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Bei den bekannten Maschinen zur Herstellung und Füllung von flachbeutelähnlichen Packungen mit Haltefaden und Etikett wird schmiegsames Verpackungsmaterial aus einer oder mehreren Bahnen zu einem fortlaufenden, längsvers-chlossenen Schlauch geformt und mit Füllgut, z. B. Tee, Kaffee, beschickt.
Durch Querverschliessen dieses Schlauches und Abtrennen in entsprechenden Abständen entstehen dann die einzelnen Flachbeutel. Das Füllen der Beutel erfolgt dabei während des Faltens der Materialbahn meist über ein Füllrohr. Zum Längs-und Querverschliessen werden Heiss-Siegelwalzen, Klebeeinrichtungen u. dgl. benützt.
Um den gefüllten und verschlossenen Beutel den weiteren Arbeitsgängen (Befestigen des Haltefadens, Etikettierung, Umpackung) zuführen zu können, sind bei den bekannten Maschinen geeignete Längs- und Quertrans- porteinrichtungen vorgesehen, deren Funk- tionen durch besondere Steuereinrichtungen überwacht werden. Dieser Fertigungsablauf ergibt infolge der in verschiedenen Rich- tungen verlaufenden Transportwege eine um- fangreiche Bauweise der Maschine, wodurch der Wirkungsgrad vermindert und die Beschaffungskosten sowie die Störanfälligkeit vergrössert werden.
Meist sind diese Maschinen auch bezüglich ihres Antriebes und des Zusammenwirkens der Fertigungs- und Nebeneinrichtungen zu einem in sich geschlossenen Komplex zusammengebaut, so dass für die Herstellung verschiedener Typen von Packungen bzw. von Packungen mit verschiedenen Ausstattungen jeweils der Aufwand für eine passende andere komplette Maschine gemacht werden muss.
Unter Berücksichtigung des immer grösser werdenden Bedarfes an flachbeutelähnlichen Packungen verschiedener Ausführungen strebt die vorliegende Erfindung eine derartige Ausbildung von Maschinen für den genannten Zweck an, dass die erwähnten Nachteile behoben und weitere bauliche und funktionelle Verbesserungen bei solchen Maschinen erreicht sind.
Erfindungsgemäss sind zu diesem Zweck drei Einzelaggregate u. zw. zum Füllen und Verschliessen, weiters zum Befestigen des Haltefadens am Beutel und an der Etikette und schliesslich zum Einpacken des fertigen Beutels mit der Etikette, einschliesslich ihrer Steuereinrichtungen an eine lotrechte Haupt-
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übereinander angeordnet sind und die Zuführung der herzustellenden Flachbeutel zum zweiten und dritten Aggregat durch Fallbe- wegung erfolgt.
Dieser neuartige Aufbau der Maschine ermöglicht es, durch einfaches Auswechseln des jeweiligen Einzelaggregates die Arbeitsweise der gesamten Maschine der gewünschten Ausführung bzw. Ausstattung des Erzeugnisses, also des Flachbeutels, anzupassen. Diesem Gedanken kommt die erfindungsgemässe vertikale Anordnung der Einzelaggregate insofern entgegen, als dadurch eine durchgehende Hauptantriebswelle für den Antrieb der Aggregate verwendet werden kann, so dass die neue Bauweise keinen besonderen zusätzlichen Aufwand an Mitteln zur übertragung der Antriebskraft verursacht.
Ausserdem ergibt der in der Erfindung vorgeschlagene Falltransport des herzustellenden Flachbeutels eine weitere wesentliche Vereinfachung der ganzen Maschine, weil dadurch die Arbeitsvorgänge über den kürzesten Weg miteinander verbunden sind und keine besonderen Antriebe und Steuereinrichtungen für den Transport des Beutels notwendig sind.
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zur zusätzlichen Steuerung des Arbeitsab- laufes im Arbeitsweg vor bzw. hinter einem oder mehreren der Einzelaggregate Stopvorrichtungen, beispielsweise Halteklappen eingebaut sind, deren Funktion vorzugsweise von den Antrieben für das zugehörige Ein-, zelaggregat gesteuert wird.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung be- treffen die beispielsweise Ausführung und
Funktion der Einzelaggregate. Diese sind an
Hand der beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben.
