AT28429B - Ausführungsform eines elektrischen Ofens zur Stahlerzeugung. - Google Patents

Ausführungsform eines elektrischen Ofens zur Stahlerzeugung.

Info

Publication number
AT28429B
AT28429B AT28429DA AT28429B AT 28429 B AT28429 B AT 28429B AT 28429D A AT28429D A AT 28429DA AT 28429 B AT28429 B AT 28429B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
metal
slag
electrodes
steel
furnace
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Gustave Gin
Original Assignee
Gustave Gin
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Gustave Gin filed Critical Gustave Gin
Application granted granted Critical
Publication of AT28429B publication Critical patent/AT28429B/de

Links

Classifications

    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P10/00Technologies related to metal processing
    • Y02P10/20Recycling

Landscapes

  • Refinement Of Pig-Iron, Manufacture Of Cast Iron, And Steel Manufacture Other Than In Revolving Furnaces (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Ausführungsform eines elektrischen Ofens zur Stahlerzeugung. 



   Vorliegende Erfindung betrifft verschiedene Ausgestaltungen an   elektrischen Öfen,   welche zur Erzeugung von Stahl bestimmt sind. Sie erlaubt gleichzeitig und ununterbrochen folgende Operationen auszuführen, welche alle zum Fertigstellen des Stahles dienen : Das Schmelzen, Oxydieren der Verunreinigungen, Reduktion des gelösten   Eisenoxydes,   Wieder-   kohlen oder Einfuhren   jener Elemente, welche im fertigen Stahle enthalten sein sollen. 



   Die Zeichnung stellt eine beispielsweise Ausführungsform eines die   angegebenen Be-   dingungen erfüllenden Ofens dar. Fig. 1 und 2 sind Querschnitte und Fig. 3 ist eine Draufsicht. 



   Der Ofen besteht der Hauptsache nach 1. aus einem Tiegel, in welchem das Schmelzen und die oxydierende Reinigung erfolgen, 2. aus einer   Reduktions-und Wiederkohlungs-   abteilung,   3.   aus einer Abteilung, in welcher dem Stahle genau die verlangte Zusammensetzung erteilt wird. 



   Die Elektroden 1 der ersten Abteilung sind mit einer der Klemmen der Elektrizhätsquolle verbunden, während die Elektroden'2 und 3 der anderen Abteilungen mit der anderen Klemme parallel geschaltet sind. Von den Elektroden kommend, durchsetzt der Strom, wenn er zum Metalle geht, eine Schlackenschichte, die an der Metalloberfläche einen Widerstand bildet, welcher die Wärmewirkung des Stromes hervorruft. Die Metallbäder stehen durch Öffnungen B miteinander in Verbindung, deren Querschnitt so klein ist, dass das Metall, welches unter dem Einflusse des Jouleschen Wärmeeffektes steht, in keinem Falle erstarren oder fest bleiben kann. 



   Die einzelnen Abteilungen der Ofenanlage sind, ihrer Funktion entsprechend, aus-   gekteidet.   Jener Teil der Sohle und der Seitenwandungen der   Oxydationsabteilung,   weiche beständig mit dem Metalle in   Berührung   stehen, sind, je nachdem das zu raffinierende   Metall phosphorhä1tig   ist oder nicht, aus basischen oder aus sauren Materialien hergestellt, während jener Teil, der mit der Schlacke in   Berührung kommt,   aus neutralem Stoffe, z. B. Chromeisenstein, bestehen muss. Bei den anderen Abteilungen nimmt man vorteilhaft 
 EMI1.1 
 und für den   oberen Teil Chromeisenstein.   



   Um die Ofenanlage in Betrieb zu setzen, führt man durch die   Öffnung geschmolzenes   Roheisen ein, welches sich in den drei Abteilungen verteilt oder man legt auf die Ofensuhlen Abfalleisen und in die Verbindungskanäle B Eisenstücke. Hierauf lässt man die   Ftammcnbogen überspringen,   führt nach und nach die Stoffe ein, welche nach   dorn   Schmelzen die Schlackenschichte der Bäder liefern, in welchen sich der   Joulesche Wärme-   effekt einstellt. 



