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Vorrichtung zum Bearbeiten von Hohlkörpern mit losem Schleifmittel
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Bearbeiten von Hohlkörpern mit losem Schleifmittel, welche Vorrichtung aus einem mit Schleifmittel und gegebenenfalls auch mit Wasser gefüllten Behälter besteht, in dessen Seitenwand die Schleifmittel enthaltenden Hohlkörper drehbar gelagert sind, wobei der Antrieb der Hohlkörper motorisch erfolgt.
Bei einer bekannten Schleifvorrichtung taucht der zu schleifende Körper in das Schleifmaterial ein und wird an der Aussen- und Innenseite durch Drehung um seine Achse geschliffen. Der Antrieb der Werkstücke liegt ausserhalb des das Schleifmaterial aufnehmenden Behälters. Die mit einem in das Schleifmaterial eintauchenden Greifer ausgestattete Vorrichtung eingnet sich wohl für Pfannen, Schüsseln, Töpfe u. dgl., jedoch nicht für Rohre, weil eine an diesen aussen angreifende Halterung die Drehung der Rohre durch den verhältnismässig grossen Reibungswiderstand zwischen Halterung und Schleifmaterial in Frage stellen würde.
Demgegenüber sieht die Erfindung eine wesentliche Vereinfachung der Vorrichtung zum Schleifen als auch eine Erhöhung der Wirksamkeit des Schleifvorganges vor. Die Erfindung besteht darin, dass die als Rohre ausgebildeten Hohlkörper zwischen Haltern, die sich an einander gegenüberliegenden Seitenwänden des Behälters befinden, eingespannt sind und dass die Drehrichtung des Antriebes periodisch umschaltbar ist. Durch das Drehen der Rohre in beiden Drehrichtungen kommt das Schleifmittel an der aussen- und Innenseite der Rohre besonders wirksam zum Einsatz.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung ist in den Zeichnungen an Hand eines Ausführungsbeispieles näher veranschaulicht. Es zeigen Fig. l die erfindungsgemässe Vorrichtung in Draufsicht und Fig. 2 eine entsprechende Seitenansicht schematisch.
Ein Behälter --1--, der mit einem Schleifmittel, z. B. granuliertem Schmelzbasalt, Sinterkorund.
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dgl.Gewindespindeln --22-- von drehbaren Kegelstützen-21-vorgesehen, die mit je einem Rad - -24-- versehen sind, Mit letzteren kann man die erforderliche axiale Einstellung für die verschieden langen Rohre --25-- vornehmen. An der Vorderwand des Behälters sind Hohlwellen-3gelagert.
Zum Befestigen der Rohre --25-- innerhalb der Hohlwelle --3-- dienen radiale
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Hohlwelle --3-- ein Flansch --19-- mit einer Dichtung --26-- aus Kunststoff od. dgl. vorgesehen.
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ein Gelenk--7--, eine Kurbelstange--8--und eine im Schlitz--10--einer Antriebsscheibe - -12-- verstellbare, als Gelenkbolzen dienende Führungsschraube --9-- vorgesehen. Die Scheibe
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--12-- ist auf einer Antriebswelle --11-- befestigt. Mit diesem Kurbeltrieb kann man die Arbeitsgeschwindigkeit regeln.
Es ist klar, dass in baulicher Hinsicht Änderungen vorgenommen werden können, ohne das Wesen der Erfindung zu verändern. So ist es z. B. vorteilhaft, wenn man zwischen die Zahnräder--4-- Zwischenräder-Z-einbaut und die Zahnräder --4 und Z-mit einem Motor-M-mit Wechselschaltung antreibt, so dass die mit Schleifmittel gefüllten und zu reinigenden Rohre aussen und innen blank geschliffen werden. Hat der Motor z. B. eine Drehzahl von 1400 Umdr/min, so kommt das im Rohr befindliche Schleifmaterial ebenfalls in eine derartige Drehung, wobei durch das Umschalten in entgegengesetzte Drehrichtungen das Schleifmaterial sich noch in der einen Bewegungsrichtung weiterbewegt, wogegen das Rohr bereits in die entgegengesetzte Drehrichtung bewegt wird.
Der eigentliche Schleifvorgang erfolgt daher immer dann, wenn die Drehrichtungsumkehr eingeleitet wird.
Die Vorrichtung besitzt ein schwenkbares Wasserbrauserohr--13-, das in einer Halterung
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vorhanden, der mit einer Greifvorrichtung--17--ausgestattet ist und mit dem man die Rohre --25-- hochheben und von aussen durch die Hohlwellen--3--in den Behälter--l--einführen kann. Dabei füllt sich das Rohr mit dem Schleifmaterial und mit Wasser und wird zu der Kegelstütze --21-- zur Befestigung geführt.
Um dies leichter bewerkstelligen zu können, ist ein auf nicht dargestellten Schienen laufender Wagen od. dgl. vorgesehen, auf dem eine elektrische Bohrmaschine montiert ist, in deren Spannfutter man das eine Rohrende befestigt. Die offene Seite des sich nun drehenden Rohres wird von aussen durch die Hohlwelle--3--bis zur Kegelstütze--21--vorgeschoben.
Die blankgeschliffenen Rohre werden von der Hohlwelle --3-- durch Lockern der Schrauben --18-- gelöst und anschliessend herausgezogen. Die Hohlwelle--3--wird mit einem Pfropfen verschlossen, damit Wasser und Schleifmittel nicht entweichen können. Des weiteren wird das Rohr vom Spannfutter der Bohrmaschine gelöst, mit der Greifvorrichtung-17-erfasst, in die Höhe gezogen und über dem Behälter--l--hängen gelassen. Das Schleifmaterial sowie das Wasser fliesst aus dem Rohr. Durch Klopfen mit einem Holzhammer od. dgl. werden eventuelle Reste von Schleifmaterial im Rohr gelockert und in den Behälter zurückgebracht.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zum Bearbeiten von Hohlkörpern mit losem Schleifmittel, welche Vorrichtung aus einem mit Schleifmittel und gegebenenfalls auch mit Wasser gefüllten Behälter besteht, in dessen Seitenwand die Schleifmittel enthaltenden Hohlkörper drehbar gelagert sind, wobei der Antrieb der
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Seitenwänden des Behälters (1) befinden, eingespannt sind und dass die Drehrichtung des Antriebes periodisch umschaltbar ist.
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