In den Zeichnungen sind Ausführungs- beispiele der Erfindung dargestellt. Es zei- gen Fig. 1 ein Anordnungsschema der Ma- schine mit einer-durchgehenden Antriebswelle und den Anschlüssen für die einzelnen Aggre- gate, Fig. 2 ein schematisches Beispiel für ein Einzelaggregat grundsätzlicher Art zur
Beutelherstellung, Fig. 3 die Seitenansicht zu
Fig. 2, Fig. 4 ein Ausführungsbeispiel für ein anderes Einzelaggregat, Fig. 5 ein weiteres
Einzelaggregat, Fig. 6 den Schnitt A-A durch den Flachbeutel nach Fig. 5, Fig. 7 eine räumliche Darstellung dieses Flachbeutels,
Fig. 8 ein schematisches Beispiel für ein
Einzelaggregat mit anderer Funktion, Fig. 9 die Seitenansicht zu Fig. 8, Fig. 10 ein Aus- führungsbeispiel eines Einzelaggregates, Fig.
11 ein mit dem Aggregat nach Fig : 10 her- gestellter Flachbeutel, Fig. 12 eine andere
Anordnungsform für ein Einzelaggregat und
Fig. 13 die Seitenansicht zu Fig. 12. In-den
Fig. 14 und 15 ist ein Einzelaggregat zur Fa- denbefestigung dargestellt.
Im Anordnungsschema nach Fig. l ist der
Umriss der Maschine mit den einzelnen Räu- men für die Einzelaggregate I, II, III darge- stellt. Diese sind so übereinander angeordnet, dass die Antriebsleistung des Motors 1 über die durchgehende vertikale Hauptantriebs- welle 2 auf die Aggregate übertragen werden kann. Zu diesem Zweck sind von der Welle
2 die Einzelantriebe 3,4, 5 abgezweigt, welche zum leichten Auswechseln des jeweiligen Aggregates gegen ein-anderes, mit den Pri- märteilen 6,7, 8-von formschlüssigen Kupplungen versehen sind. Mit diesen Teilen können die Kupplungs-Sekundärteile 9, 10, 11 der Einzelaggregate I, II, III verbunden werden.
Als-Einzelaggrecat I kann beispielsweise die in den Fig. 2 und 3 schematisch gezeigte Einrichtung zum Herstellen, Füllen und Ver- schliessen von Flachbeuteln verwendet werden. Diese Einrichtung ist über ihren Kupplungs- teil 9 mit dem Kupplungsteil 6 des Einzel- antriebes 3 (Fig. 1)'verbunden,. Die Welle 13 treibt in Pfeilrichtung "A# die Schilesswalzen 14 und 15 an ; die ausser dem Längs-und QuerverschliessendesMaterialschlauches17 auch den Transport der Materialbahn 16 besorgen.
Der Materialschlauch 17 wird dadurch gebildet, dass die Materialbahn 16 über'die Kanten einer an sich bekannten Falzeinrich-
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: In diese-Tasche'ragt daskannter Weise jeweils nach dem Querver- schliessen des Materialschlauches 17 diesem zu. Nach dem völligen Verschliessen des
Flachbeutels 23 wird dieser vom Strang durch eine Trennvorrichtung 24 abgetrennt.
Ein ausgeführtes Einzelaggregat I, welches in seinen wesentlichen Funktionen dem eben beschriebenen gleicht, ist in Fig. 4 dargestellt.
Der das Füllgut enthaltende Behälter 31 ist über einer Dosiereinrichtung 32 angeord- net. Diese besteht in einer etwa horizontal angeordneten Walze 33, die mit einer oder mehreren Nuten versehen ist und in einer oben und unten geöffneten Hülse 34 sich dreht. Aus dem über der oberen öffnung angebrachten Behälter 31 werden die Nuten in der Dosierwalze 33 mit Füllgut beschickt, das Füllgut wird beim Weiterdrehen der Walze zur unteren öffnung 35 geführt und fällt durch diese in den Fülltrichter 37.
Die Dosiermenge wird dabei dadurch geregelt, dass das Volumen der Nuten in der Walze 33 durch axiales Verschieben von Einsätzen 36 verändert wird,
Der vertikal angeordnete Fülltrichter 37 mündet zwischen den Bahnen 38, 39 des Verpackungsmaterials. Dieses läuft als eine Bahn 40 der Falzeinrichtung zu, welche im wesentlichen aus dem dreieckförmigen Falzblech 41 und der Umlenkrolle 42 besteht.
