AT288977B - Zweirillige, zur Aufnahme von Kippkräften geeignete Kugeldrehverbindung für schwere Geräte, insbesondere für Bagger und Krane - Google Patents

Zweirillige, zur Aufnahme von Kippkräften geeignete Kugeldrehverbindung für schwere Geräte, insbesondere für Bagger und Krane

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AT288977B AT25067A AT25067A AT288977B AT 288977 B AT288977 B AT 288977B AT 25067 A AT25067 A AT 25067A AT 25067 A AT25067 A AT 25067A AT 288977 B AT288977 B AT 288977B
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Kloeckner Werke Ag
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  Zweirillige, zur Aufnahme von Kippkräften geeignete Kugeldrehverbindung für schwere Geräte, insbesondere für Bagger und Krane 
Die Erfindung bezieht sich auf eine zweirillige, zur Aufnahme von Kippkräften geeignete Kugeldrehverbindung für schwere Geräte, insbesondere für Bagger und Krane, bestehend aus drei Laufringen, von denen ein oberer und ein unterer mit dem Oberwagen des Gerätes umlaufen und der dritte zwischen die Kugelreihen eingreift und am Unterwagen befestigt ist. 



   Die Drehverbindung zwischen dem Oberwagen und dem Unterwagen von Baggern, Kranen oder beispielsweise Absetzern ist vielfach Kippkräften ausgesetzt,   d. h.   der Schwerpunkt des drehbaren Oberwagens liegt oft ausserhalb der Drehverbindung,   u. zw.   meist im belasteten Zustand des Gerätes in Richtung des Auslegers, vielfach aber auch im unbelasteten Zustand in entgegengesetzter Richtung. Dadurch treten an der Auslegerseite und auch an der Gegengewichtsseite am Rande der Drehverbindung   abwärts-und   aufwärtsgerichtete Kräfte auf, die sich nur bei spielfreiem Lager auf mehreren Kugeln abstützen können, also äusserste Präzision und einwandfreie Härtung der Laufbahnen bei der Herstellung der Lager voraussetzen.

   Bei zunehmendem Spiel werden die Laufeigenschaften schlechter, und es tragen nur wenige Kugeln an der Ausleger-und an der Gegengewichtsseite. 



   Hat man aber   z. B.   einen Kran, dessen Schwerpunkt infolge seiner grossen Ausladung dauernd in Richtung des Auslegers ausserhalb der Drehverbindung liegt, dann müssen die bisher bekannten Ausführungen mit zwei Reihen Kugeln versagen, denn die Zahl der tragenden Kugeln verringert sich nach einer gewissen Betriebszeit infolge zunehmenden Spiels auf eine oder zwei, und es treten unkontrollierbare Spitzenkräfte auf, die oft zur Zerstörung der gehärteten Laufbahnen führten. Man kann sie nur durch ein stark überdimensioniertes Lager mit unwirtschaftlichen Abmessungen auffangen. 



   Bei Kugeldrehverbindungen für Bagger und Krane ist es bereits bekannt, die Laufbahnen der Kugeln der Drehverbindungen so zu härten, dass die Abnutzung während der Arbeit gering und eine grosse Anzahl von tragenden Kugeln erhalten bleibt. Dabei wird die Laufbahn des mit dem Unterwagen verbundenen Laufringes mit erheblich grösserer Härte ausgestattet als die Laufbahn des mit dem Oberwagen verbundenen Laufringes. 



   Um zu vermeiden, dass bei Drehverbindungen das in axialer Richtung der Drehverbindung wirkende Gewicht des Geräteoberbaues von der unteren Kugelreihe aufgenommen und auf den unteren Laufring übertragen wird, während die auf den Geräteoberbau wirkenden, oft erheblichen Kippkräfte auf der einen Seite der Drehverbindung ausschliesslich von der oberen Kugelreihe und auf der andern Seite von der unteren Kugelreihe zusätzlich aufgenommen und übertragen werden, wurde bereits vorgeschlagen, dass der Steg des Z-förmigen oberen Laufringes eine solche Höhe aufweist und der untere Laufring derart der Z-Form des oberen Laufringes angepasst ist, dass die zweite Kugelreihe zwischen dem oberen Schenkel des oberen Laufringes und dem unteren Laufring in gleicher Höhe wie die erste Kugelreihe angeordnet werden kann. 



   Ferner ist es bekannt, schlagartige Belastungen der Drehverbindungen, die insbesonders die Lager-und Sicherungselemente belasten dadurch herabsetzen, dass zwischen die Drehringe Federelemente eingeschaltet sind. 



   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Lastverteilung über eine möglichst grosse Anzahl von Kugeln zu gewährleisten. 

