<Desc/Clms Page number 1>
Formstein zur Herstellung einer Fahrbahn-, Platz-oder Wegebefestigung
Die Erfindung betrifft einen Formstein zur Herstellung einer Fahrbahn-, Platz-oder Wegebefestigung, wobei die zu befestigende Fläche zunächst mit Formsteinen belegt wird, die Durchbrüche aufweisen, und in diese Durchbrüche vorwiegend ebenfalls aus Beton bestehende Würfel bzw. Füllstücke eingesetzt werden, die in der Form den Durchbrüchen entsprechen und wobei die Durchbrüche grösser ausgebildet sind als die Füllstücke und die Fugen zwischen den Durchbrüchen und den Füllstücken mit Sand oder Mörtel ausgefüllt sind.
Es gibt vielerlei Verfahren und Ausführungsarten für die Belegung und Befestigung von befahrenen und begangenen Untergrundflächen, die sich von der konventionellen Bepflasterung bis zur geschlossenen Betonierung und Belegung mit Platten und auch durchbrochenen Beton-Formsteinen erstrecken. Zu den letzteren Belegungsarten gehören vor allem die Gitter-oder Formsteine aus Beton mit sich kreuzenden parallelen Rippen oder Stegen, die zwischen sich Durchbrüche freilassen. Die Durchbrüche können im Horizontalquerschnitt geometrische Formen haben, z. B. kreisförmig, rechteckig, insbesondere quadratisch sein, sie können sich weiterhin nach unten konisch verjüngen.
Diese Durchbrüche werden nach dem Verlegen vielfach mit Erde ausgefüllt und mit Grassamen besät.
Durch die Graseinschlüsse soll ein lebendiges und ansprechendes Bild der Gesamtoberfläche der Belegung entstehen.
Bei einem bekannten Betonstein zur Herstellung eines Strassenbelages ist ein Formstein, der im wesentlichen die Form eines Gitterrostes hat, vorgesehen, wobei in die Ausnehmungen dieses Gitterrostes Keilsteine eingesetzt sind, die kleiner ausgebildet sind als die Durchbrüche, in der Form jedoch den Durchbrüchen nicht entsprechen. Die Keilsteine sind unter Zwischenlage einer relativ dicken Zwischenschicht aus Mörtel, bedingt durch die unterschiedliche Form zwischen Durchbrüchen und Keilsteinen, so in die Durchbrüche eingesetzt, dass die Oberkante der Formsteine (Gitterroste) und der Keilstein in einer Ebene liegt. Die oberen Flächen der Keilsteine können mit Kreuzrinnen versehen sein.
Abgesehen von aufbaumässigen Mängeln weist der mit den bekannten Betonsteinen hergestellte Belag den untragbaren Nachteil grosser Glätte auf, ist also den modernen Verkehrsbedingungen in keiner Weise gewachsen ; dies trotz der in den Keilsteinen eventuell angeordneten Kreuzrinnen. Demgegenüber ist der erfindungsgemässe Formstein dadurch gekennzeichnet, dass die Höhe des Formsteines um einige Millimeter grösser ist als die Höhe des Füllstückes, so dass eine dem oberen Querschnitt des Durchbruches entsprechende Vertiefung gegeben ist.
Durch diese erfindungsgemässe Ausbildung des Formsteines ist eine ausgezeichnete Griffigkeit des Belages gegeben, wobei jedoch, da die Höhe des Formsteines nur um einige Millimeter grösser ist als die Hülle des Füllstückes sich im wesentlichen kein Schmutz oder irgendwelche Abfälle in den Vertiefungen ansammelt.
Im folgenden sind an Hand der Zeichnungen Einzelheiten der Erfindung beschrieben. Es zeigen Fig. l die Befestigung einer grösseren zu belegenden Fläche mit Formsteinen gemäss der Erfindung ; Fig. 2 die perspektivische Ansicht zweier zusammengesetzter Formsteine mit der Darstellung des Verlegungsvorganges ; Fig. 3 einen Formstein in perspektivischer Darstellung ; Fig. 4 eine Darstellung der Kräfteverteilung bei Druckbelastung des eingesetzten Füllstückes.
Das Grundelement für das erfindungsgemässe Verlegungsverfahren ist ein Beton-Formstein
<Desc/Clms Page number 2>
--1-- mit Durchbrechungen --2-- etwa in der in Fig. 3 dargestellten Art. Als zweckmässig und für die Verlegung gewichtsmässig besonders günstig hat sich eine Formsteingrösse von 66 : 33 : 8 cm erwiesen. Derartige Formsteine können zu beliebigen Flächengrössen zu einem Verband oder zu einer Reihenformation zusammengesetzt werden, wie es die Fig. l zeigt, in der die Formsteine--la, lb und lf-eine grössere feste Fahrbahnfläche bilden.