Das gefalzte Verpackungsmaterial gelangt dann zwischen die Schliesswalzen 44 und 45. deren stirnseitige Bünde 46, 47 zusammen mit den axial verlaufenden Stegen 48 das Schliessen der gefüllten Beutel bewirken. Die Walzen sind z. B. mit Zahnrädern 49,50 versehen und stehen dadurch in zwangsläufiger Antriebsverbindung. !
Das Schliessen der gefüllten Beutel kann unter Verwendung von Klebemitteln oder durch Heissschweissen erfolgen. Im letzteren Falle werden die Walzen geheizt.
Die Walzen 44 und 45 drehen sich um Achsen,. die zur. Horizontalen unter einem gewissen Winkel, geneigt sind. Die Neigung hängt vom Neigungswinkel der Falzblechebene 41 zur Horizontalen ab. Bei. Verwendung eines dreieckigen Falzbïeches - wie im vorliegenden Falle - ist auch der Falzwinkel selbst für die Lage. der Walzen bestimmend.
Der senkrecht zu den Walzenachsen austretende Beutelstrang 52, der aus den noch zusammenhängenden Beuteln 53 und den Schliessbahnen 54,55 gebildet wird, wird in einer Führung 56 mit U-förmig aufgebogenen Rändern zur Trennvorrichtung 57'geführt.
Dort wird der Strang in der Mitte der Schliess- bahn 55 durchgetrennt.
Vor der Trenneinrichtung 57 kann ein Zugwalzenpaar 58, 59 angeordnet sein, das den. Strang mit der von den Schliesswalzen
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44, 45 bestimmten Fördergeschwindigkeit zur Trennvorrichtung führt.
Das gezeigte Einzelaggregat ist besonders leistungsfähig, weil hier das Füllgut (Tee, Kaffee) unter voller Ausnutzung des freien Falles dem vorgefalzten Verpackungsschlauch zuströmen kann, ohne dass es zwischen die Schliesskanten des Flachbeutels gelangt.
Ein anderes Ausführungsbeispiel für ein Einzelaggregat I ist in den Fig. 5,6 und 7 gezeigt. Mit diesem Aggregat wird eine besonders vorteilhafte Flachbeutelart hergestellt, welche sich von den einfachen bekannten Ausführungen, vor allem durch die Anordnung je einer balgartig gefalzten Faltung entlang der Längskanten, unterscheidet.
Zu diesem Zweck wird die in Fig. 5 gezeigte Materialbahn 61 in an sich bekannter Weise
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legt. Dabei passieren die Ränder 65,66 der Materialbahn 61 die Siegelrollen 67, welche in ihrer Halterung 68 gegeneinander gedrückt werden und die Bahn 61 zu einem Schlauch 70 verschliessen. Die Halterung 68 ist z. B. an einem Tragstab 71 befestigt, welcher an einem Halter 72 über eine Platte ortsfest gelagert ist.
Das Füllrohr 63 ist so geformt, dass sein, am oberen Teil kreisrunder oder elliptischer Querschnitt, nach unten stetig in einen rechteckigen Querschnitt übergeht (gestrichelt gezeichnet), so dass auch die über das Füllrohr gezogene Materialbahn beim Verschliessen des Rohres einen geschlossenen Schlauch von rechteckigem Querschnitt bildet.
An den beidseitig angeordneten Tragstäben 71 ist je eine Faltvorrichtung 73 befestigt, deren Falzsporne 74 in die schmalen Seitenbahnen des Materialschlauches 70 unmittelbar nach dem Füllrohr hineinragen, wobei die Spitzen der Sporne in der Längsmittelebene des Schlauches einander auf gleicher Höhe gegenüberliegen.
Unmittelbar unter den Faltvorrichtungen sind Führungsbügel 75 auf beiden Seiten vor und hinter dem Materialschlauch angeordnet, so dass der Schlauch zwischen die dabei offenbleibenden schmalen Spalte hindurchgeführt wird.
Die geometrischen Verhältnisse der an sich bekannten Faltvorrichtungen sind so gewählt, dass sich im Zusammenwirken mit der Lage der Führungsbügel 75 und den Abmessungen des Endquerschnittes des Füllrohres 63 an den schmalen Seitenbahnen des Materialschlauches infolge seiner Bewegung
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Der Transport, das Abteilen bzw. das Quer- verschliessen und Abtrennen der, Packungen vom Materialschlauch kann auf verschiedene bekannte Arten erfolgen. Bei der dargestellten Anordnung wird zu diesem Zweck eine Vorrichtung verwendet, bei welcher Siegelbacken 79, 80 an den Tragstäben 71 aufund abbewegt werden. Dabei sitzen die Siegelbacken an einem Gestell 81, und der eine Backen 79 ist mit diesem Gestell bzw. dessen Führungen 82 fest verbunden, während der andere Backen 80 um die Welle 83 schwenkbar am Gestell 81 gelagert ist.
