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Lenkbares Luftschiff mit Landehilfe
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so abdichten, dass mit geringem Aufwand ein ausreichender Unterdruck unter dem Gondelboden aufrechterhalten werden kann. So wird für ein übergrosses Luftschiff mit z. B. 2, 106m3 Auftriebs- gasinhalt für das Ansaugen des Luftschiffes bei Sturmgeschwindigkeit von 150 km/h infolge der möglichen grossen Ansaugfläche nur ein Unterdruck von 20 bis 30 mm Wassersäule benötigt. Die
Durchrechnung des Schlauchkörpers, der in Ausbildung mit Polyestergewebe mittels Gummi wie bei
Reifen dünn beschichtet ist, ergibt für dieses Luftschiff für eine Transportnutzlast von 1000 t nur etwa
2000 kp für die Auflagefläche von 500 qm am Boden (Umfang 250 m X 2 m Breite).
Die Anpressung an den Boden beträgt dann 2000 m2 X 1500 kp = 3 Millionen kp oder 3000 t. Der Dichtungsschlauch wird dann mit 3000 t/SOO m2 = 6 t/m2 oder 0, 6 kp/cm2 angedrückt. Dies ist ein für Acker-und
Wiesenboden gerade noch zulässiger Bodendruck.
Mit der erfindungsgemässen Ansaugvorrichtung kann die Abdichtung insbesondere aus einem relativ dünnwandigen Material bestehen, so dass es erstmals möglich wird, die in der Praxis auftretenden
Unebenheiten, wie Steine, Schwellen, Schienen, Abflussrinnen usw., mit genügender Dichtheitswirkung zu überbrücken.
In dieser Form dient die erfindungsgemässe Abdichtung auch ausgezeichnet als Stossdämpfer beim
Aufsetzen des Luftschiffes und bei Aufsetzen auf See als Tragballon.
Infolge des mit der Erfindung möglichen niedrigen Ansaugdruckes kann zum Ansaugen auch zugleich die Ansaugseite der hochleistungsfähigen Antriebsgebläse verwendet werden, so dass der
Unterdruck auch bei noch eventuell verbliebenen Undichtigkeiten oder auch bei einem geringfügigen
Ankippen infolge überhoher Beanspruchung noch mit Sicherheit gewährleistet bleibt.
Durch seine Eignung für sicheres Landen und Starten auf nicht vorbereiteten Landeflächen, d. h. auf nicht vollständig ebenem Boden, kann das erfindungsgemässe Luftschiff auch für Transportzwecke in unterentwickelten Gebieten eingesetzt werden, wobei die erfindungsgemässe Landehilfe auch für
Luftschiffe mit andern als den lediglich als Beispiel beschriebenen Prall-Hüllen vorteilhafte Verwendung finden kann.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand von Zeichnungen in mehreren Ausführungsbeispielen näher beschrieben. Es zeigen : Fig. l eine schematische Querschnitts-Seitenansicht eines Luftschiffes mit den Merkmalen der Erfindung, Fig. 2 eine Fig. l ähnelnde Darstellung, jedoch mit eingezeichneten Antriebs- und Gebläseeinrichtungen, Fig. 3 einen Querschnitt durch ein erfindungsgemässes Kielgerüst bei im Vorgang des Zusammenklappens befindlicher Prall-Hülle, Fig. 4 eine Stirnansicht eines bei hoher Windgeschwindigkeit am Boden haftenden Luftschiffes mit Prall-Hülle, Fig. 5 eine vergrösserte Querschnittsdarstellung durch eine abgewandelte erfindungsgemässe Kielgerüstkonstruktion.
Das in den Figuren dargestellte lenkbare Luftschiff besitzt einen als Prall-Hülle--2- ausgeführten Antriebskörper--10--mit an verstärkenden Längsbändem--31--daran befestigter Gondel mit einem langgestreckten Kielgerüst --1--, das einen hoch belastbaren Boden für den darauf wirkenden Saugunterdruck aufweist. Die Prall-Hülle--2--des Auftriebskörpers--10--ist mit einem Sattdampf enthaltenden Gasmedium gefüllt und zwecks Wärmeisolation doppelwandig und wärmereflektierend ausgeführt. In ihrem Inneren können Spannseile--6--mit Hilfe eines Stützgerüstes --5-- den oberen Teil des Auftriebskörpers--10--mit dem Kielgerüst--l-- verbinden.
