AT292761B - Betonbewehrungselement aus Stahl für schlaffe Betonbewehrung und Verfahren zur Herstellung des kaltverformten Stahles - Google Patents
Betonbewehrungselement aus Stahl für schlaffe Betonbewehrung und Verfahren zur Herstellung des kaltverformten StahlesInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> Betonbewehrungselement aus Stahl für schlaffe Betonbewehrung und Verfahren zur Herstellung des kaltverformten Stahles Für Stähle, die durch Ziehen und/oder Kaltwalzen hergestellt und mit glatter oder geprägter Oberfläche für die schlaffe Bewehrung in Form von Stäben, Matten oder räumlichen Trägern verwendet werden, wird allgemein ein weicher unberuhigter Thomasstahl verwendet. Dieser kaltverformte Thomasstahl hat aber bedeutende, qualitative Nachteile. Trotz Anwendung niedriger Kohlenstoffgehalte ist die Verfestigung des Thomasstahles auf Grund seiner hohen Gehalte an Verunreinigungen so hoch, dass die normgemässen Zähigkeitseigenschaften nicht eingehalten werden können. Die Erfahrung hat gezeigt, dass der normgemässe Dehnungswert bedeutend unterschritten wird. Um diesen Nachteil zu beseitigen, ist man daher bekanntlich allgemein dazu übergegangen, diese kaltverformten Stähle nachträglich anzulassen, was den Bau grosser Anlassöfen (z. B. für Betonbewehrungsmatten) bedingte. Kaltverformte Thomasstähle haben weiters den qualitativen Nachteil, dass sie ein sehr hohes Streckgrenzenverhältnis besitzen. Damit ist die Gefahr einer Versprödung gegeben. Das Bauwesen fordert aber Stähle mit ausreichender Sicherheit gegen Bruch. Statt Thomasstahl kann als Vormaterial für die Herstellung dieser Bewehrungselemente auch gewöhnlicher, unberuhigter SM-Stahl verwendet werden, wobei aber als Ersatz für die festigkeits- erhöaenden Verunreinigungen des Thomasstahles der C-Gehalt des SM-Stahles höher angesetzt werden muss. Bei einem SM-Stahl muss aber auf Grund seines höheren Kohlenstoffgehaltes eine sorgfältige Ab- stimmung zwischen Analyse und Kaltverformung vorgenommen werden, damit die mechanisch-technologischen Eigenschaften verlässlich eingehalten werden. Auch beim Verschweissen zu Matten oder Trägern muss ein besonderes Augenmerk auf die Schweissbedingungen gelegt werden. In den letzten Jahren sind weiters Veröffentlichungen bekanntgeworden, die das Problem der mangelnden Zähigkeit durch eine bestimmte Abstufung der Kaltverformungsstufen lösen wollen. Da aber bei allen diesen Veröffentlichungen die Angabe über die Zusammensetzung des zu verwendenden Materials fehlt, ist es nicht möglich, den Wert dieser Veröffentlichungen zu erkennen. Denn es ist allgemein bekannt, dass die mechanisch-technologischen Eigenschaften eines kaltverformten Stahles nicht nur durch die Kaltverformung (Art, Ausmass und Aneinanderfolge der einzelnen Arbeitsgänge), sondern auch durch die Zusammensetzung des Stahles ausschlaggebend bestimmt wird. Die Erfindung hat es sich daher zur Aufgabe gestellt, das Problem der Gewährleistung der mechanisch-technologischen Eigenschaften kaltgezogener und/oder kaltgewalzter Betonbewehrungsstähle auf metallurgischem Wege und unter Berücksichtigung der Kaltverformung durch Ziehen und/oder Walzen zu lösen. Es wurde eine Stahlzusammensetzung entwickelt, die nach einer bestimmten Kaltverformung die <Desc/Clms Page number 2> Gewähr bietet, Betonbewehrungsstähle mit ausgezeichneten mechanisch-technologischen Eigenschaften zu erhalten. Es wurde weiters gefunden, dass es möglich ist, mit einem einzigen Stahltyp Betonbewehrungsstähle verschiedener Festigkeitsstufen durch verschiedene Kaltverformungsgrade herzustellen. Wesentlich ist i aber hiebei, dass die Bruchdehnung, die Biegefähigkeit und die Schweissbarkeit dieses Stahles sogar bei höchsten Festigkeiten hervorragend sind. Durch die erfindungsgemässe Stahlzusammensetzung ist es daher möglich, die Herstellung verschiedener Betonbewehrungsstähle bedeutend zu vereinfachen. EMI2.1 gossen werden. Weiters können dem Stahl zur Erhöhung der Zugfestigkeit zusätzlich noch etwa 0, 50 Cr und/oder 0, 500 Cu zugesetzt werden. Der Cu-Zusatz bewirkt ausserdem bekanntlich in vorteilhafter Weise einen gewissen Widerstand gegen Verrostung. Mit dieser erfindungsgemässen Stahlzusammensetzung können folgende Betonbewehrungsstähle hergestellt werden : EMI2.2 <tb> <tb> Betonbewehrungsmatten <SEP> mit <SEP> #b <SEP> mind. <SEP> 60 <SEP> kp/mm2, <SEP> #0.2 <SEP> mind. <SEP> 50 <SEP> kp/mm2. <tb> 5 <SEP> 10 <SEP> mind. <SEP> 8%. <SEP> <tb> bi-Stahl, <SEP> Güte <SEP> I <SEP> mit <SEP> #b <SEP> mind, <SEP> 80 <SEP> Kp/mm2, <SEP> #0.2 <SEP> mind. <SEP> 68 <SEP> kp/mm2, <tb> 5 <SEP> 5 <SEP> mind. <SEP> 8%. <SEP> <tb> bi-Stahl, <SEP> Güte <SEP> II <SEP> mit <SEP> ob <SEP> mind. <SEP> 90 <SEP> Kp/mm, <SEP> o <SEP> 2 <SEP> mind. <SEP> 77 <SEP> kp/mm2, <SEP> <tb> # <SEP> 5 <SEP> mind. <SEP> 80/0. <tb> EMI2.3 **WARNUNG** Ende DESC Feld kannt Anfang CLMS uberlappen**.
