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Zentriervorrichtung an Spritzrohren von Flaschenreinigungsmaschinen
Nach einer längeren Betriebszeit intermittierend arbeitender Flaschenreinigungsmaschinen kommt es zu Dehnungen der Flaschenkorbkette, wodurch die Zuordnung der Spritzrohre zu den darüber hinweggeführten Flaschenzellen im Zeitpunkt der Spritzung sich so weit verändern kann, dass die Spritzstrahlen nicht mehr wie erwünscht auf die Flaschenmündungen gerichtet sind, sondern nur noch die Zellenaussenwände treffen oder überhaupt zwischen den Zellen nutzlos versprühen. Nur bei exakt koaxialer Ausrichtung der Flaschenzellen und der Spritzdüsen ist eine sichere Reinigung der Flaschen gewährleistet.
Um dieser Tatsache Rechnung zu tragen, hat man bereits die Spritzrohre verstellbar angeordnet, so dass man sie von Zeit zu Zeit nachstellen kann, um ihre Lage der durch Kettendehnungen veränderten Lage der Flaschenzellen während der Spritzungen anzupassen. Eine solche Nachstellung erfordert jedoch ein Stillsetzen der Maschine und umfangreiche Montage-und Anpassarbeiten, welche nicht nur kostspielig sind, sondern wegen ihrer Langwierigkeit auch einen erheblichen Produktionsausfall nach sich ziehen. Bei kontinuierlichen Flaschenreinigungsmaschinen, bei denen die Korbkettenbewegung auch während der Spritzung andauert, muss permanent für eine genaue Zentrierung und automatische Anpassung der Spritzrohrlage zu den Flaschenkörben gesorgt werden.
Aus diesem Grunde hat man, wie es beispielsweise die deutsche Patentschrift Nr. 478942 zeigt, die Spritzrohre auf einem pendelnden Gestell aufgehängt, welches vom Kettenantrieb, über Kurvenscheiben und Hebel gesteuert, synchron mit den Korbketten ein Stück Wegs mitgeführt wird, solange der Spritzvorgang dauert. Anschliessend kehrt das Gestell mit seinen Spritzrohren wieder in die Ausgangslage, durch Federn oder Antriebe betätigt, zurück und beginnt einen neuen Synchronlauf mit der Korbkette.
Nachteilig ist hieran jedoch, dass das Spritzgestell nicht von der Kette selbst, sondern vom Antrieb der Kette gesteuert wird, so dass Kettendehnungen hier zu den gleichen Fehlern führen, wie bei der eingangs genannten intermittierend arbeitenden Flaschenreinigungsmaschine. In Erkenntnis dieser Mängel hat man deshalb schon vorgeschlagen, das Spritzgestell nicht vom Kettenantrieb, sondern direkt von der Kette anzutreiben. Das Spritzrohrgestell wird ebenfalls auf einem Parallelogrammhebelsystem pendelnd geführt, wird jedoch nicht vom Kettenantrieb, sondern über einen Mitnehmer von der Flaschenkorbkette selbst für die Dauer der Spritzzeit ein Stück Wegs mitgeführt.
Nach Beendigung der Spritzung klinkt dieser Mitnehmer aus der Kette aus und das Spritzgestell wird mittels eines hydraulischen Rückstellantriebes oder einer Rückstellfeder in die Ausgangsposition zurückgeschwenkt, wo es erneut mit der Kette in Eingriff gelangt und mitgeführt wird. Ausführungsbeispiele dieser Art Zentrierung zeigen die USA-Patentschrift Nr. 1, 466, 141 und die belgische Patentschrift Nr. 480781.
Eine derartige Spritzrohrmitführung mittels Federrückstellung oder hydraulische Rückstellung sowie Mitnehmerklinkensteuerung ist jedoch für intermittierende Flaschenreinigungsmaschinen, bei denen es keiner längeren Mitführung der Spritzrohre bedarf, sondern nur eine sich der Kettendehnung ständig anpassende Zentrierung erforderlich ist, viel zu kompliziert und aufwendig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ausgehend von dem vorgenannten Stand der Technik,
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eine Zentriervorrichtung für Spritzrohre von intermittierend arbeitenden Flaschenreinigungsmaschinen zu schaffen, welche sehr einfach und billig ist und eine ständig automatische Anpassung der Spritzrohrlage an die Kettendehnungen gewährleistet. Die Erfindung löst die Aufgabe dadurch, dass der Mitnehmer als Drehkreuz ausgebildet ist, das in unterer Totpunktlage des pendelnd aufgehängten Gestells mit einem horizontalen Arm mit einem ortsfesten Anschlag in Eingriff steht und damit an einer Drehung gehindert ist, während sein oberer vertikaler Arm in den Weg der Kettenbolzen ragt.