Zur Abgrenzung der Schwenkbewegung des Backens 80 ist am Gestell ein Anschlag 84 befestigt.
Die Führungsbewegung der Teile 79 bis 84 in vertikaler Richtung entlang den Tragstäben 71 wird von einem Kurbelantrieb 86 abgeleitet, der über die Welle 87 mit dem Einzelantrieb 63 verbunden ist.
Die Drehbewegung der Kurbel 86 verläuft in Pfeilrichtung "C" und wird über eine Gelenkstange 88 auf einen Hebel 89 übertragen, welcher am Backen 80 befestigt ist.
Die eben beschriebene Vorrichtung ist in einem Betriebszustand gezeigt, bei welchem die Kurbel 86 eben ihre untere Totpunktlag, überschritten und bei ihrer Weiterbewegung zunächst den Backen 80 über die Teile 88, 89 bis zum Anschlag 84 um die Achse 83 nach aussen geschwenkt hat. Bei der Weiterbewegung der Kurbel 86 wird das Gestell 81 mit seinen Teilen entlang den Stäben 71 so weit nach oben mitbewegt, bis die Kurbel 86 ihre obere Totpunktlage erreicht hat. Da bei der Nachbewegung des Backens 80 um die Achse 83 ein geringerer Massenwiderstand und geringere Reibung als bei der vertikalen Führungsbewegung des Gestelles 81 an den Stäben 71 zu überwinden ist, so erfolgt bei Überschreitung der oberen Totpunktlage der Kurbel 86 zunächst ein Schwenken des Backens 80 nach innen bis zur Anlage am Materialschlauch bzw. am festen Backen 79.
Die Weiterbewegung der Kurbel 86 bewirkt anschliessend die Mitführung des Gestelles 81 und des Materialschlauches nach unten. Gleichzeitig wirken die Backen 79 und 80 als Verschlusseinrichtung und verschliessen den Materialschlauch in Querrichtung durch Heisssiegeln. Zweckmässigerweise sind die Schliessbacken in bekannter Weise mit einem quer verlaufenden Trennmesser versehen, so dass der Schliessrand beim Zusammenpressen der Backen in seiner Mitte getrennt und nur der obere Rand zum Nachziehen des Materialschlauches benützt wird. Nachdem die Kurbel 86 ihre untere Totpunktlage. erreicht hat, erfolgt wieder das öffnen der Backen 79, 80, wobei dann die fertiggestellte Packung, z. B. ein Aufguss, euvel 77, nach unten fällt.
Wie schon erwähnt, beginnt die Bewegung
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des schwenkbaren.
Backens 80 jeweils vor der Führungsbewegung des Gestelles 81 an den Tragstäben 71. Zur Sicherung dieses Bewegungsablaufes kann jedoch in der Führung 82 eine einstellbare Bremseinrichtung 90 vorgesehen sein.
Das Verhalten im Gebrauch der mit Längsfaltungen versehenen Packung ist in Fig. 7 am Beispiel eines Aufgussbeutels dargestellt.
Das Füllgut, z. B. Tee, bewirkt durch seine Quellung beim Aufgiessen eine Ausweitung des Beutels, so dass dieser mit einer sehr grossen Oberfläche dem Aufgussmittel ausgesetzt ist, wodurch der Diffusionsvorgang gefördert wird und eine Beschädigung durch Platzen des Beutels vermieden ist.
Ausser der eben beschriebenen besonderen Ausführung des Flachbeutels können im Zuge seiner Herstellung auch noch andere Massnahmen getroffen werden, welche geeignet sind, bei der praktischen Verwendung des Flachbeutels bestimmte Vorteile zu erzielen. Dazu gehört auch eine gewisse Sicherheit gegen das ungewollte Ausreissen der Versohlussränder, insbesondere wenn der Haltefaden des Beutels an einem Verschlussrand befestigt ist, was bei den meisten derartigen Beuteln der Fall ist. Um hier die Zugbelastung auf den ganzen Beutelrand oder auf mehrere Ränder zu übertragen, ist es vorteilhaft, die Verschlussränder durch einen Hilfsfaden zu verstärken, welcher direkt oder indirekt mit dem Haltefaden in Verbindung gebracht ist. Eine zusätzliche Einrichtung, die diesem Zweck dient, ist z. B. in Fig. 2 schematisch angedeutet.
