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Einrichtung zum Verpacken von körnigem, kleinstückigem, pulvrigem od. dgl. Gut
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Verpacken von körnigem, kleinstückigem, pulvrigem od. dgl. Gut zwischen einer fortlaufenden Folienbahn, die von einer Vorratsrolle abgezogen und einer Faltvorrichtung zugeführt wird, in die ein Einfülltrichter einer Dosiereinrichtung mündet, wobei die Folienbahn in der Faltvorrichtung V-förmig gefaltet und einer taschenbildenden Siegelstelle in vertikaler Richtung zugeleitet wird und die Folienbahn mit einer verschweissbaren oder heissklebefähigen Masse beschichtet ist, und die Siegelstelle aus zwei beheizten und aneinanderabrollenden,
taschenartige Ausnehmungen aufweisenden Walzen gebildet ist und im Bereich stirnseitig der Walzen eine Beschickungseinrichtung für mit einem heissklebefähigen oder verschweissbaren Faden ausgestattete Etiketten mündet, die einen zum Erfassen der zugeführten
Etiketten ausgestalteten, zangenartigen und zum Aufwickeln des Fadens auf die Etiketten um seine
Längsachse drehbaren Greifer aufweist.
Einrichtungen dieser Art sind bekannt. Sie dienen zum Teil zur Herstellung von Tee-Aufgussbeuteln. Solche Beutel sind mit einem Faden ausgestattet, der an seinem einen Ende ein
Etikett trägt und am andern Ende mit einer Naht des Beutels verschweisst ist. Da dieser Faden meistens mehrere Zentimeter (10 bis 17 cm) lang ist und da Aufgussbeutel dieser Art in der Regel zu mehreren
Stücken in einer Schachtel verpackt sind, verwickeln sich die Fäden der einzelnen Beutel, so dass die Beutel der Verpackung nur mit Mühe und Geschicklichkeit entnommen werden können. Dabei reissen die Fäden häufig ab oder aus, so dass sie ihren bestimmungsmässigen Zweck nicht erfüllen können oder aber der Beutel wird durch das Ausreissen beschädigt, so dass sein Inhalt während des Aufbrühen austritt.
Es ist auch eine Einrichtung zum Herstellen von gefüllten Beuteln bekannt, wobei an den Beuteln mittels eines Fadens ein Etikett befestigt ist. Sowohl am Beutel selbst als auch am Etikett wird der Faden mittels Klammern befestigt. Die Etiketten werden nach der Befestigung mit dem Faden mittels eines drehbar gelagerten Greifers erfasst und verdreht, so dass sich der Faden, welcher sich zwischen dem Etikett und dem Beutel befindet, auf dem Etikett aufwickelt. Ein solches Aufwickeln des Fadens gewährleistet jedoch nicht einen Halt des Fadens, so dass schon bei geringen Erschütterungen der Beutel bzw. beim Herausziehen einzelner Beutel aus einer Verpackung der Faden vom Etikett herabgezogen wird, so dass wieder dieselben Nachteile wie bereits vorstehend angeführt, entstehen.
Ein Halt des Fadens auf dem Etikett ist daher nur so lange gewährleistet, als der Beutel in seiner senkrechten Stellung verbleibt. Die bei dieser Ausführung bestehende Möglichkeit, die Lage des Etiketts durch eine geeignete Gestaltung seines Randes, z. B. eine Einkerbung, zusätzlich zu sichern, bedeutet einen weiteren Arbeitsgang im Verpackungsablauf und somit eine Verteuerung sowohl in konstruktiver als auch in herstellungsmässiger Hinsicht.
Für den Drehantrieb des Greifers ist bei dieser bekannten Ausführung ein Zugseil vorgesehen, welches an seinem einen Bereich mit dem Hebel und an seinem andern Endbereich mit der Feder verbunden ist. Das Zugseil umschlingt eine Antriebsmuffe, so dass bei Anheben des Hebels durch einen Nocken eine Drehung der Antriebsmuffe in der einen Richtung erfolgt und bei Niedergehen des Hebels durch die weitere Drehung eines Nockens das Zugseil mit der Feder wieder in die andere Richtung
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gezogen wird, so dass die Antriebsmuffe einen gegenläufigen Drehsinn erhält. Diese Ausführung ist jedoch relativ ungenau, da schon bei geringer Veränderung der Aufwickelbahn, d. h., bei Veränderung des Abstandes der aufgewickelten Seilteile eine Veränderung des Einstellwinkels des Greifers erfolgt.
Diese Nachteile zu beheben, ist Aufgabe der Erfindung, was dadurch gelingt, dass der Greifer in gleicher Höhe mit den Walzen liegt und ein zweiter, zur übernahme der Etiketten und zum Zubringen derselben zwischen der Mündung der Beschickungseinrichtung und die Walzen ausgestalteter, zangenartiger, um eine Querachse dreh-oder schwenkbarer Greifer vorgesehen ist und die Längsachse des ersten Greifers und die Dreh-oder Schwenkebene des zweiten Greifers in der Berührungsebene der Walzen liegen, so dass das abstehende Ende des aufgewickelten Fadens zwischen die Walzen gelangt.