Ausserdem kann der Auftriebskörper --10-- gesonderte Gaszellen --3-- zur getrennten Aufbewahrung von als Brennstoff dienenden Gasen sowie nur mit Luft gefüllte Bug-und Heckzellen --29 und 28--aufweisen, in die sich ein-und ausstülpare Trennwände --27-- in der in Fig. 1 jeweils in ein-und ausgestülptem Zustand dargestellten Form hineinverlagern können. Da auch die Luft in diesen der Höhenstabilisierung dienenden Bug-und Heckzellen-29 und 28-etwas erwärmt ist, tragen auch diese selbst zum Auftrieb bei. Schliesslich kann das Luftschiff auch noch weitere Querwände --30-- besitzen.
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Gebläsestrahles aus diesen Düsen zugleich gesteuert und angetrieben bzw. der Widerstand durch den Staudruck der Umströmung vermindert wird.
Die Prall-Hülle --2-- kann gemäss Fig. 3 über dachartige Auslegerwände --25-- gänzlich zusammengefaltet werden.
Gemäss Fig. l bis 4 besitzt das Kielgerüst --1-- eine wesentliche Länge, die etwa die Hälfte der
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--10-- oderTreibstofftank od. dgl. Vorratsbehälter dienen kann.
Unterhalb der Bodenfläche --12-- steht eine elastische schlauchkissenförmige Abdichtung --24-- vor, die entweder die gesamte Bodenfläche-12-in einem umschliesst oder aber auch nur mehrere Teil-Ansaugbereiche --32-- umschliessen kann. Diese Abdichtung --24-- kann gemäss Fig. 11 in einer bevorzugten Ausführungsform auch halbrund (z. B. als etwa 1 mm dicker Polyesterschlauch) ausgebildet sein, um einen ausreichend grossen seitlichen Schub auffangen zu können. Dieser Schub wird durch Reibung auf den Erdboden übertragen, wofür die Abdichtungen auch besonders profilierte Haftflächen besitzen können.
In den Bodenflächenbereich innerhalb der Abdichtung mündet jeweils eine oder auch mehrere Ansaugöffnungen-27-, die gegen das Ansaugen von Gegenständen mit Sieben od. dgl. abgesichert sind.
Zum Ansaugen des Kielgerüstes--l--am Erdboden kann zwar auch ein unabhängiges Sauggebläse--7--verwendet werden, doch bietet der Anschluss der Ansaugseite der Antriebs-Gebläseeinrichtungen--11-- (Fig. 4) den entscheidenden Vorteil, dass zusätzliches Gewicht gespart wird und vor allem ein Gebläse sehr grosser Leistung zur Verfügung steht, wodurch auch eine sehr schnelle, d. h. im Bruchteil einer Sekunde erfolgende Ansaugung erreicht wird. In dem Augenblick, in dem das Luftschiff auf dem Erdboden aufgesetzt hat bzw. die Saug-Landehilfe dicht über den Erdboden zur Wirkung kommt, hört auch die Steuerung bzw. der Antrieb durch die Steuer-und Antriebsdüsen auf.
Auf vorbereiteten Landeplätzen kann das Luftschiff im angesaugten Zustand noch durch Magnethafteinrichtungen oder auch formschlüssige Halterungen zusätzlich gesichert werden, wenn die
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6 m Höhe und 8 bis 10 m Breite. Der Boden des Kielgerüstes-l-ist für eine Belastung bis zu etwa 2 t/m2 (Überdruck der Atmosphäre auf das Innere des Kielgerüstbodens) Ansaugdruck ausgelegt. In dieser Form besitzt das Kielgerüst auch einen besonders grossen Nutzraum für Fracht und Passagiere. Bei einer Gesamtluftschifflänge von zirka 170 m und einem Luftschiffdurchmesser von etwa 53 bis 55 m beträgt das Gewicht der Kielgerüstkonstruktion etwa 1/10 der grössten Gesamtauftriebskraft.
Ein derartiges Luftschiff kann mit der erfindungsgemässen Landehilfe bei festem und ebenem Boden noch bei Windgeschwindigkeiten bis 100 km/h bzw. einem Winddruck von 400 t am Erdboden gehalten werden (Fig. 4).
PATENTANSPRÜCHE :
1. Lenkbares Luftschiff mit einem insbesondere als Prall-Hülle ausgebildeten Auftriebskörper
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hochbelastbaren unteren Bodenfläche (12) ausgebildet ist, und dass an dieser Bodenfläche mindestens eine elastische wulst-bzw. schlauchkissenförmige, z. B. im Querschnitt hohle Abdichtung (24) in für die Beanspruchung durch den Ansaugunterdruck seitenstabiler Befestigung angebracht ist, welche unterhalb der Bodenfläche zumindest einen wesentlichen Bereich der Bodenfläche als zur Landefläche hin offenen Ansaugbereich umschliesst, in den mindestens eine Ansaugöffnung der Saugpumpe (7) mündet.
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