Diese besteht aus der Fadenspule 25, von welcher der Hilfsfaden 26 über eine ortsfeste ösenführung 27 zwischen die gefalteten Materialbahnen 17 eingeführt und dort in den Verschlussrand
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oder eingesiegeltfaden kann auch in den Beutelrand eingenäht oder mit diesem verklebt werden.
Es ist auch möglich, den Hilfsfaden durch den Beutel hindurchzuführen, wodurch seine Wirksamkeit noch verstärkt wird. Die für eine solche Anordnung erforderliche Einrichtung ist aus Fig. 5 zu ersehen, wo der Hilfsfaden 26 durch eine Bohrung 91 in das Füllrohr 63 geführt und über die am unteren Rohrende angebrachte Führungsöse 92 in den aus der Maschine laufenden Beutelstrang eingearbeitet wird. Nach dem Verschliessen der Querränder und Abtrennen derselben verläuft dann der Hilfsfaden zwischen den beiden Verschlussrändern durch den Beutel hindurch.
Eine unmittelbare Verbindung des Hilfsfadens mit dem Haltefaden kann dadurch erfolgen, dass der Hilfsfaden um den Haltefaden im Beutelrand geschlungen bzw. mit dem Haltefaden verknüpft oder verklammert wird.
Der durch das Einzelaggregat I hergestellte Flachbeutel wird nach dem Abtrennen vom Beutelstrang dem freien Fall überlassen und gelangt dadurch ohne Transporteinrichtung zum Einzelaggregat II, welches als grundsätzliches Beispiel in den Fig. 8 und 9 gezeigt ist. Der Flachbeutel 23 wird hier mit dem Haltefaden 95 und der Etikette 96 versehen. Zu diesem Zweck sind für die Befestigung des Haltefadens und der Etikette z. B. Heftvorrichtungen 97 und 98 angeordnet, deren Funktion durch die Antriebswelle 99 gesteuert wird.
Diese Welle kann über den sekundären Kupplungsteil 10 mit dem primären Kupplungsteil 7 an den Einzelantrieb 4 (Fig. 1) angeschlossen werden. Von diesem Antrieb aus werden auch die in die Fallbahn des Flachbeutels 23 eingebauten Halteklappen 100, 101 gesteuert. Diese Klappen dienen dazu, den Ablauf der einzelnen Arbeitsgänge in Abhängigkeit von eig- nem bestimmten Wert, z. B. der Zeit für das Füllen des Beutels, oder die Falldauer von einem Aggregat zum andern usw., in das richtige zeitliche Verhältnis zu bringen. In diesem Sinne kann auch unter dem die Einrichtung verlassenden Beutel 23'noch eine weitere Halteklappe angeordnet sein, welche die vertikale Beutelbewegung für das Etikettieren und das Trennen des Haltefadens vom Fadenstrang aufhält. Diese Trennung erfolgt hier etwa an der mit 95'bezeichneten Stelle des Fadens.
Als ausgeführtes Einzelaggregat Il mit besonders vorteilhafter Funktion für die Befestigung des Haltefadens am Flachbeutel und an der Etikette ist ein Ausführungsbeispiel in Fig. 10 gezeigt. Auch hier erfolgt der Weitertransport des die Vers, chliesswalzen 111 und 112 verlassenden, gefüllten und geschlossenen Beutels 115, ebenso wie in den Fig. 8 und 9, durch den freien Fall. Dabei gelangt der Beutel zunächst auf eine im Führungsstück 116 angeordnete drehbare Halteklappe 117, deren Wirkung vom Nocken 118 über die Welle 119 und den Daumen 120 zwangsläufig gesteuert wird. Das Führung- stück 116 ist mit einem Anschlag 125 versehen, über welchen der Beutel 115'beim Fallen kippt und in die Lage des Beutels' 115" kommt.