Für die Zusammenfügung der einzelnen Formsteine --la, lb... lf--erhalten diese an allen vier Seiten Randrippen, die ihrerseits an ihren Enden auf der einen Seite jeweils mit einer Feder--7-, auf der anderen Seite mit einer Nut --8-- versehen sind (Fig. 2).
In die Durchbrssche --2-- dieser verlegten Formsteine--l--werden Würfel oder Füllstücke --3-- eingesetzt, wobei die Füllstücke-3-in ihrer Formgebung dem Hohlraum angepasst sind.
Als besonders zweckmässig haben sich Durchbrüche erwiesen, die einen quadratischen Horizontalquerschnitt haben und sich nach unten konisch verjüngen. Die Fig. 2 zeigt ein Verlegungsverfahren mit Beton-Formsteinen, welche derart geformte Durchbrüche aufweisen. In der genannten Figur sind zunächst zwei Beton-Formsteine --1--, z.B. auf einer Sandbettung--4-- (in Fig. l dargestellt) verlegt. Die Nahtstelle ist mit --6-- bezeichnet. In die Durchbrüche-2-sind,
EMI2.1
h.werden. Es gilt auch hier das Beispiel eines Beton-Formsteines mit quadratischem Querschnitt der Durchbrüche-2-und mit nach unten sich verjüngender Formgebung der Durchbruchsöffnungen. Entsprechend sind die Füllstücke --3-- geformt, welche, wie die Fig. 2 zeigt, nach Art eines Pyramidenstumpfes ausgebildet sind.
Das Füllstück --3-- kann also, auch in der Wirkung auf seine
EMI2.2
4 darstellen.gleichgrossen Kräfte Ql und Q2 werden zu einer Resultierenden --R-- zusammengefasst. Es ist ersichtlich, dass--R--bei Gleichgewicht gleich gross und entgegengesetzt sein muss. Aus der Fig. 4 ist weiter zu ersehen, dass die auf die Keilflanken wirkenden Gegenkräfte von den Stegen-S-- aufgenommen werden, u. zw. in Form einer horizontal wirkenden Druck-bzw. Biegebeanspruchung.
Durch eine entsprechende Dimensionierung und durch eine Bewehrung--9--sind sie diesen Belastungen ohne weiters gewachsen. Diese Kräfteaufteilung innerhalb der Stege-5- (vertikale und horizontale Druckbeanspruchung) bedeutet aber bezüglich des Festigkeitsverhaltens einen wesentlichen Vorteil gegenüber einer normalen Pflasterung mit Pflastersteinen und gegenüber einer Befestigung mit Formsteinen ohne Ausfüllung der Durchbrüche mit festem Füllstoff.
Die Füllstücke --3-- werden, wie erwähnt, zweckmässig passgerecht eingefügt, d. h. sie füllen nach dem Ausfüllen der Fugen zwischen den Durchbrüchen und den Füllstücken mit Sand oder Mörtel den Hohlraum--2--vollkommen aus und liegen erfindungsgemäss mit ihrer oberen (sichtbaren) Fläche um ein Weniges unterhalb der Planfläche des Formsteinen so dass die Durchbrechung sich als eine kleine Vertiefung darstellt. Dieses Verfahren erhöht weitestgehend die Griffigkeit der Gesamtoberfläche.
Beispielsweise hat sich bei der Befestigung und Herstellung von Wassergräben das Einsetzen der Würfel--l--mit Hilfe der Sand-oder Mörtelzwischenschicht besonders bewährt.
Die aus der rationellen Verlegungsart sich ergebenden wirtschaftlichen Vorteile sind auch bei Beton-Formsteinen vorhanden, bei denen die Durchbrüche mit vertikalen, also sich nicht nach unten verjüngenden Seitenwänden ausgebildet sind. Denn auch hier erfolgt die Einsetzung der Würfel ohne die zeitraubenden Anspassungs- und sonstigen, bei der konventionellen Pflasterung notwendigen zusätzlichen Arbeiten.
Im übrigen treten die an Hand der Fig. 4 geschilderten günstigen statischen Erscheinungen bei keilförmigen Pflastersteinen quadratischen Querschnitts auch dann auf, wenn sie allein, also ohne den durchbrochenen Beton-Formstein im Verband verlegt werden. Natürlich ist dazu bezüglich des Verlaufes der Verjüngung eine entsprechende wechselseitige Anordnung notwendig. Gegebenenfalls sind pyramidenstumpfartige Pflastersteine in zumindest zwei verschiedenen Grössenabmessungen erforderlich.
Der erfindungsgemässe Formstein hat die bereits erwähnten vielseitigen Vorteile aufzuweisen. Die Anwendung erstreckt sich über ein sehr weites Gebiet : bei Fahrbahn-, Platz-und Wegebefestigungen,
<Desc/Clms Page number 3>
zur Befestigung von Wassergräben, von Böschungen, für seitliche Befestigungen von Rollbahnen, für Füssübergänge und Mosaikpflasterungen sowie Fluss-und Grabenregulierung.