Dank dieses Vorschlages wird das von der Mündung der Beschickungseinrichtung abgegebene Etikett, das in an sich bekannter Weise mit einem Faden ausgestattet an dieser Mündung anlangt, vom erstgenannten, um seine Längsachse drehbaren Greifer erfasst und um eine seiner Achsen gedreht, so dass sich der Faden auf dem Etikett selbst aufwickelt. Der zweitgenannte Greifer erfasst das Etikett mit dem aufgewickelten Faden und da der Faden heissklebefähig oder verschweissbar ausgebildet und nach einem weiteren Merkmal der Erfindung mindestens ein Backen des zweiten Greifers beheizt ist, wird der Faden punktförmig mit dem Etikett oder dem aufgewickelten Faden verbunden, wobei diese Verbindung beim bestimmungsgemässen Gebrauch der Packung durch eine leichte Zugeinwirkung auf den Faden wieder gelöst werden kann. Ein kurzes Stück des Fadens überragt das Etikett.
Dieses Fadenstück wird durch den zweiten Greifer zwischen die gefaltete Folienbahn eingeführt und beim Durchgang der Folienbahn durch die Walzen mit dieser verschweisst.
Zur Veranschaulichung der Erfindung wird diese an Hand der Zeichnungen näher erläutert, ohne sie dadurch auf das gezeigte Ausführungsbeispiel einzuschränken. Es zeigen : Fig. l schematisch die Greifer und die Siegelwalzen, Fig. 2 einen Querschnitt durch den dreh-oder schwenkbaren Greifer schematisch, Fig. 3 den Antrieb des dreh-oder schwenkbaren Greifers, ebenfalls schematisch und Fig. 4 die Draufsicht gemäss der Linie A-A in Fig. 1.
Die Verpackungsmaschine besitzt eine Faltschulter-l--aus Blech oder Kunststoff, über die ein Folienstreifen, beispielsweise ein Papierstreifen-2--, von einer nicht dargestellten Vorratsrolle geleitet wird. Das Streifenmaterial ist mindestens einseitig mit einer heissklebefähigen oder schweissbaren Masse beschichtet. Durch die Faltschulter-l-wird der Streifen zu einer V-förmigen Bahn --3-- gefaltet, in die von oben her der Einfillltrichter --4-- einer Dosiereinrichtung --5-- mündet. Um kurze Fallzeiten für das Füllgut zu erreichen, und um damit die Leistungsfähigkeit der
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--6-- unmittelbar--7-- auf. Ebensolche Rändelungen --7'- verlaufen auch in Achsrichtung der Walzen.
Zwischen den in Achsrichtung verlaufenden Rändelungen-7'--sind die Walzen taschenartig ausgenommen. Die Siegelwalzen sind beheizt, wobei die Speiseleitungen für die Heizkörper durch die Hohlwellen - 8-der Walzen-6--geführt sind.
Im Bereich der Stirnseite der Siegelwalzen--6--ist die Mündung einer Etikettenbeschickungseinrichtung vorgesehen, die in ihrem grundsätzlichen Aufbau bekannt und daher nicht dargestellt ist.
Unmittelbar vor dieser Mündung-10-ist ein erster Greifer --11-- vorgesehen, der um seine Längsachse --12-- drehbar gelagert ist. Im Arbeitstakt der Maschine werden die Backen dieses Greifers --1-- geöffnet und geschlossen, u. zw. durch einen von unten angreifenden Kegelstift, der gegen einen Exzenter stösst, der an einem der beiden Backen vorgesehen ist. Die Längs-oder Drehachse --12--liegt in der Berührungsebene E-E (Fig. 4) der beiden Siegelwalzen-6--.
Ein zweiter Greifer --14-- ist um die Achse --15-- schwenkbar angeordnet, wobei die Bewegungsebene dieses Greifers --14-- in der Berührungsebene E-E der Walzen --6-- liegt. Der Backen --16-- (Fig. 3) des zweiten Greifers --14-- ist beheizt und mit der im Maschinengestell --17-- drehbar gelagerten Hohlwelle --18-- fest verbunden.
Am einen Ende trägt diese Hohlwelle --18-- ein Ritzel--19-- (Fig. 2). Der andere Backen --20-- ist mit einer inneren Welle - 21-verbunden, die die äussere, hohl ausgestaltete Welle --18-- durchsetzt und die an ihrem freien Ende in einer Lagergabel --22-- eine bombierte Rolle-23-trägt. Eine Feder-24--, die sich einerseits an der Gabel--22-, anderseits an der Hohlwelle-18--abstützt, presst die Backen--16 und 20-aneinander. Im Arbeitstakt der Maschine werden die Backen-16 und 20-durch den Hebel --25-- geöffnet und geschlossen.
Das Ritzel --19-- steht mit einer Zahnstange - -30-- im Eingriff, die gegen die Kraft der Feder-31-in einer nicht dargestellten Führung längsverschiebbar ist (Fig. 3). Die Verschiebung der Zahnstange wird über den Kurvenscheibentrieb
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