigkeit entleert werden, oder diese wird durch einen
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Die erfindungsgemässe Maschine hat sich als äusserst wirksam erwiesen. Das Enthaaren und Brühen geht schneller vor sich als das Ausbluten, so dass in der Verarbeitung niemals eine durch die Maschinenkapazität bedingte Stockung eintreten kann.
Nimmt man die mit Schabern versehenen Walzen --4 und 5-aus der Maschine heraus, so können an ihrer Stelle ein oder mehrere Körbe eingesetzt werden, die eine Verwendung der Maschine zum Maserieren von Wurst-u. ähnl. Konserven ermöglichen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Enthaarungsmaschine für geschlachtete Schweine od. dgl. mit zueinander parallelen, um horizontale Achsen drehbaren und in unterschiedlicher Höhe in einer Wanne gelagerten, mit elastischen Schabern besetzten Walzen, die mit unterschiedlicher Geschwindigkeit umlaufen, dadurch ge- kennzeichnet, dass zwei in gleichem Drehsinn angetriebene Walzen vorgesehen sind, wobei die Walzen (4,5) im Bereich der dem Schwein zugewandten, beide Walzen berührenden Tangentialebene aufwärts laufen und die untere Walze (4) in an sich bekannter Weise langsamer umläuft.
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