In dieser Lage steht der Beutel vertikal auf einer Platte 127, welche unter einer Platte 126 in einem bestimmten Abstand angeordnet ist. Beide Platten können durch eine nicht näher dargestellte Verschiebeeinrichtung horizontal aus der Fallbahn der Beutel herausbewegt werden. Diese Einrichtung wird ebenfalls von der Welle 114 aus gesteuert. Unter den Platten 126 und 127 liegt in der Beutelfallbahn (Pfeil B) die Umpackungsvorrichtung (nicht gezeichnet).
Zur Befestigung des Fadens 129 am Beutel
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, E" Diese axialen Bewegungen werden durch den von der Welle 114 angetriebenen Nocken 173 über den Daumen 174a gesteuert und von den Teilen 151, 152, 153 mit ausgeführt.
175 ist eine Stange, welche am Winkelstück
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Fadenführung trägt.
Die dargestellte Einrichtung ist in einem Betriebszustand gezeigt, bei welchem die Etikette 130 vom Greifer 152 soeben erfasst worden ist und die Befestigung des Fadens 129 am Etikett unmittelbar bevorsteht. Der soeben am Faden angeheftete Beutel 115" steht auf der unteren Platte 127, der nächstfolgende Beutel 115 wird von der Klappe
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in den Wirkungsbereich der Befestigungsvorrichtung 131 bzw. des Heftkopfes 132 gelangen, wobei inzwischen der Beutel 115" mit seiner Etikette in die Umpackungsvorrichtung gefallen und die Platte 126 in die Beutelbahn geschoben ist.
Die Feder 174 hat die Hohlwelle 150 mit dem Greifer 152 in die gezeigte innere Endlage gestellt und dabei die Klauen 165 und 167 in Eingriff gebracht. Dadurch wird eine Drehung des Greifers solange verhindert, als die Etikette beim Anheften des Fadens oder beim nachfolgenden Anlegen an den Beutel keine Drehung ausführen darf.
Nachdem dieses Anheften vollzogen und der Faden 129 gleichzeitig vom Fadenstrang abgetrennt worden ist, hat sich der Steuernocken 173 inzwischen so weit gedreht, dass jetzt das Winkelstück 170 in
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dem Wirkungsbereich der Heftvorrichtung in seine äussere Endlage bewegt, gleichzeitig die Kupplung 165, 167 getrennt und anschliessend die Kupplung 164, 166 geschlossen. Unmittelbar darauf bewirkt der Nocken 162 über den Hebel 160 die Drehung der Antriebsmuffe 158 und damit über 164, 166 auch eine Drehung der Hohlwelle 150. Diese Drehung erfolgt in Pfeilrichtung "F" und ist so bemessen, dass der Greifer 152 mit der Etikette ? 30 eine ungerade Zahl von Halbdrehungen I ausführt, so dass die gewünschte Umschlingung des Etiketts entsteht.
Nun erfolgt durch den Doppelnocken 173 wieder ein Verschieben der Hohlwelle mit dem Greifer 152 entgegen der Pfeilrichtung "E", wobei das umschlungene Etikett derart an den Beutel gelegt wird, dass der vorher nach oben ragende längere Teil des Etiketts jetzt nach unten weist und der obere Etikettenrand möglichst nahe am oberen Beutelrand zu liegen kommt. Nach diesem Vorgang wird durch den Exzenter 155 über die Stange 154 und den Winkelhebel 153 eine Bewegung des Druckstabes 151 in Pfeilrichtung "C" her-
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Während der äusseren Endlage des Greifers ist ein neuer Beutel in den Wirkungsbereich der Heftvorrichtung gekommen und der
Faden 129 am Beutel befestigt worden. Der fertige Beutel mit umschlungener Etikette ist inzwischen in die Umpackungsvorrichtung ge- fallen, während der neue Beutel, am Faden hängend, von der Platte 126 zur Platte 127 weiterrückt. Damit ist für das Anheften des
Fadens an einer neuen Etikette Platz ge- schaffen, dieses Anheften vollzieht sich in der bereits beschriebenen Weise, wobei wie- der der Faden des vorhergehenden Beutels bzw. der Etikette vom Strang abgeschnitten wird.
Vorteilhafterweise wird der Vorschub des durch die Öse 176 geführten Fadens unabhängig vom Ablauf der übrigen Vorgänge gesteuert.
In der Fig. 11 ist der Beutel 115 mit der Etikette 130 und dem Faden 129 in vergrössertem Massstab gezeigt. In der beim Umpacken oder Verpacken vorhandenen vertikalen Lage des Beutels. liegt die Etikette an dem Beutel infolge der besonderen Umschlingung so an, dass es mit dem Beutel ein geschlossenes Ganzes bildet und in dieser Lage verbleibt.