Claims (1)
- <Desc/Clms Page number 3> üblichen Silicium zusätzen enthält und eine Mindestfestigkeit von 60 kp/mm 2 besitzt.2. Element nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Stahl zusätzlich 0, 50% Cr und/oder 0, 5041O Cu enthält.3. Verfahren zur Herstellung von kaltverformtem Stahl nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung einer Festigkeit von mind. 60 kp/mm 2 und einer Dehnung (10 d) von mind. 8% eine Kaltverformung mit einer Gesamtquerschnittsabnahme von 15 bis 35%, vorzugsweise 20 bis 30%, vorgenommen wird.4. Verfahren zur Herstellung von kaltverformtem Stahl nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge- kennzeichnet, dass zur Erzielung einer Festigkeit von mind. 80 kp/mm2 und einer Dehnung (5 d) von mind. 8% eine Kaltverformung mit einer Gesamtquerschnittsabnahme von 35 bis 55%, vorzugsweise 40 bis 50ja, vorgenommen wird.5. Verfahren zur Herstellung von kaltverformtem Stahl nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge- kennzeichnet, dass zur Erzielung einer Festigkeit von mind. 90 kp/mm2 und einer Dehnung (5 d) von mind. 8% eine Kaltverformung mit einer Gesamtquerschnittsabnahme von 55 bis 70%, vorzugsweise 60 bis 65%, vorgenommen wird.6. Verfahren nach den Ansprüchen 3 bis 5, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass zur Erzielung der mechanisch-technologischen Eigenschaften höhere C-Gehalte mit kleineren Gesamtquerschnittsabnahmen und umgekehrt kombiniert werden.7. Verfahren nach den Ansprüchen 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die in an sich bekannter Weise durch Ziehen und/oder Kaltwalzen herbeigeführte Gesamtquerschnittsabnahme in einem Arbeitsgang erfolgt, jedoch die einzelnen Arbeitsphasen unter Benutzung des Gegenzuges durchgeführt werden, wobei ein Gegenzug in der Grössenordnung von 50 bis 700/o der Bruchlast des Materials angewendet wird.Druckschriften, die das Patentamt zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik in Betracht gezogen hat : EMI3.1 <tb> <tb> BE-PS <SEP> 560340 <SEP> Stahl <SEP> und <SEP> Eisen, <SEP> 1927, <SEP> S. <SEP> 172/82 <SEP> ; <SEP> <tb> CH-PS <SEP> 353 <SEP> 756 <SEP> 1954, <SEP> S. <SEP> 1758 <SEP> ; <SEP> 1956, <SEP> S. <SEP> 1473 <SEP> ; <SEP> <tb> FR- <SEP> PS <SEP> 1 <SEP> 132 <SEP> 140 <SEP> 1960, <SEP> S. <SEP> 1188 <SEP> ; <SEP> <tb> FR- <SEP> PS <SEP> 1176449 <SEP> Pomp, <SEP> Stahldraht, <SEP> S. <SEP> 78,79, <SEP> 82-85 <SEP> ; <SEP> <tb> FR- <SEP> PS <SEP> 1 <SEP> 306 <SEP> 310 <SEP> Hondremont, <SEP> Handbuch <SEP> der <tb> FR-PS <SEP> 1311088 <SEP> Sonderstahlkunde, <SEP> S. <SEP> 1249 <SEP> ; <SEP> <tb> GB-PS <SEP> 678 <SEP> 776 <SEP> Mitt. <SEP> Kohle- <SEP> und <SEP> Eisen-Forsch. <tb>OE-PS <SEP> 183 <SEP> 728 <SEP> 1933, <SEP> S. <SEP> 19, <SEP> 24,25, <SEP> 53 <SEP> ; <SEP> <tb> OE- <SEP> PS <SEP> 224150 <SEP> Mitt. <SEP> Kaiser <SEP> Wilhelm-Inst., <tb> Radex-Rundschau <SEP> 1962,1924, <SEP> S. <SEP> 60/2 <SEP> ; <SEP> <tb> 42, <SEP> S. <SEP> 82 <SEP> ff <SEP> ; <SEP> Werkstoff-Handbuch <SEP> Stahl <SEP> und <SEP> Eisen <tb> 1937, <SEP> Blatt <SEP> 081 <SEP> ; <SEP> <tb> Ö-Norm <SEP> B <SEP> 4200. <tb>
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