   Das oxydierende Bad der ersten Abteilung wird vom Erze oder einer   eisenoxydreichen   Schlacke gebildet, welcher man, wenn das zu raffinierende Metall phosphorreich ist, Kalk zusetzt. Die Bäder der anderen Abteilungen sind von neutraler Zusammensetzung und durch Kohlenstoff wenig reduzierbar, Kalzium- und Magnesiumaluminat, welche man   durch   mischen von Bauxit mit Kalkstein oder mit Dolomit erhält, liefern hier günstige Ergebnisse. 



    Zusatz von Flussspat macht   sie leichter schmelzbar und   dünnnussiger.   



   Die Ofenanlage arbeitet folgendermassen : In der Oxydationsabteilung benndet sieh   die intensivste Heizzone natürlich nahe   an der   Berührungsfläche   des Metalles und der   Schlacke und   in dieser   Gegend erfolgt die Reduktion   der Oxyde auf Kosten des Siliziums, 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 des Manganes und des Kohlenstoffes des Metallbades. Je nach der Menge der vorhandenen reduzierbaren Oxyde ist die Reaktion mehr oder weniger   lebhaft   und gibt sich durch eine Wirbelbewegung des Bades zu erkennen, welche das Metall durcheinanderrohrt und die Oxydation erleichtert, indem die   Bertlhrungsflächen unaufhörlich erneuert werden.

   Durch     sparsame Einführung von Eisenoxyd   oder   Hammerschlag   unterhält man die Oxydation und regelt deren Stärke und Geschwindigkeit. Zufolge der hohen Temperatur findet die Abscheidung des   Kohlenstoffes   rasch statt und erfolgt fast gleichzeitig wie die des Siliziums und dos Mangans. 



   Infolge der gewählten Zirkutationsart geht das in der ersten Abteilung raffinierte Metall dann in die zweite Abteilung, wo die Reduktion des gelösten Eisenoxydules und die Wiederkohlung des Metalles stattfinden. Das für diese beiden Operationen benutzte Reduktion-   bxw. Kohlungsmittel   wird in der Art hergestellt, dass man Eisen oder Stahl in einem elektrischen Ofen bei Anwesenheit eines grossen   Kohlenstoffüberschusses   schmilzt. Bringt 
 EMI2.1 
   züi 70/0 Kohlenstoff   aufnimmt, weichen es nach dem Abkühlen zum Teile in   gebundenem   Zustande behält, während der Rest als Graphit eingelagert bleibt. 



   Die Regelung der Wiederkohlung oder die durch die Natur des   schliess ! ich her-   zustellenden Stahles erforderlichen Zusätze werden in der dritten Abteilung   vorgenommen,   wo man Proben nimmt, deren Untersuchung gestattet, die   erhaltene Stablart   zu   be-   urteilen und einen Anhaltspunkt über die Zusätze liefert, welche behufs Behebung von   Mängeln zuzufügen   sind. 



   Während im Martin-Ofen unbedingt stark   manganhältiges   Roheisen oder Silizospiegel verwendet werden muss, um Oxydation des Metalles vor dem Abstiche zu verhindern, wird dies hier fast   unnötig.   In den letzten beiden Abteilungen ist ja der Stahl jedem oxydierenden Einflüsse entzogen, denn er steht mit der Luft gar nicht in Berührung und neben ihm ist bloss eine neutrale Schlacke vorhanden, Überdies kann letztere bei Anwendung von Aluminaten unter dem Einflusse der hohen Temperatur und des vorhandenen Kohlenstoffes eine geringe Menge Aluminium liefern, welches sich in dem Stahlbade verteilt und den Sauerstoff aufnimmt, in welcher Form auch immer derselbe vorhanden ist. 



