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Verfahren zum färbigen Lackieren von furnierten Flächen mittels Giessmaschinen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum färbigen Lackieren von furnierten Flächen, bei dem mit einem ersten Giesskopf ein pigmentierter Lack und unmittelbar darauf mit einem zweiten Giesskopf ein farbloser Lack aufgetragen wird.
Färbige Oberflächen nehmen heute in der Möbelindustrie wieder eine bevorzugte Stellung ein. Bisher war für diese Flächen allerdings ein sehr grosser Arbeitsaufwand notwendig, wie aus den bisher üblichen drei Verfahren ersichtlich ist. a) Furnierte Span- oder Paneelplatten werden mit einer färbigen Grundierung auf z. B.
Nitrolack-, DD- oder Polyesterbasis beschichtet, nach Trocknung geschliffen und mit einem färbigen Überzugsmaterial auf Nitrolack-, DD-oder säurehärtender Basis nach einer der üblichen Auftragsarten überlackiert. b) Rohe oder furnierte Spanplatten werden mit photopolymerisierbaren Polyesterlacken oder mit Laminatpapieren (Folien) beschichtet, geschliffen und ebenfalls mit einem der vorgenannten Überzugsmaterialien überlackiert.
c) Rohe oder furnierte Spanplatten werden mit Polyesterlacken oder Folien, wie unter b) beschrieben, beschichtet, geschliffen und im sogenannten Nass-in-NaR-Verfahren" überlackiert. Diese Lackierung erfolgt mittels Lackgiessmaschinen üblicher Bauart, wobei mit dem ersten Giesskopf ein pigmentierter Lack und auf den noch nassen Lack unmittelbar darauf mit dem zweiten Gissekopf ein farbloser Lack, glänzend oder matt, aufgetragen wird.
Allen diesen drei Verfahren ist gemeinsam, dass die rohen Platten mit einem getrennten Material beschichtet werden, danach überschliffen werden und erst dann die Endlackierung erfolgt. Daher haftet diesen drei Verfahren der Nachteil an, dass eine relativ grosse Anzahl von Arbeitsgängen und hohe Materialkosten notwendig sind, um zufriedenstellende Lackierungen zu erzielen.
Zielsetzung der Erfindung ist, mit nur einem einzigen Arbeitsgang auf furnierten Flächen färbige Lackierungen zu erzielen. Dazu ist es notwendig, in einem Arbeitsgang unmittelbar hintereinander mit zwei Giessköpfen, welche an einer oder mehreren Giessmaschinen angebracht sind, ein entsprechendes Grund-und Deckmaterial aufzutragen. Dieses Material ist in seiner Zusammensetzung und in seiner Viskosität so abzustimmen, dass auf den furnierten Flächen ohne vorhergehende Grundierung in einer der vorher beschriebenen Arten eine ausreichende Deckkraft erzielt wird. Ausserdem müssen die Eigen-
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reits beschichtete Flächen und keine porösen Untergründe, wie es Furniere sind, fertig lackiert werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren besteht im wesentlichen darin, dass der mit dem ersten Giesskopf aufgetragene Lack eine unmittelbar auf das Holz aufgetragene Grundierung ist.
Nach dem vorliegenden neuen Verfahren wird bevorzugt wie folgt gearbeitet :
Die gut, möglichst mit Körnung 240 geschliffenen furnierten Flächen werden ohne vorhergehende Beschichtung mittels zwei Giessköpfen lackiert. Mit dem ersten Giesskopf wird eine färbige Grundierung aufgetragen, wie sie später in ihrer Zusammensetzung beschrieben wird. Die Viskosität soll zwischen 60 und 100 sec, gemessen mit dem 4 mm-Din-Becher, vorzugsweise aber bei 70 sec liegen, die Auf-
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tragsmengen zwischen 160 und 280 9/mi, vorzugsweise 220 g/m2 betragen.
Mit dem zweiten Giesskopf wird unmittelbar anschliessend ein farbloser, glänzender oder matter Decklack aufgetragen, dessen Viskosität zwischen 28 und 45 sec, gemessen mit dem 4 mm-Din-Becher, vorzugsweise bei 35 sec liegt. Die Auftragsmenge soll 55 bis 100 g/m2, vorzugsweise 60 g/m2, betragen.
Um bei einem einmaligen Giessauftrag in der vorher beschriebenen Art eine einwandfreie färbige Fläche zu erhalten, ist, wie vorher angeführt, auf eine spezielle Zusammensetzung der Grundierung zu achten. Der Festkörper dieser Grundierung besteht daher beispielsweise aus
100 Teilen Nitrocellulose
140 bis 220 Teilen Alkydharz
40 bis 60 Teilen Weichmacher
500 bis 700 Teilen Pigment.
Der Festkörperanteil des Decklackes besitzt beispielsweise folgende Zusammensetzung :
100 Teile Nitrocellulose
120 bis 200 Teile Alkydharz
30 bis 50 Teile Weichmacher
0 bis 20 Teile Mattierungsmittel.
Bei besonders grobporigen Furnierarten kann es eventuell zweckmässig sein, mit einer Grundierung der vorher beschriebenen Art vorzugrundieren.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum färbigen Lackieren von furnierten Flächen mittels Giessmaschinen, bei dem mit einem ersten Giesskopf ein pigmentierter Lack und unmittelbar darauf mit einem zweiten Giesskopf ein farbloser Lack aufgetragen wird, dadurch gekennzeichnet, dass der mit dem ersten Giesskopf aufgetragene Lack eine unmittelbar auf das Holz aufgetragene Grundierung ist.