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A 118 Strahlrohr und Düse bestehende Wasch-oder Umlagerungsvorrichtung iür Filter od. dgl.
Die Erfindung bezieht sich auf aus Strahldüse und Strahlrohr bestehende Wasch-und Umlagerungs- vorriehtungen für Filter mit körnigem Filtermaterial od. dgl., wobei die Erfindung sich nicht nur auf
Filter bezieht, die zum Filtrieren von Flüssigkeiten, z. B. Wasser od. dgl. dienen, sondern auch auf filter- ähnlich gebaute Einrichtungen, bei welchen an Stelle eines Filtermaterials von einem Stoff Gebrauch gemacht ist, der mit der zu reinigenden Flüssigkeit in Reaktion treten kann, wie z. B. Kohle und kohlen- stoffhaltige Massen zum Entchlorieren von gechlortem Wasser, kieselsäurehaltige Massen zum Entfärben von Flüssigkeiten usf., welche Massen behufs Reinigung und Wiederbelebung umgewälzt bzw. umgelagert werden sollen.
Bei den bekannten Filtern, welche das Filtermaterial durch Strahlapparate und Strahlrohr einer
Umlagerung und Reinigung unterziehen, zeigt sich der Übelstand, dass nach Abstellen des Druckmittels im Strahlrohr das Filtermaterial, Reaktionsmaterial od. dgl. verbleibt, sich dortselbst festsetzt und unter
Umständen den Betrieb der Rüekspülungs-und Umlagerungsvorrichtung gefährdet.
Dieser Übelstand ist nur behebbar, wenn der Filter geöffnet wird und das Strahlrohr von dem dortselbst sich festgesetzten Material von Hand aus befreit wird.
Gemäss der Erfindung wird dieser Übelstand durch einen aus Düse und Strahlrohr bestehenden
Strahlapparat behoben, bei welchem die Düse in bezug auf das Strahlrohr so verstellbar ist, dass sie an das Strahlrohr angesetzt und von diesem abgehoben werden kann, so dass die in der abgehobenen Stellung bestehende Verbindung zwischen Strahlrohr und dem vom Filtermaterial od. dgl. erfüllten Raum durch
Ansetzen der Düse an das Strahlrohr unterbrochen bzw. das Strahlrohr vom Filtermaterial getrennt werden kann. Im Ruhezustand bzw. im Normalbetrieb ist das Strahlrohr durch den Düsenkörper abge- schlossen bzw. die Düse an die Mündung des Strahlrohres angesetzt und dadurch das Strahlrohr gegen- über dem Filtermaterial od. dgl. abgeschlossen, dagegen bei Waschbetrieb bzw.
Umlagerungsbetrieb ist die Düse von der Strahlrohrmündung abgehoben und dadurch die Verbindung zwischen Filtermaterial und Strahlrohr hergestellt.
Die Einrichtung ist gemäss der Erfindung so getroffen, dass die Düse in einem das Filter-od. dgl.
Material abstützenden und als Hohlkörper ausgebildeten Düsenkörper geführt ist, in welchen der Wasch- wassereintritt erfolgt, und der die Düseneintrittsöffnung in jeder Stellung der Düse umschliesst, so dass durch diese Öffnung das Filter-od. dgl. Material nicht in die Düse eintreten kann.
In der Zeichnung ist in den Fig. 1 und 2 der Erfindungsgegenstand schematisch in zwei verschiedenen
Stellungen veranschaulicht.
Die Einrichtung besteht in bekannter Weise aus einer aus Düse 1 und Strahlrohr 2 bestehenden Wasch-bzw. Umlagerungsvorrichtung für den Filtersand eines Filters 3 od. dgl. Die Düse 1 ist hier in einem das Filtermaterial des Filters abstützenden und als Hohlkörper ausgebildeten Düsenkörper 4 gelagert bzw. geführt, in welchem das zum Waschen oder Umlagern des Filtersandes-also zum Betriebe des Strahlapparates 1, 2,-dienende Mittel (Wasser od. dgl.) durch den Stutzen 5 eintritt.