   Das Aufgeben der festen Materialien und die Wegschaffung überschüssiger Schlacke erfolgt durch die Türen C, der Abstich des Stahles durch die Öffnung D, welche in bestimmter Höhe über der Sohle angebracht ist,
Zum Abstiche senkt man die Elektroden 3 und taucht sie in das Metallbad, gleichzeitig hebt man die Elektroden   1,   um die Betriebsspannung aufrecht zu erhalten. Während des Abstiches taucht man die Elektroden 3 tiefer ein, so dass   der : Metallspiegel oberhalb   der Abstichöffnung gleich hoch bleibt. Sobald die Elektroden den Boden des Tiegels berühren, sinkt der Metallspiegel, der nicht mehr erhalten worden kann, bis die Schlacke in dem   ausfliessende   Strahle erscheint, welchen man in diesem Augenblicke abstellt. 



     Die soeben erklärte   Operation hat beträchtliche Wichtigkeit. Da das Eintauchen der Elektroden jede   Niveauungloichboit   zwischen der zweiten und dritten Abteilung verhindert, so kann keine Vermischung der sich in verschiedenen Phasen der Raffinierung befindlichen Metalle stattfinden und man sticht bloss   grünéllich   raffiniertes und auf die vorher bestimmte   Zusammensetzung gebrachtos Metall ab.   



     Man berücksichtigt   die von dem Stable während des Eintauchens der Elektroden aufgenommene Kohlenstoffmenge. Da die Dauer eines Abstiches nahezu gleich bleibt, so wird immer ungefähr die gleiche Kohlenstoffmenge gelöst und man kann ein Endprodukt von innerhalb enger Grenzen gehaltener vorausbestimmter Zusammensetzung sicher erreichen. 



     Nach dem Abstiche hebt   man die Elektroden 3 und taucht die Elektroden 1 in das
Metall ein : ein Teil des   oxydierten   Metalles fliesst von der ersten in die zweite Abteilung. während der in der zweiten gekohlte Rtahl in die dritte dringt. Man bringt so die Spiegel der Bäder auf   ihre normale Höbe,   indem die in der ersten Abteilung eingesenkten Elek- troden einfach an Stelle des soeben abgestochenen Stahles treten. Wenn man in diesem
Zeitpunkte Roheisen in die erste Abteilung giesst, indem man gleichzeitig die Elektroden 1 hebt, so füllt das eingeführte Metall den von den Elektroden freigegebenen Raum, ohne aber direkt in die zweite Abteilung eindringen zu können, da kein   merkbarer   Niveau- unterschied vorhanden ist.

   Die einzelnen Operationen bleiben also vollständig gesondert und voneinander unabhängig und können in ununterbrochenem Betriebe aufeinander folgen, um so mehr als die Materialien ungefähr die Reaktionstemperatur bewahren, indem die Ab- teilungen so gross sind, dass bei jedem Abstiche bloss ein Teil des vorhandenen Metalles entfernt wird, während der zurückbleibende Teil als   Wärmeüberträger   dient. 