Die Kettenbewegung wird dabei so abgestimmt, dass sie erst dann stillsteht, wenn ein Kettenbolzen gegen den vertikalen Arm des Drehkreuzes gelaufen ist und das Spritzrohrgestell um ein geringes Stück vorbewegt hat. Nach beendigter Spritzung bewegt sich die Kette ein Stück weiter und nimmt dabei über das Drehkreuz das Spritzrohrgestell ein Stück Wegs mit, bis der horizontale Arm ausser Eingriff mit dem stationären Anschlag gelangt. In dem Augenblick macht das Drehkreuz eine Vierteldrehung, so dass der vertikale Arm ausser Eingriff mit der Kette kommt, wobei das Spritzgestell in seine vertikale Ausgangslage zurückschwenkt und der bisher untere vertikale Arm des Drehkreuzes in Eingriff mit dem stationären Anschlag gelangt. Die Wegstrecke, um die das Spritzrohrgestell von der Korbkette mitgenommen wird, ist nur so lang wie die Arme des Drehkreuzes.
Dadurch wird eine komplizierte Rückstellung überflüssig, da es für diesen kurzen Weg keiner mechanischen Rückstellung bedarf, sondern allein die Schwerkraft zum rechtzeitigen Zurückpendeln des Spritzrohrgestelles in die Ausgangslage ausreicht.
Obschon bei intermittierenden Flaschenreinigungsmaschinen eine Mitführung des Spritzrohrgestelles nur in der Grössenordnung der zu erwartenden Kettendehnungen erforderlich ist, welche weit geringer ist als die Länge eines Armes des Drehkreuzes, so ist die dadurch gegebene zusätzliche Reserve doch insoweit von Nutzen, als sie es erlaubt, bei der Montage der Maschine und der Abstimmung der intermittierenden Kettenbewegungen zur Spritzrohrlage weniger sorgfältig zu sein als es bisher erforderlich war. Durch Wegfall des Zwanges zu einer derart extremen Anpassgenauigkeit während der Montage wird diese durch die Erfindung erheblich erleichtert und verbilligt. In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Fig. 1 zeigt schematisch die Seitenansicht einer Zentriervorrichtung gemäss der Erfindung und die Fig. 2 und 3 den Bewegungsablauf des Drehkreuzes im Verhältnis zu einem Kettenbolzen der Flaschenkorbkette und zum stationären Anschlag.
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des Drehkreuzes--10--sich an einem an der nicht dargestellten Gehäusewand stationär befestigten Anschlag --11-- abstützt. Die Fig. 1 stellt dabei den Spritzzeitpunkt dar, währenddessen die Flaschenkorbkette --1-- stillsteht. Der Winkel a zwischen der strichpunktiert angedeuteten Ausgangslage des Hebels und dem Hebel--6--zeigt den Grad der Auslenkung des Spritzrohrgestelles --4-- aus der vertikalen Ruhelage während der Spritzung.
Fig. 2 zeigt die Ausgangslage des Drehkreuzes im Augenblick des Anlaufes eines Kettenbolzens - gegen den oberen vertikalen Arm desselben. In diesem Augenblick besteht bereits eine Zentrierung zwischen Zelle--3--und Spritzdüsen--8--, so dass die Spritzung bereits ihre volle Wirkung erzielt. Der Kettenvortrieb setzt aus, sobald das Drehkreuz--10--die strichpunktierte Lage erreicht hat und der eigentliche Spritzvorgang beginnt. Nach Beendigung der Spritzung bewegt sich der Kettenbolzen nach links. Solange der rechte horizontale Arm des Drehkreuzes --10-- noch mit dem stationären Anschlag--11--in Eingriff beharrt, wie dargestellt, bleibt auch die Zentrierung erhalten. Das bedeutet, dass es gleichgültig ist, zu welchem Zeitpunkt die Spritzung genau beginnt.
Es ist ausreichend, wenn sie in dem Zeitraum beginnt, der zwischen der Verschiebung des Kettenbolzens - aus der voll ausgezogenen in die strichpunktiert gezeichnete Lage liegt, um eine saubere Spritzung zu garantieren.
Nach Beendigung der Spritzung bewegt sich die Kette--l-mit dem Kettenbolzen--2weiter nach links, wie Fig. 3 zeigt, so dass der rechte Arm des Drehkreuzes--10--über dem stationären Anschlag--11--hinwegschwenken kann. In dem Augenblick gerät auch der obere Arm des Drehkreuzes --10-- ausser Eingriff mit dem Kettenbolzen--2--, das Spritzrohrgestell--4mit dem Drehkreuz --10-- schwenkt zurück in seine Ausgangslage, wie sie strichpunktiert dargestellt
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ist und der bisher senkrecht nach unten ragende Arm des Drehkreuzes gelangt nun in den Bereich des stationären Anschlages Nunmehr kann ein neuer Spritzzyklus beginnen.
Da die Auslenkung des Spritzrohrgestelles --4-- aus der vertikalen Ausgangslage, abhängig von der Länge der Arme des Drehkreuzes--10--, nur sehr gering ist, bedarf es zur ausreichend schnellen Zurückführung desselben in seine Ausgangslage ausser der Schwerkraft keiner zusätzlichen Kräfte oder Steuerelemente.