Die Düse 1 ist in einem Körper 4 axial verstellbar gelagert, u. zw. mittels der Spindel 6, durch deren Betätigung die Düse an das Strahlrohr 2 angesetzt (Fig. 1) oder von diesem abgehoben werden kann (Fig. 2), wobei in der abgehobenen Stellung eine Verbindung zwischen dem vom Filtermaterial erfüllten
Raum und dem Strahlrohr hergestellt ist. Der Körper 4 ist als Hohlkörper ausgebildet, der die Düsen-
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Zwischen Düse 1 und Waschmitteleintritt 5 ist innerhalb des Düsenkörpers 4 ein Sand-od. dgl.
Verschluss für die Düse 1 vorgesehen, zu dessen Herstellung ein unterhalb der Düse in den Hohlkörper 4 eingebautes Gefäss 7 dient, über welches das Waschmittel (Wasser od. dgl. ) in die Düse 1 eintritt, wobei das Gefäss mit der Düse verbunden oder Düse und Gefäss relativ zueinander verstellbar sein können. Durch verstellbare Anordnung des Gefässes gegenüber der Düse kann der Sandverschluss derart geregelt werden, dass er nach Belieben auch ein-und ausgeschaltet werden kann.
Bei dem Ausführungsbeispiele der Zeichnung ist der Düsenkörper 4 in seiner Stützfläche mit Öffnungen 8 versehen, die durch Sieb 9 abgedeckt sind, um das Durchfallen von Filtersand in den Hohlraum des Düsenkörpers 4 zu verhindern. Durch diese Öffnungen 8 kann Waschwasser in das Filtermaterial gedrückt und dadurch dieses im Bedarfsfalle aufgelockert werden.
Im Normalbetrieb, -das ist im Ruhezustand der Strahlvorrichtung 1, 2, -ist die Düse 1 an das Strahlrohr angesetzt und so das Strahlrohr gegenüber dem Filtermaterial abgeschlossen. Soll der Strahlapparat 1, 2 behufs Waschung oder Umlagerung des Filtermaterials in Betrieb gesetzt werden, so wird die Düse 1 vom Strahlrohr 2 durch Herunterziehen der Spindel 6 abgehoben, wodurch eine unmittelbare Verbindung zwischen Strahlrohr 2 und dem vom Filtermaterial erfüllten Raum des Filters 3 hergestellt wird (Fig. 2). Das Waschwasser tritt durch die Düse 1 in das Strahlrohr 2, wobei durch die Saugwirkung der Düse 1 Filtermaterial in das Strahlrohr angesaugt und so das Filtermaterial gewaschen und umgelagert wird.
Ist der Wasch- oder Umlagenmgsprozess vollendet, so wird die Düse 1 mittels der Spindel 6 in die in Fig. 1 gezeigte Stellung gehoben.
Wenn in der in Fig. 1 gezeigten Stellung Waschwasser in die Vorrichtung eingeführt wird, so kann die Düse rein gespült werden, wodurch ein Festsetzen von Sand im Strahlrohr und Düse verhindert werden kann.
Der nach Abstellung des Waschbetriebes in der Düse und Strahlrohr befindliche Sand od. dgl. dient zur Herstellung des Verschlusses zwischen Düse 1 und Waschmittelleitung 5.
Das durch die Öffnungen austretende Waschwasser dient zum Auflockern des Filtersandes od. dgl.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Aus Strahldüse und Strahlrohr bestehende Wasch-und Umlagerungsvorrichtung für Filter od. dgl. Vorrichtungen mit körnigem Filtermaterial, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse (1) in bezug auf das Strahlrohr (2) so verstellbar ist, dass sie an das Strahlrohr angesetzt und von diesem abgehoben werden kann, wobei durch das Ansetzen der Düse an das Strahlrohr dieses gegenüber dem Filtermaterial abgeschlossen wird.