<Desc/Clms Page number 1>
Presse zur Herstellung von Skiern
Die Erfindung bezieht sich auf eine Presse zur Herstellung von Skiern mit einem starren
Form-Unterteil, einem in Längsrichtung flexiblen Form-Oberteil und einem mit Druckmedium gefüllten Druckschlauch, der zwischen dem Form-Oberteil und einem darüberliegenden Pressbalken angeordnet ist.
Bei dieser bekannten Gattung von Pressen zur Herstellung von Skiern wird der erforderliche
Pressdruck durch eine Pumpe erzeugt, die das Druckmedium, vorzugsweise Hydrauliköl, in den
Druckschlauch pumpt. Es ist ein Charakteristikum von flüssigen Druckmedien, dass sie den Druck gleichmässig an alle Wandstellen des sie umgebenden Behälters, in diesem Fall des Schlauches, verteilen.
Der Form-Oberteil wird daher in allen Punkten, an denen der Druckschlauch aufliegt, von einem gleichmässigen Pressdruck beaufschlagt. Dies bedeutet ferner, dass der Form-Oberteil über seine ganze Länge eine konstante Presskraft pro Längeneinheit erfährt. Dies gilt auch für den dem Schaufelbereich des Skis zugeordneten Bereich des Form-Oberteiles. Der zwischen dem Form-Unterteil und dem Form-Oberteil eingelegte, zu verpressende Skirohling ist in vielen Fällen bereits der Seitenfasson des Skis entsprechend geformt, seine Breite nimmt also im vorderen Schaufelbereich des Skis zur Spitze hin ab. Auch in diesem Bereich wird aber dieselbe Presskraft pro Längeneinheit vom Form-Oberteil auf den Skirohling übertragen.
Daher nimmt entsprechend der Verringerung der Breite des Skirohlings im vorderen Schaufelbereich des Skis die Presskraft pro Flächeneinheit, also der Pressdruck, zu.
Bei Pressen der eingangs erwähnten Art tritt ferner eine weitere Schwierigkeit auf. Durch das Pressdruckmaximum an der Skispitze wird der Skirohling in diesem Bereich durch den hohen Druck so stark fixiert, dass der mittlere Teil der Skischaufel nicht zur Gänze in die Wölbung des Form-Unterteiles hineingedrückt werden kann. Dadurch wird der Form-Oberteil in diesem mittleren Bereich der Skischaufel wie die Sehne eines Bogens gespannt und ist nicht in der Lage, den vollen Pressdruck auf den Skirohling zu übertragen.
Der Skirohling erfährt also im vorderen Bereich der Skischaufel einen erhöhten Pressdruck, im mittleren Bereich der Skischaufel hingegen einen verringerten Pressdruck. Ein solcher Verlauf des Pressdruckes am Skirohling im Schaufelbereich ist jedoch unerwünscht. Die heute im Skibau angewandten Verklebungsverfahren und eingesetzten Kleber erfordern vielmehr einen möglichst gleichmässigen Pressdruck an allen Stellen des Skirohlings.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, bei einer Presse zur Herstellung von Skiern der eingangs erwähnten Art auch im Schaufelbereich des Skis einen möglichst gleichmässigen Verlauf des Pressdruckes zu ermöglichen.
Erfindungsgemäss wird dies erreicht durch eine am vorderen Endbereich des in Längsrichtung flexiblen Form-Oberteiles angreifenden Gegendruck-bzw. Rückhalteeinrichtung.
Da der Form-Oberteil während des Pressvorganges in Richtung zum Form-Unterteil nachrücken muss, ist es zweckmässig, wenn die Gegendruck-bzw. Rückhalteeinrichtung federnd ausgebildet ist, da sonst relativ komplizierte Nachstelleinrichtungen angewendet werden müssten.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnungen durch ein Ausführungsbeispiel näher erläutert, ohne darauf beschränkt zu sein. Fig. 1 zeigt einen Aufriss eines Teiles einer Skipresse mit einer
<Desc/Clms Page number 2>
EMI2.1
gemäss III-III der Fig. l. Fig. 4 zeigt den Pressdruckverlauf am Skirohling bei einer Skipresse ohne die erfindungsgemässe Einrichtung und Fig. 5 den Pressdruckverlauf am Skirohling unter Anwendung einer erfindungsgemässen Einrichtung.