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 EMI2.1 
 

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 dgl.--5-- gefüllt, dann liegt der Schwerpunkt des Oberwagens schon etwa   bei--A--,   also am zum Ausleger liegenden Rande der Drehverbindung--4--. Greift aber die grösste   Grabkraft--P--am   Löffel an, dann wandert der Schwerpunkt weit über die Drehverbindung hinaus zum Ausleger hin und an der Drehverbindung greift bei--A--eine grosse, abwärtsgerichtete Kraft --Pa-- und bei   --B-- eine   kleinere, aufwärtsgerichtete Kraft-Pb--an. Beide Kräfte versuchen den Oberwagen zu kippen und erzeugen dadurch in den Kugeln und Laufbahnen starke Kräfte, die bei den üblichen Drehverbindungen nur von wenigen Kugeln getragen werden.

   Wird der Löffel in die Stellung-6gebracht und mit einer Kraft-D-gegen den Erdboden gedrückt, damit er zum Schnitt ansetzen kann, dann hebt die Reaktion dieser Kraft den Ausleger hoch und der Oberwagen ist plötzlich frei von den vorderen Lasten. Das schwere   Gegengewicht --8-- zieht   seinen Schwerpunkt über --B-hinaus nach hinten und es entstehen   bei-B   und A-die punktiert gezeichneten   Kräfte-Pc   und Pd--. Diese versuchen die Drehverbindung nach der entgegengesetzten Seite zu kippen und werden bei den bekannten Ausführungen nur von wenigen Kugeln vorn und hinten aufgenommen. 



   In Fig. 2 ist eine gekippte Drehverbindung mit übertrieben grossem Spiel schematisch dargestellt. 



  Sie besteht aus einem   Mittelteil-9--,   der auf einer Seite den   Zahnkranz --10-- und   auf der andern die Laufbahn --11-- für die obere und die Laufbahn --12-- für die untere Kugelreihe enthält. Der   Mittelteil --9-- ist   mit dem   Unterwagen --3-- fest   verbunden. Der zum Oberwagen gehörende Teil der Drehverbindung besteht aus dem oberen Laufring-13--, dessen Laufbahn   --14-- auf   der oberen Kugelreihe liegt und dem unteren Laufring der mit der Laufbahn - die Kugeln der unteren Reihe trägt.

   Der   Laufring--15--hat   einen zylindrischen Steg 
 EMI3.1 
 -17--,--17-- zentriert und muss so viel Spiel zwischen der Auflagerfläche des Oberwagens und dem unteren   Laufring --15-- haben,   wie im Höchstfalle bei etwaiger Abnutzung der Drehverbindung zugelassen werden soll. Es handelt sich dabei nur um Millimeter. 



   Unter der Einwirkung der   Kippkräfte-Pa   und   Pb-kippt   der Oberwagen infolge des hier absichtlich vergrösserten Spiels der Drehverbindung hinten   bei-B-an,   wobei er auf der Kippkante --18-- des oberen   Laufringes-13-lastet,   der seinerseits flach auf den Kugeln der oberen Reihe aufliegt. Diesen Lastzustand kann man rechnerisch genau erfassen und danach die Drehverbindung wirtschaftlich bauen. Er bleibt vom neuen bis zum abgenutzten Zustand der Kugeldrehverbindung unverändert, denn immer liegt bei nach vom kippendem Bagger die Last auf der   Kippkante-18-   und der obere   Laufring --13-- liegt   auf der oberen Kugelreihe.

   Sollte der   Oberwagen --2-- bei   Entlastung des Baggers nach der Gegengewichtsseite kippen, dann bringen ihn die   Kräfte--Pc   und   Pd-nach Fig. l   in gleicher Weise in die Schräglage nach der andern Seite   bei-B--.   Auch dann bleibt der obere   Laufring --13-- auf   der oberen Kugelreihe liegen. 



   Der untere   Laufring --15-- hat   sich in Fig. 2 mit dem   Oberwagen-2-schräg   gestellt und liegt daher nur an wenigen Kugeln der unteren Reihe an. Das genügt in den meisten Fällen, da die aufwärtsgerichteten Drücke meist sehr klein sind. Wo sie grössere Werte annehmen, empfiehlt es sich, auch den unteren Laufring --15-- vom Oberwagen zu trennen, wie es in Fig. 3 gezeichnet ist.

   Hier ist der zylindrische   Steg--17--nicht   mehr mit dem unteren Laufring--15--verbunden, sondern ist ein besonderer Teil, der mit seinem unteren   Ringteil --20-- den   unteren   Laufring-15-trägt   und damit für ihn die Auflagerfläche bildet, die der Auflagerfläche des Oberwagens --2-- für den oberen   Laufring --13-- entspricht.   Der untere   Laufring--15--hat   eine   Abschrägung --27-- bis   zur   Kippkante-21-.   Kippt der Oberwagen, dann nimmt er den mit den   Schrauben --22-- an   ihm befestigten   Ringteil --20-- mit,   der sich gegen die Kippkante-21-des Laufringes-15legt und diesen gegen die untere Kugelreihe drückt. Auch hier lässt sich dann die Zahl der tragenden Kugeln rechnerisch genau erfassen.

