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Kinderbett
Der praktischen Forderung, mindestens ein Seitengitter eines Kinderbettes öffnen zu können, kann bei Betten mit höheren Stehern dadurch leicht entsprochen werden, dass das betreffende Seitengitter zur Öffnung des Bettes nach abwärts geschoben wird und dadurch der Zugang zu dem im Bett liegenden Kind erleichtert wird.
In letzter Zeit werden jedoch wohl aus modischen Gründen tiefe Kinderbetten verlangt und erzeugt, die naturgemäss wegen der Nähe des Fussbodens eine lotrechte Versenkung des Seitengitters nicht oder nur unzulänglich um wenige Zentimeter gestatten.
Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, auch bei derartigen tiefen Kinderbetten einerseits eine leichte Entfernung zumindest eines Seitengitters desselben zu ermöglichen und anderseits dessen leichte und schnelle Wiedereinsetzung zu ermöglichen, ohne dass diese Abnahme des Seitengitters von Kinderhand vorgenommen werden kann.
Erfindungsgemäss ist mindestens ein Seitengitter auf an den Bettenstehern befestigten verschwenkbaren Verschlussschalen gelagert. Zur Verhinderung einer Betätigung derselben durch Kinderhand wird die Schwenkstellung der oberen Verschlussschalen durch Schnappfederverschluss fixiert, wodurch ein Widerstand gegen die Verdrehung der Verschlussschale geschaffen wird, der von Kinderhand nicht überwunden werden kann, von Erwachsenen jedoch durch entsprechend leichten Kraftaufwand überwindbar ist.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, u. zw. zeigt Fig. 1 die Ansicht eines derartigen tiefen Kinderbettes mit den erfindungsgemässen Verschlussschalen, während die Fig. 2 einen Längsschnitt durch eine auf dem Steher befestigte Verschlussschale und Fig. 3 eine Vorderansicht derselben darstellt.
Das auf den vier Stehern--l--abgestützte Bett besitzt etwa in üblicher Weise seitliche Wangen --2-- und Seitengitter--3--.
Zur Öffnung zumindest eines der beiden Seitengitter--3--sind auf den Stehern--l--je zwei verschwenkbare Verschlussschalen --4-- derart befestigt, dass die unteren Schalen zur Aufnahme des unteren Holmes der Seitengitter rinnenförmig nach oben offen sind, während die oberen Verschlussschalen --4-- um 1800 kuppenförmig nach unten verdreht werden, um die oberen Seitengitterholme in ihrer Lage festzuhalten.
In den Fig. 2 und 3 ist eine derartige Verschlussschale im Schnitt und Vorderansicht dargestellt.
Sie wird mit ihrer Rückwand etwa mittels einer Holzschraube --5-- im Steher --1-- befestigt und trägt konzentrisch um die Befestigungsschraubenachse etwa vier Bohrungen-6-, die um 90 gegeneinander versetzt sind. An den korrespondierenden Stellen werden im Steher-l-etwa auch vier derartige Bohrungen--9--angebracht, in welche Schraubenfedern --8-- versenkt werden, die eine Kugel --7-- gegen die Rückwand der Verschlussschale-4-pressen. Die Verschlussschalen --4-- sind um die Achse der Befestigungsschrauben--5--verdrehbar und werden durch die
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In Fig. 2 und 3 ist die Drehstellung der Schale --4-- für das Festhalten der oberen Holme des Seitengitters--3--demnach rinnenförmig nach unten dargestellt, in welche sonach die oberen Holme
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wie von Lagerhalbschalen in dieser Stellung gehalten werden. Die gleichgestalteten oberen Lagerschalen auf den Stehern--l--werden zum Einlegen der oberen Holme aus dieser Stellung um 900 verdreht, um die oberen Holme der Seitengitter --3- aufnehmen zu können, wobei durch weitere Verdrehung der oberen Verschlu#lagerschalen --4-- um 90 diese nunmehr den Oberholm des eingelegten Seitengitters --3-- kuppenförmig umgreifen und so das Seitengitter an den beiden Holmen--l-- fixieren.
Durch die Anordnung der Schnappfederverschlüsse --6, 7, 8-- kann eine Verdrehung der Verschlussschalen von Kinderhand nicht bewerkstelligt werden, während bei Ausübung eines kräftigeren Drehmomentes auf die Verschlussschalen--4-die Kugeln--7--durch Deformation der Federn - zurückweichen und die Verdrehung der Verschlussschalen demnach für Erwachsene ermöglichen.
Zur Öffnung des Seitengitters--3--werden demnach die beiden oberen Verschlussschalen --4-- um 900 gegen das innere Bett verdreht, wodurch das Seitengitter--3--um die beiden unteren Verschlussschalen verschwenkt und aus diesen abgehoben werden kann. Zum Wiedereinsetzen wird der untere Holm des Seitengitters in die Rinne der unteren Verschlu#schalen --4-- eingesetzt, in die Verschlussstellung verschwenkt und durch Verdrehung der oberen Verschlussschalen um 900 wieder in die Verschlussstellung im Bett festgehalten.
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auch das Wiedereinsetzen in die Verschlusslage durch Einsetzen des Seitengitters in die beiden unteren Schalen und durch Rückdrehung der oberen Verschlussschalen in die Verschlusslage, ohne dass die Öffnung des Verschlusses durch Kinderhand möglich ist.
Die beschriebene Verschlussvorrichtung ist einfach und billig herstellbar und dient gleichzeitig der Verzierung des Bettes.
PATENTANSPRÜCHE :
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