Die mit dieser Vorrichtung erreichte Anlage der Etikette am Beutel hat vor allem den Zweck, bei der Weiterverarbeitung des Beutels, insbesondere beim Verpacken der fertigen etikettierten Einzelstücke in besondere Hüllen usw., eine geschlossene Einheit zwischen Beutel, Haltefaden und Etikette zu erhalten, wodurch die Weiterverarbeitung des Beutels völlig störungsfrei erfolgen kann. Dies ist besonders dann von Wichtigkeit, wenn der fertige Beutel mit der Etikette durch die hier zur Anwendung kommende Fallbewegung zum nächsten Einzelaggregat III gelangt, um dort zwischen zwei weiteren Materialbahnen verpackt zu werden. Das dazu geeignete Einzelaggregat III ist schematisch in den Fig. 12 und 13 dargestellt.
Die Verschlusswalzen 180 werden hier in der eingezeichneten Pfeil- richtung "F" von der Welle 181 angetrieben, welche über den sekundären Kupplungsteil 11 an den Einzelantrieb 6 (Fig. 1) angeschlossen werden kann. Die mit 182 bezeichneten Materialbahnen (z. B. Zellophan, Papier usw.) werden dabei zu einer Tasche geformt, in welche der fertige Flachbeutel 23 mit Haltefaden und Etikette hineinfällt. Gleichzeitig werden aie Umpackungsbahnen 182 seitlich geschlossen und entsprechend der Länge der Flachbeutel auch die Querverschlüsse gebildet. Der dadurch entstehende, die Flachbeutel enthaltende Umpackungsstrang 183 wird durch eine Schneidvorrichtung 184 in die einzelnen Abschnitte getrennt.
In den Fig. 12 und 13 ist ausserdem noch eine andere Art gezeigt, wie die Etikette mit dem Beutel zu einer Einheit verbunden wer- den kann. An Stelle der in den Fig. 10 und
11 gezeigten Umwicklung der Etikette kann auch der Flachbeutel selbst mit dem Halte- faden umwickelt werden. Bei der in den Fig.
12 und 13 gezeigten Einrichtung wird zu diesem Zweck der fertige Flachbeutel von einer um den Drehpunkt 185 schwenkbaren
Schwinge 186 auf beiden Seiten erfasst und entlang eines Zahnsegmentes 187 in Pfeil- richtung G geschwenkt. Durch Abwälzung des in der Schwinge 186 gelagerten Zahnrades 188 am Segment 187 entsteht die
Wickelbewegung des Flachbeutels 23, welche die Etikette 96 an den Beutel zur Anlage bringt. In dieser Form fällt der Flachbeutel mit der Etikette in die Umpackung 183.
Die in den Figuren gezeigten Einzelaggregate ermöglichen durch Auswechseln sehr verschiedenartige Kombinationen, durch welche auch entsprechend viele Herstellungsvariationen möglich sind.
Diese Variationen beziehen sich auf Einzelheiten am Beutel, wie z. B. die Art der Fadlenbefestigung am Beutelrand. Dazu ist in den Fig. 14 und 15 noch ein weiterer Vorschlag gemacht : das darin gezeigte Einzelaggregat II kann durch seine Sekundärkupplung 10 an die Primärkupplung 7 des Einzelantriebes 4 (Fig. 1) angeschlossen werden. Die Welle 99 betätigt in bereits beschriebener Weise die Heftköpfe 97 und 98 zum Anheften des Haltefadens 95 am Flachbeutel 23 bzw. an der Etikette 96.
Das Besondere an der gezeigten Einrichtung besteht darin, dass der Haltefaden 95 vor dem Anklammern durch ein Führungsstück 190 jeweils über den oberen Rand des Beutels gelegt wird, so dass der Haltefaden auf beiden Randseiten mit dem Beutel verbunden wird. Während dieses Vorganges wird der Beutel durch die Halteklappe 101 in seiner Pall- bewegung aufgehalten. Bei der dargestellten Reihenfolge des Heftvorganges wird nach Be- festigen der Etikette 96' (Fig. 15) durch die Vorrichtung 98 der Haltefaden zugleich abgetrennt, so dass der mit der Etikette 96 versehene Flachbeutel 23'zur Weiterverarbeitung aus der Maschine fällt.