   Hier lassen sich mit Vorteil gegeneinander versetzte senkrechte 
 EMI3.2 
 
Mittelstück-9-.Unterwagen-13--. 



   In Fig. 4 ist eine Drehverbindung gezeigt, bei der die   Kippkante-18-,   an der die Abschrägung - beginnt, weiter zur Mitte hin verlegt wurde. Hiezu wurde ein   Auflagerring --23-- mit   dem oberen   Laufring --13-- verbunden   und die   Abschrägung-26-am   Auflagerring vorgesehen bis zu der   Kante--18--.   Der untere Laufring --15-- stützt sich über die   Hülsen--24--gegen   die 

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 Auflagerfläche des   Oberwagens --2-- ab   und ist mit den   Schrauben --22-- fest   mit diesem verbunden. Die Trennfugen sind hier geneigt ausgeführt, wodurch der Vorsprung des Mittelteiles   - -9--,   der die Laufbahnen --11 und   12-trägt,   eine breite Basis erhält. 



   Die Fig. 2 bis 4 zeigen Drehverbindungen mit   Aussenverzahnung-10-am Mittelteil-9-.   



  Die Fig. 5 zeigt einen   Mittelteil --9-- mit   Innenverzahnung. Hier hat der obere   Laufring--13--   auch Spiel zwischen der Auflagerfläche des   Oberwagens --2-- und   dem unteren Laufring-15-. 



  Auch hier ist ein Auflagerring --23-- vorgesehen, um den oberen Laufring in wirtschaftlichen Abmessungen zu halten. Der   Auflagerring --23-- hat   am Ende die   Abschrägung-26-bis   zur   Kippkante-18-,   auf der sich der kippende Oberwagen abstützt. Der untere   Laufring --15-- ist   
 EMI4.1 
 zentriert. Der obere Laufring --13-- zentriert sich durch den   Vorsprung --19-- gegen   den zylindrischen   Steg--17-des   unteren Laufringes. 



   Die Kippkanten-18 und   21-können   als gerade Linie senkrecht zu der zwischen Auslegerund Gegengewicht gezogenen Verbindungslinie verlaufen. Dann schneiden sie die Kugellaufbahn in der hochbelasteten Zone. Man kann sie auch bogenförmig ausbilden. Dann liegen die Schnittpunkte an weniger belasteten Stellen. Man kann auch einen Teil gerade lassen und daran Kreisbögen anschliessen lassen, die innerhalb der Kugellaufbahn bleiben. 



   Die Erfindung soll auch für Drehverbindungen gelten, bei denen statt der Kugeln in der oberen oder unteren Reihe oder in beiden Reihen andere Wälzkörper eingesetzt sind. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Zweirillige, zur Aufnahme von Kippkräften geeignete Kugeldrehverbindung für schwere Geräte, insbesondere für Bagger und Krane, bestehend aus drei Laufringen, von denen ein oberer und ein unterer mit dem Oberwagen des Gerätes umlaufen und der dritte zwischen die Kugelreihen eingreift 
 EMI4.2 
 untere Laufring (15) an der dem Ringteil (20) des zylindrischen Teiles (17) zugewandten Fläche (27) an der Gegengewichtsseite oder an der Gegengewichts-und Auslegerseite von einer Kippkante (21) nach aussen ansteigend abgeschrägt ist und der obere bzw. untere Laufring (13, 15) gegenüber seinen Befestigungsbolzen, Befestigungsschrauben (22)   od. dgl.   mit Bewegungsspiel angeschlossen ist, so dass beim Kippen des Oberwagens (2) um die Kippkanten (18, 21) der obere bzw. untere Laufring (13, 15) 
 EMI4.3 


Claims (1)

  1. Laufring (13) einen Auflagerring (23) besitzt, welcher die Abschrägung bzw. die Abschrägungen (26) aufweist (Fig. 4 und 5).
    Druckschriften, die das Patentamt zur Abgrenzung des Anmeldungsgegenstandes vom Stand der Technik in Betracht gezogen hat : EMI4.4 <tb> <tb> DT-AS <SEP> 1 <SEP> 129 <SEP> 117 <SEP> DT-PS <SEP> 845 <SEP> 927 <tb> DT-AS <SEP> 1 <SEP> 231 <SEP> 491 <SEP> DT-PS <SEP> 947 <SEP> 240 <tb>
AT25067A 1967-01-10 1967-01-10 Zweirillige, zur Aufnahme von Kippkräften geeignete Kugeldrehverbindung für schwere Geräte, insbesondere für Bagger und Krane AT288977B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT386438B (de) * 1985-10-28 1988-08-25 Voest Alpine Ag Lagerung fuer einen schwenkbaren auslegerarm eines ladegeraetes

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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AT386438B (de) * 1985-10-28 1988-08-25 Voest Alpine Ag Lagerung fuer einen schwenkbaren auslegerarm eines ladegeraetes

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