   Schliesslich wird bemerkt, dass das in der ersten Abteilung oxydierte Metall in die zweite fliesst, ohne die mindeste Spur Schlacke mitzunehmen, was jegliche nachträgliche
Wiederbeimisehung von Verunreinigungen verhindert.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Ausführungsform eines elektrischen Ofens zur Erzeugung von Stahl aus feston oder flüssigen Materialien, der in ununterbrochener Weise das Schmolzen, Raffinieren und Wiederkohlen durchführt, gekennzeichnet durch drei hintereinander angeordnete Abteilungen, deren erste zum Schmelzen des zu reinigenden Metalles und zum Oxydieren seiner Verunreinigungen dient, während die zweite die Reduktion der gelösten Oxyde und die Wiederkohlung besorgt und die dritte das Produkt auf die verlangte Zusammensetzung bringt, wobei der elektrische Strom zur Gänze in die Oxydationsabteilung, deren Schlacke oxydierend ist, eingeleitet wird und sich in den anderen beiden Abteilungen, deren Schlacke neutral und wenig reduzierbar ist, parallel verteilt.
    2. Bei dem Ofen nach Anspruch 1 das Einsenken der Elektroden der Abteilung, in welcher'das Metall genau auf die gewünschte Zusammensetzung gebracht wird, um Niveau- verschiedenheit in den verschiedenen Abteilungen und Vermischen der in den verschiedenen Phasen der Raffiniel'l1ng befindlichen Metalle zu verhindern. EMI3.1
AT28429D 1905-08-26 1905-08-26 Ausführungsform eines elektrischen Ofens zur Stahlerzeugung. AT28429B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT28429T 1905-08-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT28429B true AT28429B (de) 1907-05-10

Family

ID=3541165

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT28429D AT28429B (de) 1905-08-26 1905-08-26 Ausführungsform eines elektrischen Ofens zur Stahlerzeugung.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT28429B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT28429B (de) Ausführungsform eines elektrischen Ofens zur Stahlerzeugung.
DE1923596A1 (de) Kontinuierliches Verfahren zur Stahlherstellung
DE2757444C3 (de) Verfahren zur Erzeugung von synthetischem Gußeisen
DE418627C (de) Verfahren zur Darstellung kohlenstoffarmer Eisenchromlegierungen
AT502312A1 (de) Verfahren zur direkten stahllegierung
DE181888C (de)
DE614177C (de) Verfahren zur Erzielung eines Stahles mit hoher Zaehigkeit und geringer Empfindlichkeit gegen Kaltsproedigkeit, Alterung und Blaubruch
DE657665C (de) Verfahren zur Herstellung kohlenstoffarmer Eisen-Chrom-Legierungen mit verhaeltnismaessig hohem Chromgehalt
DE760239C (de) Verfahren zum Herstellen von legiertem Stahl
DE682997C (de) Verfahren zur Verringerung des Kohlenstoffgehaltes von Siliciumlegierungen
DE2339967C3 (de) Verfahren zum Verhütten von oxidischen Erzen oder oxidierten ErzKonzentraten
AT143288B (de) Verfahren zur Herstellung sauerstoffarmer Ferrolegierungen.
DE472918C (de) Verfahren zur unmittelbaren Erzeugung von Eisen und anderen Metallen sowie deren Legierungen mit bestimmtem Kohlenstoffgehalt
DE975180C (de) Elektrischer Schmelzofen fuer kleinstueckigen Stahl oder kleinstueckiges Gusseisen
DE539685C (de) Verfahren zur Herstellung kohlenstoffarmer Eisen-Chrom-Legierungen mit verhaeltnismaessig hohem Chromgehalt
AT103062B (de) Verfahren zur Herstellung einer blankbleibenden Eisenlegierung bzw. eines solchen Stahles.
AT36676B (de) Verfahren und Vorrichtung zum elektrothermischen Raffinierung von Roheisen und anderen Rohmetallen.
AT122930B (de) Verfahren zur Gewinnung von kohlenstoffarmen Metallen oder Metallegierungen aus deren oxydischen Erzen.
DE219710C (de)
AT53223B (de) Verfahren zur Verbesserung von Flüßeisen.
AT82754B (de) Elektrischer Ofen.
DE331700C (de) Verfahren zur Erzeugung von reinen, mehr oder weniger gekohlten synthetischen Guessen
AT18531B (de) Verfahren zur Darstellung möglichst kohlenstofffreier Metalle, Metalloide oder deren Verbindungen auf schmelzflüssigem Wege.
DE517285C (de) Elektrischer Ofen mit Lichtbogenbeheizung
DE264018C (de)