Die in Fig. 1 dargestellte Skipresse weist einen starren Form-Unterteil einen in Längsrichtung flexiblen Form-Oberteil--2--und einen mit Druckmedium, z. B. Hydrauliköl füllbaren Druckschlauch --3-- auf, der zwischen dem Form-Oberteil --2-- und dem aus
EMI2.2
--6-- befindet sich zwischen dem Form-Unterteil-l-und dem Form-Oberteil--2--.
Die erfindungsgemässe Gegendruck-bzw. Rückhalteeinrichtung besteht im Falle des dargestellten
Ausführungsbeispieles (Fig. l, 2) aus einem Pneumatikzylinder-7-, der an Konsolen --8-- des Druckbalkens--4-gelenkig befestigt ist. Die Kolbenstange --9-- steht mit dem vorderen
Endbereich des Form-Oberteiles--2--in gelenkiger Verbindung, u. zw. über einen Haltebügel - -10--, der den vorderen Endbereich des Form-Oberteiles--2--untergreift. Der Pneumatikzylinder --7-- wird über die Druckluftleitung in der sich ein Reduzierventil --12-- befindet, gespeist.
Durch diese Gegendruck-bzw. Rückhalteeinrichtung wird auf den vorderen Endbereich des Form-Oberteiles --2-- ein mit Hilfe des Reduzierventils --12-- einstellbarer Gegendruck normal zur Pressrichtung ausgeübt, der dem hydraulischen Druck des Druckschlauches entgegenwirkt. Dadurch wird zunächst ein vorzeitiges Schliessen der Presse im Spitzenbereich des Skirohlings verhindert und die Flächenpressung am Skirohling baut sich vom Mittelteil des Skirohlings zur Spitze hin allmählich auf. Dadurch wird auch der mittlere Bereich der Skischaufel vom Pressdruck beaufschlagt bevor noch der vordere Bereich der Skischaufel (d. h. die Skispitze) Pressdruck erhält.
Folglich wird die einleitend erwähnte "Sehnenwirkung" des Form-Oberteiles --2-- und der damit verbundene Abfall des Pressdruckes im mittleren Bereich der Skischaufel und eine Überhöhung des Pressdruckes im vorderen Bereich der Skischaufel weitgehend verhindert.
In Fig. 3 ist der auf dem Form-Unterteil --1-- aufliegende Skirohling --6-- dargestellt. Bei einer Skipresse ohne die erfindungsgemässe Einrichtung würde sich im Schaufelbereich dieses Skirohlings --6--, dessen Schaufel bereits fassoniert ist, der in Fig. 4 ersichtliche ungünstige Verlauf des Pressdruckes--p--einstellen. Hingegen kann mit Hilfe der erfindungsgemässen Einrichtung wenigstens annähernd ein Verlauf des Pressdruckes--p--, wie in Fig. 5 dargestellt, erreicht werden.
Die erfindungsgemässe Gegendruck-bzw. Rückhalteeinrichtung ist im Falle des Ausführungsbeispieles nach Fig. 1 und 2 ein Pneumatikzylinder-7-, also eine "Luftfeder", deren "Vorspannung" durch das Reduzierventil--12--einstellbar ist. Es können statt dessen auch andere Federsysteme, vorzugsweise mit einstellbarer Vorspannung, angewendet werden. Bei nicht federnden Systemen müssen die bereits eingangs erwähnten Massnahmen zur Nachstellung des Form-Oberteiles entsprechend dem Pressvorgang getroffen werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Presse zur Herstellung von Skiern mit einem starren Form-Unterteil, einem in Längsrichtung flexiblen Form-Oberteil und einem mit Druckmedium gefüllten Druckschlauch, der zwischen dem Form-Oberteil und einem darüberliegenden Pressbalken angeordnet ist, g e k e n n z e i c h - net durch eine am vorderen Endbereich des in Längsrichtung flexiblen Form-Oberteiles (2) angreifenden Gegendruck-bzw. Rückhalteeinrichtung (7).
EMI2.3